Beiträge von rubeatz

    Liebes Drummerforum!
    Ich interessiere mich spätestens seit Drum’ n Bass für die Ästhetik von produzierten Beats und erforsche deshalb neugierig das strombasierte Mittelstück - das Tonstudio -, welches zwischen dem bloßen Drummen/Programmieren eines Grooves und dem Ergebnis am Ohr des Hörers steht. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen wiederum in mein Trommelspiel ein und ermöglichen einen einerseits sehr zeitgemäßen Sound auf der Bühne, andererseits einen ganz persönlichen Stil.

    Unlängst wurde mein drittes Buch im LEU-Verlag veröffentlicht. Es trägt den Titel „Echodrums“ und widmet sich dem Schlagzeugspiel mit Effekten, vor allem den Echogeräten. Eine Idee jenseits des Trommelrands, die aus einem Ausflug in die Gitarrenwelt entstanden ist und gerade mal Mikro, Effektgerät und einen Lautmacher braucht, auf dass sich eine Menge gestalterischer Möglichkeiten auftun: effektierte Einzelklänge, Dub-Klischees, an Loops erinnernde Texturen, zusätzliche Layer, EFX-Parallelwelten, verdichtende Rhythmusantworten, sowie ein spezieller Groove-Kleber.




    Die Idee ist nicht neu - abgesehen vom Sound der Dub-Großmeister King Tubby & Lee Scratch Perry, wurden ja auch schon in den 1970ern die Drumsets von John Bonham, Billy Cobham, Stewart Copeland gelegentlich durch die Echomaschinen gezogen. Glücklicherweise gibt es auch einige weiterforschende Epigonen in diesem Themenfeld (u.a. Jojo Mayer, Joe Tomino, Matt Chamberlain, Dan Mayo, Zach Danziger, Scott Amendola, Mark Guilllana, Magnus Öström, Eric Schaefer). Letztlich habe ich nun versucht, all meine Erfahrungswerte, sowie die Ansätze der kreativen Kollegen in spielerisch-intuitiven Konzepten und Übungen klar zu machen. Man könnte auch sagen: die (tontechnische) Produzentsicht auf den Rhythmusmacher hinter seinem Setup transformiert.


    Beim aktiven „Echodrumming“ geht es um die Entdeckung einer neuen Komfortzone, die sich spielerisch erschließen lässt. Denn so ein elektronisches Effektgerät ist gar nicht weit von typischen „Drum Add Ons“ (wie Splashbecken, Drummer Timbale oder Samplepad) entfernt. Es ist einfach ein weiteres Zusatzteil, das sich ebenso symbiotisch integrieren lässt, aber sowohl Sound als auch Pattern des Rhythmusmachers bereichern wird.


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    Ich kann es immer wieder nur empfehlen, leiht euch ein Delaypedal aus (idealerweise mit Tap Tempo Funktion) und experimentiert damit. Wer anschließend tiefer einsteigen möchte, wirft mal einen Blick ins Buch „Echodrums – Anders trommeln dank Strom & Effekten“. Und bestellt’s im Idealfall direkt bei mir inklusive einer Tap-Tempo-Postkarte und den besten Wünschen (25 €, auf Rechnung).

    Für alle neugierig Gewordenen und all diejenigen, die sich unter dem Buchtitel nicht viel vorstellen zu können, habe ich in diesem Mixtape ein paar produzierte Echodrums-Perlen zu einer hübschen Kette aneinandergereiht. Listening rules...

    Freue mich auf’s Wochenende (02.03.11.19) bzw. auf die „Days of Percussion“ in Nürnberg!


    Für den Workshop am Samstag Nachmittag dachte ich, über das Thema „Layer“ zu sprechen, einerseits über den

    Ansatz der Bedroomproducer und DAW-Klötzchenschieber, deren Impact auf die DJ-Kultur, anderseits über verschiedene Ideen, wie ich als Drummer meine Beschränktheit auf nur vier Extremitäten (aka Einzelspuren) elegant überwinden kann.

    Ich glaube, ich werde als passende Überschrift (S)layer an die Tafel schreiben, um die Wichtig-/Möglichkeit des Energiepotential nicht zu vergessen…


    Um das gestellte akustische Drumset klanglich und ästhetisch zu erweitern helfen mir die elektronische Jomox MBase (die durch ein Fatkick-Pedal links von der Hihat getriggert wird), sowie mein obligatorisches Boss Space Echo.
    Da ich abends im MuzClub auch ein Set alleine bestreiten soll, habe ich mir (mit der dJay Pro 2 App) ein kleines Mixtapefile erstellt, welches vom Smartphone abgespielt und durch den Boss EQ verbogen werden kann. Im Mackie-Pult wird aller Elektronik-Kram zusammengemischt und zur PA geschickt.



    More details here

    Super! Das Programm der Ludwigsburger Trommeltagesteht jetzt ):
    Freitag 04.10.19, ab 18 Uhr Einlass
    Oli Rubow um 20 Uhr, featuring DJ Friction, Freundeskreis.
    Ab ca. 21 Uhr 30 das " Peter Sonntag Trio", mit Sibi Siebert, Reno Schnell und natürlich Peter S.
    Um ca 23 Uhr: Sakke & DDA, unsere " Drum Day Allstar" Band mit Sakke Koivula.


    Samstag 05.10.19 ab 14 Uhr
    Burak Ersöz von Istanbul Agop ab 16 Uhr
    Um 20 Uhr: "A tribute to Jon Hiseman" mit Flo Dauner
    21 Uhr 30: Peter Sonntag Trio
    23 Uhr DDA mit Gästen


    Sonntag 06.10.19 ab 14 Uhr
    Burak Ersöz für Istanbul Agop Cymbals
    Ca 15 Uhr: Kathrin Medde und Alex Menichini
    Special guest: David Hanselmann

    Es ist an allen drei Tagen möglich, dass es zu spontanen Einlagen von Überaschungsgästen kommt. die Anfangszeiten sind, wie immer, ohne Gewähr.
    Der Eintritt tagsüber ist frei, für die Abendveranstaltungen wird eine Spende von mindestens 5 Euro erwartet ( vorläufige Vereinsmitgliedschaft, man ist dann für diesen einen Abend Mitglied im Schlagzeugmuseum e.V.).
    Schlagzeug Museum Ludwigsburg e.V.
    Wilhelm-Fein Strasse 6/1
    71636 Ludwigsburg

    Auf den Besuch der Ludwigsburger Trommeltage freue ich mich besonders! Nicht nur weil diese Veranstaltung dank einer gewissen Exotik die Drummerszene angenehm bereichert, sondern da ich mich an einen Workshop im Schlagzeugmuseum vor acht Jahren gerne erinnere (damals hatte mir der nette Herr Vogelmann nicht nur den großen Ampeg-Kühlschrank für die TB-303, sondern auch einen Marshall Turm für mein Echogerät hingestellt).
    Diesmal möchte ich eine Lanze für die Steckdose auf dem Schlagzeugteppich brechen, mit Begeisterung die Überwindung von Grenzzäunen veranschaulichen, vor allem aber Groove und Musik machen – nämlich im Zusammenspiel mit DJ Friction (Freundeskreis).
    Und obwohl ich Frico schon wirklich lange kenne, wir auch schon gemeinsam diverse schöne Sachen unternommen haben (TurntablerockerTour 2001, gescratchter Gastbeitrag für mein Buch, ein paar Freundeskreis Festivals 2018), wird unser DJ-Drummer-Jam im Ludwigsburger Schlagzeugmuseum eine Premiere!



    Schlagzeug Museum Ludwigsburg e.V | Wilhelm-Fein Strasse 6/1 |71636 Ludwigsburg



    Ansonsten bin ich im Oktober mal wieder auf Hattler-Tour .
    Und hey, das Apfelschorle-Versprechen gilt nach wie vor :)




    Ich durfte gerade eine ganze Woche lang die neue Tama "Lightware" (The Classic Stand Series) bespielen und bin begeistert, dass die dünnen Ständerchen problemlos schwere 22 Zoll Becken tragen, ohne ins Wanken zu kommen. Auch die Hihat steht bombenfest und läuft perfekt (wie auch ihr HP50 Bruder). Zum Snareständer kann ich nichts sagen, da dieser nicht dabei war.


    PS. bald kann ich wohl meine mühsam zusammengesuchten einstrebigen Tama Teile wieder verkaufen...

    Hey liebes Forum, ich sage mal laut DANKE, weil mir unglaublich schnell auf vielfältige Weise Hilfe angeboten wurde - das ist grandios & nicht selbstverständlich!
    Hier nun meine gesammelten Erkenntnisse:


    Forumuser Hebbe hat gleich die passende "Explosions-Fotografie" des Ersatzteils gefunden
    https://reverb.com/nz/item/413…hardware-1980s-japan-mint
    sprich: mein Problem lässt sich reparieren (in dem die verbaute Schloßschraube und die Flügelmutter getauscht, oder ein neues Gewinde reingeschnitten wird).
    Und aktive Hilfe angeboten (was mir als absolute Handwerksniete mächtig Stress nimmt).



    Mit Stephan Hänisch von der Firma Meinl führte ich ein schönes Telefonat, also mit einem Tama-Checker der frühen Stunde: in Neustadt gibt es derartige Vintage-Ersatzteile leider nicht mehr, aber in die Granstar-Bohrung passt auch ein Artstar-Fuß (stilecht), aber auch viele Tama Füsse neueren Datums.


    Letztlich wurde der Defekt vor Ort (wo die Kick gelagert is) von einem Schlosser repariert und steht wieder stabil :)

    Hochgeschätztes Forum,
    an meiner geliebten 22" Granstar Kick hat sich am Wochenende die Flügelmutter (des vom Drumhocker aus betrachteten rechten) Bassdrum Beins (Spur Bracket) derart verkantet, dass sie nur noch mit Zange und Gewalt zu öffnen/schliessen ist. Von daher die Frage:
    Welche Bassdrum Füße passen wohl noch in die vorhandenen Bohrungen?
    oder
    Weiss jemand von der Existenz des passenden Ersatzteils?

    Sehr spannender Beitrag!


    Da ich elektrotechnisch völlig unbedarft, dafür höchst neugierig und pragmatisch bin, habe ich im Laufe meiner langjährigen electro-akustischen Forschungsreise schon einige positive Erfahrungen gesammelt, die ich als kleine empirische Sammlung hier mal auflisten und teilen möchte:


    - mit Roland Pad PD-31 direkt ins MOTU Traveler, um den Impuls in der DAW mittels apTrigga Drum-Samples auslösen zu lassen. (apT Ansatz)
    - mit Roland Trigger Pickups (RT-10) und Cymbal Pad (CY-14) direkt ins RME Fireface (apT Ansatz)
    - mit Roland Kick Trigger (KT-10) direkt in den Keith McMillen K-Mix (apT Ansatz)
    - mit Fusstastern direkt in den Keith McMillen K-Mix (apT Ansatz)
    Mit den Roland Trigger Pickups gehe ich auch öfter mal direkt ins Echogerät oder Mischpult.


    Auch Zach Danziger geht mit seinen Trigger Pickups und Klebe-Piezos (auf der Hihat) direkt ins RME Fireface .

    Wer setzt sich denn vor einen Trommelnden und hält die Karten hoch?

    Dafür gibt es den "Papier-Sequenzer", eine DIN A3 große 8-Feld Matrix (die für eine 8 oder 16 taktige Form stehen kann). Darauf wird an der gewünschten Stelle des "Arrangements" die Spielkarte(n) gelegt.

    Jetzt müsste es nur noch eine App für Zuhause geben, die per Zufall die Karten zeigt

    Die ist im Kopf schon fertig, leider ist es sehr bzw. zu teuer das Teil programmieren zu lassen :(

    Wie das Sytem aber z.B. bei einer Doppelhuf Ballerburg funktionieren soll, erschließt sich mir nicht.

    Ich denke das der DSP des Moduls dank den Infos von Kick-Trigger und Raummikro das vorhandene Akustikset frequenztechnisch trennt, anschließend mit seinen Effekten (die Kick ggf auch mit Samples) aufhübscht.
    Und da ja noch drei weitere Triggerinputs an Board sind, lässt sich durchaus auch ein zweiter Kick-Trigger einspeisen.


    Ist es als Add-on zu bisher eingesetzten Lehrmethoden und -Büchern gedacht oder soll es den Schlagzeugunterricht generell revolutionieren?

    Sowohl als auch :)
    Es funktioniert bestens als Add-On bzw. Multiplikator der vorhandenen Lehrbücher/des eigenen Repertoires, da die Idee zugrunde liegt, dass irgendein Pattern, erst geloopt, dann auf vielschichtige Weise - durch die Kartenaufträge - "ausproduziert" wird. Sprich, man kann das eigene Vokabular elegant/modern verbreitern, oder aber jeglicher Literatur weitere Schwierigkeitsstufen überstülpen.
    Wenn ein standartisierter, Noten-basierter Unterricht spielerisch aufgebrochen wird, kann das durchaus motivieren. Die gelungene "Revolution" wäre, dem nicht immer zuträglichen Tunnelblick auf Sheets und Noten entgegenwirken und des Schülers Fähigkeiten stärken, ein Notenbild auch zügig ins Gehirn verfrachten zu können, um deutlich freier/wacher/kommunikativer in Bezug auf sein Umfeld (Ensemble, Band, Publikum) agieren zu können.
    Die Idee, Musik mit Hilfe von Karten zu machen/steuern ist nicht unbedingt neu (siehe Freejazz á la John Zorn, diverse Neue e-Musik), sie pragmatisch und stilunabhängig zur Groovegestaltung und Arrangementsteuerung einzusetzen einfach der nächste Schritt - und dass sich das Kartenspiel locker auf andere Instrumente übertragen lässt, versteht sich von selbst :)



    Ich denke mal, der #dmsq Ansatz richtet sich an die etwas fortgeschrittenen TrommlerInnen, die sich für moderne, zeitgemäße Beats interessieren. (Diese Einschätzung kommt aber vor allem daher, dass ich das Konzept mit jungen Anfängern ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert habe.)

    Wenn Kinder die Welt entdecken, lernen sie auf spielerische Art und Weise. Ein Augenmerk auf die Umschreibung unserer Passion macht klar: auch wir »spielen Schlagzeug«. Um diesen Spieltrieb mit der Weiterentwicklung am Instrument zu kombinieren habe ich um das etwas andere Schlagzeuglehrbuch bemüht: Dabei herausgekommen sind ein Kartenspiel und ein erklärendes Handbuch, Das moderne Schlagzeugquartett (LEU-Verlag).




    Es besteht aus 54 Spielkarten, einem Papiersequenzer und 8 Handzeichen. Jede Karte ist mit einem Piktogramm bedruckt, das ähnlich wie die Bildsprache der Emojis funktioniert und hier für eine schlagzeugtechnische Anwendung steht.

    Das moderne Schlagzeugquartett kann man alleine, zu zweit oder mit mehreren Rhythmusmachern spielen. Mit den Spielkarten und den Handzeichen lassen sich im Ensemble moderne Tracks nach dem Baukastenprinzip programmierter Rhythmen erstellen oder den Spannungsbogen eines Arrangements steuern.

    Das moderne Schlagzeugquartett fördert das loopige und patternbasierte Groove-Verständnis. Es schult die Fähigkeit, während des Trommelns auf optische Zeichen reagieren zu können – ein zentraler Bestandteil beim gemeinsamen Musizieren! Darüberhinaus stellt die Rhythmusliste des Buches einen Pool voller moderner Grooves sowie einen Patternbaukasten zur Verfügung. Eine umfangreiche Klangbibliothek lädt zu kreativen Experimenten ein.

    Die Spielregeln sind einfach und kreativ-flexibel. Der Trommler sucht aus der Rhythmusliste (oder seinem persönlichen Fundus) ein Pattern aus und spielt es in Dauerschleife (Loop). Im weiteren Verlauf zeigt der Lehrer eine Spielkarte, deren Bildauftrag im nächsten Takt umgesetzt werden soll, bevor es zum ursprünglichen Loop zurückgeht...

    Ungefähr so :


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    Im Netzt gibt es noch begleitende (zum Teil interaktive) Webseiten:
    http://dasmoderneschlagzeugquartett.de / https://dmsqblog.wordpress.com


    Bin sehr auf Rückmeldungen gespannt! Herzliche Grüße aus Frankfurt, Oli







    (Nach FN verschoben.)