Beiträge von Korki

    Dir geht es nicht allgemein darum, ein besseres Gefühl für Songstrukturen zu bekommen und das an Beispielen zu üben, sondern darum, die konkreten Abläufe der Lieder eurer Setliste zu lernen, ohne Aufnahmen oder Aufzeichnungen / Sheets / Noten zu nutzen?


    Wenn du jegliche Form der Aufzeichnung und Notation ausschließt, bleibt ja nur Playalong-Basteln übrig. Das erscheint mir aber recht viel Arbeit zu sein. Insbesondere, wenn du dich an Abläufe, Akkorde, Endings etc. erinnern musst, um es zumindest einmal ins Playalong zu bekommen.

    Oder spielen die Bandkollegen nach Noten?


    Ich würde das vermutlich ganz pragmatisch und einfach angehen: Bei der nächsten Probe die Lieder mit dem Handy aufnehmen. Sound ist zwar mies, macht aber nichts. Dann würde ich mir zu jedem Lied ein Sheet machen. Ganz rudimentär:

    Intro (Klavier) - 8 Takte Teil A - 16 Takte Teil B (Ride) - Übergang (Snare Achtel auf 2+) - 8 Takte Teil A - Ending (kurzer Akzent auf 1, 1/2 Takt einleiten)

    Im Idealfall auch die ersten paar Töne Melodie oder Intro als Noten ausnotiert. Oder die erste Textzeile. Das hilft oft auch schon.


    Sowas nutze ich weniger, um während des Spielens abzulesen sondern mehr, um mich vor dem Spielen zu erinnern. Vor dem Anzählen kurz den Ablauf überblicken, die Breaks in Erinnerung rufen und die Melodie im Kopf ansummen, damit man wieder weiß, worum es geht und wie schnell es sein sollte.


    Zur Vorbereitung würde ich dann die Handy-Aufnahmen sehr oft anhören, mit Sheet in der Hand, und im Kopf mitspielen.

    Wenn alles mehr oder weniger sitzt, würde ich die Lieder nur mit Sheets durchgehen. Melodie-Stimme dazu pfeifen oder singen. Wenn es ganz ohne andere Instrumente klappt, bist du gut vorbereitet. :-)

    Hier ein paar Lieder, die stilistisch passen könnten und für den Anfang immer gerne genommen werden:


    Where is my mind - Pixies

    7 nation Army - White Stripes

    Fly Away - Lenny Kravitz

    Lady in Black - Uriah Heep

    Boulevard of broken dreams - Green day

    Whikey in the Jar - Thin Lizzy / Metallica

    Summer of 69 - Bryan Adams
    Rocking all over the world - Status quo

    Ein Kompliment - Sportfreunde Stiller

    Proud Mary - CCR

    Have you ever seen the rain - CCR

    ...

    Ich habe mal spaßeshalber versucht, live über Superior Drummer zu spielen. Das klappt mit Asio4all wunderbar. Die Latenz liegt bei 1,8ms und ist damit kaum merkbar.

    Besseres Equipment ist immer gut und eröffnet wieder neue, interessante Möglichkeiten.

    Aber da du mit deinem bisherigen Setup ja zufrieden zu sein scheinst, würde ich gerne noch einmal auf die naheliegende und günstigste (weil vollkommen umsonst) Lösung hinweisen:

    Du kannst die Audiospur aus der DAW abspielen in der du SD als Plugin laufen lässt.

    Du musst die Lieder nur vom USB-Stick in deine DAW ziehen und kannst dazu spielen.

    Es gibt einige Argumente, die für ein schönes, schnelles Interface sprechen. Für deine Ausgangsfrage und die beschriebenen Voraussetzungen ist das aber keine Notwendigkeit.

    Für mich hängt das Spielgefühl auch entscheidend vom Klang ab. Ich merke das wunderbar, wenn ich E-Drum spiele und den Snare-Sound radikal verändere. Das Spielen fühlt sich dann einfach anders an, ohne dass sich physikalische Eigenschaften von Schlagfläche oder Schlagwerkzeug verändert hätten.


    Die Spannung des Snareteppichs hat auch einen großen Einfluss. Ich spiele anders bei lockerem oder straffem Teppich, einfach weil es unterschiedlich klingt (und man bei straffem Teppich jede Ungenauigkeit hört...).

    Keine Sorge wegen der unbeliebtheit.... ;)

    Mir sind die Vorteile einer Lösung mit Kopfhörer bekannt da ich es ja auch früher mal so machte.

    Ich kann mir aber nicht helfen, mir fehlte da irgendwie immer etwas... :D

    Auch von mir nur ein ganz kurzer Off-topic Hinweis:

    Mit einem Butt-Shaker lässt sich recht ordentlich der fehlene Druck einer PA kompensieren. Dann spürt man den Bass wieder. Zusammen mit guten Kopfhörern kann das richtig, richtig Spaß machen.


    Das soll dich aber nicht von deinem-PA-Vorhaben abhalten.

    Es gibt schon große Unterschiede wie und was in unterschiedlichen Genres häufig gespielt wird. Allerdings sind die Übergänge natürlich fließend und verboten ist nichts.

    Es ist aber vermutlich sehr schwer, spezielle Charakteristika speziellen Genres zuzuweisen. So eine Liste wäre schon recht aufwändig. Außerdem passiert ja Vieles zwischen den Zeilen und kleinste Variationen machen einen immensen Unterschied.


    Deshalb würde ich da gar nicht so theoretisch rangehen sondern ganz klar empfehlen: Höre es dir an. Je mehr man hört, desto mehr verinnerlicht man, was passt und funktioniert. Und das versucht man dann selbst am Set umzusetzen.

    Wenn man ohne zu hören nur nach "Genre-spezifischen Regeln" spielt, wird es sich nicht gut anhören, auch wenn man formal alles richtig zu machen scheint.


    Ich verstehe natürlich, dass man sich am Anfang an etwas orientieren möchte. Deshalb gibt es in allen Lehrbüchern ja auch Beispiel-Rhythmen und -Fills. Richtig lernen kann man es aber nur, wenn man zuhört.

    In einem freistehenden Eigenheim kann man schon wunderbar nachts elektrisch spielen, ohne die Nachbarn zu stören. Mit stromlosem Schlagzeug würde ich mich das nicht trauen.


    Das efnote 5 habe ich leider noch nicht testen können. Es sieht auf den ersten Blick aber nicht schlechter aus als vergleichbare Sets der Marktbegleiter.

    Stegner (als Beispiel, weil die Trommel von denen ist) versendet mit Sicherheit auch Verpackungsmaterial. Dann müsstest du die Versandkosten zwar 3x zahlen, aber die Trommel wäre fachmännisch verpackt. Also so, wie es normalerweise auch täglich an Kunden geht.

    Eigentlich komisch, dass es bei der Tiefe solche Standardmaße gibt. Da ist man doch eigentlich vollkommen flexibel.

    Nur Sonor traut sich mit 17,75" weg vom Mainstream. :D


    Apropos Wiederverkaufswert: Ich vermute, dass sich eine zusätzliche 22"x5" Gong Tom positiv auswirken könnte. ;-)

    Zur eigentlichen Frage kann ich nichts beitragen, sorry. Aber einen kurzen Hinweis würde ich geben wollen: Die Tiefe würde ich auf jeden Fall so wählen, dass du auch das zweite Stück Bassdrum noch nutzen könntest. Bei einem für dich wertvollen Kessel, wie du schreibst, wäre es doch schade, wenn der schmale Ring Verschnitt sein muss. Falls es also mit den vorhandenen Bohrlöchern nötig wäre, würde ich mich nicht davor scheuen auch ungerade Maße zu wählen, z.B. 22x15,2 und 22x4,8.

    Der richtige Suchbegriff ist vermutlich "Floortom Rims" (oder Standtom Rims, natürlich).

    Da gibt es meines Wissens nach (nur) 3 oder 4 unterschiedliche Produkte auf dem Markt.


    Zwei Beispiele:

    R1408FTD - St drums Shop

    Sparedrum Floortom RIM - 14"/8 Spannschrauben - Drumcenter Online Shop

    Von Worldmax gab es auch mal welche.


    Ob man da an Ersatzteile kommt, kann ich dir aber nicht sagen. Da würde ich einfach mal nachfragen.

    Ansonsten ist Stegner (St-Drums) sicher eine gute Anlaufstelle für solche Sachen.


    Je nach Modell ist es aber normal, dass sich die Trommel darin noch "bewegen" kann. Dass alles nicht steif verbunden ist, ist ja auch der Sinn von diesen Rims.