Beiträge von Korki

    Wenn es nicht so aufwendig sein soll: Vielleicht neue Gummis für unter die Böckchen mit größerem Durchmesser nehmen? Ist natürlich auch ein Kompromiss, aber im Gegensatz zu den Verfärbungen vielleicht sogar sehr unauffällig. Oder, wenn man das denn mag, in farbig sogar bewusst auffällig.

    Vielleicht ein kurzer, genereller Hinweis: Möglich ist sehr Vieles, aber kleinere Trommeln sind zum Triggern erstmal gutmütiger als größere. Deshalb würde ich bei einem Set zum Umbauen eher nach 10", 12" und 14" Toms statt 12", 13" und 16" schauen. Letztere Kombi ist bei älteren Sets recht häufig. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich auch eine 20er Bassdrum nehmen.

    Am Ende ist es aber Geschmackssache und kommt auch auf die Technik an, die man verwenden möchte.

    So war es gemeint.

    Hammer geht, aber informiere dich mal über Nagelpistolen. Könnte für dich große Vorteile haben.


    Zum Thema: Mir sind keine typischen Probleme des Td-30 bekannt.

    Ich würde alle Klinkenbuchsen prüfen, insbesondere auch die Outputs alle Mal anschließen, hören ob die Potis kratzen und, offensichtlich, einen Blick auf das Display werfen. Wie du schreibst gab es ja bei älteren Modellen bekanntermaßen Probleme. Die sollten aber gut erkennbar sein.


    Und, falls der Verkäufer damit einverstanden ist, wäre vor dem Testen ein Factory reset ideal. Man weiß halt nicht, was der Besitzer alles ein- und umgestellt hat und man interpretiert falsche Parameter sonst gerne als Problem des Moduls.

    Ich weiß, dass darüber jetzt und vor allem hier zu diskutieren müßig ist, aber einen ganz kurzen Kommentar wurde ich gerne dazu abgeben.

    Du hast natürlich völlig Recht, was die Effektivität angeht, Oldtimer. Aber es ist auch nicht die ganze Wahrheit. Ein dämliches Beispiel: Wenn jemand fragt, ob er einen Hammer benutzen kann, um 1000 Nägel in ein Brett zu bekommen, ist die richtige Antwort ja. Trotzdem kann es die Effektivität deutlich steigern, ihn darauf hinzuweisen, dass es Nagelpistolen gibt. Es ist ja nicht klar, ob er die bewusst ausgeschlossen hat oder einfach nicht kennt.

    So ist es hier im Forum doch auch: Auch wenn man konkrete Fragen stellt, kann die Erfahrung von anderen sehr hilfreich sein.

    Wenn die Anwendung zum Beispiel nicht klar formuliert ist, könnte man bei deiner Frage auch den Hinweis geben: Nimm ein Td12, da gibt es auch Gruppenfader, aber das Modul ist gebraucht viel günstiger. Kann ein guter Hinweis sein, oder vollkommen unpassend.


    Diese Hilfestellung über die Frage hinaus schießt aber natürlich auch sehr schnell übers Ziel hinaus und nervt. Das ist ein schmaler Grat. Ganz "verbieten" würde ich sie aber nicht wollen. Ich glaube, dass im richtigen Leben daraus sehr viele Innovationen und auch Effektivitätssteigerungen entstanden sind.

    Schau mal nach Mini XLR.

    AKG, Shure, Sennheiser etc. haben auch kleine Anschlüsse / Klinken für Wireless Systeme und teilweise auch Grenzflächen. Da gibt es auch Adapterkabel.


    Du könntest auch schauen, ob du nicht eine passende Buchse im Loch verbaust. Vielleicht passt ja eine Mini XLR Einbaubuchse. Innen das Triggerkabel verlöten und außen dann ein Adapterkabel ein- und ausstecken.



    Zusätzlicher Hinweis: Ich würde eine Zugentlastung mit verbauen. So ein Kabel ist sonst schnell mal rausgezogen. Und bei fest installiertem Gerät ist das dann ärgerlich.

    Je ein Kabelbinder vor und hinter dem Loch würde z.B. schon funktionieren, um das Kabel zu fixieren. Tausend andere Varianten sind natürlich auch möglich.

    Bei einem Gig in einer Halle haben unsere Bässe wohl einen Teil der Holzverkleidung in der Wand hinter der Bühne gelöst. Ein vielleicht 0,8 oder 1 x 1,5 m2 großes Holzgitter ist dann während eines Liedes aus vielleicht 3 m Höhe gefallen und mit einer Ecke voraus in meinem 19" Rack neben mir eingeschlagen. 5 cm weiter und es hätte den Netzstecker erwischt und das Lied beendet. 10 cm weiter und es hätte das Modul erwischt und wohl meinen Auftritt beendet. 30 cm weiter und es hätte meinen Kopf erwischt. Was das beendet hätte, will ich gar nicht wissen. :D

    So waren nur die Befestigungen und ein paar Kanäle einer Rack Di-Box, einer Rack Patchbay und einer Rack Steckdosenleiste hinüber. Alles Wichtige lief aber noch.

    Mein Vorschlag, unsere Bühnenoutfits zukünftig um Schutzhelme zu erweitern, wurde bandintern aber abgelehnt...

    Sehr lehrreich ist es, sich mit anderen Musikern außerhalb der eigenen Band

    über Trommler zu unterhalten. Man erfährt, was für sie beim Trommeln

    wichtig ist und auf was sie bei einem Schlagzeuger Wert legen.

    Oh ja, das ist ein guter Punkt. Wobei es meiner Meinung nach eher ist, die Ohren offen zu halten, wenn andere Bands über ihren Schlagzeuger schimpfen. Und das tun sie quasi immer...

    Ich habe keine Ahnung davon. Ganz naiv würde ich aber erwarten, dass wenn du wirklich so fest in das Pad trittst, dass ein Beater brechen könnte, zuerst irgendetwas (z.B. Piezo) vom Pad kaputt gehen würde.

    Aber vielleicht hat sich beides auch weiter verstärkt: Kegel und Piezo leiden, Triggereigenschaften leiden, du spielst noch fester, um auszugleichen, Schaft bricht...

    trommla Ich denke, dass man da unterscheiden muss zwischen "Schaut euch mein neues Drumcover an, viel Spaß damit" und "ich hab was aufgenommen und hätte gerne Feedback". Bei zweiterem hätte ich erstmal gar keine Erwartungshaltung. Da ist es dich vernünftig, dass der Poster von der Kompetenz des Fachforums profitieren möchte. Bei ersterem ist es oft eher Profilieren. Da man sich da schnell und gerne überschätzt, erdet man die Kollegen gerne. Weiß aber nicht, ob das hier muss.

    Ich habe das noch nicht getestet, aber einige meiner Bandkollegen berichten aus einer anderen Formation auch von 30-40 ms Latenz. Die sagen, dass das einzeln ziemlich nervt, aber im Zusammenspiel dann doch nicht mehr negativ auffällt. Zumindest wäre es kein Showstopper.

    Es wäre natürlich irgendwie praktisch, wenn man das Spielniveau nach objektiven Maßstäben in Klassen einsortieren könnte. Ich persönlich bin der gleichen Meinung wie einige Vorschreiber, dass zum Musikmachen mehr gehört als messbar gute Technik und solides Mikro- und Makrotiming. Trotzdem stimme ich nicht zu, dass der Vergleich mit sportlichen Leistungen generell falsch ist. Für mich sagen zwar irgendwelche Benchmarks beim Musizieren nicht viel aus, aber das heißt nicht, dass die Bewertung und der Vergleich nicht weit verbreitet wären. Es gibt doch jede Menge Drum-Offs und Battles mit Platzierungen, es gibt in jeder Highschool Talentwettbewerbe, es gibt Musik-, Band- und Songwriting-Contests von Metal bis Jazz, ESC und Musik-Castingshows sind seit vielen Jahren extrem erfolgreich, es gibt Musikpreise und Awards, es gibt Abstimmungen zu den besten, einflussreichsten, überbewertetsten usw. Musikern und Bands, Jugend musiziert ist ein Wettbewerb und mit den Single- oder Album-Charts haben wir ja auch quasi eine Landesliga. Dazu kommt, dass es eben in vielen Bereichen der Musik eben doch hauptsächlich auf messbare Kriterien ankommt. Ein Speed-Metaller legt keinen Wert auf persönlichen Groove und ausgefuchste Dynamik sondern auf Geschwindigkeit und Genauigkeit. Auch bei Marching-Drummern ist wenig "Musikalität" oder Kreativität gefragt, sondern im Wesentlichen Technik. Und, etwas provokativ formuliert, kommen die meisten Top-40 und Tanzbands ohne Schlagzeuger mit eigener Note aus. Der muss im Wesentlichen den Takt und die Time halten können. Und das ist schon messbar.

    Messen, Vergleichen, Bewerten, Beurteilen liegt wohl einfach in der Natur des Menschen. Und das macht auch vor Kunst nicht halt. Bei Gemälden ist es am Ende der festgesetzte oder der bereitwillig gezahlte Preis.

    Und prinzipiell scheint die Bewertung ja auch mehr oder weniger gut zu funktionieren: In der Schule gibt es Noten für Musik und Kunst und an der Uni Einstufungstests, um einzuschätzen, wie gut jemand ein Instrument beherrscht. Es gibt vergleichbare Ausbildungs- und Hochschulabschlüsse wie z.B. A-B- und C- Ausbildung für Kirchenmusiker. Es gibt also praktikable Maßstäbe, um das Niveau einzustufen.


    Das Problem liegt dann eher in der Selbsteinschätzung. Bin ich Anfänger oder schon Fortgeschritten? Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich der wild drauf los trommelnde junge Mann in dem Video als eindeutig fortgeschritten bezeichnet hätte. Wenn er jetzt zurück blickt, sieht er das anders, weil er jetzt die typischen Anfängerfehler und -Probleme erkennt. Beim Musikmachen neigt man sehr schnell und leicht dazu, sich gehörig zu überschätzen. Dass es nicht reicht, die richtigen Töne an der halbwegs richtigen Stelle zu spielen, um gut zu klingen, lernt man oft erst mit der Zeit, weil man den Einfluss von Mikrotiming und Dynamik noch nicht raushören kann. Und da ist der Vergleich mit einigen Sportarten schon wieder nicht so abwegig: Ein junger Fußballer denkt auch, dass er das Spiel seines Lebens gemacht hat, weil er 5x aufs Tor geschossen und einmal getroffen hat. Dass aber gerade das Spiel ohne Ball entscheidend für die Mannschaft ist, sieht er schlichtweg noch nicht.

    Na, erzähl das mal den Gitarristen, die werden da was husten. "Der Amp macht erst bei Stufe X richtig auf, darunter gibt das nur Klangmüll. Und warum musst du zu Punk auch mit mit einem unbehandelten, nicht abgedrehten, dünnen Flatride spielen?" :D

    Und dann hängen sich die Schlagzeuger scheiße klingende Ambosse ans Set, damit man wenigstens noch ein penetrantes Ping durch den Krach hört. Natürlich stopfen sich dann Musiker und vor allem Publikum Stöpsel oder Taschentücher ins Ohr, aber Hauptsache der Amp klingt für den Gitarristen optimal. :D

    Ich kenne die Problematik natürlich. Priorität hat aber ja der Bandsound. Und da sind die Nuancen von uns Fetischisten (das schließt Schlagzeuger und Gitarristen ein) vollkommen irrelevant. Und eine vernünftige (Bühnen-) Lautstärke ist ein wichtiges Kriterium für guten Klang.

    Wenn Ks deutlich angenehmer klingen als die Rude-Stahlplatten, sind sie für mich die bessere Wahl.

    Insgesamt muss da einfach jeder sein Ego ein bisschen zurück nehmen und überlegen, wie die Band am besten klingt. Dass alle für einen Gitarristen Kompromisse eingehen, ist da sicher nicht die richtige Lösung.

    Umgekehrt ist es natürlich das Gleiche: Es hilft der Band nicht, dass die Snare traumhaft luftig klingt, wenn die Obertöne schon unverstärkt Schädel spalten. Wenn die Band dann besser klingt, kommt eben ein Moongel oder eine Packung Tempos drauf. :-)