Schlagzeug Lärm und Stress mit Nachbarn

  • Also ich kenne jemanden, der hat einmal erzählt bekommen, dass man in dem Drummer-Forum, gerade als Neuling, zuerst einmal die Regeln lesen sollte. Dort wird immer wieder auf die Suche hingewiesen.


    Und in dieser Suche soll man angeblich ganz viele ähnliche Beispiele finden. Die Einen sagen dann "hau drauf" und die Anderen "nimm Rücksicht". Und wieder Andere verlassen sich auf das, was sie im Vorbei gehen von einem gehört haben und geben es als angebliches Gesetz weiter. Dabei ist es doch ganz einfach: Es gibt keine 100% für alles und überall geltenden Regeln. Die Allerbeste bleibt sich Arrangieren (Vertragen).

    Für diese Feststellung muss man aber nicht zum x-ten Mal so einenThread aufmachen, sondern kann das Thema, die Varianten, die Folgen oder auch die möglichen Problemlösungen nachlesen. Ich geh jetzt trommeln, damit meine Freundin endlich wach wird...

  • @Themenstarter
    Warum nimmst du dir nicht den Beitrag von Svään zu Herzen???


    Es hat vorher prima geklappt als du mit der Nachbarin einen Zeitplan ausgemacht hast und als Ferien waren hätte man vielleicht zuvorkommend darüber reden können (gehe mal davon aus, daß du auch noch Schüler bist und weißt wann in deinem Ort Ferien sind) wann es ihr zeitlich passt. Gut ist nicht passiert, war ein Fehler, aber anstatt jetzt mit Paragraphen vor ihrer Tür zu stehen, wäre es doch eigentltich mal tief Luft zu holen und mit der gnädigen Frau die nächsten Zeittermine zu vereinbaren?? Du mußt ihr ja nicht in den Ar... kriechen und heiraten mußt du sie auch nicht.
    Ich meine es gibt doch nichts besseres wenn man mit einem/r Nachbar/in darüber Vereinbarungen treffen kann, wann wie wo was passt anstatt es mit Nachbarn tun zu haben die von vornherein Instrumente als unerwünscht betrachten.

  • Es gibt keine eindeutige Rechtssprechung in Deutschland,und auch keine eindeutigen Gesetze die dieses Problem regeln.Der BGH hat seiner zeit entschieden das Musizieren in Zimmerlautstärke genauso erlaubt ist wie Radio oder Fernseh Benutzung.Problem ist nur das sich die wenigsten Instrumente in Zimmerlautstärke spielen lassen.Für das Musizieren über Zimmerlautstärke hinaus lässt sich daher folgender Grundsatz aufstellen.Es gilt für Mieter das was im Mietvertrag steht.Dort sind Regelungen zu Ruhezeiten,die einzuhalten sind enthalten.Manche enthalten auch explizite Regelungen zum Thema Musik.Die Ruhezeiten müssen aufjedenfall immer eingehalten werden.Wenn von Seiten des Vermieters keine Einschränkungen bezüglich der erlaubten Dauer von Hausmusik gemacht werden ,so hängt es immer vom konkreten Einzellfall ab,wie lange das Musizieren erlaubt ist.Wichtige kriterien sind dabei zB. die Hellhöhrigkeit des Hauses,Art des Musizierens,Umgebungsgeräusche,aber auch art des Instrumentes.Dabei wird bei den meisten Instrumenten eine Spieldauer von 2-3 Stunden als angemessen angesehen.
    Der BGH hat zB entschieden
    Das Musizieren gehört zu den Grundrechten des Menschen und kann deshalb nicht grundsätzlich verboten werden.
    OLG Frankfurt:
    Wer ein Instrument spielt muss ein nicht geringes Übungspensum bewältigen-dieses gilt erstrecht für Berufsmusiker.
    Ich kann dir noch mehrere Urteile vorbringen aus denen hervorgeht das du im Recht bist,und eine gewisse Zeit am Tag spielen darfst.Das Musizieren kann dir und darf dir nicht generell verboten werden.Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben.Rede mit deine Nachbarin und sage ihr ganz in Ruhe das Sie dir das nicht ganz verbieten kann.Du würdest aber immer die Ruhezeiten einhalten.
    Das LG Nürnberg hat entschieden
    das die Ruhezeiten von 12.00-14.00 und 20.00-8.00 aufjedenfall eizuhalten sind.

  • Leute, das gabs doch alles schon mal!
    Für das Schlagzeug sind auch garantiert keine 2-3h drinnen, die Zeiten von Zweiblum sind ein Maßstab aus einigen Prozessen. Ganz verbieten kann man es tatsächlich in den seltensten Fällen.


    Unabhängig davon, ob man Recht hat, sollte man allerdings überlegen, ob es nicht geschickter ist einen Übungsraum zu organisieren (in manchen Musikschulen, Schulen, Kirchengemeinden gibts denn sogar umsonst).

  • [quote]Original von maxPhil
    Für das Schlagzeug sind auch garantiert keine 2-3h drinnen,



    Doch es gibt mehrere Urteile darüber nachzulesen. Außerdem wenn die Nachbarin vor Gericht ziehen sollte,muß Sie sowieso erst einmal ein Lärmprotokoll führen das dann auch wieder von einem unabhängigen Zeugen bestätigt werden kann. In aller Ruhe reden ist aber wirklich die beste Lösung. Oder den unteren Weg gehen und sich einen kleinen Übungsraum mieten.Dabei hilft auch oft die Stadtverwaltung,da diese ja Räume in so alte Bunker vermieten.Bei uns in der Stadt Witten ist das jedenfalls so

  • Dann zeig mir die Urteile!
    Hier als kleine Orientierung: http://www.ra-kotz.de/musizieren.htm
    30-60 Minuten gestatten Gerichte im Normalfall, manchmal auch 90, wie bei dem Beispiel oben. 2-3h für Schlagzeug kannst du vergessen. Würde ich als Nachbar auch nicht wollen.


    Aber zuhause mit Übungspads oder E-Drum und im Proberaum richtig, sollte doch gehen.

  • Daran sieht man wie unterschiedlich alles ausgelgt wird. Meine Quelle war bei Google Hausmusik und Nachbarschaft.hier.Außerdem habe ich nicht gesagt das man 3 Std. Schlagzeugspielen darf.Es ist nur eine allgemeiner Spielraum der für ein Instrument geduldet wird.Allerdings gebe ich dir recht,ich wollte auch nicht 3 Std Schlagzeug höhren.

  • Okay, dann hast du mich missverständlich zitiert, das klang so als wollest du widersprechen. Aber selbst bei 123recht gibts keinen Interpretationspielraum, denn dort wird genau das Urteil mit 45-90 Minuten genannt.


    Wir haben, das Problem aber schon x-fach abgehandelt und jedes Mal gibts ähnliche Missverständnisse. Also bitte S U C H E N .


    Grüße, Philip

  • Wenn du in die Bassdrum trittst, vibrieren beim Nachbarn die Gläser in der Vitrine -- versuch das mal mit der Blockflöte!


    Nur mal so als Denkanstoß welche Unterschiede es in der Lautstärke verschiedener Instrumente gibt und warum 3 Std. Belästigung dieser Art nicht hinnehmbar ist...

  • Ich habe ein Übungsset in der Wohnung aufgebaut und nach 1 Min festgestellt, dss das so nicht geht - sogar uf der Straße draußen ist das zu laut.


    Also hab ich mir vor einigen Tagen von HQ Percussion sogenannte SoundOffs gekauft.


    Das sind Gummimatten, die auf die Trommeln gelegt werden und sogar ein Teil für die BD (Schaumstoff als Dämpfer plus Pad für Schlegel) und weiter Metten für Ride , Crash und Hihat.


    Damit ist das Set drastisch leiser und man hört relativ wenig außerhalb der Wohnung.


    Ca. 80 € für das komplette Gummi-Set (10+12+14+22+14+HH+cr+ri) ist eine sinnvolle Investition.
    Und man kann auch noch ganz gut drauf spielen...


    Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo die des anderen beginnt - so kann man es einfach formulieren!


    Mach Dein Set "leise" und such Dir einen Übungsraum - Schlagzeug ist zwar auch nicht zu untersagen aber eben nicht vergleichbar mit Blockflöte und daher sind alle "generellen Zeiten" eher fragwürdig.


    Viel Spass mit den Nachbarn....


    Wobei Geige smassiv nerviger sein kann als Drums !!!
    Eine Nachbarstochter (im nächsten Haus !) spielt Querflöte - mein Gott was das schrecklich - inzwischen kann sie es besser und die Erträglichkeitsschwelle ist deutlich höher !!!

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