Hihat mit Direktantrieb

  • Habe noch nicht auf einer HH mit Direktantrieb gespielt.
    Welche Vor-Nachteile hat dieser Antrieb?
    Habe wieder so ein Teil von Gibraltar gesehen und habe leider keine Möglichkeit es direkt zu testen.
    Gruß Koorus

  • Ob jetzt Kette oder Zugstange ist bei einer HH mMn komplett zu vernachlässigen...


    anders als bei Fußmaschinen, wo der Pedalweg relativ lang ist und somit verschiedene Übersetzungen und Antriebe sich auch im Spielgefühl deutlich unterscheiden, ist der Pedalweg bei HH-Maschinen sehr kurz und immer linear...der Antrieb spielt keine Rolle


    anders sieht es lediglich bei Maschinen aus, bei denen die HH-Stange nicht direkt angetrieben wird sondern über eine Umlenkrolle, wie zb Tamas Lever Glide oder Yamahas Toggle Drive

    Ist das Resofell gerissen,
    kling die Snare meist recht beschissen
    Ist das Teil dann wieder heil,
    klingt die Karre wieder geil :P

  • Spiel' selbst 'mal beim Händler Deines Vertrauens eine HH mit Direktantrieb an - und danach eine "normale andere".
    Du wirst den Unterschied beim Spielverhalten (Ansprechen des Pedals auf Deine Fußbewegung) merken.
    Und dann nur noch so eine unbedingt haben wollen.


    Oder Du merkst den Unterschied ÜBERHAUPT NICHT.
    Auch gut: dann kannst Du Dir das teure Geld für eine mit Direktantrieb direkt sparen.


    So oder so:
    "selbst testen" sind die gesuchten Zauberwörter in diesem Fall.


    Gruß - R.


    Edit meint, dass mit "Direktantrieb" überhaupt gar nicht das Prinzip der "Lever Glide"
    von Tama gemeint ist, über das ich mich aber gerade oben ausgelassen hatte.

  • Ich bin jetzt etwas verwirrt - bitte klärt mich auf ;(
    Ich dachte immer, jede HiHat ist mit Diektantrieb - soll heißen: man tritt das Pedal runter und zieht damit (direkt, also in die gleiche Richtung!!) eine Stange herunter, an der das Top-Becken befestigt ist.


    Eine HiHat ohne Diektantrieb wäre u.U. für mich nur eine Cable-HiHat aber eigentlich wäre sogar diese Maschine diektbetrieben, wenn man das Beckenhalterteil senkrecht über dem Pedal montieren würde (so etwa in 1,70m Höhe :D )


    Die Tama Leverglide, die Yamahas Toggle Drive oder die XDrumPro (von Musik Kirstein) haben eigentlich nur eine Art "Flaschzug-System" um die Trittkraft zu reduzieren, kann man aber imo auch noch als diektangetrieben bezeichnen.

    Einmal editiert, zuletzt von Hammu ()

  • Hallöle,


    ich bin ja Interpretationswissenschaftler und würde so aus der Hüfte schießen, dass unser Themenstarter wohl eine Charleston-Maschine mit einem Metall- oder Kunststoffplättchen statt einer Kette oder einem Band als Übersetzung von Pedal zu Zugstange meint.


    Für diesen Fall darf ich aus meiner Vergangenheit berichten, dass ich damals mal so eine alte Tama hatte mit so einem Blechplättchen.
    Auch Kabelmaschinen (Yamaha, Tama) und Umlenkrollensysteme (Tama) hatte ich schon unter dem ein oder anderen Fuß.
    Fazit: praktisch für Auftritte (außer Kabel) völlig egal.
    Daheim, wo man mehr Zeit hat, ständig auf den Fußboden zu schauen und seine Gefühle vom rechten zum linken Fußzeh und wieder rückwärts zu fühlen, wo man evtl. mit einem Mikrofon quietschende Fußmaschinen, knarzende Schrauben, fallende Stöcke besser wahrnimmt, da würde ich weiter auf Kette setzen: a) es gibt sie überall, b) sie ist recht unproblematisch (jedenfalls ab einer anständigen Qualitätsstufe).
    Konstruktionsbedingt hat ein Plättchen nur zwei Schwachpunkte: oben, unten und in der Mitte: oben und unten besteht die Gefahr des Ausleierns und späteren Klapperns. Das ist bei einer Kette auf viele Teile verteilt und daher mechanisch günstiger. In der Mitte könnte es bei Torsionen irgendwann zum Bruch kommen, bei Kunststoff auch bei allzu viel Lichteinwirkung. Zugegeben, da muss man schon viel an der Sonne und unterwegs sein, aber auch da ist eine Kette flexibler und haltbarer.
    Bänder sind noch flexibler, allerdings durch die Neigung, im Ruhezustand nicht ganz so deutlich zu fallen, wie eine Kette oder gar eine Platte, geringfügig träger im Anklang und je nach Material evtl. auch im Abgang etwas dehnfähiger oder sogar starrer. Je nach Material ist dann auch die Resistenz gegenüber Sonne und Schere zu beachten, wenn das relevant sein sollte. Ich würde auch da eher auf Industriestandard setzen (Kette).


    Kabelsysteme neigen durch den langen Weg deutlich indirekter, teilweise sogar verzögert, zu funktionieren, das muss man sich gut überlegen, ob man den Stress will oder braucht.


    Wie gesagt (zum Dritten, weil alle guten Dinge Drei sind): wenn man eine Maschine hat/haben will und nicht so ganz genau weiß, was man will/braucht: immer Kette ohne Gedöns. Keep it simple. Musik ist wichtiger.


    Grüße
    Jürgen

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