Hilfe! Feuchtigkeitsschaden im Proberaum: Was ist das auf den Becken?

  • aber als Becken Fachmann gehst du nicht durch.

    DAS ist auch gar nicht mein Anspruch :D


    Dann finde ich es nett dass du eine solche Abhandlung schreibst und etliche mögliche Theorien verfolgst

    Man nennt das Fehleranalyse =)


    Leider, wie so oft, war auch diese Problembeschreibung unvollständig, siehe Eröffnungsbeitrag. Damit blieben nicht viele Möglichkeiten:
    1) Das Becken sah schon so aus, dunkelte nur nach (vgl. Paiste-Posts weiter oben)
    2) Das Becken sah vorher homogen aus und zeigte nach einiger Zeit Lücken und fehlende "Linien"


    Der erste Fall war offenbar gemeint. Das Nachdunkeln wurde bereits in den ersten Beiträgen beleuchtet. "Schwarz" im Zusammenhang mit Bronze ist fast immer das schwarze Kupferoxid (CuO). Vielleicht erinnert sich der Eine oder die Andere noch an die Reduktionsversuche aus dem Chemieunterricht, wo das wieder glänzend kupferfarben wurde. Hier aber nicht zu empfehlen ^^


    Im zweiten Fall müsste man erklären, wie Material entschwindet, und da gab's zwei Möglichkeiten, die, wie beschrieben, eine Deckschicht (2. Lage) erfordern:
    2a) eine lackähnliche Deckschicht
    2b) eine metallische Deckschicht.


    Lack wäre möglich, aber dagegen spricht etwas der Fingerabdruck mittig oben im 2. Bild. Wäre die fragliche Schicht ein Lack oder Farbstoff, ist die leichte schwarze Verfärbung überraschend. Sie geht auch nicht durch, so dass eine komplette Lackentfernung mit anschließender Schwärzung durch den Untergrund (Bronze, also i.W. Kupfer) die Farbe des Fingerabdrucks nicht erklärt.


    Sie wäre erklärbar, wenn ... ja, richtig, in den hellen Streifen auch Kupfer (etwa als Bronze) oder Silber o.Ä. enthalten wäre :thumbup:


    Somit blieb nur Fall 2b: metallsiche Deckschicht auf einem soliden Bronze-Körper, für eine spezielle Optik.



    Damit ist der Fall ja noch einfacher: Der Hersteller selbst hat die Streifen stellenweise schon (mechanisch) entfernt (siehe Paiste-Fotos).



    Zitat von »muchulos«
    Und der Post von MS-SPO ist hoffentlich nur Sarkassmus und nicht ernst gemeint!

    Sarkasmus hebe ich mir gerne für wichtige Ereignisse oder Personen auf, wie etwa für den "Größten Amerikaner Aller Zeiten", D.T. :evil:


    Grüße, Michael

    "Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Wird Kurt Lewin zugeschrieben) // Was schlechte Theorien unbrauchbar macht ... //

  • Moin


    Also wenn dein Post wirklich ernst gemeint war...hm...wie soll ich das jetzt sagen....Dann finde ich es nett dass du eine solche Abhandlung schreibst und etliche mögliche Theorien verfolgst, aber als Becken Fachmann gehst du nicht durch.


    Der "Herr Professor" mag es halt gerne auführlich ;)
    Zum Feuchtigkeitsproblem kann ich nur sagen (wie schon angemerkt), alles raus was aus Holz ist :!:
    Dem Becken wird das nicht soo viel ausmachen, ausser irgendwann Grünspahn, und das kann unter Umständen verdammt hübsch aussehen guggsdu hier (Post 18) :rolleyes:

  • Der "Herr Professor" mag es halt gerne auführlich ;)

    Danke, zuviel der Ehre ;) Aber ja, ich mag Mitdenker (w/m) ...


    Es ist halt die Krux, einen Gedanken oder etwas mündlich Erklärtes zu Papier zu bringen ... SOO viel hab' ich doch gar nicht gedacht oder gesagt .. doch, hast Du :D ... und jetzt vergleich 'mal mit der ungekürzten Originalfassung ... :huh:


    P.S.: Die Textlänge hängt auch ein bischen davon ab, ob man sich blind versteht (dann reichen schriftliche Grunzlaute) oder ob nicht ...

    "Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Wird Kurt Lewin zugeschrieben) // Was schlechte Theorien unbrauchbar macht ... //


  • Recht so :D


    Wenn man die Naturkräfte der Reihe nach durchgeht, auf welche Weise sie ein bestimmtes Schadensbild verursachen können, bleibt für die Kernkräfte meistens nichts über. Obwohl auch im Becken, auch im Stick, auch in meinen Händen und allüberall Isotopengemische vorkommen ... nur ist das erst relevant, wenn sich damit der beobachtete Schaden darstellen lässt. Was in diesem Fall nicht gelingt ;)


    Anders könnte es aussehen, wenn ein Musiker ständig unter einem Rauchmelder spielen müsste. Manche alten Rauchmelder verwenden dafür einen radioaktiven Strahler kurzer Reichweite, neuere nutzen lediglich eine Lichtschranke. In den USA könnte es ganz einfach genügen, seinen Gig am ungeeigneten Ort durchzuführen, siehe "Orte mit leicht freisetzbaren radioaktiven Abfällen" (die Jungs haben sich einfach seit einem halben Jahrhundert nicht auf sicheres ein Endlager einigen können, und munter darauf losgespalten)
    ( aus: Nuklearabfälle + Erdbeben )


    Alles eine Frage der Verhältnisse und der vorhandenen Mittel: Im Keller war davon ja nicht die Rede, und in den zugelieferten Erzen für den Beckenhersteller war höffentlich auch nix drin (das hätte dann allenfalls den Spieler geschädigt und nicht die angelaufene Bronze verursacht: dafür reicht Wasserdampf) :rolleyes:

    "Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Wird Kurt Lewin zugeschrieben) // Was schlechte Theorien unbrauchbar macht ... //

  • Hallo!
    Ungleich der Wahrscheinlichkeiten, wird kein Schaden vorliegen:
    https://youtu.be/47YD2r4uPps?t=1m48s
    # Hatte bereits in Köln Becken der Serie in der Hand und kann aus dieser Erfahrung berichten, dass die Feuchtigkeitsschäden ab Werk geliefert werden. Die Häufigkeit der Krater scheint dabei wie das Grundrauschen. Mal mehr, mal weniger verschnitten.
    Viele Grüße!


    (Vollzitat Post 1 entfernt)

    Einmal editiert, zuletzt von jupiter ()

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