Bassdrumschlägel Filz oder Plastik?

  • Ich hab auch einiges probiert, was Beater und Schlagfell betrifft.


    Filz-Beater haben viele Vorteile (schonender, toller Klang, mehr Kontrolle). Jedoch wechsel ich immer wieder schnell zum Hartgummi-Beater zurück, es ist einfach mein Sound und ich brauche den Rebound vom Gummi-Beater.


    Meine Eindrücke vom Falam-Pad sind schon lange her, ich fand es abgesehen vom Haltbarkeits-Faktor nicht gut. Bin seit ein paar Monaten auf CS Black Dot-Fellen unterwegs mit der Bassdrum, das ist irgendwo der Mittelweg. Wenn die Felle beim spielen mit Gummibeater nicht so schnell kaputt wären, würde ich klare einlagige Felle spielen. Ich dämpfe am Schlagfell viel für den Rebound und kann so mit großem Loch im Reso oder komplett ohne spielen.

  • Ja. Es ist schon komisch, weil ich im Endeffekt jetzt wieder so eine Kombination von Fell, Dämpfung und Beater spiele, wie ich es am Anfang getan habe, als ich mit dem Schlagzeugspielen angefangen habe. :D Der Weg zählt ja. Jetzt weiß ich, was für Töne ich noch erzeugen kann und was mir besser gefällt. Nämlich so wie es jetzt ist. Ich finde ich habe jetzt einen organischen Sound, der atmet mit ordentlich Bauch aber auch definiert genug, dass ich auch etwas komplexere 16tel Doppelschläge oder eben Doublebasssachen spielen kann. Der Rebound ist ordentlich und ich meine auch, dass die Bassdrum insgesamt weniger nach Patsch klingt, sondern voller und runder.
    Im Prinzip ist ja Filzschlägel, plus, PS3 mit einer bisschen Dämpfung auch die Standardkonfiguration im Rock/Pop-Bereich, oder? 8)


    Außerdem habe ich festgestellt, dass das Tama Resofell einen eingebauten Dämpfungsring hat. Wird wahrscheinlich ein EQ4 oder PS3 sein.

    Auf den Bildern kann man die Klebereste des Falam Slam sehen. Ist gar nicht so schlimm. Das Fell hat auch keine Sichtbaren Dellen oder Kratzer. Mit den etwas kürzeren Beatern, damit ich das Fell drehen kann, teste ich mal aus.

  • Eine Frage noch: Man könnte doch auch ein einlagiges Fell ohne eingebauten Dämpfungsring nehmen für die Bassdrum, oder? Solange meine Felle halten, werde ich sie auch spielen. Aber falls es doch mal kaputt geht könnte ich mir auch ein ein klares Ambassador oder G1 als Schlagfell vorstellen. Dann könnte man ja komplett selber dämpfen. Es gibt ja auf der anderen Seite auch Gründe, warum ein Powerstroke3 so beliebt ist, klar. Es ist ja auch praktisch. Ist das stimmen und abdämpfen eines solchen Felles schwieriger? Im Prinzip wäre das ja der Stand von vor zig Jahren. Die Wolldecken und Bettzeugzeit wahrscheinlich. Die alten Hasen sind vielleicht ganz froh, dass es gedämpfte Felle gibt. :thumbup:

  • Doch der Ton ist schon ordentlich. Mit der Decke kann ich steuern, wieviel Nachklang/Sustain ich haben will. War nur ein Gedanke. Bin schon sehr zufrieden mit dem Sound. :thumbup: Also gibt es auch noch einige die ungedämpfte Felle nutzen. Im Jazzbereich ja wahrscheinlich eh und wenn man viel Dynamik erhalten will. Wahrscheinlich braucht man immer mehr Stimmkompetenz, je weniger Dämpfung man benutzt.


    Klar könnte ich den Ring rauschneiden. Aber ich schneide doch keine funktionierendes Fell auf. Mag ja den Sound. :D

  • Hm. Vom Dämpfen muss man aber auch was verstehn, finde ich. Ich seh „stimmen“ und „dämpfen“ in Ergänzung zueinander - nicht als Gegensatz.


    Die radikale Edith geht noch weiter und sagt: dämpfen ist stimmen und umgekehrt. Wenn das mal gut geht, dieses Radikale! :huh:

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  • Ganz so krass kann man das auch nicht sagen. Wenn man zum Beispiel das Sustain verringern will, muss man auch irgendwann Dämpfung einsetzen. Ich bin aber auch ein Fan davon, nur soviel Dämpfung wie nötig einzusetzen. Außerdem finde ich auch, dass eine Bassdrum schon eher abgedämpft sein sollte, weil das Basswummern doch schnell zu heftig wird. Wohlgemerkt bei einer normalen 22er Bassdrum für den Rockbereich. Im Jazz, wo man vielleicht eine kleinere Bassdrum einsetzt, die höher gestimmt ist und mehr Ton haben soll, sieht das schon wieder anders aus.

  • Jungs, ich bin da völlig bei euch, das ist vielleicht der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Was ich schon an fremden Sets gesessen bin, wo das Dämpfen eben genau kaschieren musste, was an Stimmvermögen nicht da war. Man merkt das immer spätestens, wenn man die Dämpfung aufgrund des toten Sounds temporär entfernt und schlagartig erkennt, weshalb der gedämpfte Status Quo immer noch besser ist.
    Und ich habe ja auch lange Zeit keine Ahnung vom Stimmen gehabt und trotzdem gerne und viel getrommelt ;) (und gedämpft)

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