AE Hybrid Drums - Erfahrung mit deren E-Cymbals

  • Hallo liebe Musikerkollegen,


    ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit der Anschaffung eines E-Drum Sets bzw. mit der Option mein Akustik Set zu einem E-Set umzubauen (u.a. für meine Coverband).


    Neben den "Topics" Trigger, Module, Sounds etc. würde ich hier mal gerne eine Frage zu E-Cymbals stellen - und zwar im Speziellen nach Erfahrungen / Berichte zu den E-Cymbals der Firma AE Hybrid Drums aus Blankenburg.


    Das sind ja so eine Art "Low Volume" Becken die mit einem Trigger-System ausgestattet sind. Ich weiß, es gibt auch von min. 2-3 anderen Herstellern ein ähnliches System (Zildjian GEN 16, Jobeky...).

    Mich persönlich interessieren aber die von AE Hybrid Drums.


    Ich werde das dann wahrscheinlich an ein Roland TD17 Modul koppeln welches ich mir von DrumTec hole, mit dieser Live Sound Edition drauf.

    Noch habe ich aber keine großen Erfahrungen mit den Sounds sammeln können (die Anschaffung des Moduls steht erst noch aus, genauso wie ein Test + Beratung beim großen T vor Ort - natürlich ohne die Live Sound Edition von DrumTec).

    Nur damit ihr wisst über welches System ich das laufen lassen würde (Live-Samples via PC-Laptop-midi etc. von einer Library ist aktuell keine Option).


    Hat irgendjemand schon Erfahrungen sammeln können? Mir geht es u.a. um diese Gedankenpunkte zu den AE E-Cymbals:


    - Wie gut ist das Trigger-Verhalten und die Wiedergabe der Dynamiken (evtl. sogar im Vergleich zu Gummi-Pads ala Roland z.B.).


    - Wie verhält es sich mit der HiHat? Das ist ja immer ein heikles Thema, besonders bei E-Hats aus zwei Becken. Thema Fehltrigger, ungenaue Erkennung der Öffnungsgrade, falsch bzw. ungewollt ausgelöste Chick-Sounds (ggf. durch zu kräftige Schläge) etc...


    - Eigenlautstärke der Becken beim Anschlag (vielleicht auch im Vergleich zu Gummi-Becken). Hier würde mich auch der Eigenklang des Rides interessieren, gespielt auf der Schulter bzw. Fläche sowie der Glocke. Ich könnte mir vorstellen, dass man hier noch ein leichtes silbriges "Ping" hört - was sich meiner Meinung nach aber sicher besser mit dem Ride Modulsound überdecken lässt als ein trockener pappiger Anschlag auf einem Gummi-Pad. Sofern die Drums eben hörbar im Raum über PA laufen und man die Pads bei geringer PA-Lautstärke noch leicht mit raus hört.



    Ich habe schon mal an einem echten Crash außen so einen Kantenschutz aus Gummi angebracht um zu sehen wie viel leiser es dabei wird. Zu meiner Überraschung wurde es nicht nur leiser sondern komplett "tot". Es klang einfach gar nicht mehr - besonders was die Lautstärke des Anschlags angeht. Und bei den AE Hybrid Cymbals sind die Kanten ja auch komplett von dem Gummi umhüllt.


    Mir persönlich würden optisch solche Becken eher zusagen als die schwarzen bzw. dunkelgrauen Gummis die man sonst so kennt. Außerdem haben die Becken Originalgrößen und sie sind nicht teurer als Mittelklasse Roland Becken! AE bietet ein Set mit 14"HH (inkl. Controller), 1x 16" + 1x 18" Crash sowie ein 20" Ride an für <750€.



    Danke schon mal vorab für eure Beiträge, Meinungen und Input!!!


    LG

  • - Wie verhält es sich mit der HiHat? Das ist ja immer ein heikles Thema, besonders bei E-Hats aus zwei Becken. Thema Fehltrigger, ungenaue Erkennung der Öffnungsgrade, falsch bzw. ungewollt ausgelöste Chick-Sounds (ggf. durch zu kräftige Schläge) etc...

    Auf jeden Fall getrenntes System nehmen (mit FD-9) wenn VH-13/14 keine Option ist.



    Die AE kenne ich nicht aber ähnliche und andere: generell ist meine Erfahrung mit Metall-Cym-Pads so, daß die Trigger-Qualität nicht an die von Qualitäts-Gummi-Pads rankommt. Da gibt es BOW-mäßig zumeist heftige Hot-Spots und die Edge-Erkennung (Switch) braucht höheren Velocity-Input (zumindest bei den Nicht-Gummi-Rand-Dingern). Choking ist auch nicht das gleiche. Und wenn ein Gummi-Rand da ist, hat sich das Metall-Spielgefühl auf der Edge ja auch erledigt. Und die sieb-mäßigen Loch-Teller gehen bei kräftigerem Spiel häufig schnell mal kaputt (wird diesbezüglich natürlich auch auf's Material ankommen).

  • Zur Diskussion kann ich nichts beitragen, habe das Material nicht getestet und keine Erfahrungswerte. Mir ist nur aufgefallen, dass ich dieses Video (das du sicher schon kennst), gerade im Vergleich überraschend gut finde:

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  • Was die Haltbarkeit angeht sind die hier standardmäßig erhältlichen Stahlegierungen (Millenium Still, Fame Noizeless & Co (und auch unsere)) praktisch ewig haltbar solange man nicht mit dem SUV drüber fährt. Es gibt von einigen chinesischen Herstellern auch Bronze Low Volume Cymbals (auch bei drum-tec zb erhältlich). Diese sind in der Tat zum einen sehr teuer und sehr fragil.


    Was die Haltbarkeit/Stabilität der Becken angeht gibt es bei der günstigeren Stahllegierung auch über Jahre keinerlei Probleme.


    Was das Spielgefühl angeht kann ich nur sagen: auch der Rand fühlt sich wie ein gewöhnliches Metallbecken an, da dieser nur ca 11mm breit ist, das Gummi sehr flach/hart und man mit dem Schaft eh ein ganz anderen Rebound hat als mit dem Tip.


    Die Triggereigenschaften sind (zumindest bei uns) ausgezeichnet und sehr dynamisch. Eigenlob stinkt aber alles andere wäre schlicht gelogen. 😉


    Da die Hihat nur 14“ groß ist und die Spielfläche mit dem Tip in der Praxis sehr klein ist hat man praktisch kein Hotspot Gefühl beim Spielen. Die Hihat wird anders als die meisten anderen Becken am Set mit beiden Händen gespielt was auch bei „akustischen“ Becken eine Art „Hotspotting“ (Dynamik variation zwischen linker und rechter Hand) verursacht. Somit kann ich nur sagen, die Metall eCymbals sind vom Feeling her einfach um Welten besser als die relativ starren und weichen Gummiteller. Allein das Schwingverhalten beider (Top/Buttom) Becken ist super realistisch und macht zumindest gefühlt einen riesigen Unterschied. Mit Rolands digitalem Vertreter können sie natürlich funktionell nicht mit halten. (gemutet spielen zb)

  • Hallo zurück!


    bin ich ja beruhigt, dass dann doch 2-3 Rückmeldungen zu meiner etwas spezielleren Frage kamen :) :) .

    Und dann gleich vom Nick - den man ja sehr häufig liest - und AE Hybrid persönlich :thumbup: :thumbup: .


    Nick: deine Meinung zur Hi Hat mit dem getrennten System habe ich schon öfters gelesen und kann ich mit meinem technischen Verständnis auch nachvollziehen (wenn auch noch nicht selber getestet). Es sind ja im Grunde dann zwei unterschiedliche Systeme wo die HH Steuerung über das separate Pedal durch nichts groß verfälscht wird (anders als zwei sich aufeinander bewegende HH-Becken mit Controller darunter).


    Danke @Koki für das Video!!

    Ich bin daraufhin dann direkt auf ein weiteres Video gestoßen (hoffe das mit dem Verlinken haut hin...). Das ist dann natürlich noch mal etwas professioneller aufgenommen und abgemischt - klingt aber sehr vielversprechend.


    Link:

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    Ich denke mal etwas runter gebrochen: man muss hier etwas Optik und Spielgefühl abwägen gegen Darstellung aller klanglichen Nuancen / Dynamiken. Die AE Hybrid Cymbals machen optisch was her, allein schon wegen der Originalgröße. Das physische Verhalten beim Anschlag und Schwingen ist sicher auch nicht verkehrt und will erstmal mit Gummi-Becken verglichen werden, die wohl auch häufig erst bei höherer Preisklasse ein passables Schwingungsverhalten aufweisen (ohne jetzt alle Hersteller in diese Preis-Schublade stecken zu wollen).

    Aber die Konstruktionen / Materialien dieser beiden Varianten sind ja schon sehr unterschiedlich. Das Low Volume Becken wird sicher mehr / anders vibrieren als ein Gummi-Becken. Das wiederum kann sicher auch hier und da EInfluss auf das Triggerverhalten haben. Aber was ich so bis jetzt gehört und gelesen habe, sind die Low Volume Lösungen sicher nicht gänzlich untauglich was die Verwendung für E-Drums angeht - absolut nicht!


    Und ich muss dazusagen, ich habe daneben immer noch ein großes Akustikset im Proberaum stehen, was unangetastet bleibt. Auf dem spiele ich für mich eher mein Zeug und übe viel.

    Das geplante E-Set ist ja ein Umbau eines kleineren älteren Schlagzeugs was für die Coverband herhalten soll. Da würde ich mal frech behaupten, ich gebe nicht die Welt auf die letzten 10% Unterschied im Dynamik/Sensibilitäts-Bereich zwischen dem einen und dem anderen Becken (Low Volume vs Gummi). Bei der Coverband ist dann auch viel Optik dabei (plus für Low Volume Becken) und es geht teils eher um ein gerade heraus spielen.

    Und im Moment würde ich mich erst mal nur mit den TD17 Sounds (und denen der DrumTec Edition) begnügen. Also wie man hier sieht gebe ich mich soundtechnisch dann erst mal auch ohne Samples/zusätzlicher Software zufrieden (vor allem bezogen auf dich Nick, als alter Auskenner in dem Bereich ;) ),


    Ich selber würde tatsächlich am liebsten beides dann mal testen und 1:1 vergleichen. Nen Set Rolands und nen Set von AE Hybrid, im direkten Vergleich. Ich glaube ich werde an die Low Volume Becken nicht vorbeikommen - dafür ist die Versuchung einfach zuuu groß :S 8)

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