Neulingsberatung leises Üben

  • Hallo zusammen,

    ich oute mich mal direkt als kompletter Neuling. Ich habe mir durch unseren Drummer in der Band, ein gebrauchtes, frisch aufgearbeitetes Sonor Force-2000 gekauft und dazu Low-Noise Becken.

    Zum üben wollte ich einen ca 3x3 Meter großen, nackten Kellerraum herrichten.

    Aber natürlich in einem Mehrfamilienhaus.

    Wie so häufig kann ich unsere Nachnarin nicht leiden, aber man will ja trotzdem keinen Krieg anzetteln. Bei meinem Bass kann ich ja einfach mit Kopfhörern üben.

    Daher habe ich mir beim Musikladen um die Ecke Thinwood Practice Pads gekauft, die ja bis zu 95% leiser sein sollten.

    Ich finde die Toms aber dennoch recht laut.

    Jetzt fehlt zwar noch etwas Teppich und der Molten an den Wänden, aber gibt es da evtl noch andere Tipps? Bringt es was, Handtücher in die Toms zu legen? Oder lohnen sich doch RTOM LVMH Felle?

    Alle Toms haben bei mir auch noch Resonanzfelle... oder kann man die irgendwie ankleben?


    Danke schonmal im Voraus.

  • Die RTOM Meshheads sind schon um einiges leiser. Ich hatte zuhause auch ein Set damit bestückt, dazu Low Noise-Becken. Trotzdem ist man in Nachbars Ohren noch ziemlich laut. Kommt auch drauf an, wie hellhörig das Gebäude insgesamt ist.

    Auf jeden Fall fand ich den Sound (vor allem dieser Becken ||) so mies, dass ich auf ein E-Set umgestiegen bin. Spielgefühl und Sound sind für mich so der beste Kompromiss. Allerdings ist man an einem Schlagzeug nie wirklich leise. Irgendwas klopft und pocht immer. Dazu kommt der Trittschall der BD. Der dürfte aber im Keller eher unerheblich sein.

    Kannst ja die RTOMs testen. Wenn sie zur Lärmbekämpfung nicht ausreichen, kannst du sie zurückschicken. Eine weitere Möglichkeit wäre, mit den Nachbarn feste Zeiten auszumachen, in denen du übst. Das sorgt evtl auch für Frieden.

    "Ambition is a dream with a V8 engine" - Elvis Presley

  • Ich würde an der Stelle auch sehr empfehlen die Suchfunktion im Forum zu nutzen. Alternativ kannst Du auch eine KI-Suchmaschine nutzen und diese gezielt dieses Forum durchsuchen lassen. Du wirst hier vermutlich zu allen deinen Fragen Infos finden, da dieses Thema in den letzten 20 Jahren fast ein Dauerthema ist.

  • Was Drum Bee schrub, würde ich so unterschreiben. Ein Schlagzeug, auf das du draufschlägst, ist immer zu hören, da kannst du es drehen und wenden, wie du willst, auch E-Drums sind nicht unhörbar. Leider ist für Nachbarn eben nicht nur die Lautstärke das Problem, sondern die (un)rhythmischen Schlagimpulse (vulgo: Geklapper). Was für dich der beste Kompromiss zwischen Geräusch und Spielgefühl darstellt, musst du rausfinden. Reso runter oder mit irgendwas ausstopfen verhindert jedenfalls nicht das Störgefühl der Nachbarschaft, dafür u.U. zuverlässig deinen Spielspaß.


    Wegen der vermutlich besseren Akzeptanz würde ich auch zunächst raten, eine feste Übungszeit außerhalb der üblichen Ruhezeiten zu definieren und diese am Stück zu absolvieren. Ist meiner Erfahrung nach leichter für Nachbarn, wenn sie sich mental drauf einstellen können und nicht rund um die Uhr auf "Lärm" gefasst sein müssen.

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