Eine Band ist keine Jukebox.
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Ich verstehe den Zusammenhang nicht.
Das Auftreten des Sängers ist selbstverständlich ein No-Go, und gut, dass er weg ist. Aber mich hätte wirklich interessiert, was er mit seinen "Karaoke-Versionen" explizit meinte.
Es kommt ja auch auf das Können der Band an. Meiner Truppe und mir hilft eine gut arrangierte, spielbare Version auf eher niedrigem Niveau sehr viel weiter, als das teils virtuose Spiel der Original-Künstler. Dieses Kopfschütteln bei Song-Vorschlägen… "Bin ich Hendrix?" Oder: "Ich habe mir die Bass-Linie angeguckt. Das kann ich in 10 Jahren nicht!" Oder: "Was trommelt der da? Hilfe!"
Ich denke, im Fall des TS ging es nicht um Laiengesang in Karaoke-Bars. Der Begriff Karaoke ist irreführend und negativ besetzt.
Also ging es wohl eher um Coverversionen, die mit bereits eliminierten Spuren angeboten werden, oder bei denen man selbst die Spuren wahlweise stummschalten kann.
Letzteres kann man mit geeigneten Apps selbst machen und dafür jede x-beliebige Version nutzen. Mit Einzug der KI dürften Plattformen, die fertig bearbeitete Titel anbieten, in Zukunft weniger gefragt sein.
Ein "Heraushören" wird meiner Meinung nach ebenso überflüssig werden. Schon jetzt gibt es Möglichkeiten, sich einen Song von der KI komplett transkribieren zu lassen. Es funktioniert noch nicht supergut, aber es ist nur eine Frage der (sehr kurzen) Zeit.
Songs zu covern muss übrigens nicht zwingend schlecht sein. Ich weiß von mindestens einem Weltstar, der durch das Covern von bereits bestehenden Songs, wurde was er war. Er hatte einfach immer die bessere Idee und Performance, während sich der ursprüngliche Künstler mit mäßiger Bekanntheit und 12Dollar50 begnügen musste. Und trotzdem waren die meisten sehr stolz drauf, wenn ihr Song von ihm "geklaut" wurde.