Beiträge von Drum Bee

    Beängstigend und gleichzeitig spannend finde ich das.

    Beängstigend finde ich, wie eine "Amateur-Band-Proben-Situation-mit-überzogenem-Sänger-Gehabe" hier - wie so oft - in ein Weltuntegangsszenario übergeht....


    Du hast natürlich recht. Der Thread hatte sich bereits erledigt. Ich entschuldige mich dafür, dass ich ins Schwurbeln geraten bin.

    Einfach nicht lesen, nicht reagieren- und schon verläuft das Ding im Sande. Kann aber auch gerne in den Müll verschoben werden.


    Da du aber kommentiert hast:


    "Weltuntergangsszenario" ist ein gern bemühter Begriff, der hier nicht angebracht ist. Wenn du das so empfindest…


    Ich schrieb lediglich von großen Veränderungen, die kommen werden. Beängstigend finde ich die Macht, die KI eventuell haben wird. Spannend finde ich die Möglichkeiten, die sich erahnen lassen.


    Ein Weltuntergang ist das für Leute, die ausschließlich an Tod und Teufel denken.

    Das ist ja das absurde, die KI kopiert ja nur.

    Daraus resultiert, das Menschen ihren Stil (egal ob in Sprache, Schrift, oder sogar in der Kunst) bereits verändern um nicht mit der KI verwechselt zu werden, bzw. sich anhören müssen das ihr Werk durch KI erstellt wurde.

    NOCH kopiert sie nur! Was denkst du, wie lange es dauert bis sie selbstständig ist? Das ist keine Zukunftsmusik, sondern der nächste Schritt.

    Und die KI wird blitzschnell auf Veränderungen, die Menschen vornehmen um nicht verwechselt zu werden, reagieren. Da kommt man nicht hinterher. Meine feste Überzeugung.

    Beängstigend und gleichzeitig spannend finde ich das.

    Ein "Heraushören" wird meiner Meinung nach ebenso überflüssig werden

    Prima Perspektive. Lassen wir die lästige Auseinandersetzung mit den Originalsongs einfach weg, und wenn wir noch ein paar Jährchen warten, gibt es auch Roboter, die für uns spielen können. Nie wieder für nen Song üben müssen!!!

    Äh, was machen wir dann eigentlich noch?

    Diese Roboter gibt es doch schon. Nicht besonders beruhigend! Wir können weiterhin händisch echte Musik machen. Ob es die Zeiten überdauert? Bleibt zu hoffen.

    Aber irgendwann kann niemand mehr erkennen, was da mit Können und Herzblut komponiert und eingespielt wurde, oder was durch Programmierungen entstanden ist.

    Ich hoffe, dass das irgendwie reguliert werden wird. Dass ein eventueller Untergang der handgemachten Kunst verhindert wird.


    Wir müssen uns auf gewaltige Veränderungen einstellen. Ich denke, dass der Einfluss der KI auch in der Musik revolutionär sein wird, ebenso wie in der Gesellschaft, der Arbeitswelt und der Medizin - und eigentlich überall.

    In ein paar Jahren kann man dann zurück blicken und denken: Steinzeit.

    Eine Band ist keine Jukebox.

    ?

    Ich verstehe den Zusammenhang nicht.


    Das Auftreten des Sängers ist selbstverständlich ein No-Go, und gut, dass er weg ist. Aber mich hätte wirklich interessiert, was er mit seinen "Karaoke-Versionen" explizit meinte.


    Es kommt ja auch auf das Können der Band an. Meiner Truppe und mir hilft eine gut arrangierte, spielbare Version auf eher niedrigem Niveau sehr viel weiter, als das teils virtuose Spiel der Original-Künstler. Dieses Kopfschütteln bei Song-Vorschlägen… "Bin ich Hendrix?" Oder: "Ich habe mir die Bass-Linie angeguckt. Das kann ich in 10 Jahren nicht!" Oder: "Was trommelt der da? Hilfe!"


    Ich denke, im Fall des TS ging es nicht um Laiengesang in Karaoke-Bars. Der Begriff Karaoke ist irreführend und negativ besetzt.


    Also ging es wohl eher um Coverversionen, die mit bereits eliminierten Spuren angeboten werden, oder bei denen man selbst die Spuren wahlweise stummschalten kann.

    Letzteres kann man mit geeigneten Apps selbst machen und dafür jede x-beliebige Version nutzen. Mit Einzug der KI dürften Plattformen, die fertig bearbeitete Titel anbieten, in Zukunft weniger gefragt sein.

    Ein "Heraushören" wird meiner Meinung nach ebenso überflüssig werden. Schon jetzt gibt es Möglichkeiten, sich einen Song von der KI komplett transkribieren zu lassen. Es funktioniert noch nicht supergut, aber es ist nur eine Frage der (sehr kurzen) Zeit.



    Songs zu covern muss übrigens nicht zwingend schlecht sein. Ich weiß von mindestens einem Weltstar, der durch das Covern von bereits bestehenden Songs, wurde was er war. Er hatte einfach immer die bessere Idee und Performance, während sich der ursprüngliche Künstler mit mäßiger Bekanntheit und 12Dollar50 begnügen musste. Und trotzdem waren die meisten sehr stolz drauf, wenn ihr Song von ihm "geklaut" wurde.

    Karaoke ist für mich ein Spass, aber für mich nie und nimmer eine Grundlage seriöse Musik zu machen.

    Das war es für mich ebenfalls. Bei Karaoke denkt man an eine Bar, wo jeder sich mit nem Mikro auf die Bühne stellen kann und den Text von einer Leinwand abliest.


    Aber da gibt es noch andere Facetten - und wirklich sehr gut arrangierte Titel, von guten Musikern eingespielt. Ich habe meine Vorurteile abgelegt und weiß inzwischen die Vorzüge zu schätzen. Letztendlich kreiert man mit der eigenen Band ja ohnehin eine eigene Version.


    Wenn wir keine gute Karaokeversion finden, greifen wir natürlich auch aufs Original zurück. Dann bevorzugt eine Studioversion.


    Da kommt bei mir die Frage auf: Worin unterscheiden sich Karaokeversion und Cover? Ist Karaoke nicht auch nur ein Cover?


    Mal nachgelesen: Eigentlich ist Karaoke genau das Ding mit dem Laiengesang in Bars.

    Ich habe keine Ahnung, warum man diesen Begriff für Titel verwendet, die eigentlich nur eine Coverversion sind… Vielleicht lehnt man sich daran an, weil Spuren entfernt werden können.

    Aber das können verschiedene Apps inzwischen auch.

    Wenn ich einen Originalsong in Moises hochlade, kann ich Karaokeversionen ohne Gesang, ohne Drums, ohne Gitarren usw. erstellen und habe gleichzeitig die verbliebenen Komponenten des Originals.

    Was ist den der genaue Unterschied?

    Bei Karaoke liegt der Schwerpunkt mehr darauf, dass man den Song singt.

    Das ist nicht ganz richtig. Es gibt Plattformen, die Karaoke-Versionen auch für alle möglichen Instrumente anbieten.


    Wilfried

    Hast du mal gefragt, warum er auf Karaoke besteht?


    Wir nutzen sie gelegentlich als Playback, wenn z.B. der Sänger nicht da ist oder die Gitarren noch nicht klar kommen. Die spielen dann einfach drüber, bis es passt.

    Ich sehe hier den Vorteil, dass gute Karaoke-Versionen in der Regel nicht so viele Temposchwankungen haben wie manche Originale. Zur Zeit machen wir ein bisschen was von Tom Petty. Der hat im Studio auch gerne getrickst. Da wird in einzelnen Passagen mal eben das Tempo angezogen. Als Playback ist das Original dann eher schwierig.


    Ein weiterer Vorteil ist, dass Karaoke-Versionen keinen Fade-Out haben. Sie bieten ein passendes Song-Ende, was ich sehr schätze.


    Dazu kommt, dass Karaoke sich meistens auf die Grund-Instrumente stützt. Z.B. Orgel-oder Harp-Spuren werden durch passendes Gitarrenspiel ersetzt. Zwei Schlagzeuger verschmelzen zu einem; weitere Percussion-Instrumente werden spielbar bei den Drums untergebracht.


    Und nicht zuletzt: besonders herausragendes Können bei den Originalen wird abgespeckt, so dass auch ein Normalo an prägnanten Stellen Effekte erzielen kann.

    Kann man etwas mühelos direkt vom Blatt spielen, ohne sich das Blatt vorher genau angesehen zu haben?

    Wenn der Song in moderatem Tempo gespielt wird und in den Fills nicht allzu kompliziert wird, geht das bei mir inzwischen gut. Ich meine, man hat ja immer einige Takte den Groove zu spielen. In der Zeit gucke ich dann schon mal, wie es weitergeht. Ich erfasse das dann recht schnell, habe aber auch mein Leben lang immer wieder mit Noten zu tun gehabt.

    Und ja, Schlagzeug-Noten sind nun wirklich kein Hexenwerk, im Gegensatz zu Noten für Melodie-Instrumente.

    Ich finde Noten super.

    In den ersten Jahren haben sie mir wirklich sehr geholfen, um überhaupt zu verstehen, was der Drummer wann macht, welche Möglichkeiten er hat, was sich wie im Song anhört und damit den Song beeinflusst.

    Mein Lehrer hat mir Noten zum Üben online zur Verfügung gestellt.

    In der Band nutze ich Noten nur noch als kleine Erinnerung:

    Die Titel unserer Setlist habe ich mit Songablauf und Geschwindigkeit notiert. Dazu schreibe ich den Groove als einen einzigen Takt auf.

    Damit habe ich die Basis. Der Rest wird improvisiert.


    Wenn man kein großes Talent ist, das ein Instrument von Anfang an erfolgreich - und nur nach Gehör - spielen kann, sind Noten das Beste, was es gibt.

    Ohne Ahnung von der Materie zu haben, würde auch ich sagen, dass ihr als Band geschlossen auftreten müsst. Wenn es unter euch Unstimmigkeiten gibt, seid ihr nicht klar aufgestellt und Unmut ist vorprogrammiert.

    Ich würde als Drummer erwarten, dass die Band deine Situation beachtet. Was würden die anderen machen, wenn ihre eigene Performance nicht so gut ankäme?

    Fällt für mich in die gleiche Kategorie wie modernes Tanztheater, wo sich Menschen zu seltsamen Klängen auf dem Boden herum wälzen.

    Jedem das Seine, aber ich kann damit absolut nichts anfangen. Gruselig.

    Jepp, der hat einzig und allein eine A-Säule.

    Und selbst bei gutem Wetter und mit offenem Dach krieg ich die BD nicht unter. Obwohl: ich hab noch nicht probiert, sie durch das offene Dach hindurch auf den Beifahrersitz zu stellen. Ich glaube aber eher, dass auch das nicht passt. Und wer soll sie da wieder raus heben?

    Und den Elvis habe ich nur erwähnt, weil infernofreak in einer Rockabilly-Band spielt. Da tippt es sich bei mir von ganz alleine.


    Ich habe kein Problem mit theoretischen Erklärungen. Es hilft manchem ja auch nicht weiter, wenn es heißt, dass er sich erst mal 20 Jahre lang Jazz/Swing/Shuffle anhören muss, bevor er sich damit beschäftigt. Soviel Zeit hat nicht jeder.

    Habe noch nicht verstanden, wie man einen Ton an den Drums hält.

    Gar nicht. Schlaginstrumente erzeugen ja regelmäßig ein impulsartiges Geräusch unbestimmter Dauer. Aber es hilft ungemein, während des Spielens das Pattern nicht als "Achtel-Pause-Achtel" zu denken (und zu fühlen!), sondern als eine lange und eine kurze Note. Und wenn du dann noch den Klick ausmachst und stattdessen darauf achtest, was deine Mitmusikanten machen, hast du eine reelle Chance, dass es irgendwann tatsächlich schwingt.

    Habe mich mit meiner Frage auf f-luxus' Aussage bezogen in #104. Dort schreibt er ja, dass man das mit Stimmung und Technik erreicht, oder unterstützt oder sonst was.