Ich arbeite seit über 16 Jahren bei einer Institution, die sich schon seit vorletztem Jahrhundert mit Gesundheitsschutz und seit bald 80 Jahren auch speziell mit Lärm und dem Schutz davor befasst.
Hierfür werden seitdem interdisziplinär eine Vielzahl von Medizinern verschiedener Fachrichtungen, Techniker (Ingenieure) und Wissenschaftler an Forschungsinstituten beschäftigt. Wir bilden u. a. Leute aus, die hauptberuflich andere Leute beraten, wie sie sich am besten vor Lärm schützen. Es laufen Forschungen zu diesem Thema und es findet auch ein reger Austausch mit den Herstellern von Gehörschutz statt. Es werden Datenbanken mit Forschungsergebnisse zu zahlreichen Gehöschutz-Produkten angelegt.
Die von mir weitergebenen Bedenken hinsichtlich individuell angepasstem Gehörschutz haben also nach meinem Dafürhalten eine zienmlich umfassende Datenbasis und Beurteilungsgrundlage.
Und vor nicht allzulanger Zeit hat ein Professor, von dem wahrscheinlkich auch dein HNO-Arzt ein Lehrbuch im Schrank hat, erneut auf die geschilderte Problematik hingewiesen. Das habe ich hier weitergegeben. Und zwar in sachlicher Art und Weise und mit Erklärung.
Und ich bitte zu verzeihen (ich arbeite an mir), dass mir dezent der Hut hochgeht, wenn mich dann einer nur fetzenweise zitiert (nicht mal ganze Sätze, obwohl die noch sinnstiftend dazugehörten), auf Argumente keinen Deut eingeht und meint, er könne in rotzigem Ton alles vom Tisch wischen mit der "Begründung", seine Frau findet den Chefarzt gut.
Zur Klarstellung: ich behaupte ja gar nicht, angepasster Gehörschutz sei schlecht, um Himmels Willen. Aber Ohren und Gehörgänge verändern sich nunmal im Lauf der Zeit (sie werden weiter!), und zwar umso mehr und schneller, je mehr man da reinstopft und wieder rausholt (Finger, Gehörschutz ...). Und man sollte sich einfach bewusst sein, dass der angepasste Gehörschutz da NICHT mitwächst und mit der Zeit eben NICHT mehr angepasst ist.
So, weiter werde ich mich jetzt auch nicht mehr äußern. Soll sich jeder sein Bild machen und sich in die Ohren stopfen, was er/ sie will. Mir war wichtig, die Bedenken und (nachvollziehbaren) Argumente aufzuzeigen. Wer dann meint, er sei mit 2 teuer verkauften Pfropfen mit Filtern (Regeldämpfung 15 - 25 dB) besser geschützt als mit Stöpseln, die sich dem Gehörgang so anpassen, wie er ist (SNR 34 für 20 ct/ Paar) ... mir egal.