Deine Frage, "was es tut" oder nicht, ist so nicht sinnvoll zu beantworten.
Die Frage ist vielmehr, wo du Prioritäten setzt im Spannungsverhältnis Sound, Sprachverständnis und Gehörschutz.
Und da ist nicht Kapselgehörschutz = Kapselgehörschutz oder Stöpsel = Stöpsel.
Möchtest du besonders gute Dämmung, solltest du auf hohe SNR-Werte achten. Die gibt es sowohl bei Stöpseln als auch bei Kapseln problemlos bis zu SNR-Werten von etwa 40.
Ebenso gibt es aber auch Stöpsel und Kapseln, die nur 20 oder 25 dB dämpfen.
Die abgebildeten EAR von Reed311 liegen z. B. bei meines Wissens ca. 25 dB (EAR Classic), es gibt aber auch z. B. die EAR Soft FX (auch für nur ein paar Cent) mit SNR 39 oder zig andere in der Art.
Die andere Frage ist, ob du dich viel mit den Kollegen unterhältst oder auf einen besonders guten sound wert legst.
Dafür sind dann spezielle Filter vorhanden, die linearer dämpfen (sonst werden höhere Frequenzen stärker gedämpft) oder bestimmte Frequanzen weniger stark dämpfen.
Das geht aber in der Regel mit weniger Gehörschutz einher.
GENERELL sind für guten Gehörschutz die billigen Wegwerf-Stöpsel sogar besser geeignet als individuell angepasste Otoplastiken.
Ich weiß, dass jetzt wieder zig Aufschreie kommen, aber gerade erst kürzlich habe ich (beruflich) eine entsprechende Stellungnahme einer HNO-Koryphäe (Professor, Lehrbuchautor, HNO-Papst) gelesen. Die Argumente waren aber auch schon vorher bekannt.
Die Stöpsel haben gegenüber Otoplastiken den entscheidenden Vorteil, dass sie sich beim Ausdehnen dem Gehörgang anpassen.
Im Gegensatz dazu werden Otoplastiken einmal gegossen und fertig. Und wenn sich die Ghörgänge verändern (und das tun sie, zwar langsam, aber laufend) und weiter werden, dichten Otoplastiken nicht mehr richtig ab.
Dieser Umsatnd wird (angesichts des stolzen Preises verständlich) von den Fachgeschäften gern verschwiegen/ verharmlost.