Beiträge von Chuck Boom

    M. E. ist sowas ziemlicher Kappes. Rein physikalisch macht das keinen Unterschied bzw. kann man mit nur einer verstellbaren Seite das selbe physikalische / mechanische / musikalische Resultat erreichen. Nur das monetäre Resultat ist meist ein anderes.

    Die Meinungen gehen da auseinander. Diese Gyro-Balls waren ja auch mal kurz in. Claus Hessler erwähnte mal, dass er Krafttraining für´s Trommeln sogar als kontraproduktiv erachtet, andere finden das sinnvoll. Gibt ja sogar eine Serie Fitness für Drummer oder so ähnlich. Auch Wave Deckl sagte glaube ich mal, dass er für´s Trommeln gezielt trainiert.

    Vermutlich liegt die Wahrheit wie so oft irgendwo in der grauen Mitte. Wer´s übertreibt, hat irgendwann Hände und Arme wie Hulk (und den hat man noch keinen smoothen Roll spielen hören), andererseits ist Trommeln schon auch physisch und so locker viele Pros auch aussehen und die Sticks vermeintlich halten, haben sie bei Bedarf mit Sicherheit mehr Kraft im Adductor pollicis als jeder Gewichtheber. Sieht man halt nicht am Bizeps. Selbst mit dem dicksten Fingermuskel kann man am Strand selten reüssieren. :Q

    Was mir mal auffiel (und ein Rätsel aufgab, dessen Ursache ich mangels wirklicher Relevanz aber nicht weiter nachgegangen bin): Es könnte evtl. daran liegen, wo die Zugfeder für das Slavepedal angebracht ist (ob an der Hauptmaschine oder am Slavepedal).

    Üblicherweise (ab Werk) sind ja beide Federn an der Hauptmaschine montiert. Ich habe bei zwei oder drei (verschiedenen) Dofumas mal die Slave-Feder ans Slavepedal montiert (für den Fall, dass beim Gig am Hauptpedal was sein sollte, damit ich schnell wechseln kann). Danach war jeweils im Lauf des Slavepedals bei jedem Schlag eine Art Aussetzer drin. Wie wenn bei einem alten Fahrrad das Kugellager was abbekommen hat und jede Runde ein Stolperstein bzw. Loch im Rundlauf wäre. Als ob das Slavepedal ein Hindernis zu überwinden hätte und danach kurz in ein führungsloses Loch fiele. Und ich weiß nicht, warum. Kardanwelle war jeweils unverknotet, die Kugellager völlig in Ordnung (nach Rückbau liefen sie wieder rund) ... keine Idee. Man könnte es auch als Bassdrumhüpfen interpretieren.


    Kannst ja mal gucken, ob bei dir eine Feder am Slavepedal ist und ggf. an die Hauptsäule machen.

    Ich habe mir auf ähnliche Art eine Snare eingehaust (die Bohrungen für die Böckchen hat ein Vorbesitzer verhunzt). Beide Spannreifen mit zurechtgeschnittenen Gewindestangen "verbunden". Auch hier beeinflussen sich also beide Fellspannungen gegenseitig.


    Nun zum hier interessierenden Teil: Obwohl ich ein normales Snarereso (dünn) und oben ein viel dickeres Amba drauf habe und trotzt der höheren Snarestimmung geht das Stimmen und Spielen problemlos. Hatte auch erst Bedenken, ob das Resofell das aushält oder überzogen wird oder das Schlagfell nicht hoch genug bekomme, aber das geht (und klingt richtig gut die Snare).

    Bei dickeren ("normalen") Resos und den eh tieferen Tom-/BD-Stimmungen musst du insofern glaube ich keine Bedenken haben, auch nicht was die Stimmbarkeit angeht.

    Könnte nur sein, dass sie dir tatsächlich zu viel klingen, aber dafür gibt´s ja Ringe & Co..

    Es kommt halt - wie so oft - drauf an. Insbesondere, was man wie spielen möchte und wie das am besten geht. Bei den meisten wirklich guten Drummern sieht man in aller Regel, dass sie ihre Schlagtechniken je nach Anforderung zigfach variieren, und zwar sowohl die Finger als auch die Hand-/gelenkhaltung bzw. -stellung und den Einsatz der Ellenbogen oder gar Schulter betreffend.


    Leise, filigrane und schnelle Passagen lassen sich oft besser mehr vorne mit eher enger und kontrollierter Daumen-Zeigefingerkontrolle spielen, während fette Backbeats auch gut mit lockerer Bierbuddelhaltung gedroschen werden können. Nur ein Beispiel von vielen möglichen.


    Ich kenne einen sauguten Drummer, der auch immer mal (aber eben nicht immer, s. o.) seinen Zeigefinger auf den Stick legt (zeitweise, wenn er so besser zurecht kommt in dem Moment). Probieren, nachspüren, selbst entscheiden, den Körper mal machen lassen (vieles ergibt sich von selbst ergonomisch, oder hat jemals jemand einem Baby erklärt, welche genauen Muskeln es in welcher Reihenfolge wie zu bedienen hat, damit es laufen lernt?).


    Lediglich ein Dogma ist sinnvoll: Keine Dogmen bitte! ;)

    Bei einem sauberen Shuffle wären sie ja auf 1 und 67 (von 100). Der zweite lag bei seiner Auswertung immer um die 60 rum. Also genaugenommen quintolisch (1. und 3. Schlag einer Qunitole).

    Wäre bei der Quintole bei 60 nicht eher der vierte Schlag ? (100/5=20)

    Stimmt natürlich (1, 21, 41, 61, 81). Habe gedacht "Quintole in 3 + 2" und hatte dann diese 3 im Kopf bzw. übernommen. :thumbup:

    Genau, aber warum können wir ihn dann nicht einfach spielen? Warum ist es schwieriger als ein binärer Rhythmus?

    Eigentlich müsste er uns ganz leicht fallen.

    Vllt. ist es ja gar nicht so eindeutig, wie du meinst. Viele haben / hatten auch bei "eigentlich" geraden Metren einen (wenn oft auch nur angedeuteten) Swing drin. Bonham z. B.. Oder JP Gaster von Clutch auch oft. Mag evtl. eine Frage der Hörgewohnheiten sein. Wer viel Swingiges gehört hat, wird das übernehmen.


    Um noch eine mögliche Erklärung für deine Frage zu liefern: rein formal hat das Hirn bei 2 weniger zu tun (Rechenarbeit /-schritte), als bei 3. Daher sollte man bei Shuffles m. E. irgendwann die Kurve kriegen, von bewusst ausgezählten (kopfigen) 1 (2) 3 1 (2) 3 auf gefühlten Swing überzugehen.

    Oder so gut es halt zu swingen geht. Als Elvis-Aficionado und Tüftlerin hast du sicher schon gemerkt, dass sie bei schnelleren Elvis-Nummern auch keinen mathematisch "sauberen" ternären Shuffle spielen, sondern was zwischen gerade und Shuffle (vermutlich spieltechnisch bedingt, weil sie den Shuffle so schnell nicht hinbekommen haben). Ein Bekannter machte sich mal die Mühe, mehrere solcher Nummern (auch von anderen) zu analysieren und per PC auszuwerten, wo da prozentual die HH-Schläge sitzen. Bei einem sauberen Shuffle wären sie ja auf 1 und 67 (von 100). Der zweite lag bei seiner Auswertung immer um die 60 rum. Also genaugenommen quintolisch (1. und 3. Schlag einer Qunitole). Nennt sich dann heute swag oder drunken drumming und wird bewusst auch in Tempi eingesetzt, die noch sehr gut ternär zu bedienen wären.


    Und: Ein Herzschlag ist außerdem wenn dann ein Slowblues. 8o Zwar auch ternär und auf dem Notenblatt quasi identisch, aber zum Shuffle doch noch ein gut Stück Weg. Im Grunde sind wir doch auch (und damit noch mehr bewiesen) alle Blueser.

    Ich hab für mich eine Pi-mal-Daumen-80%-Regel, da es einfach viel zu viele Parameter und Aspekte gibt. Und deren Wichtigkeit bzw. Gewichtung muss ja auch noch bedacht werden. Da sind mir 2 von 3 viel zu grobkörnig.

    Z. B. selbst wenn die Kohle stimmt und die Musik auch, aber leider ein Arschloch mit an Bord ist, nutzen mir die 2 von 3 nix. Das Arschloch kann dann für mich je nach Größe schon einen Abschlag von 30-99% machen, womit meine 80% ausgeknockt wären.

    Die Frage kannst du auch so stellen: "Wie sind eure Erfahrungen mit Menschen?". Und entsprechend viele und "richtige" Antworten aller Couleur gibt es darauf. Das macht die Sache allerdings beliebig. Was für den einen gilt, ist beim andern völlig anders. Kommt halt auf die Menschen an, mit denen du Musik machst und eure individuellen sonstigen Lebensumstände und Einstellungen. Was sollen wir dir zu deinen Menschen sagen (können)? ;)


    (Nicht böse gemeint!)


    Nachtrag: Meine Erfahrungen waren (dementsprechend) ein buntes Pottpüree aus Allerlei, ein 360°-Rundumblick. Von "motiviert bis in die Haarspitzen ich will 24/7 proben und fahre für einen Gig ohne Gage von Hamburg nach München" bis "oooochhjooh schnarch hoffentlich simmer bald durch ich will Sportschau gucken".

    Was für Schlüsse man daraus dann aber für sich selbst zieht, hängt wiederum von 100 individuellen Umständen ab. In Bands kommt es mitunter zu komplizierten Fallgestaltungen und die sich daraus ergebenden Fragestellungen sind dann oft komplex.