Ein Becken, das gespielt wird, wird quasi regelmäßig kalt geschmiedet. Alle Becken unterliegen einer permanenten langsamen Klangänderung, von tendenziell spitzerem und klarerem hin zu trockenerem und weicherem Klang mit geringerem Höhenanteil.
"quasi regelmäßig kalt geschmiedet":
Nein. Schmieden ist Stauchen und Strecken. Was wir mit unseren Schlegeln machen, sind elastische Verformungen, kein Schmieden.
"permanente langsame Klangänderung":
Das kann auch andere Ursachen haben, z.B. Gewöhnung an den Klang, Ablagerungen, Dreck, Reinigungsmittel, ...
Hier wäre doch Raum für eine Forschungsarbeit, bei der die Frequenzspektren von Becken in Abhängigkeit von Zeit und Behandlung (gelagert, gespielt, verdreckt, geputzt, ...) gemessen werden.
[...] weshalb man der Herstellung von z.B. Messerstahl nach dem Abschrecken des glühenden Stahl diesen nochmals "erwärmt" (mW auf ca, 300 - 40 Grad Celsius); dies soll geschehen, damit der Stahl nicht spröde bleibt. Kann man dies physikalisch nachvollziehen?
Ja, kann man. Die Veränderung im Gefüge, wenn der Stahl "nochmals erwärmt" wird, ist wohldokumentiert; im übrigen sogar am Wechsel der Farbe zu erkennen. Das sagen meine praktischen Erfahrungen mit dem Härten (waren meist Meisel).
M.