Beiträge von martinelli

    Vielleicht ist am Aufbau ja doch was zu machen.

    Mein Set hatte ich bewusst mit zwei Hängetoms und einem Standtom bestellt, obwohl ich meist "1oben 2 unten" spiele.

    Ein 10er Hängetom kommt relativ weit links, wo man es recht tief runterlassen kann.

    Das 13er Hängetom hängt in Standtom-Position, also links neben dem 16er Standtom, an einem Stativ.


    Sowas halte ich auch als 12-13-16 für praktikabel. Stimmung und Fellauswahl könnten das 12er deutlich von dem 13er abheben.


    M.

    Das Set ist kein Spielzeug und daher würde ich relativ normales Verhalten erwarten, d.h. der Sound kann durch Wahl der Felle und Stimmung in die gewünschte Richtung gebracht werden. Bei einem sehr offenem, extrem nachhallenden Wunsch-Ton mag es Grenzen geben, aber für viele Rock-Sounds kann das Kesselmaterial auch zum Vorteil gereichen..

    Wenn die fehlenden anderthalb Innendämpfer nicht beizukriegen sind, würde ich alle ausbauen. Meist braucht man die ja sowieso nicht.

    M.

    Ich kenne auch den umgekehrten Fall, dass ich an ein fremdes Set komme, welches mich plötzlich in einer Weise inspiriert, ...

    Guter Punkt. Geht mir auch manchmal so; deutlicher, als wenn man am eigenen Aufbau was verändert.


    Generell komme ich mit Fremd-Sets gut zurecht, bin aber auch kein Spitzentrommler. Mir reicht es, wenn die Beine/Füße entspannt stehen (dann stehen Bassdrum und Hi-Hat auch richtig) und wenn ich die Snare (Abstand, Höhe, Winkel) einstellen darf. Dass ich an Ride und Crash nicht drankomme, ist mir noch nie passiert. 1-2 Toms im Wendekreis und ich bin bei 95%.

    Ich spiele aber weder Oberliga noch Akrobatik. Die Kollegen aus Stilrichtungen, wo viele Schläge und Doppenfuß-Kicks zum guten Ton gehören, dürften da stärkere Einbußen haben.


    M.

    Alternative zur "wooden participation box":

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    Andere Alternative - sage ich jetzt als E-Drum-Belächler:

    Wenn es nicht anders geht, kann man mit dem billigsten E-Drum-Set zumindest Koordination/Unabhängigkeit und Timing in Schuss halten.


    M.

    Wenn man grundsätzlich schon bei den GEWA SPS Taschen ist, dann muss man sich folgendes überlegen: [...]

    Dennoch sind es im Schnitt 35 Euro Aufpreis pro Trommel, damit aus einer Tasche eine Case wird. Dafür aber äußerst stabil und mit lebenslanger Garantie.

    [...] machen die 170 Euro den Kohl auch nicht mehr fetter, als er eh schon ist.

    Wenn man das will. Ich hatte auch Hardcases, bin aber bei Gewa SPS gelandet. Ich trage und fahre alles selbst im eigenen PKW, da packt mir keiner ein Endstufenrack drauf.

    • Hardcases verrutschen, wenn man sie aufeinander oder auf andere Sachen stellt oder quer legt. Die SPS halten da besser.
    • Vom Handling (auf, zu, beladen, tragen) finde ich Gewa SPS auch angenehmer/schneller.
    • Gewicht spielt insbesondere bei der Bassdrum eine Rolle: 24"x18" tragen sich alleine nicht gut, weil der Schwerpunkt weit weg vom Körper liegt. Da brauche ich nicht noch 11kg Verpackung.
    • Habe ich schon gesagt, dass die SPS auch noch innen wie außen schön sind und zur Not einen schönen Notenständer abgeben?

    Aber klar: Hätte ich Roadies, dann gäbe es auch SKB oder eine gefütterte Riesenkiste mit Rollen. Und Trägern.


    M.

    Tatsächlich hat sich meine Meinung zu Becken im Laufe der Jahre gar nicht so stark verändert. Allerdings dann doch wieder so stark, dass ich das ein oder andere Becken, was zweifelsfrei gut war und mir auch eine zeitlang sehr gut gepasst hat, wieder verkauft habe.

    Ach so, verkaufen! Hätte ich das gewusst. Naja, sehen wir es als Investment; Bronzescheiben statt Goldbarren.


    Mal ernsthaft: Ich habe zwar auch ein paar wenige Fehlkäufe wieder verkauft, aber was mir mal gefallen hat, darf bleiben. Der eigene Geschmack hat ja auch so seine Phasen und da kommt vieles wieder.


    M.

    Ich halte es auch für völlig unlogisch ein Galgenbecken-Ständer zu benutzen,

    (man ergänze) ... wenn man mit dem geraden Ständer bis an die Position kommt, wo man das Becken braucht.

    Links z.B. sind die Hi-Hat-Becken im Weg; ich bekomme ein Crash auf einem geraden Stativ nicht nahe genug ran. Ähnliches beim Versuch, über einer großen Bassdrum (an Tom-2-Position) ein Ride-Becken aufzuhängen. Da brauchen viele einen Galgen. Ansonsten bin ich auch ein Freund gerader Stative.

    M.

    Zufällig gefunden und für interessant befunden: Man trommelt (Mausklick oder besser eine Taste) und kriegt Punkte je nach Genauigkeit.

    Klickst Du Can you keep perfect time (test)!


    Taste tippen ist was anderes als Trommeln, aber trotzdem lustig und sogar aufschlussreich: Timing, Präzision, Nutzen von Unterteilen und/oder Mitzählen?

    Also eine Maschine bin ich nachweislich nicht, sondern lande auch schon mal deutlich unter 800 von 1000 Punkten, nach Eingewöhnung auch schon mal gerne über 900.


    Und selbst?


    M.

    Ja, wenn Du mit einer Hand die Son-Clave 2-3 spielst und mit der anderen Hand die Son-Clave 3-2, dann kann man von Polyrhythmik sprechen. Das mag eine nette Übung sein, aber sonst auch nix. Es hat mit afro-kubanischer Musik nicht direkt zu tun, außer, dass kubanische Mitmusiker Dich wahrscheinlich steinigen würden, wenn Du das machst. Bin aber auch kein Insider.


    Wenn Du Dich mit Polyrhythmik beschäftigst, landest Du (per Literatur etc.) oft in der afro-kubanischen Musik. Das liegt daran, dass dort die verschiedenen Rhythmusinstrumente oft sehr eigenständige Rhythmen spielen, die dann zusammen den jeweiligen Stil/Tanz ergeben. Schlagzeuger, die gleichzeitig mehrere dieser Stimmen spielen, betreiben zwangsläufig Polyrhythmik. Dazu gehören auch die Kapriolen, die El Negro" so oft über der per linkem Fuß durchlaufenden Rumba-Clave macht.


    Um Deine Frage zu beantworten, ob Polyrhythmik das gleiche wie Son-Clave ist: Nein.

    Polyrhythmik ist das Überlagern (gleichzeitige Spielen) mehrerer sebständiger Rhythmen.

    (Son-) Clave ist ein zweitaktiger Clave-Rhythmus, der vielen afro-kubanischen Tänzen unterliegt.

    M.

    Meine persönliche Erfahrung: Es ist egal.

    Das wichtigste passiert im Kopf, das zweitwichtigste in Körper des Bedieners, dann kommt lange nichts und erst bei den letzten fünf Prozent, nämlich der bei der eventuell angestrebten Hochgeschwindigkeits-Akrobatik, kommt das Material zur Geltung.


    M.

    Es geht hier ja nicht um Sinn und Unsinn eines neuen Billigschlagzeugs, daher erspare ich mir diesbezügliche Kommentare.


    • Bassdrum: Wenn die große Trommel nicht separat besetzt ist und es von der Ergonomie her (wie klein ist der kleinste Schlagzeuger im Verein) hin haut, dann in der Tat mindestens 22", besser (aber über Budget) wären 26".
    • Mapex: Habe ich für einen Musikverein vor Jahren gekauft und es bitter bereut. Schrauben an Beckenstativen doll gedreht.
    • Pearl: Für mich der Stabilo Boss unter den Marken, daher wäre Pearl Export auch meine Wahl, aber kein 8"-Tom.

    Pearl-Export-Snare 14x5,5 ca. 100 EUR

    Pearl-Export-Bassdrum 22x18 ca. 250 EUR

    Pearl-Export-Standtom 14x14 ca. 130 EUR

    Pearl-Export-Hängetom 12x8 ca. 100 EUR

    => Neuware im gesponsorten Budgetbereich unter 600 EUR.


    Hardware: Was am alten Set fehlt (Tomhalter, Multiklammer) oder kaputt ist, einfach für wenige Zehner über den Gebrauchtmarkt ergänzen.


    M.

    Das ist richtig gute Comedy und der Typ lässt ja auch durchblicken, dass es nicht ernst gemeint ist.


    Aber was anderes zum Thema: Viele Live-Versionen von Toto gefallen mir gar nicht, weil Boby Kimbal versagt und ich mich nicht an die Nach-Jeff-Porcaro-Trommler gewöhnen kann. Daher die Suche nach einer richtig guten Cover-Version, die ich hier gefunden habe: 'AFRICA' (TOTO) cover by HSCC - YouTube


    Frage: Ich blicke nicht dahinter, was der Trommler bei 3:10 macht. Kennt oder erkennt jemand, was da passiert?

    Danke im Voraus für einen Tip.


    M.

    Die Ausgangsfrage macht nachdenklich: Warum bin ich in keiner Bigband mehr? Warum spiele ich keine Schlager von 1950 bis 1980 mehr? Wenigstens praktiziere ich die anderen Vorlieben, Rock- und Bluesrock.

    Ich spiel(t)e öfters Gigs mit Muckerbands als Aushilfe, da kam's schon mal vor, dass während des Gigs Titel aufgerufen wurden, die nicht im vorher vereinbarten Repertoire enthalten waren

    Ich liebe sowas. Ich habe mal einen Profi vertreten, der für mehrere Abende in ein Instrumental-Trio gebucht war. Seine Erklärung, warum er mich (Amateur) als Vertretung für einen gutbezahlten Abend wollte: „Tja, Klavier und Bass sind saugut eingespielt und haben keine Setlist. Vier Stunden lang kann spontan alles kommen: Uralte Schlager, Jazz-Standards, UFA-Melodien, Swing, egal was. Manchmal sagen sie nicht mal, was kommt, sondern ein kurzes Klavier-Intro lässt es erahnen und dann setzt ihr ein. Du kennst das Zeug und kommst da durch.” Ich habe den Abend mit einem Patzer gut überlebt. (Ich konnte nicht ahnen, dass sie "Ein Freund, ein guter Freund" binär haben wollten.) Wir hatten Spaß und ich war ziemlich stolz auf mich.

    Will auf die Ausgangsfrage sagen: Am liebsten spiele ich Überraschungen.


    M.

    Ich kann sowohl als auch spielen, sehe aber seit geraumer Zeit absolut NULL Sinn, darin, traditional zu spielen

    Habe auch Erfahrung mit beidem, aber seit vielen Jahren spiele ich aber nur noch die angeblich "sinnbefreite", "überflüssige", "Haltungsschäden verursachende", traditionell geschumpfene Stockhaltung.

    Also ich spiele seit meinem 5. Lebensjahr den Traditional Grip.

    Ich war Ü30. Davor Tanzmusik, Rock und Bigband in symmetrischer Haltung. Ohne Marschtrommelerfahrung, altmeisterliche Vorbilder oder Lehrereinfluss wollte ich mein Spektrums erweitern und habe nebenher "traditional" erlernt und ausprobiert. Ich fand es so angenehm, dass ich jetzt seit Jahren ausschließlich so spiele. Ich sitze gerade, komme gut an alles dran (z.T. besser), habe keine Haltungsschäden und fühle mich durch die Asymmetrie z.T. anders inspiriert.


    Wenn der Mehrheit diese Stockhaltung nicht liegt, ist das ja vollkommen in Ordnung. Das sollte aber kein Grund sein, sie mit den angeführten Begründungen kategorisch in Frage zu stellen. Die hier angeführten Gründe dazu klingen plausibel, sind aber falsch oder zumindest unvollständig.


    Wenn ich ein Meistertrommler wäre, dann würde ich wieder Matched Grip spielen, damit ich jünger wirke und damit mehr Leute meine Lern-Videos kaufen, auf dem sie natürlich lieber jemanden sehen, der die Stöcke so hält wie sie.


    Eigentlich egal, wie mans macht: Thomas Lang kann alles - egal mit welcher Stockhaltung.


    M.

    Na, so lange ich mich als Traditional-Gripper noch öffentlich zeigen darf.

    Oh, noch einer. Bin spät umgestiegen, aber das ist jetzt 20 Jahre her und wollte nie mehr zurück. Ich maße mir nicht an zu beurteilen, was an der symmetrischen Haltung (am "Matched Grip") für andere schlecht sein soll. Aber ich muss schon grinsen, wenn die vermeintlichen Nachteile der asymmetrischen Stockhaltung ("Trad. Grip") oder die Gründe zu ihrer Verwendung gemutmaßt werden.

    Sieht besser aus, klar.

    M.

    Mich hat das Reggaefieber gepackt. [...]

    Da ich mich im Reggae wohl und zuhause fühle [...]


    Ich hab meinen ehem. Lehrer mal dazu befragt, der meinte Stilrichtungen die man mag müsste man eigentl gut können aber weil man die gut können möchte macht man sich mehr Gedanken im Detail was wiederum dazu führen kann das man sich selbst im Weg steht.

    Gut und richtig, mal alles auszuprobieren und kreativ einzusetzen. Das Publikum kommt ja nicht aus Jameika und würde einem sogar eine Reggae-Nummer als solche abkaufen.


    Es gibt wenige Musiker, die ganz tief in andere Kulturen eintauchen können, aber meist mit deutlichen Grenzen. Afro-kubanische Claven spielen zu können, macht noch keinen Salsaianer; auf 2 und 4 treten und Rimshots mit Splashes zu spielen gibt noch keinen Reggae-Man. Und jenseits vom Trommeln: Bei aller Genialität hätte es George Harrison nie zum Profi-Sitarspieler in Indien gebracht, schätze ich mal.


    Andersrum: Der Kubaner an sich soll nicht so ganz walzer- und polkafest sein. Da pochen halt schon die Kinderherzen nach der Son-Clave.


    M.

    Für "das Gängige" würde ich mich immer an Weinberg [1] halten. Das schließt Bassdrum(s), Snare, Toms, Ride, Hi-Hats, Crash, Stichnoten, rhythmische (Slash-) Notierung und ein paar andere Sachen mit ein. So machen das auch einige Hersteller von Notensatz-Software, z.B. Sibelius oder Noteflight. Das ist auch lesbar, wenn man diesen Quasi-Standard nicht kennt.


    Bei ein paar Sachen schießt Weinberg allerdings über das Ziel hinaus. Manchmal ist ein Text einfach hilfreicher. Beispiel: Die Angabe "cross-stick" und/oder ein schlichtes "Becken-Kreuz" als Snare-Note sind klarer als Weinbergs Symbol.


    M.


    [1] Norman Weinberg, Guide to Standardized Drumset Notation, Percussive Arts Society, 1998