Beiträge von martinelli

    Weil mir das offensichtlich in den Schoß gefallen war: Ich konnte einfach ohne jede Anleitung spielen; so vom Zukucken - uff-chack, aber auch viele Tanzrhythmen etc. Set gekauft, zwei Proben und erste Tanzveranstaltung. Auch nicht immer gut, weil meine Entwicklung sehr schnell, aber leider in die falsche Richtung ging.

    M.

    Interessanter Aspekt: zu frühes Einsteigen mit der Rudiment-Artistik


    Das frühe Einsteigen mit Paradiddles & Co hatte bei mir den zweifelhaften Erfolg, dass ich erst sehr spät in der Lage war Luft zu lassen und dennoch fließend zu spielen. Das ist auch heute wohl noch mein Problem.


    Die jahrelange Stone-Rosskur führte bei mir dazu, dass ich glaubte, nur das Gespielte stützt sich und das unbespielte ist nicht existent.

    Bei mir war es eine Agostini-Rosskur, aber das Ergebnis war exakt das gleiche. Ich glaube aber dann - besser spät als nie - auch die Kurve gekriegt zu haben.

    M.

    Haltet mich für doof, aber mir war nie aufgefallen, dass es Multicores auch ohne Stagebox gibt. Daher ist es bei mir 10m mit Stagebox und ich benutze kurze Kabel (z.T. nur 1,5m) zwischen Mikros und Stagebox. Wenn ich es nochmal zu machen hätte, würde es eines ohne Stagebox.


    Die Idee, weiter aufzuspleißen und so bis an die einzelnen Mikros ranzugehen finde ich gut. Hoffe es klappt von der Mechanik / Robustheit.


    M.

    Ich kann gar nicht erklären, warum meine Beckensätze derzeit von je einem Hersteller und fast durchgängig aus je einer Serie kommen. Dabei habe ich etliche Jahre Marken und Serien kunterbunt gemischt und das klang auch immer gut. Bin ich Monk?

    Am kleinen Set (Ride, Hihat, Crash) mische ich immer noch gerne.

    M.

    EE, da ich Dein Wissen ja nicht einordnen kann, hier mal mein bescheidener Eindruck:


    Das sieht aus wie eine sehr alte Landsknecht-Trommel. Trommeln in der Art kenne ich von Fanfarenzügen. Befestigt werden die mit einem Umhängegurt, z.B. "Lefima 480 W". Der Haupt-Haken kommt in einen Öse oder einen Halter, der am oberen Spannreifen oder knapp darunter an der Trommel befestigt ist. Dieser Haken ist dann etwa da, wo man auch seine normale Gürtelschnalle hat. Etwa in der Mitte zwischen Schlag- und Resonanzfell, im Uhrzeigersinn versetzt, sollte es dann nochmal eine Öse oder einen Haken geben, wo man einen weiteren Teil des Gurts einhaken kann. Sie hängt dann schräg und gut zugänglich, besonders für die asymmetrische (klassische) Stockhaltung. Es könnte sein, dass sie auf Deinem ersten Bild auf dem Kopf steht und für Linkshänder montiert ist.


    Bzgl. der Herkunft dürfte das Logo (Pferd auf Wirbeltrommel) der Schlüssel sein. Ich habe aus Neugierde mal gesucht, aber nix gefunden. Dafür ist mir augefallen, wie viel Geld man für eine historische Trommel ausgeben (oder einnehmen) kann. Huch!


    Ich hoffe, es findet sich noch ein Fachmann für historische Trommeln, der überzeugend und qualifizierter helfen kann.


    M.

    Ob das eine gute Idee ist ;) Würde da vorschlagen ein Schild aufzustellen "Keine Sorge, ich bin nicht krank. Ich bin Drummer"

    Man kann wertvolle Dinge üben, ohne dass der Sitznachbar es merkt. In der Musik passieren so viele Dinge im Kopf. Ob ich jetzt Polyrhythmik am Set betreibe, leicht auf meine Oberschenkel tippe oder ganz unhörbar Daumen- und Zeigefingerspitze gegeneinander drücke: Es ist die gleiche Herausforderung. Das wollte ich mit "Koordination & Unabhängigkeit im Bus oder im Unterricht üben" gesagt haben.

    Ich bezweifle mal ganz stark durch eine Zwangspause - sei es auch eine ganzjährige Unterbrechung - irgendwie steif oder langsam wird.


    Bzgl. Lehrmittel, die mit Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft etc. werben, glaube ich: Die Einen bräuchten sie nicht und den Anderen helfen sie nicht. Erstere können ihr "angeborenes", eigentlich ja ausreichendes Tempo mit Tips und Tricks steigern. Letztere sind die Anfänger und Normalos, die ein guter Lehrer und eher unspektakuläres Material weiterbringt.


    Um auf die Eingangsfrage zu kommen: Ich würde mich trotz widriger Umstände nicht um "Erhalt", sondern um Weiterentwicklung kümmern. Es gibt eine Menge Sachen, die man lautlos bzw. kaum hörbar machen kann. Ich würde die Zeit nutzen, um im Bus oder im Unterricht Koordination & Unabhängikeit zu üben. Alleine eine Clave und alle Permutationen von 1, 2, 3, ... 7 Achteln am Stück sind ungefähr ein halbes Jahr Arbeit. Wenn nicht, dann fügt man noch ein bis zwei Gliedmaßen hinzu (Grundschläge oder auch eine nette Bassfigur mit dem rechten Fuß). Was ist mit 2:3, 3:2? Sicher? Zeug satt - ohne Bücher und DVDs.


    M.

    Ich höre da keine 16tel, zumindest kein durchlaufenden.


    Mach Dich locker und probiere das Lied einfach so zu spielen, wie Du es hinbekommst. Den jetzigen Ansatz halte ich für zu verkrampft. Über sowas ("ich muss 16tel bei x Viertel/Minute hinbekommen") habe ich mir nie Gedanken gemacht; bekäme das bei der Nummer aber gut hin.


    Tip für die Hi-Hat bei "Help Yourself" bzw. "Komm' und bedien' dich":

    Erklären wir das mal der Einfachheit halber zum 4/4-Takt bei 182 Viertel/Minute. Dann sind wir bei Achteln, nicht Sechzehnteln. Jetzt spielst Du auf die 1 aber nur einen Viertelschlag und erst auf 2-3-4 die Achtel. Das klingt mit Sicherheit wesentlich runder und spielt sich lockerer.

    Code
       1   2   3   4     1   2   3   4
    HH x _ x x x x x x | x _ x x x x x x |...
    Sn     o       o         o       o
    BD o       o         o       o    


    Im Übrigen ist Linkshändigkeit gepaart mit der Rechtshänder-Fußroutine doch die Gelegenheit, die Hi-Hat mit links zu spielen. Quäl Dich nicht! Deine Rechte kann dafür andere Sachen.


    M.

    [...]

    Ich wollte anfangs gar keine 24er Hupe, heute will ich nichts anderes mehr.

    Dito.

    Meine Händlerin: "Dachte mir, dass das Fell für Dich ist, weil sonst spielt ja niemand so Riesen-Bassdrums."

    Antwort: "Wenn Ihr die Leute besser beraten würdet, dann würden mehr Kunden - ob Rocker oder Musikverein - größere Bassdrums spielen."

    M.

    Hier könnten alle die eigene 14x6,5 auflisten - bei mir eine Pearl MCX bzw. heute als MCT erhältlich. Aber ich bevorzuge fast immer 14x8 (Sonor Ahorn, Pearl Free Floating Mahagoni).


    Beim Luxuskauf (wollen vs. brauchen) kannst Du ja überlegen, ob flacher oder tiefer als 6" nicht doch mal interessant sein könnte.


    M.

    Bei einer Schülerin habe ich ein Echo, wenn ich spreche oder spiele.


    Echo kann in den meisten Fällen dadurch verhindert werden, dass man (in dem Fall die Schülerin) einen Kopfhörer oder ein Headset benutzt. Wenn sie einen Lautsprecher benutzt und Du sagst oder spielst was, dann kommt das aus ihrem Lautsprecher, wird von ihrem Mikrofon aufgenommen und dann zu Dir zurückgeschickt. Und weil Verarbeitung und Transport der Signale ein bisschen Zeit kosten hörst Du Dich selber dann mit ein bisschen Verzögerung.
    M.

    Ich halte Beitrag #10 (Autor Chuck Boom) für eine gesunde Mischung zwischen neidloser Anerkennung und Mahnung.


    Ich habe es an anderer Stelle schon mal gesagt, dass mich die Filmchen von Agostini-Schülern meist enttäuschen, obwohl ihre Etüden sauber gespielt sind. Vielleicht ist das ja eine Folge von "ich muss die Salt Peanuts bis Weihnachten bei Turniertempo spielen". Ziel erreicht, aber es klingt / groovt nicht. Ich sage das auch deshalb, weil mein Spiel von genau dieser Art Selbstgeißelung geprägt war. Auch wenn meine Ziele weit unter den angegebenen oberen Tempi lagen, waren genau solche Ziele der größte Fehler in meiner Autodidaktik. Das Ausmerzen der Folgen dauert Jahre.


    M.

    Die meisten "Lösungen" zur Bassdrum-Dämpfung halte ich für wenig gelungen.
    Wenn Fellauswahl und Stimmung wirklich nicht das Ergebnis bringen, ist meine Lösung immer noch ein Stück Schaumstoff,
    2 bis 3 cm dick,
    so tief, dass es gerade beide Felle berührt und
    ca. 60 bis 80 cm breit.


    Bei meinen Bassdrums (dünne 24x18 Kessel mit PS3 oder PS4) reicht das vollkommen aus. Zudem wäre das auch eine gute Unterlage für ein Grenzflächen-Mikrofon oder so.


    Falls es Dir zu wenig ist, kannst Du auch mehrere Lagen übereinander legen. Im Gegensatz zu einem dickeren Schaumstoff lassen die dünnen sich besser biegen, halten die Form, und man kriegt sie durch ein kleines Loch in der Bassdrum gut rein und raus. (Vor allem raus, wenn es mal der amtliche Bonzo-Sound sein soll.)


    M.

    Oder: Die "Steve-Smith-Gedächtnis-Wippe", Teil des Themas "Constant release": [Beschreibung, siehe ganzer Beitrag]
    [...] halte sie für flexibler, weil man nach dem 2. Schlag automatisch wieder in der "Startposition" landet


    Gesucht-gefunden. Das ist genau das, was ich im Moment gesucht habe bzw. am "neu erfinden" war. Sehr schön beschrieben. Das lässt sich supergut in die Spielweise mit Ferse unten integrieren. Zu meinen eigenen Erkenntnissen kommt hier noch der Tip hinzu, Kontakt mit der Platte zu halten.
    Danke, Kride20.
    M.

    Hallo Gemeinde,


    ich möchte einen Tom-Halter mit 3/4" Durchmesser (Sonor) in einer Aufnahme mit 7/8" Durchmesser (Yamaha TH-904) befestigen.
    Idee 1 ist Ausfüttern: Ein Ring oder kurzes Rohrstück aus Kunststoff mit 22mm Außen- und 19mm Innen-Durchmesser. Da könnte man dann ein kleines Stück raussägen, damit es quetschbar wird (Feststellschraube) und es dann einsetzen. Bisher habe ich aber nix passendes gefunden.
    Idee 2 ist ein Zwischenstück (Teleskop): Ein separater Halter, der in die 7/8" Aufnahme passt und in den dann von oben eine 3/4" Tomhalterung passt. Dürfte aber nur sehr kurz sein bzw. würde ich auf ca. 10 cm kürzen. Aber auch hier finde ich nix. Kann ja schlecht einen Beckenständer Yamaha CS750 dafür irreparabel zerstören.


    Lange Rede, kurzer Frage: Wie bekommt Ihr einen Tom- oder Beckenarm mit 3/4" Durchmesser an ein Stativ mit 7/8" Aufnahme?
    Danke für Euere Ideen oder erprobte Lösungen.


    M.

    Du brauchst Hülsen. Weil Musikalienhändler aber kein Deutsch können (und noch schlechter Englisch), lautet das Zauberwort "Cymbal Sleeves".
    Darunter findest Du alles: Einfache Gummi-Röhrchen, die Du über das Gewinde ziehen kannst; komplette Einheiten aus Kunststoff mit Aufnahme (also die "Scheibe" unter dem Becken-Filz; welche mit Gewinde und ohne etc. Dann kannst Du Dir auch gleich Filze mitbestellen - die heißen jetzt "Cymbal-Felt".
    Und kosten tut das alles nicht wirklich viel.


    Falls Dir auch Flügelmuttern fehlen, gibt es dafür bessere (und leider relativ teuere) Alternativen ohne Gewinde zum einfach draufklemmen. Wenn Du unter Flügelmutter nix findest, kuck mal nach "Wing Nut".


    Aber aufgepasst, alle genannten Artikel gibt es in mindestens zwei Durchmessern, 6mm und 8mm. Also vorher das Gewinde mal messen.


    M.

    Ich glaube meistens brauchen erfahrene Trommler keine Tips, was sie denn noch so üben könnten, sondern eher Ideen, wie sie sich zum Üben motivieren können.


    Im Nu könnte ich für mich ohne Literatur oder DVDs ein Übungsprogramm für ein Jahr in Vollzeit zusammenstellen. Da wäre für mich übrigens nix an Schlag- oder Fußtechnik dabei.


    Mein Tip: In einem guten Lehrbuch alle Übungen systematisch in verschiedensten Tempi durcharbeiten und, wenn sicher beherrscht, mit Bleistift abhaken. Es motiviert mich zu sehen, wie viele Sachen ich verinnerlicht und jetzt im Vokabular habe. Was Dich motiviert, musst Du selber rausfinden.


    M.

    Sehr ausgeruht und für meine Begriffe ziemlich am Ende der Fahnenstange angelangt. Auch eine meiner Fragen war: Von den Herausforderungen bzgl. Rhythmik, Aufteilung, Timing, etc. (kannichnaett) mal abgesehen: Wie würde ich mir so einen Ablauf merken? Oder hast Du Wochen und Monate dran gearbeitet?


    Hochachtungsvoll, mit gezogenem Hut und Verbeugung,
    M.

    Nachdem wir alle wissen, was unmissveständlich in Beitrag 1 gefragt war, hier meine Meinung:


    Technik
    Die zu verwendende Technik sollte die nach dem Fragesteller benannte MoM-Jovi-Technik sein. Die meisten Trommler finden schon selber raus, was für sie persönlich funktioniert. Jede Jeck is anners und jeder hat seinen eigenen Körper. Im zweiten Schritt kann man dann hier und da mal kucken und ausprobieren, was andere machen. Wenn etwas Erfolg verspricht, kann man das gerne auch exzessiv üben. Aber das sind für mich nur Feinheiten. Das Maß der Dinge ist, nicht zu verkrampfen. Wenn es Schwierigkeiten gibt, sollte man einen guten (!) Lehrer (nicht ein Video) einschalten - sowieso immer eine gute Idee. Vielleicht hilft ja auch folgendes:


    Schnelle Achtel
    Gleichlaute Achtel sind für einen Anfänger sehr schwer und führen leicht zu verkrampftem Spiel. Das gute ist: Sie klingen oft auch gar nicht gut. Bei 160♩/min tut es den meisten Stücken gut, wenn die Betonung auf den Zählzeiten liegt. Das spielt sich auch lockerer. Daher wäre mein Ansatz, nur die Zählzeiten deutlich zu spielen und dann ganz unbekümmert ein leises Etwas dazwischen zu platzieren. Ob letzteres mit dem Hochziehen des Stockes verbunden wird oder einfach nur mit weniger Spannung gespielt wird, ist dahingestellt. Vor allem ist es vollkommen irrelevant, wie die Technik dann heißt.


    M.