Beiträge von martinelli

    Die Hi-Hat auf der Snare lassen viele weg. Sehen wir es als Tribut an Charly Watts. :)
    Hingegen ist es zumindest als technische Übung hochinteressant, alle Achtel durchzuspielen. So ein zarter Streich in der Aufwärtsbewegung auf der Hi-Hat während des Axthiebs auf die Snare, das will geübt sein.


    Was nun richtig ist, kann ja keiner sagen - und wie so oft ist es auch egal, was einer macht: Was groovt ist gut und was nicht rollt ist halt schlecht. Der Live-Trommler von Frau Myles spielt also beidhändig. Der Mann im offiziellen Myles-Video (Frage am Rande: Ist das Jørn Andersen?) lässt einige Hi-Hat-Schläge weg; etwa so wie der von der von mir eingangs verlinkte Toya-Band. Da geht das dann etwa so:


    Bau dir Hilfen = spiel das Ding beidhändig.[...]
    Und mach dir bewusst, weshalb du ggf scheiße klingst und aus welchen gründen du gut klingst.


    Und was ich bei der beidhändigen Variante für mich herausgefunden habe:

    • Platzierung der Eins und Drei auf der Bassdrum vor dem Beat ist tödlich - zumindest bei mir.
    • Wenn die linke Hand von der Snare kommt (rot umrahmtes Achtel), hatte sie es (bei mir) eilig. Wie so oft ist auch hier Zeit satt und Entspannung angesagt.
    • Gleiche Stelle (rot): Man muss sich die Zeit nehmen, dieses Achtel so leise wie die anderen Unbetonten zu spielen. Der Wechsel von der Snare darf nicht zu einem schwungvollen Zu-Laut führen.

    So hätte mir das Ding dann gefallen und beim Konzert Spaß gemacht, hätte ein aufkommender Regen keine Programmkürzung erfordert, womit diese Nummer mit drei anderen herausgestrichen werden musste. Ohhhh.


    M.

    Da muss ich mal eine Frage anschließen:
    Ist der hier gefragte Anwendungsfall auf die Abnahme von Becken begrenzt, oder sollen auch die Toms über die Overhead-Mikrofone kommen?


    Mich würde nämlich der Fall interessieren, wenn mit max. vier Mikros gemischt wird, also Bassdrum, Snare (optional) und Overheads. Sind Kondensator-Mikrofone dafür nicht zu höhenfreundlich, also machen die Becken zu dick und die Toms zu brillant?


    Hintergrund: Ich mag es mittlerweile, wenn das Set als Ganzes über Overheads abgenommen wird. (Ok, Bassdrum und Snare kriegen noch was eigenes dazu). Das scheint mit dynamischen Mikros (z.B vorhandene Sennheiser E604) am Galgen auch ganz gut und mit wenig Rückkoppling zu klappen. Lohnt es sich, auch mal "richtige" Overheads (Kondensator) auszuprobieren?


    M.

    Oha, vielen Dank an alle (auch an die nicht unten zitierten - alles sehr hilfreich).
    Übrigens: Mir war nicht entgangen, dass der Junge in Neu Delhi ein vereinfacht, aber er groovt genau wie der Rest der Truppe wie die Sau und das Mädel (Mimmi) intoniert sagenhaft. Da ist mir offengestanden egal, wie sie das Ding zum Laufen krigen.

    dass die HiHat die auf die Snare fällt weggelassen wird

    Das macht der glaube ich sowieso (und lässt noch viele weitere aus).


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    Nach sowas habe ich gesucht. Danke schön.


    Und mach dir bewusst, weshalb du ggf scheiße klingst und aus welchen gründen du gut klingst.

    Genau, mach ich. Wie ihr erkannt habt bezieht sich meine Frage ja nicht auf das Arrangement - das habe ich rausgeschrieben und kann das auf mehrere Arten "irgendwie" spielen, aber das nutzt ja nix, wenn es nicht groovt. Ich habe mich dann heute mehrfach aufgenommen und trotz meiner ganz passablen Spieltechnik rollt es noch nicht. Auf Deinen Tip "spiel beidhändig" und obiges Video werde ich das auch wieder probieren und bin mir fast sicher, dass es am besten funktioniert. Die Aufnahmen in den nächsten Tagen werden es zeigen.


    M.

    Frage an alle, die sich ernsthaft mit "Black Velvet" auseinandergesetzt haben:
    Was war Euere finale Lösung für den Groove?


    Es gibt ja schon ein paar Möglichkeiten, wie as klingen kann - und wahrscheinlich gibt es Leute, bei denen gleich mehrere Varianten funktionieren. Früher habe ich das beidhändig runtergeschrammelt und gut war, aber jetzt wiederum damit herausgefordert frage ich mich, wie es denn wirklich "von Hand" richtig rollen könnte. Ich gehe von einem 12/4-Takt aus:

    • Beidhändig, wobei die rechte Hand auf der Hi-Hat betont, die linke quasi Ghost-Notes auf der Hi-Hat macht. Die linke Hand geht dann bei 2 und 4 betont auf die Snare.
    • Die rechte Hand beginnt "Down-Stroke" (betont) und wechselt konsequent zwischen Down-Stroke und (unbetontem) Up-Stroke. Ja, dann kommt ein (unbetonter) Up-Stroke rechts mit dem dicken Backbeat mit Links zusammen!
    • Die rechte Hand spielt relativ gleichmäßig Achtel auf der Hi-Hat und der Puls (betonte Hi-Hat und unbetonte Hi-Hat im Wechsel) kommt durch leichtes Öffnen und Schließen der Hi-Hat - hier hat der linke Fuß die Haupt-Arbeit.
    • Egale Achtel mit Rechts auf der Hi-Hat durchgepeitscht - mir ist doch der überlagerte Half-Time doch egal.

    Ich habe alle Alternativen online gefunden. Es gibt Leute, die die Nummer ohne Drum-Machine wie eine Eins rollen, aber ich kam noch zu kenem Schluss, wie ich die Band wirklich am besten unterstützen kann. Manche Varianten werden bei Tempo 92 auch schwierig.


    Mein Favorit ist eine typische Cover-Band auf höchstem Niveau, wie ich finde. (Sind die Typen abgefahren. Ich werd' verrückt - und so jung, wie ich denke.)


    Was macht / meint Ihr?


    Etwas ratlos,


    M.

    Wenn Fame B20 Masters für länger Dein Beckensatz bleiben soll, dann würde ich auch sagen der Neuzugang sollte dazu passen. Wenn die Becken dünn sind, dann würde ich nicht unbedingt einen Heavy-Crash dazuhängen, der dann möglicherweise die gleiche Tonhöhe wie das dünnere 16er hat oder der ungewollt laut oder aggressiv klingt. Aber ansonsten kann Vielfalt ja schon bereichern. Soweit die Theorie. In der Praxis würde ich wahrscheinlich noch ein bisschen sparen und 139 EUR ausgeben. Das macht sich vielleicht auch gut beim Wiederverkaufswert ... ach, nee, soll ja eine Weile bleiben. :)


    M.

    Gut und schlecht ist, dass es sich um einen Kesselsatz handelt. D.h. Du verwendest Deine bisherige Hardware weiter oder kaufst, was immer Dir gefällt. Das Set scheint auf dem Foto auch sehr gepflegt.


    Wenn es ein bisschen mehr (Trommeln) sein darf: In meiner Nachbarschaft (PLZ 54...) verkauft jemand eines der beliebten Sonor Force 2000 aus deutscher Produktion, allerdings mit zwei Basstrommeln, brauchbaren Becken (jedoch keine oder miese Hi-Hat) und einigen Stativen:
    https://www.ebay-kleinanzeigen…gebot-/1360981357-74-5444


    (Lieber Moderator, das bin nicht ich und die Anzeige geht mich nix an. Ich will nur eine Preisorientierung geben.)


    M.

    Ja, es handelt sich um einen Tempobereich, bei dem die Übung minimal angefangen und maximal gespielt werden sollte.

    Danke. Das war meine Frage.


    1,6 bis 3,2 Schläge pro Sekunde ist doch jetzt nicht so wahnsinnig viel mein ich.

    Hier geht es um Viertel pro Minute. Das heißt bei Zeile 2 und 3 (Sechzehntelnoten) satte 768 Schläge pro Minute (13 Schläge pro Sekunde) schön sauber mit klarem Akzent auf 1e. Für einen Neuzugang in Sachen Technik - also z.B. jemand mit Notenkenntnissen von Band 1 und anderen Werken - wäre das eine ganze Menge; ich finde da wäre selbst das halbe Tempo als Einstieg zu schnell.


    Bei ein Schlag pro Sekunde schlafen mir ja die Hände ein und der Zusammenhang geht kompleet flöten.

    Dann versuche mal, bei 52 BPM Viertelnoten zu spielen und das Metronom genau abzudecken. Das hält wach. :)


    M.

    Wie steht es denn auf dem Notenblatt geschrieben.


    Ich habe mal einen kleinen Ausschnitt der Noten verlinkt.


    Also dort steht ein Notensymbol (meistens eine Viertelnote, in den ersten beiden Zeilen eine Halbe), ein Gleichheitszeichen und dann ein Bereich wie "96-192". Es handelt sich aber bei der zweiten Zahl nicht durchgängig um den doppelten Wert der ersten. Später kommen im Buch auch Beispiele mit {Viertelnote}=80-100.


    M.

    Viele technische Übungen in Agostinis "Methode de Batterie Volume II" haben Tempoangaben, deren Zweck mir nicht klar ist.


    Beispiel "Gamme 5": 4/4-Takt, 16tel mit Akzenten auf der jeweils zweiten Sechszehntel jeder Vierergruppe (1e, 2e, 3e, 4e). Als Einzelschläge und als Paradiddle ist ein Tempobereich von 96 bis 192 Viertel pro Minute vorgegeben.

    Code
    Einzelschläge (96-192 Viertel/Minute)
                r L r l r L r l r L r l r L r l 
                1       2       3       4
    Paradiddle (96-192 Viertel/Minute)
                r L r r l R l l r L r r l R l l 
                1       2       3       4


    Da frage ich mich: Was meint Agostini mit diesen Tempoangaben? Doch wohl nicht, dass man bei Tempo 96 beginnt und von dort an steigert, bis man die Übung bei 192 beherrscht. Meiner bescheidenen Erfahrung nach beginnt man solche Übungen vielleicht mit ca. 40 BPM. Wenn die Schüler es sukzessive und präzise auf gut 120 BPM bringen, dann haben sie ja schon nützliches Vokabular erworben, um es bei Bedarf an Trommel oder Set anzuwenden. Es scheint mir im generell hilfreich, mit der Hälfte des angegebenen Mindesttempos zu beginnen und auf ca. 125% des Mindesttempos zu steigern. Natürlich sind dem Ehrgeiz nach oben keine Grenzen gesetzt, aber meines Erachtens verleiten die Tempoangaben zum zu schnellen Üben, sodass es weder locker noch präzise wird. Das sagt jedenfalls der Autodidakt in mir.


    Falls jemand an einer Agostini-Schule gelernt oder gelehrt hat: Wisst Ihr, wie die Tempoangaben gemeint sind?


    M.

    Weswegen habt ihr angefangen Schlagzeug zu spielen?


    Ich habe angefangen zu trommeln, weil ich es konnte. Vielleicht ging das, weil ich Schlagzeugern hier und da zugeschaut habe, die ihre (Tanz-) Musik eher einfach und mit sehr begrenzter Technik (aber guten Gefühl) gespielt haben. Für mich war logisch, was man machen muss und die Koordination stellte kein Problem dar, weil ich sicher schon alles mal mit den Händen auf auf dem Tisch und mit den Füßen auf dem Boden probiert hatte. Das Noname-Schlagzeug habe ich mir praktisch für den ersten Gig (und vier Wochen Üben/Proben davor) gekauft. Nicht nach Vorbild, sondern so billig wie möglich weil: Zwischen Schule und Studium, mit Tanzmusik (am heutigen Zweitinstrument) als Haupt-Einnahmequelle, waren 1050,- DM schon ein Haufen Geld).


    M.

    Damit lässt sich sicher ein vernünftiger Sound erzeugen. Wie schon andere schrieben macht das alles nicht so den großen Unterschied.


    Bei meiner eigenen Auswahl achte ich darauf, dass die Schlagzeug-Mikros am Schlagzeug einfach zu montieren sind und mich beim Spielen nicht stören. Ich sehr gute Erfahrungen mit dem Sennheiser E906 und dem E604 gemacht; da gibt es in paar Tricks zur einfachen, dezenten Montage.


    Schlechte Erfahrungen habe ich mit Shure SM57 und SM58 gemacht, weil die sich an der Snare nicht so einfach montieren lassen und als Gesangsmikro einfach lausig sind. Auch da bietet Sennheiser weit mehr fürs Geld. Aber ich schweife vom Thema ab.


    M.

    martinelli
    Das ist aber keine Frage der Qualität sondern eine Frage des Umgangs mit dem Zeug. Selbst billigere Versionen kriegt man nicht kaputt.


    Dem muss ich widersprechen, weil meine Erfahrungen komplett anders sind. Ist vielleicht auch davon abhängig wie viel man das Zeug nutzt.


    Das ist interessant, weil selbst ein Einsteigermodell von Pearl bei mir jahrelang reibungslos funktioniert hat und bei einem Kollegen weitere Jahre gute Dienste tat. Darf ich mal fragen, auf welche Schäden Du Dich hier beziehst?


    M.

    Also mit 29 kannst Du bequem einen Haufen Frühstarter musikalisch und technisch überholen. Bewusst Musik hören und lauschen, was da passiert, ist doch schon eine gute Grundlage. Wichtig ist regelmäßiges Üben in langsamen bis mäßigen Tempi und dabei wirklich genau zu spielen. Gerade am Anfang sollte es vielleicht ein guter (!) Lehrer sein.


    Ist natürlich nicht so einfach, vor allem wenns bissel schneller wird - aber mit 29 biste noch jung, da geht nochwas.

    Schnell ist einfach. Mit dem Alter wird man auch nicht langsamer sondern eher schneller. Bei mir kam das wohl durch bessere Technik.


    Ich sehe dem vielleicht größten Fehler darin, schnell und ungenau zu üben, um schnell auf hohe Tempi zu kommen. Wie mir aus Erfahrung bekannt, dauert es Jahre, sowas wieder zu richten. Das dauert wesentlich länger, als schneller zu werden (was von selber kommt).


    M.

    Die einzige Fußmaschine, mit der ich mich nicht wohlgefühlt habe, war eine mit Direktantrieb. Daher rate ich, auf jeden Fall das anvisierte Pedal mit ketten- und band-angetriebenen Pedalen zu vergleichen.

    Nach dem einen Jahr täglichen Spielens mit der Maschine, zeigen sich bis auf die Spuren an den Trittplatten keinerlei Verschleiß - und ich hatte die Maschine schon gebraucht erworben. Wenn ich mir die DD meines Kollegen dagegen anschauen - was für ein klappriges ausgenuddeltes Ding.


    Das ist aber keine Frage der Qualität sondern eine Frage des Umgangs mit dem Zeug. Selbst billigere Versionen kriegt man nicht kaputt.


    Im Übrigen geben die meisten von uns - auch ich - zu viel Geld für Material aus und üben zu wenig - weil ersteres ja nur Geld kostet und letzteres Zeit, Disziplin und Motivation erfordert.


    M.

    Mit ordentlichen Fellen und einer Rolle Tapeband kann man auf dem Sektor immer was hinzaubern.Bei der Hardware würde ich da eher was Besseres ins Auge fassen.


    Statt "Rolle Tapeband" würde ich eher zu "Geduld oder Hilfe beim Stimmen" raten.
    Und was die Hardware angeht: Egal welche Preisklasse und wie lange her: Abgesehen von einer einzigen durchgedrehten Schraube (Mapex-Beckenstativ) hatte ich noch nie ein Problem mit irgendeiner Hardware. Neue Hardware wird bei mir eigentlich nur zur Transport- und Aufbau-Optimierung gekauft.


    das meine Doppelstrebige Ausleger hat. Schwer zu sagen,ob die genau so stabil steht wie meine.


    Keine Angst vor einstrebiger Hardware: Ich habe alles darauf umgestellt und es ist mir noch nie was umgefallen.


    M.

    Gut ist was gefällt. Das Sonor Performer war ein gutes Set. Ich glaube sogar mal Bernd Noske auf Heartbeats-Tour damit gesehen zu haben. Ich würde ein 30 Jahre altes Performer einem neuen Force 505 vorziehen.


    Wenn die Paiste-Becken PST5 dabei sind, hat das einen Vorteil: Du brauchst jetzt kein Extra-Budget für Becken und kannst Ride, Hi-Hat, Crashs etc. nach und nach gegen gebrauchte Markenprodukte austauschen. Das gibt auch Zeit herauszufinden, welche Typen am besten zu Deinem Stil passen.


    M.

    Schade um einen guten Trommler, Band-Musiker und Texter - und um eine gute Band; unvergessene Live-Konzerte, geniale Kompositionen. Für mich ist die Kombination von Musikalität und Spieltechnik etwas ganz besonderes.


    Neil Pearts Wille, immer an sich zu arbeiten und weiterzulernen fand ich bewundernswert und inspirierend. Im Vorbeigehen hat er dann auch noch Freddie Gruber die Aufmerksamkeit gegeben, die er offenbar als Mann (Lehrer) hinter den Kulissen verdient.


    M.