Beiträge von martinelli

    Folgendes: Ist es möglich, die GEMA-Tantiemen über die Band zu versteuern bzw. in der Steuererklärung der Band anzugeben?
    Also so, dass sich eine einzelne Person aus der Band bei der GEMA anmeldet, dort deren Stücke angibt, aber die dadurch entstehenden Einnahmen eben nicht privat versteuern muss? Vorausgesetzt, dass diese Person ausschließlich Bandmaterial anmeldet.


    Da denke ich mir:

    • Wer hat dann die Rechte an den Stücken, wenn die Band sich auflöst oder wenn es Streit gibt?
    • Bei einer GbR wird der Gewinn doch an die Einzelmusiker verteilt und landet in deren persönlicher Steuererklärungen.
    • Wäre Dein Vorschlag nicht so, als weise man die Einnahmen der Band einem einzigen Musiker zu - natürlich dem Studenten oder Geringverdiener mit dem geringsten Steuersatz? Klar darf die GbR den Gewinn unsymmetrisch verteilen, aber ihn dann im Dunkeln steuerfrei an die Kollegen verteilen, das dünkt mich asozial und betrügerisch.

    M.
    [Qualifikation: Ein Fachbuch zum Thema gelesen und gelegentlich recherchiert; also auch kein Fachmann.]

    Da kann ich nur Tips zum probieren geben. Felle sind genannt. Ja, es kommt darauf an, ob Du Bass oder Durchsetzungskraft willst.


    Schlegel: Weich gibt Bass, hart (fester Filz, Kunststoff, Holz) macht laut.


    Dämpfung: Für Bass würde ich eventuell beide Felle leicht dämpfen. Lauter wird es, wenn zumindest das Resonanzfell ungestört (ungedämpft) schwingt, denn das macht (für die Zuhörer) die Musik.


    Stimmung: Für Bass ist tiefstmöglich (gerade faltenfrei) hoch genug. Hingegen setzen sich höhere Stimmungen besser durch. Beide Felle in gleicher Stimmung resonieren laut und lange. Man kann auch vor Ort beim Resofell schrittweise von unten rauf eine Grundfrequenz suchen, die mit Raum und/oder Kessel resoniert. Das Schlagfell kann man dann gleich oder etwas tiefer stimmen.


    Wichtig: Ob der Klang der Bassdrum gut ist, kann nur jemand hören, der ein paar Meter vor dem Schlagzeug steht. Was am Set aufdringlich oder zu lange nachhallend klingt, ist vielleicht für das Publikum ideal.


    M.

    Hallo zusammen.


    Eine offenbar ais dem Programm genommenes Korg Beatlab (alte Version) hatte folgende Anforderungen erfüllt:

    • Schnelle Eingabe des Tempos über einen Ziffernblock. Also kein Drehrädchen, keine +/- Tasten und auch keine vorzubereitende Setlist. Für 104 bpm tippt man einfach die Tasten 1, 0 und 4.
    • Zwei LED-Lämpchen, die im Wechsel die Zählzeiten angeben. Das Beatlab hat mit einer roten Leuchte die Eins und den Rest mit einer separaten grünen Leuchte angezeigt. Dann braucht man nur einen 2er-Beat einzustellen und schon blinken die beiden LEDs alternierend. Das ist gerade bei schnellen Tempi viel besser zu verfolgen als ein einziges Lämpchen.
    • Netzteil wäre nett.
    • Displaybeleuchtung (abschaltbar wenn z.B. im Batteriebetrieb).

    Das ist schon alles und eigentlich nicht zu viel verlangt, oder? Aber offenbar wissen das nur wenige zu schätzen, weshalb es das Beatlab nur noch im Ausland, meist gebraucht und überteuert gibt.


    Ist jemanden eine Alternative begegnet?


    M.

    Yamaha CS-745 Galgenständer


    Gute Wahl (weil relativ leicht, trotz des sehr schweren Galgen-Gelenks). Bin irgendwann komplett auf Yamaha 600 & 700 umgestiegen und habe es nie bereut.


    In ähnlichen Fällen kann man trotzdem erst mal an der offensichtlichen Fehlerquelle beginnen, nämlich am Übergang vom Becken zum Stativ. Für ganz wenig Geld bekommt man von einigen Herstellern neue Kunststoffhülsen und Filze, die fast auf alle Beckenstative passen.


    M.

    Ich persönlich finde ein optisches Metronom enorm praktisch


    Ich glaube, die Ausgangsfrage betrifft nicht Metronom oder Tempoanzeige, sondern Noten.


    Ein Leadsheet ist für mein Verständnis instrumenten-unabhängig. Ich vermute mal, es geht hier eher um Schlagzeug-Noten.


    Egal ob Leadsheet oder Schlagzeug-Noten: Wenn das digital sein soll, sind ganz normale PDFs doch eine gute Lösung. Man schreibt die Noten mit irgendwas - von Hand auf Papier oder digital auf Noteflight.com, mit Sibelius o.ä. Dann macht man ein PDF draus: Papier scannen oder fotografieren bzw. aus Noteflight / Sibelius in PDF exportieren. Die PDF-Datei lädt sie dann auf das jeweilige Gerät.


    Man kann dann auch das ganze Programm direkt in der richtigen Reihenfolge in ein einziges PDF packen braucht nur noch nach jedem Lied weiterzublättern. Da PDFs nicht viel Speicherplatz brauchen, lässt sich für die ungeplante Zugabe auch ein weiteres PDF mit allem in alphabetischer Reihenfolge bauen oder man lädt zusätzlich zum Programm-Bündel nochmal jeden Titel einzeln auf das Tablet.


    Die PDFs kann man vielseitig verwenden und teilen, weil sie ja praktisch auf jedem Gerät funktionieren - und ausdrucken kann man sie auch für den Fall, dass die Batterie aufgibt.


    M.

    Sind ja gute Ideen, Hi-Hat-Becken nach rechts zu bewegen.


    Hat es spieltechnisch eigentlich keine Nachteile, wenn die Becken so weit nach vorne/rechts rücken? Ich könnte mir vorstellen, dass der Weg zwischen Hi-Hat und Snare einfach weiter wird und/oder ineffizientere Bewegungsabläufe erfordert, z.B. bei Rhythmen mit beidhändig gespielten 16teln auf der Hi-Hat oder Fills mit geöffneten Hi-Hat-"Crashs". Die Befürchtung hält mich zusätzlich zu Extra-Aufwand und Optik davon ab, die ganz normale Hi-Hat-Maschine in Frage zu stellen.


    M.

    ch habe ein 2,2 kg Crash, suche einen schweren, gebrauchten Beckenständer


    Praktisch jedes Stativ kann ein Becken von 2.200 g tragen; auch das besagte von Sonor.


    Nach schwerem Material zu suchen hat was von Masochismus. Bei mir wäre die erste Frage: Brauche ich ein Galgenstativ oder tut es auch ein Gerades? Bei der Stabilität, die selbst billige Stative heute bieten, kaufe ich Beckenstative eher nach (möglichst geringem) Gewicht.


    M.

    Was die 17,5" Kesseltiefe oder andere Sonderwünsche angeht, so bezweifle ich, dass Sonor der richtige Ansprechpartner ist. Auch wenn der SQ2-Konfigurator jedem zugänglich ist, macht das Sonor nicht zum Direktverkäufer. Mit der Konfiguration(snummer) geht es normalerweise zum Einzelhändler. Der ist für alle Deine Fragen zuständig. Wenn der Einzelhändler gute Verkäufer hat, bietet er wirklich Mehrwert und hat seine Marge verdient. Die deckt mehr als reines "Boxmoving" und das ist gut so.


    Die von mir gewünschte Prolite-Bassdrum gab es nicht (mehr) in 24x17,5, sondern einem Vintage-Trend folgend nur noch in 24x14. Mein Einzelhändler sagte: "Quatsch. Ich kenne doch die Fertigung; 24x17,5 dürfte kein Problem sein. Dann hat er mit Sonor gesprochen und die haben dann geliefert, was ich wollte und ohne Aufpreis.


    Man sieht: Der Musikalienhandel hat nicht ausgedient.


    M.

    Hast du schon mal versucht, die Becken auf die Crowns zu setzen?
    Entweder bin ich zu doof, oder die Köpfe sind zu groß (oder die Löcher im Becken zu klein).....


    Das war auch meine erste Ernüchterung, aber wenn man es ein paar Mal gemacht hat, geht es besser. Ich hatte schon drüber nachgedacht, die Köpfe etwas abzuschleifen oder sogar ganz abzuschneiden (bei mir fliegt dann immer noch kein Becken weg), aber es klappt jetzt auch so. Bin also zufrieden und warte jetzt mal noch ab, wie lange die Dinger halten, d.h. wieviel Abrieb die Becken erzeugen.


    M.

    So gerne ich Sonor spiele, frage ich mich doch:
    1. Warum ist das Earth-Finish am Objekt so hässlich, wo es im Katalog doch ganz adrett schien? Wie ich dazu kam ist eine andere Geschichte, aber warum ich mit hohem Verlust verkauft habe, das hatte ganz klar mit dem Finish zu tun.
    2. Warum wird dem Prolite-Käufer statt eines ganz normalen, glänzenden Weißtons (Pianolack) nur eine unmöglich empfindliche Mattlackierung angeboten, die eher wie eine angeschliffene Grundierung aussieht und wegen der Empfindlichkeit nur mit Samthandschuhen angefasst werden darf?
    3. Warum ziehen die typisch deutschen Sonor-Ingenieure nicht mal Kollegen aus Italien oder aus der Autoindustrie (Lackieren können die) zur Beratung und Beschlussfassung hinzu.


    M.

    Bin gerade auf die "Cymbal Crowns" umgestiegen, weil die auf das Stativ aufgeschraubt werden und man sie nicht mehr abzumachen braucht, bis sie kaputt sind. Keine Unterlegscheiben, kein Filz, keine Schraube, also nix mehr, was runterfallen kann oder was man erst mal lösen muss, bevor man das Becken draufsetzt.


    Ich wage zu behaupten, dass das Becken dem Ding gar nicht entweichen kann (es hat "Widerhaken"), wenn man das Ding nicht gerade kopfüber montiert.


    Angeblich soll der gänzlich fehlende Filz (Becken liegt auf Gummi auf) sogar den Sound verbessern, was ich allerdings nicht hören konnte.


    Langzeiterfahrung werde ich erst noch machen müssen; in zwei Wochen ist der erste Live-Einsatz.


    M.


    Ist der "Direktmitschnitt" nicht etwas in dieser Art?


    ... weshalb ich eigentlich nur noch Live-Aufnahmen kaufe und keine Schlagzeuger mit Kopfhörer mag.


    Diese Vorgehensweise - also eine Mischung aus Live einspielen und Overdubs - ist seit der Existenz von Tonband Recordern mit 24 Spuren Standard bei Studioproduktionen, die "live" eingespielt werden.


    Das halte ich auch für in Ordnung und habe es auch selber schon so gehandhabt, wobei für uns klar war: Der Drum-Track muss komplett aus dem Stand sitzen. Da ist der Aufwand zum Nachbessern meist größer als eine neue Runde einzuspielen. Und Takte oder ganze Passagen hin und her zu kopieren, d.h. Patzer zu überkleben, zerstört den Charakter oder Fluss (Dynamik, Groove) eines Stückes.


    M.

    Seit geraumer Zeit spiele ich nun den Rohema (5AX), denn der

    • ist haltbar und hat eine recht stabile Spitze (davor war ich in meiner Verzweiflung schon auf Nylon umgestiegen),
    • ist etwas länger als normale 5A und liegt mir gut in der Hand,
    • bietet herausragende Qualität zum günstigen Preis,
    • wurde auf meinen persönlichen Wunsch gerne in das Sortiment des lokalen Händlers aufgenommen und verkauft sich ganz gut dort.


    M.

    Ein Klick macht es halt beim Editieren einfach (Takte umschieben, Takes umschalten etc.). Daher werden sich Toningenieure darüber freuen.


    Jaja, vor allem, wenn der Fummler gar nicht weiß, dass der Schlagwerker ganz bewusst in der 3. Strophe leicht anders spielt als in der 2. und er endlich auch mal Musik gestalten (oder der Präzision zuliebe verunstalten) kann. ;)


    M.

    Vielleicht nicht der populärste Vorschlag angesichts derzeitiger Moden, aber es könnte lohnend sein, sich mal vier Wochen mit der asymmetrischen, oft auch als "traditional Grip" bezeichneten, Stockhaltung auseinanderzusetzen. Vielleicht ist die ja für Deine Anatomie und Denkweise der Schlüssel zum Glück. Schaden kann es auf keinen Fall und jeder sollte das mal probiert haben. Für mich überwiegen die Vorteile sogar die Nachteile, aber ich will keinen Religionsstreit provozieren.


    M.