Beiträge von martinelli

    Hast du schon mal versucht, die Becken auf die Crowns zu setzen?
    Entweder bin ich zu doof, oder die Köpfe sind zu groß (oder die Löcher im Becken zu klein).....


    Das war auch meine erste Ernüchterung, aber wenn man es ein paar Mal gemacht hat, geht es besser. Ich hatte schon drüber nachgedacht, die Köpfe etwas abzuschleifen oder sogar ganz abzuschneiden (bei mir fliegt dann immer noch kein Becken weg), aber es klappt jetzt auch so. Bin also zufrieden und warte jetzt mal noch ab, wie lange die Dinger halten, d.h. wieviel Abrieb die Becken erzeugen.


    M.

    So gerne ich Sonor spiele, frage ich mich doch:
    1. Warum ist das Earth-Finish am Objekt so hässlich, wo es im Katalog doch ganz adrett schien? Wie ich dazu kam ist eine andere Geschichte, aber warum ich mit hohem Verlust verkauft habe, das hatte ganz klar mit dem Finish zu tun.
    2. Warum wird dem Prolite-Käufer statt eines ganz normalen, glänzenden Weißtons (Pianolack) nur eine unmöglich empfindliche Mattlackierung angeboten, die eher wie eine angeschliffene Grundierung aussieht und wegen der Empfindlichkeit nur mit Samthandschuhen angefasst werden darf?
    3. Warum ziehen die typisch deutschen Sonor-Ingenieure nicht mal Kollegen aus Italien oder aus der Autoindustrie (Lackieren können die) zur Beratung und Beschlussfassung hinzu.


    M.

    Bin gerade auf die "Cymbal Crowns" umgestiegen, weil die auf das Stativ aufgeschraubt werden und man sie nicht mehr abzumachen braucht, bis sie kaputt sind. Keine Unterlegscheiben, kein Filz, keine Schraube, also nix mehr, was runterfallen kann oder was man erst mal lösen muss, bevor man das Becken draufsetzt.


    Ich wage zu behaupten, dass das Becken dem Ding gar nicht entweichen kann (es hat "Widerhaken"), wenn man das Ding nicht gerade kopfüber montiert.


    Angeblich soll der gänzlich fehlende Filz (Becken liegt auf Gummi auf) sogar den Sound verbessern, was ich allerdings nicht hören konnte.


    Langzeiterfahrung werde ich erst noch machen müssen; in zwei Wochen ist der erste Live-Einsatz.


    M.


    Ist der "Direktmitschnitt" nicht etwas in dieser Art?


    ... weshalb ich eigentlich nur noch Live-Aufnahmen kaufe und keine Schlagzeuger mit Kopfhörer mag.


    Diese Vorgehensweise - also eine Mischung aus Live einspielen und Overdubs - ist seit der Existenz von Tonband Recordern mit 24 Spuren Standard bei Studioproduktionen, die "live" eingespielt werden.


    Das halte ich auch für in Ordnung und habe es auch selber schon so gehandhabt, wobei für uns klar war: Der Drum-Track muss komplett aus dem Stand sitzen. Da ist der Aufwand zum Nachbessern meist größer als eine neue Runde einzuspielen. Und Takte oder ganze Passagen hin und her zu kopieren, d.h. Patzer zu überkleben, zerstört den Charakter oder Fluss (Dynamik, Groove) eines Stückes.


    M.

    Seit geraumer Zeit spiele ich nun den Rohema (5AX), denn der

    • ist haltbar und hat eine recht stabile Spitze (davor war ich in meiner Verzweiflung schon auf Nylon umgestiegen),
    • ist etwas länger als normale 5A und liegt mir gut in der Hand,
    • bietet herausragende Qualität zum günstigen Preis,
    • wurde auf meinen persönlichen Wunsch gerne in das Sortiment des lokalen Händlers aufgenommen und verkauft sich ganz gut dort.


    M.

    Ein Klick macht es halt beim Editieren einfach (Takte umschieben, Takes umschalten etc.). Daher werden sich Toningenieure darüber freuen.


    Jaja, vor allem, wenn der Fummler gar nicht weiß, dass der Schlagwerker ganz bewusst in der 3. Strophe leicht anders spielt als in der 2. und er endlich auch mal Musik gestalten (oder der Präzision zuliebe verunstalten) kann. ;)


    M.

    Vielleicht nicht der populärste Vorschlag angesichts derzeitiger Moden, aber es könnte lohnend sein, sich mal vier Wochen mit der asymmetrischen, oft auch als "traditional Grip" bezeichneten, Stockhaltung auseinanderzusetzen. Vielleicht ist die ja für Deine Anatomie und Denkweise der Schlüssel zum Glück. Schaden kann es auf keinen Fall und jeder sollte das mal probiert haben. Für mich überwiegen die Vorteile sogar die Nachteile, aber ich will keinen Religionsstreit provozieren.


    M.

    Danke, das bestätigt auch ein Ergebnis meiner Recherche; dass man also zumindest zwei verschiedene Segnos verwenden kann. So haben wir halt mal wieder was gelernt. Ob das dann immer gut lesbar wird, sei dahingestellt. Solange alles noch irgendwie auf eine Doppelseite passt, würde ich es vermeiden.


    M.

    Interessant und Paul Francis ist wirklich ein sehr sympathischer Zildijan-Erklärbär.


    Auch interessant im Zusammenhang mit unsere diversen Diskussionen um "wie kann man nur ein Becken kaputt hauen?": In dem Video bei 21:30 wird erklärt, dass Dennis Chambers sich irgendwann 30 mal das gleiche Becken gekauft hat und als er 29 kaputtgehauen hat, kam er zu Zildjian und fragte, ob sie ihm diesen Sound machen können. Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass Becken ein Leben lang halten sollten, aber das Beispiel zeigt, dass kaputte Becken einen Drummer nicht per se disqualifizieren. Manchmal passen Spielweise und Bauweise/Soundvorliebe offenbar einfach nicht zusammen.


    M.

    Ich glaub ich würde Strophe und Refrain einfach in Wiederholungszeichen setzen.


    Das hätte ich mitschicken sollen: Diese Option geht nicht, weil man Wiederholungszeichen ja nicht schachteln kann und es innerhalb der Teile schon Wiederholungszeichen sind, weil z.B. ein viertaktiges Muster wiederholt wird.


    Die Frage war, ob (1) Ihr das zweite D.S. auch so lest und (2) das irgendwie allgemein anerkannt ist.


    M.

    Hallo Notenleser,


    ich notiere meist auf max. zwei Seiten pro Stück und schreibe so, dass auch eine Aushilfe mein Zeug noch lesen können sollte.
    Eben war ich versucht, den Leser zweimal zum gleichen Segno zu schicken. Es kam dann doch nicht zum Tragen, aber es würde mich interessieren, ob das "zulässig" und vor allem verständlich ist


    Nehmen wir an, folgende Abfolge ist das Ziel und alle Strophen und Refrains sind exakt gleich:
    Intro, Strophe1, Refrain1, Strophe2, Refrain2, Solo, Strophe3, Refrain3, Outro


    Das wollte ich so schreiben (Kopf=Coda-Zeichen)...
    Intro [SEGNO] Strophe Refrain [Kopf] [D.S.] Solo [D.S. al coda] [Kopf] Outro
    und würde das so lesen:
    Intro,
    Strophe1, Refrain1, zurück zum Segno vor der Strophe
    Strophe2, Refrain2,
    Solo, zurück zum Segno vor der Strophe,
    Strophe3, Refrain3, beim Kopf in die Coda (das Outro) springen,
    Outro


    Lest Ihr das auch so? Ist das "anerkannte Grammatik"?


    M.

    weil das Niveau und das gesamte Business sich "gesteigert" haben


    Immer wieder interessant, wie schnell Meisterleistungen der Pop-Musik unterschätzt (und Rumgewichse überschätzt) werden. Das passiert insbesondere, wenn man mit der jeweiligen Stilrichtung nix am Hut hat oder (noch) nicht versteht, warum eine Nummer einfach gut rüberkommt. Schon mal gehört, wenn der (im Prog saugute) Portnoy Beatles-Sachen spielt? Das ist fast schon peinlich.


    M.

    Dellen in den Fellen kommen von falscher Anschlagtechnik. Man kann durchaus auch richtig Draufhauen und keine Dellen erzeugen. Und Crash-, Splash- und Chinabecken reißen eben ab und zu mal.


    Wie ich schrieb, ist der Anschlagwinkel für Dellen zuständig. Kaputte Felle und kaputte Becken gibt es, wenn Leute ungeschickt "durch das Becken oder Fell HINDURCH" schlagen, statt DARAUF zu spielen. Das hat nicht in erster Linie mit Lautstärke zu tun; ich spiele z.T. sehr laut und mir ging noch nie ein Becken zu Bruch. Ein Kollege ist immer deutlich leiser und hat in meinem Beisein mein lange treues K-Custom-Crash und sein Paiste 404 zerdeppert. Ersteres hatte garantiert keinen Materialfehler - was dann die andere mögliche Ursache für Beckenbruch ist.


    Deine Annahme "-becken reißen eben ab und zu mal" ist etwa so sinnig wie "Fahrradrahmen brechen ab und zu mal". Das sind doch keine Verschleißteile, sondern Instrumente, die man ein Leben lang hat - wenn man gutes Zeug kauft.


    M.

    Meine Erfahrungen?
    Von Mapex kam die einzige Hardware, die mir je kaputtgegangen ist (durchgedrehte Feststellschrauben).
    Von Pearl kam der Gipfel an Robustheit: Zum Stapellauf des Pearl Export wurde bei fast allen Firmen das Ende wackeliger, zerbrechlicher Hardware auch bei Einsteiger-Sets eingeläutet.


    Allgemein finde ich, dass Hardware und Trommeln heute kein Problem mehr sind. Vom Spielen geht das nicht kaputt, sondern vom Auf-, Ab- oder Umbau und beim Transport.


    Becken reißen, wenn man nicht drauf sondern durch haut und/oder einen ungünstigen Anschlagwinkel benutzt. Daher würde ich nur ausgewählte Leute an meine Becken lassen.


    Felle bekommen Dellen, wenn der Anschlagwinkel zu steil ist. Stell Dich darauf ein, dass Du mit Dellen leben musst.
    Felle gehen kaputt, wenn die Fraktion "Hauptsache laut und schnell" Athletik statt Kunst betreibt. Am besten kaufen alle Nutzer zusammen vorab einen Satz Ersatzfelle, weil sonst stehst Du ohne da, wenn das erste kaputt geht.


    M.

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    Respekt! Abgesehen davon, dass ich das Zeug ohnehin nicht (zumindest nicht so) spielen könnte: Hier sind auch mal Stellen drin, wo die Hi-Hat mit Links gespielt wird, weil dass sinnvoll (unumgänglich) ist.


    M.

    Alles zu einvernehmlich hier; es lebe die Meinungsvielfalt.


    Ich glaube, bei der Technik richten Tips, Lernvideos und z.T. sogar Unterricht mehr Schaden an als sie Nutzen bringen. Man nehme zwei Stöcke in die Hand und spiele mal einfach ganz locker los. Klar lernt man auch Technik von anderen, aber man sollte davon nur das machen, was einem selber gut von der Hand geht. Es ergeben sich daraus viele verschiedene Stockhaltungen und Techniken, die zu den eigenen Eigenschaften (Körpergeometrie, Muskeln, Gelenke, Sehnen, Stil) passen.


    Lehrer zeigen Hand- und Fuß-Techniken, die bei ihnen funktionieren. Manche sind sogar populär und werden wie Religion vermarktet. Es plagen sich Tausende verzagter Trommler mit Technik, die ihrer Körpermechanik gar nicht gerecht wird. Im Gegensatz zu anderen Bereichen bin ich bei der Technik froh, Autodidakt gewesen zu sein - mit sehr guten Ergebnissen übrigens. Ich halte die Systematik bei Stockhaltung und Technik für hoffnungslos überbewertet.


    Hier wurde Aufwärmen angesprochen. Was soll das denn sein? Ich mache doch keinen Kampfsport sondern Musik. Die BPM-Junkies unter uns können ihr Bassdrum-Geratter vielleicht nur aufgewärmt hinrotzen, aber ich würde doch sagen: Wer locker spielt, kriegt keinen Krampf und keine Entzündungen; auch nicht bei hohen Lautstärken, schnellen Tempi und hohem Alter.


    Was ist jetzt? schonen oder trainieren?


    Trommeln! Mach' Musik; so viel wie Du Lust und Zeit hast! Aber LOCKER vom Hocker.


    M.