Beiträge von martinelli

    Aber wir sind ja nicht bei Olympia: Wenn's nicht gut klingt oder sich nicht leicht spielt, dann eben beidhändig spielen oder langsamer oder eine andere Schlagfolge.


    Genau. Wenn man die Hi-Hat etwas öffnet, dürfen es auch wohlscheppernde Pfundsnoten auf der Hi-Hat sein.


    Ansonsten würde ich sagen:
    16tel rollen/klingen beidhändig meist schlechter als einhändig.
    Mir das ganze Fingerkontrollgedöhns übrigens gestohlen bleiben. Wenn man langsam übt und gut aufpasst, was mit den eigenen Händen und Armen funktioniert, kann man durchaus stressfrei auf die vormals genannten einhändigen Sechzehntel bei 96 Vierteln pro Minute kommen. Und wenn das zu lange dauert oder einfach nicht zur eigenen Spielweise passt, dann s.o.


    M.

    Hallo zusammen,


    mit Noteflight und auf Papier kriege ich meine Standard-Notation bestens hin, aber:


    Gerade, wenn man nur Anhaltspunkte braucht und einen Mix von Text, hier und da Chor-Tonfolgen ("C-D-E-F-C") und eben auch Rhythmen und/oder Fills auf eine Seite notieren will, kommt man an seine Grenzen:

    • Handschriftlich auf ein leeres Blatt oder in ein Textblatt geht, aber selbst mit Bleistift kann das schwer zu warten sein, wenn sich noch viel ändert und man die Übersicht behalten will. Soll ja auch alles eher groß und schnell erfassbar sein.
    • Notensatzprogramme erlauben zwar Text, aber sie sind nicht für Aufzeichnungen gemacht, die im Wesentlichen aus Anweisungen und Lyrics mit hier und da einem Rhythmus oder Fill-In zu bestehen.
    • Textverarbeitungsprogramme sind geboten, aber selbst mit Unicode-Musikzeichen kommt man nicht weit - vom Aufwand ganz abgesehen.

    Klar kann man rastern:

    Code
    HH     |xxxx xxxx|xxxx xxo.|
    Sn     |       o |       o |
    BD     |o  o o   |o  o o o |


    Das meine ich aber nicht, sondern ich denke an eine Schreibweise, bei der alles in einer Zeile steht.
    Man könnte viele Standard-Rhythmen mit Namen versehen ("Amsterdamm"). Es könnte Buchstaben oder Symbole für Trommeln/Becken inklusive ihrer Kombination geben - oft kommen ja z.B. HH und BD oder Sn zusammen. Und für genau zu notierende Rhythmik könnte man Symbole für Notenwerte und Pausen definieren. Ich weiß nicht, ob man da die Übersicht behalten kann, aber wenigstens die Ansätze können der Mühe lohnen.


    Bin ich der einzige, der sich sowas wünscht, oder hat jemand kreative Vorschläge bzw. sollen wir an sowas arbeiten?


    M.


    P.S.: Gibt es ein passenderes Forum für Notationsfragen als "Drumming & Technique"?

    Und wenn ich mir doch was wünsche, dann ist es ein kleines, supereinfach zu bediendendes Aufnahme/Misch-System, dass für jedermann erschwinglich ist. Vom Handhabungsprinzip ähnlich dem EAD10, nur [...] Ein Mikro auf die Bassdrum wie beim EAD10, eines vor die Bassdrum (also kein triggern), evtl. noch auf Wunsch zwei Overheads, alles in ein so lüttes System wie das EAD10 gespeist [...] (Die Effekte dafür von mir aus rausschmeißen... unnötig). Und das Gesamte kann dann entweder in einen anderen Mischpult eingespeist werden und/oder andere Instrumente in eben jenes System eingespeist (was noch cooler wäre). Von dort kann dann der gesamte Bandsound gemischt, gepegelt, aufgenommen und auf SD/USB exportiert werden. Und das ganze bitte für unter 1000 Flocken.


    Diesen Wunsch kann ich von vorne bis hinten unterschreiben. Ein bisschen Hall oder Trallala kann man am Mischpult für alle dazugeben. Aber als Grundausstattung das Ding, das an die Bassdrum kommt und eventuell noch ein oder zwei Overheads und dann mit maximal zwei Kabeln direkt aus dieser Kiste (also ohne separates Teil) ins Mischpult. So geht der kleine Gig ohne große Technik. Also Studio-Equipment muss sowas allerdings für mich nicht taugen, weil da hat man ja Zeit und Mikros.


    M.

    Die Wiederverwendbarkeit, Haltbarkeit und Transportierbarkeit des Originalkartons werden maßlos unterschätzt. An den beweglichen Klappen mit etwas Gaffa verstärkt, habe ich die Kartons von kleineren Toms ca. zwei Jahre (ca. 80 Gigs) benutzt. Die beweglichen Teile leicht mit Gaffa verstärkt und sie haben super gehalten.


    Nebeneffekt: Durch die kubische Form waren sie je nach Transportfahrzeug / Anhänger sogar besser zu verstauen und zu stapeln als runde Koffer.


    M.

    nach 25 Jahren im Bereich der Informationstechnologie, früher: Elektronische Datenverarbeitung


    Heute Informationstechnik. Technologie ist was anderes, aber da kommen selbst Nachrichtenfuzzis ins Schwimmen.
    Gerade einen Börsenheini gehört, der nicht wusste, dass "at the end of the day" zu Deutsch "letztendlich" oder so heißt - weil am Ende des Tages das Bierchen kommt.


    M. (seit 25 Jahren tagsüber fast nur Englisch und kann es trotzdem noch auseinander halten)

    „Pearl Export Depression“


    Das kommt davon, wenn jemand die Bindestriche weglässt; dann sieht es aus wie ein Modellname. :)


    Die Problembeschreibung gibt keinen Grund für Pearl-Export-Depression.
    Einige Antworten geben Inspiration und Motivation zu gründlichem Üben, zur Konsultation eines Lehrers und zur Experimentierfreude beim Stimmen. Das kann alles tierisch Spaß machen und ist zielführend.


    Ein Neukauf kann zusätzlich Motivation und Laune des Schülers und des Verkäufers stärken. Es ist daher nicht partout davon abzuraten.


    M.

    Wenn Musiker den musik-stilistischen Kontext nicht kennen oder es sich herausnehmen, ihn zu übergehen. Vor Jahren hat mir mal ein technisch sehr guter Trommler den Spaß an einem jungen, sehr erfolgreichen Blues-Gitarristen (ich glaube Ansley Lister) genommen, weil er es nicht für sich behalten konnte, dass er eigentlich aus der Progressive-Ecke kam. Laufend vierfache Vorschläge auf der Bassdrum, China-Gebolze und 32stel Fill-Ins über vier Toms wollte wirklich niemand hören.


    Unterschätzen und Verfehlen von Stilen ist schon sehr nervig - auch wenn der Rocker versucht, mit Tanzmusik Geld zu verdienen. :)


    M.

    Gibt es ein Leben nach einem Ride?


    Jedem Narr sein' Kapp'.
    Es gab immer schon Leute Songs, die kein Ride brauchen - genau wie es welche gibt, die ohne Hi-Hat, Bell oder Toms funktionieren.
    Manche hängen sich ein Ride hin und spielen es praktisch nie; bei anderen dreht sich alles (oft auch Abschläge) ums Ride.


    M.

    was meint ihr müsste schon wirklich bandtauglich passen nach 3 Jahren?


    Ich glaube, nach drei Jahren kannst Du es mit einer Band probieren. Du kannst es auch nach ein paar Monaten probieren. Ich habe nicht so lange gewartet, weil Not am Mann war und ich recht angstfrei bin. Was soll denn schon passieren? Nur Mut!


    Nachdem Du Dir einen Titel angehört hast, solltest Du einen Rhythmus finden, den Du dazu spielen kannst und der halbwegs passt. Alles andere ist Sache des Umfelds: Wenn die Band damit klar kommt und (noch) nicht mehr braucht oder gar nicht mehr will, ist das doch in Ordnung und Du kannst von da aus aufbauen.
    Das schlimmste, was passieren kann ist, dass die Band sagt: "Was ist das denn? Du kannst ja gar nix." In dem Fall war es die falsche Band und eine miese Wortwahl. Das sollte Dich nicht demotivieren und nicht davon abhalten, weiter nach anderen Mitmusikern auf passendem Niveau zu suchen; idealerweise ein klein wenig besser, als Du selbst.


    M.

    Die ersten Hi-Hat-Sechzehntel würde ich aus zwei Gründen mit Rechts spielen:

    • Es rollt besser, wenn es mit einer Hand gespielt wird. (Ich glaube, ein Jeff-Porcaro-Video hat mich darauf achten lassen.)
    • Ich gene davon aus, dass die Hi-Hat über der Snare gespielt werden soll, womit einhändige Sechszehntel nicht zu umgehen sind.

    Dem ersten Argument folgend sollte man nun meinen, ich würde auch die zweiten Hi-Hat-Sechzehntel mit Rechts spielen. Das würde ich auch irgendwann, aber jetzt spontan nicht, weil diese Anordnung (da-da-dapp) bei mir nicht so rund läuft - vielleicht weil ich öfter dapp-da-da spiele als da-da-dapp. Wahrscheinlich würde ich daran arbeiten und irgendwann halt die komplette Hi-Hat-Zeile der rechten Hand überlassen.


    M.

    Die kaputtgehauenen Crashbecken könnten en Indiz dafür sein, dass die Wahl der Größen und Typen nicht ideal war. Das muss nicht am Preis liegen - mir hat jemand ein Zildjian K-Custom in 14" kaputtgehauen, woran die Preisgestaltung keinen Anteil hatte. :)


    Übrigens sind gebrauchte Paiste 505 manchmal günstig zu haben. Das geht in die Richtung der 2002, nur billiger. Es gab ein ganz tolles Becken, welches sich als Medium (d.h. Crash/Ride) bezeichnet war, aber einen exzellenten Crash hergab. Leider habe ich das meine hergegeben (Depp). Ist aber nur eines von 1000 Becken, die auf Deine Spezifikation passen.


    M.

    Meine Becken wurden noch nie geputzt, sehen sehr gut aus und ich habe noch nie eines kaputt gespielt.


    Beim Reisen sind sie in einer ganz normalen Beckentasche und die steht hinter dem Fahrersitz oder liegt obenauf.
    Sie werden nicht unnötig betatscht - warum auch?
    Und was das Kaputthauen angeht: Das Verhältnis von gewünschter Lautstärke zur Größe der Crash-Becken ist gesund zu halten. :)


    M.

    Die Sheila E Timbales (angeblich 13/14) bei PPc im Angebot:
    https://www.ppcmusic.de/lp-timbales-shei…ale%20NL%20KW44

    Danke Fox, bist schon ein besserer Web-Sucher als ich. Sehr interessant für mich.


    ...das wäre ein schnapper!
    kostet hier -> https://www.musik-produktiv.de/latin-per…od-timbale.html
    fast das doppelte!

    Das ist offenbar nicht das gleiche.
    Die Teueren sind wohl die "eigentlichen" Sheila-E-Signature in 14" und 15" aus 10 Lagen Ahorn.
    Die anderen waren eine abgespeckte "Matador"-Version in 13" und 14" (also was ich ja auch suchte) aus 6 Lagen. Die wird wohl nicht mehr gebaut und vielleicht ist dieses Einzelstück auch verkauft; die Seite scheint weg zu sein.
    Das macht abe nix, denn inzwischen konnte ich mich schon mal an dem Gedanken gewöhnen, "ganz normale" Metall-Timbales in 13" & 14" ins Set zu integrieren.


    Danke für Eueren regen Input zum Thema.


    M.

    Danke für die Antworten.
    Die Sonor Holz-Timbales (wie von Albatross genannt) wäre im Prinzip die beste und bezahlbare Lösung, wenn ich nicht eher auf ein Paar schielen würde, z.B. 13" & 14". Billige Toms besorgen, abschneiden und Stativ/Halter kaufen wäre die Notlösung, wenn ich nix finde.


    Mich dünkt, dass es fast keine Holz-Timbales (mehr) gibt; zumindest nicht als Paar. Für den Latin-Perkussionisten dürften Metalle neben dem Sound (Höhen) noch durch Robustheit punkten - die werden ja nicht nur auf dem Fell gespielt (Cascara).


    Von LP gibt es die "Sheila E Signature" als 14"/15"-Paar, aber das ist es auch schon soweit. 13/14 konnte ich nur in Metall finden.


    M.

    Hallo Gemeinde,


    nicht dass ich den Trommel-Sound von Don Henley für atemberaubend halte, aber:
    Er hat früher neben den "bodenlosen" Toms auch eine Art Concert-Toms benutzt, die ich ganz interessant finde.
    Typischer Einsatz Hotel California, im Video bei 5:19: https://www.youtube.com/watch?v=lHje9w7Ev4U&t=318
    Das sind die beiden Teile im Vordergrund des Photos.
    Hat jemand eine Ahnung was das war und ob man so was heute noch bekommt?


    Danke.


    M.


    Es ging mir da weniger um die Lagerung fertiger SQ2-Sets sondern eher um die verschiedenen Holzsorten für die Kessel, um die Furniere, Folien, Hardware-Parts etc.


    Stimmt, die Rohmaterialien sind in der Tat auch schon eine Menge.


    Das würde ich mal mehr interessieren! Hier wurde ja immer wieder gesagt, dass das Prolite die selbe Produktion durchläuft.


    Ich gehe also schon davon aus, dass die Fertigung analog erfolgt und dass keine qualitativen Unterschiede vorliegen ... Mir bekannte Unterschiede:...


    Das wäre gut und es ist durchaus möglich, dass ich in meiner Erinnerung z.T. Verarbeitung mit Features verwechselt habe.
    Beim Überlegen, was mich enttäuscht hatte, hat LeoB etwas nachgeholfen:
    Die Tomhalterung war nicht mehr die gleiche. Ich glaube da hat hauptsächlich die Memory-Klammer gefehlt.
    Wenn man die griffigen Stimmschrauben an der Bassdrum mal gewöhnt ist, vermisst man sie.
    Die Stimmschrauben bzw. Böckchen hatten einen zusätzlichen Schutz, um das selbständige Lösen zu verhindern.
    Vom Finish war ich enttäuscht. Ich weiß ja nicht, wie matte Lackierungen beim SQ2 aussehen, daher kann ich es nicht wirklich vergleichen. Fakt ist, dass ich bei Wunschfarbe Weiß eine matte Lackierung wählen musste und das diese einen weniger robusten Eindruck macht, als die Glanzlackierung meines SQ2.


    Überlege ich das mal genau:
    Man könnte die Defizite eventuell mit einem kleinen Budget ausgleichen. Die Memory-Klammern bei der SQ2-Tomhalterung sind eigentlich nur die gleichen Klammern, die es auch an den Füßen gibt. Die kann man nachbestellen. Rändelschrauben gibt es sicher auch zu kaufen.
    Wenn die Mattlackierung beim SQ2 die gleiche ist bzw. wenn man eine Glanzlackierung wählt, dürfte der Aufpreis dann in der Höhe doch nicht gerechtfertigt sein.
    Für den Fall, dass ich mir hier widerspreche: Sorry, aber man darf seine Meinung nach Überlegung ja sicher auch mal ändern.


    M.

    Es stimmt zwar, dass hier verstärkt der Wunsch nach Individualismus bedient wird, allerdings gäbe es für mich trotzdem Gründe, ein SQ2 zu wählen. Die Qualität bis ins Detail habe ich nur bei anderen, auch sehr teueren Sets gehabt (Yamaha Maple Custom) bzw. gesehen (DW eines Kumpels). Ein Schelm wer glaubt, das Prolite sei ein SQ2 mit festen Größen und Oberflächen. Für den Mehrpreis gibt es mehr als nur Individualität, wie ich beim Wechsel SQ2 nach Prolite leider feststellen musste.


    Weiter oben wurde vermutet, Sonor habe lediglich etwas höhere Lagerkosten. Auf Basis eigener Erfahrungen in der Serien- und Sonderproduktion außerhalb der Musik vermute ich mal, dass Sonor beim SQ2 fast nix auf Halde produziert, sondern eher jede Trommel wie ein Einzelstück behandelt.


    Ob Häuser, Autos, oder Schlagzeuge: Die besten Sachen kosten ein Schweinegeld.
    Gut nur, dass man für ganz große Musik kein Schloss, keinen Porsche, ja nicht mal ein DW oder SQ2 braucht.


    M.

    Aber für ne junge Metalband, oder ne Top40 Combo mit hohen Anforderungen an Detailtreue mag das doch vielleicht sinnvoll sein.


    Top-40-Band ist ja quasi das Radio unter den Bands - früher lief das unter Tanz- und Showband (ob getanzt wird oder nicht).
    Die Erfahrungen, die ich damit im Proberaum wie auf der Bühne gemacht habe, will ich mal böse pauschalisieren:


    Spitzenmusiker ohne Erfahrung in dem Bereich klingen als Band nur mäßig und sind mit dem Band-Sound unzufrieden.
    Das soll so klingen wie das Original, und das tut es auch zuhause, aber hier ist die Gitarre zu laut, dem Gesang fehlt Druck, das Keyboard nervt, ...
    Daher fummeln sie ständig am Mischpult. Beim Gig mit Fremdmixer halten den Techniker für einen Dilettanten.


    Mittelprächtige und Spitzenmusiker mit viel Erfahrung klingen gut und rund, hören sich gegenseitig und kriegen den Sound irgendwie ohne Geheimrezept hin. Wenn sie sich selber mixen, steht der Sound nach Soundcheck und den ersten drei Nummern für den ganzen Abend, ohne dass man noch großartig Fader bewegen müsste. Die Rückkopplung (Gesang-"Nachregeln", weil Gitarre & Keyboard ohne menschliche Einwirkung lauter geworden sind) bleibt aus und die Musiker konzentrieren sich auf die Musik und gesunde Selbstdarstellung.


    Um "mit Erfahrung" zu werden, sollte man im Proberaum keine technischen Geschütze auffahren, sondern sich vernünftig anordnen und versuchen, lebendig und ausgewogen zu klingen. Das ist besser als das übliche Gefrickel.


    Drummer mit Kopfhörer und Probekeller mit In-Ear-Monitor. Sorry, das ist für mich (!) voll die Lachnummer.
    Macht Musik!


    M.