Also ich finde: Wenn schon durcheinander, dann schon richtig durcheinander. Solange alles gut zusammen klingt, sollte das doch egal sein. Buntes Durcheinander kann abgefahren cool rüberkommen. Bezüglich Geometrie würde ich sagen: Stimmen, Felle, Stöcke und Anschlag geben im wesentlichen den Ton an. Kesselstärken, Holz und Gratung müssen nicht gleich sein. Allerdings würde ich schon einem System, einer Reihe folgen; selbst, wenn man es nur marginal hört.
Soweit, so gut, ABER:
Wenn es um mein eigenes Set geht, zeige ich autistische Züge. Snare ausgenommen muss alles passen. Und dabei geht es nicht nur um ein konsistentes Klangbild, sondern die Optik motiviert auch dazu. Das Pearl MCX Masters (24-13-16) bekäme bestimmt mal ein 12er Tom oder ein zusätzliches Standtom, aber solange ich nix in der gleichen Farbe finde ... Ich könnte natürlich ein anderes Standtom hinzustellen, aber dann müsste ich ja über meinen Schatten springen. Beim Prolite habe ich gleich 10" bis 16" gekauft, obwohl ich nur 1 Hängetom spiele. Bei Anderen finde ich wildes Kombinieren voll cool finde, aber bei mir sind heute selbst die Becken marken-rein; manchmal sogar serien-rein. Früher habe ich zumindest die Becken als Einzelinstrumente betrachtet und Paiste, Istanbul, Zildjian nach Bedarf gemischt.
Chaqun à son goût
M.

