Beiträge von martinelli

    In Post Nr. 8 (Jürgen) steht eigentlich alles drin, und da ist - wie so oft - das Interessanteste im Kleingedruckten.


    Aber wie wir wissen: Manche brauchen einfach Snare, Tom 1, Tom 2, Standtom, dazu einen Rhythmus und ein Fill:


    buff - chack - buffbuff - chack (3x)
    diddeldiddel - daddeldaddel - duddelduddel - doddeldoddel - psch!


    :)


    M.

    Remo Powerstroke 3 auf beiden Seiten, vorne mit seitlich angebrachtem Loch (gerade groß genug für Grenzflächenmikrofon).
    Bin wohl nicht der einzige hier, der damit so gut wie gar keine Dämpfung braucht.


    Der Unterschied zum Powerstroke 4 würde mich interessieren, aber ich habe das noch nicht ausprobiert.


    M.

    Akzeptabel für mich wäre nur das mitzählen auf der Hi-Hat etc., also B.

    Ich zähle, bspw., unseren Gitarristen ein, er spielt 8 Takte sein Intro, ich komme dazu und bringe uns sanft zum Click zurück

    Damit habe ich Erfahrung. Eine sichere Art, den Groove kaputtzumachen. Die "sanfte" Korrektur ist für Musiker und Zuhörer fühlbar, vor allem, weil sie eher bremsend denn beschleunigend sein wird. Gilt auch für die Methode "Klick für alle": Wenn die Band nicht tempofest ist, dann wird der Klick sie nur in ein Korsett pressen, in dem sie sich weder wohlfühlen noch elegant bewegen werden. Das merkt der Zuhörer.


    Gut ist, in jeder Probe zwei bis drei Nummern als Timing-Übung für die Band gestalten: Klick über die Anlage, und zwar 60% bis max. 90% des eigentlichen Song-Tempos. Das ist sehr aufschlussreich! Jeder in der Band muss verstehen, dass der Schlagzeuger eben nicht der Einbremser für alle ist, sondern dass jeder für die Tempogestaltung mitverantwortlich ist.


    Ein Metronom gehört für mich nicht auf die Bühne, weil ich handgemachte Musik mit allen musikalischen Ausdrucksformen bieten will. Tempo ist extrem wichtig (frei nach Mozart). Das heißt aber nicht, dass ein Song mit konstanten BPMs durchgerotzt wird. Hier sind sehr gute Musiker dem Metronom und den Drum-Loops um Welten voraus. Die Stones auch, aber das ist wieder was anderes. :)


    M.

    Rein subjektive Meinung meinerseits:


    Ich glaube, dass man durch Üben die Präzision enorm, das Tempo aber nur in engen Grenzen erhöhen kann.


    Wenn Dein Herz dran hängt: Ferse hoch und mal probieren, wie schnell es dann geht. Bekommst Du die von Michelchen in Post 9 verlinkten Übungen dann locker hin?
    Die Technik muss so gewählt werden, dass man diese einfachen Übungen von Anfang zügig (>116bpm) unverkrampt spielen kann. Erst wenn diese Voraussetzung gegeben wäre, würde ich systematisch und bei langsamen Tempi daran arbeiten. Klingt gemein, aber: Wenn das bei Dir in keiner Fußstellung geht, dann würde ich es bleiben lassen und mich auf andere Sachen konzentrieren.


    Jeder Trommler hat andere Präferenzen und Stärken; auch sehr gute Drummer können nicht alles. Falls Du also keine passende Technik für das Geratter findest, sollte Dich das nicht entmutigen.


    M.


    P.S.: Als Haarspalter nehme ich die Vorlage zum Thema Doppelpedal bei verschiedenen Tempi auf. :)

    Habe nicht ganz verstanden, was Deinem Catalina fehlt.
    Die Kesselgratung und Abmessungen sind Deinem Wunsch-Sound doch absolut zuträglich.
    Die Lautstärke wird hautpsächlich durch den Anschlag (durch Dich) bestimmt. Dein Catalina hat zwar große Kessel (wir ich sie übrigens auch spiele), aber es ist m.W. nicht für unbeherrschbare Lautstärke bekannt.


    Auch wenn ich das Gefühl kenne, dass es einfach mal Zeit / Lust für was Neues ist:
    Ich würde mein Geld sparen, bis es für ein richtig gutes Set (neu oder gebraucht) reicht.


    M.

    Tom-Montage und andere Fragen der Bautechnik münden selten in einer Lösung fürs Leben.


    Ich bin absoluter Fan davon, die Toms auf die Bassdrum zu montieren. Dieser Aufbau ist für mich wesentlich flexibler, weil ich die Beckenständer viel freier positionieren kann.

    Bei mir wird alles sehr frei positioniert: Tom 1, Tom 2, Ride, Crash 1 und Crash 2 haben alle jeweils ein eigenes Stativ. Splash, China und Cowbell haben Haltearme mit Klammern. Um dennoch relativ leicht zu sein und Gerangel im Fußraum zu unterbinden, habe ich die Hardware allerdings sehr gut auswählen müssen.


    bohrt eigentlich ein Hersteller ab der Oberklasse noch die BD?

    Vor ein paar Jahren hatte ich mir Yamahas allerfeinstes Maple Custom gekauft und es gab die Option "ungebohrt" gar nicht. Fand ich schon seltsam.


    M.

    Herr Vorher-Prince-Genannt hat nicht nur tolle Musik geliefert, sondern auch den Schlagzeugern dieser Welt einen guten Dienst erwiesen:


    Soweit ich das mitbekommen habe, hatte er wohl fur die ganze Kiste von wegen "ich bin kreativ weil ich was zusammen-sample" nicht viel übrig. Ein "DJ" macht keine Kunst, und wenn man wiederverwendet ("klaut"), dann spielt man das gefälligst auch selber, war wohl seine Masche. Das soll er, zumindest laut SWR1-Bericht, ziemlich klar bekundet haben. Zitiert hat er gerne (das hat Mozart auch), aber dann aber selber gespielt. Und es soll man nur keiner glauben, dass alles, was gesamplet klingt, nicht doch selber gespielt ist. Wer die Michael-Jackson-Geschicte kennt, weiß, was am Drumset möglich ist. (Sugar-Feet beweißt das in "This is it" ja bestens.


    DJs in die Hölle. Deppen!


    M.


    P.S.: Edith sagt, ich habe zuviel getrunken, aber recht.

    Für und Wider wurden ja genannt und eigentlich ist ja alles Geschmackssache. Daher zu meinem Geschmack: Ich würde mich für ein Hängetom 14"x12" entscheiden. Das ist klanglich sehr gut in der Mitte und erlaubt weitere Aufbau-Möglichkeiten:


    Es kann links vom Standtom, quasi in Position "Standtom 1" montiert werden.
    Ergonomisch gut sein kann aber auch, die Toms 10 und 12 um einen nach links zu verschieben. Das würde z.B. heißen ein Doppel-Tom-Stativ nach links für 10-12, an das rechte Stativ über die Bassdrum das 14er und dann die Standtom zum krönenden Abschluss rechts.


    Am besten teilen sich 3 Hängetoms mit einem Rack, weil man dann in beliebigen Schritten weiter links oder rechts rücken kann. Sowas hatte ich mal, aber wer will heute schon ein Geländer um seinen Vorgarten?


    Zudem gibt es nette Experimentiermöglichkeiten wie 14-16, 12-14-10-16 oder 12-14 für den kleinen Tanztee.


    M.

    Ich glaube nicht, dass Du dafür ein Benny-Greb-Buch brauchst.
    Die Variante 1 ist schon gut. Wie Wolle S. schon schrieb kann man auch mit Ghostnotes füllen.


    Als braver Agostini-Schüler würde ich das in der Tat mit unbetonten Schlägen auf allen nicht-notierten Sechzehnteln üben. Ob Du die live spielen willst, ist was anderes, aber die sind sehr gut zum Üben. Also am besten mal mit 60 (Viertel-) Schlägen pro Minute beginnend das Folgende endlos und exakt wiederholen und dann nach und nach schneller werden.


    Code
    1 e + e 2 e + e 3 e + e 4 e + e 1 e + e 2 e + e 3 e + e 4 e + e ... (wdh.)
                         > >   > >   > >                 > >   > >   > >
         r l r l r l r l R L r L R l R L r l r l r l r l R L r L R l R L


    Aber natürlich gibt es Schulen, die zu Variante 2 raten - und auch ihre Vorteile haben. Also mach' doch, was Du willst. :)


    M.

    Hallo Cello!


    Ich habe zu Hause in meinem Übekeller ein Pearl Schlagzeug aus der Reihe Export stehen.


    NIcht, dass ich Dir den Spaß an was neuem ausreden will, aber nur mal (m)eine Meinung:
    Mit einem Export in diesen Maßen habe ich etliche semi-professionelle Gastspiele absolviert.
    Das würde ich nicht zugunsten eines anderen mittelprächtigen Sets (Vision) hergeben, sondern es mal ordentlich rausputzen, neue Felle drauf, anständig stimmen (!) und dann mein Geld lieber für ein paar richtig gute (gebrauchte) Becken ausgeben und/oder auf ein richtig gutes Set sparen.


    Wenn es juckt und Du unbedingt neue Trommeln haben willst, dann noch eine hier vielvertretene Ansicht:
    Gute Sets kriegt man gebraucht zwar auch nicht nachgeworfen, aber durch Gebrauchtkauf kann man bei gleichem Budget schon eine Klasse höher greifen als neu.


    M.

    Da irgendwo auch die Frage war, von was abgeraten wird:
    Beyerdynamic Opus hatte ich an den Toms und habe sie verkauft, weil der Schwanenhals sich gerne verstellt.


    Zufrieden bin ich mit:
    Shure SM58 an der Snare (in Ermangelung eines SM57)
    Sennheiser E604 an jedem Tom
    Sennheiser E901 in der Bassdrum (wenn kein Phantom das bewährte AKG D112)


    M.

    Spiel doch mal drei bis sechs Monate mit einer einfachen Fußmaschine bzw. baue Deine jetzige von Doppel- auf Einzelpedal um. Ich meine nicht einfach nur einfüßig auf dem Doppelpedal spielen, sondern (für Rechtshänder) das linke Pedal und den linken Schlegel komplett entfernen.


    Das ist der Kreativität zuträglich und wird Dich darüberhinaus wieder in die Lage versetzen, schnell mit zwei Füßen zu rattern.


    M.

    Wenn ich selbst nicht weiß, was es ist,
    zu welchem Hersteller soll es denn dann
    geschickt werden?


    In dem Fall würde ich es zu Paiste schicken und sagen, sie sollen "Signature Dark Energy" draufschreiben.
    Falls USA logistisch einfacher ist, kann Zildjian ja auch gerne ein "K Constantinople" draufmalen. ;)


    Im Übrigen glaube auch ich nicht, dass die Wertsteigerung den Aufwand rechtfertigt.


    M.

    Ist ein alter Thread, aber: Mir ist heute der Name meines allerersten Sets eingefallen und die Suche hat mich hierhergeführt. Falls nochmal jemand danach sucht, hier mein Prima-Artist-Set:


    Gekauft 1982 oder 1983.
    Finish blau foliert und nicht gerade edel.
    Größen 22-12-13-16 (damals Standard).
    Als Snare war eine Billigsnare einer anderen Marke hinzugefügt worden.
    Preis: 950,- DM (billiger gab es damals gar keine Schlagzeuge)


    Die Bassdrum-Füße waren gebogen (Viertelkreise), schwach und so nur als Bremsklotz gegen wegrollen zu verwenden; man konnte die Bassdrum nicht darauf aufbocken. Die Doppeltom-Halterung war auf ein einzelnes Rohr aufgeschraubt, welches für die gewünschte Höhe zu kurz war. (Habe ich durch langes Kupferrohr ersetzt.) Leider kein Foto; das Set habe ich nach wenigen Jahren günstig verkauft.


    Da sieht obiges Set schon besser aus.
    Entweder hat ein Importeur auf alle möglichen Schnäppchen in verschiedenen Preisklassen sein Prima-Artist-Logo geklebt, oder ich erlag in Ermangelung von Fachkenntnissen einem Etikettenschwindel. Die mir untergejubelte Snare hatte ein schlecht-haftendes "Sonor"-Schildchen, war aber eindeutig eine "Newsound" (auch unterste Preisklasse).


    M.

    die Snair Drum und die Base Drum


    Die Snare-Drum ist für mich die Base-Drum, also die Basis, die Bombe und der Backbeat.


    Für Punk würde ich schon mal nur dafür sorgen, dass die einzelnen Toms verschieden klingen, der Rest sollte doch wohl egal sein. Aber ich bin da kein Insider.


    Frohes Fest und ein knalliges Jahresende!


    M.

    Ich votiere dann auch gegen einen Neukauf und stattdessen dafür, sich dem Wunsch-Sound erst mal durch Experimentieren mit folgenden Parametern zu nähern:


    Spielweise: Halte ich die Stöcke eher fest oder lasse ich sie sehr locker zurückprallen? Wie fest haue ich rein? Treffe ich das Snare-Fell in der Mitte oder weiter am Rand? Da gibt es kein richtig und falsch - das eine klingt so, das andere so.


    Felle: Man kann nicht alle probieren, aber ein Genera Dry z.B. wird die die Obertöne nicht bieten, die Du willst.


    Teppich: Ohne einen neuen zu kaufen kann man mit der Spannung experimentieren.


    M.