Beiträge von martinelli

    naja so wirklich überzeugend klingen die nicht.


    Das war auch mein Eindruck bei dem ersten Video, aber dann ist mir eingefallen, dass das ja wahrscheinlich nicht an den Trommeln liegt. Für meine Ohren sind die Toms totgestimmt.


    Das zweite Video fand ich musikalisch sehr interessant. Dawes war mir bislang unbekannt, aber die Herren klingen sehr gut. Danke für den Tip.


    M.

    An was sollte ich denn dann denken?


    Du bist ja auf einem guten Weg, weil Du täglich bei einem gut beherrschten Tempo übst. Die Tips in diesem Thread (z.B. Zählen, Geduld, nicht verkrampfen) helfen sicher auch.


    Unter den von Dir genanntem 2. Problem mit "Doubles auf der BD" verstehe ich "Doppelschläge (Double Strokes) mit den Füßen auf der Doppel-Basstrommel bzw. auf dem Doppel-Pedal". Und hier war mein Tip: Wenn Du noch so grundlegende Probleme hast, dann solltest Du Dich meiner Meinung nach nicht mit sowas wie Doubles auf der BD ablenken lassen, sondern vielleicht lieber auf grundlegendere Sachen konzentrieren. Was mir noch eingefallen ist:

    • A propos "konzentrieren": Du schreibst, dass Du bei 100bpm fast einschläfst. Das zeugt nicht gerade von Konzertration und lautem Mitzählen.
    • Vielleicht können Bücher wie Stones "Stick Control" oder Agostinis "Methode de Batterie Volume II" weiterhelfen.
    • Zum Thema Unterricht: Viele gute Schlagzeuger können zwar unterrichten, wollen aber keine langfristige Verpflichtung. Wenn man sie (z.B. nach einem Konzert) fragt, ob sie mal ein bis drei Termine bieten, bei denen sie einen anhören, kritisieren, anstoßen und weiterbringen können, dann machen die das schon eher. Dafür lohnt sich vielleicht auch eine Anfahrt über 30 km und ein gehobener Stundensatz.

    M.

    Da es offenbar bei der Ausgangsfrage auch um Tanzmusik ("Abschlussbälle") geht - und gute Tänzer verstehen nun mal kein Spaß:


    Tip 1: Die Musik lieben, die man spielt. Für alle Standard- und Latein-Tänze gibt es schöne Stücke, die man sich als Tempo-Merker verinnerlichen kann. Anhören, mitsingen, mitspielen!


    Ansonsten: Für exakte Turniertempi helfen Armbanduhr (Sekundenzeiger muss springen) und Metronom. So viele Tempi braucht man doch gar nicht und vor allem liegen sie ja nicht weit auseinander, sodass man nicht lange umstellen muss.
    Für Wiener Walzer gibt der Sekundenzeiger der Armbanduhr die Takte vor.
    Langsamer Walzer ist halb so schnell, erfordert ein 3:2-Verständnis und Sekundenzeiger oder Metronom auf 90 (die Viertel dann).
    Der leidige Disco-Fox (kein Standard) macht ab zwei Schlägen pro Sekunde Spaß und sollte auch nicht viel schneller sein.
    Slowfox ist das ganze im halben Tempo - funktioniert also auch nach der Uhr.
    Tango (Standard) geht bei dem Tempo auch los, darf im Turnier aber richtig zackig, i.e. deutlich schneller sein.
    Das Metronom auf 100 gibt dem Quickstep das (halbe) Tempo.


    Und für Latein (Cha-Cha, Rumba, Jive, Samba, Paso Doble) kannst Du sicher Dein Metronom bemühen. Ist alles nah beieinander.


    M.

    Ein Mikro für zwei Toms stellt den Sinn des gesamten Aufbaus in Frage: Man hat dann ja doch keinen Zugriff mehr auf die einzelnen Laustärken und auch das Panorama lässt sich nicht mehr so gut regeln.


    Ich würde generell den Aufbau überdenken. Willst Du ein Set abmischen oder einzelne Trommeln? Zwei richtig gute Mikros (z.B. Neumänner) links und rechts vom Set sind manchen Profis genug. Unsereins braucht dann noch eines vor der Bassdrum, für Korrekturen auch Snare, Hi-Hat und Ride. Klingt nicht populär und der Halbwissende mag darüber schmunzeln, aber ich halte diese Empfehlung von etlichen Profis für sehr wertvoll.


    Ist ja auch nur mal so quergedacht. Ansonten fallen mir auch nur Submixer / Sub-Interfaces ein.


    M.

    Da tut sich die Frage auf: Wie misst man denn die Qualität der Ausführung mit, weil: Man kann die Sachen ja schon in einem beeindruckenden Temp "irgendwie" spielen, nur ist fraglich, wie genau man das dann noch spielt.


    M.

    leiser, weicher, kurz und prägnanter Offbeat, rein akustisch


    mit (m)einem wunderbaren Diril 14" Jazz Hihat. Klingt (für meine Ohren) genau wie Deine Beschreibung


    Was ist denn das für ein Stuss? Arbeitest Du für Diril oder wolltest Du einfach mal nur Dein Lieblingsbecken empfehlen?


    Um der nicht gerade klaren Frage den Versuch einer Antwort zu geben: Falls Du mit hochgezogener Ferse spielst (Kauderwelsch "Heel up") dann kannst Du mal versuchen, die Ferse auf der Trittplatte zu lassen und trotzem einigermaßen zügig zu schließen.


    M.

    "Laute, krachiger Sachen" schließen meines Erachtens kleine Toms nicht aus.
    Vielleicht ergäbe ein zusätzliches 10er Hängetom statt des zusätzlichen Standtoms ja ganz neue Möglichkeiten - auch für den von Dir favorisierten Aufbau:
    Das 13er kannst Du nämlich auch rechts neben Dich auf höhe des 16er Standtoms hängen - quasi als erstes "Stand-Tom".


    Ist ungewöhnlich, aber mir hat es zu neuer Bandbreite und Anpassungsfähigkeit an Stil und Platzangebot sehr geholfen.
    Ich gebe 24/10/13/16 nicht mehr her - und bei Bedarf mache ich auch mal 24/10/16 oder 24/13/16 draus.


    M>

    Das Rider-Thema ist lustig, weil Musiker Details angeben, die sie nichts angehen. Wenn man den eigenen Techniker am Pult hat, kann der ja gerne Wünsche zu Anzahl und Bauart der Mikros angeben, aber ansonsten? Wenn der PA-Verleih auch den Mix macht, dann sind Angaben zur Gerätschaft doch Rumgew!chse.


    Da stelle ich lieber eine Aufgabe und überlasse dem Fachmann die Lösung: So stehen wir etwa auf der Bühne; das soll alles abgenommen werden; so viele Toms habe ich; der Bassist hat am liebsten DI-Box; der Sänger will einen eigenen Monitor-Kanal. Ob Ride und Snareboden separate Mikros kriegen, ist mir so lang wie breit. (Mir wäre sogar egal, wenn ich nur die Summe auf dem Monitor bekommen könnte.)


    Lieber ein guter Techniker mit zwei dyn. Mikros für das ganze Set, als einer mit zwölf Neumann-Teilen, der keine Ohren hat.


    M.

    Es müssen nicht immer alle 8tel gespielt werden. Man muss sich trotzdem nicht komplett auf 4tel beschränken. Heikoklein hat da ein gutes Beispiel udn es gibt noch mehr Möglichkeiten, zu binden.


    Man kann auch in leiseren Passage den Fokus auf die Zählzeiten legen und die Off-Beats mehr oder weniger zu Geisternoten reduzieren (und hier und da auch schon mal wegzulassen). Das sollte man anständig zum Rollen bringen.


    Notlösungen wären nur Viertel zu spielen oder - falls der Teil ohne Snare auskommt - die Hi-Hat beidhändig (RLRL...) zu spielen, aber das groovt dann meistens nciht mehr.


    M.

    Alles andere ist nur für Funk, hiphop, Soul , Blues , pop, Jazz , Fusion ............ Geeignet!!!!!!!! ?(
    Standart heute ist 14 x 6,5. die kann man hoch oder tief Stimmen und auch vernünftig aufbauen !


    Oh Mann, wieviele Smileys soll ich denn noch dahinter machen, bis auch der Letzte das Scherzerl begreift.
    Dagegen lassen diekohs sieben Ausrufezeichen auf einen Tastaturhänger oder Sekundenschlaf schließen.


    Sorry, bin halt mit einem blöden Sinn für Humor gestraft.


    M.

    Oder soll ich das Geld nehmen und mir ein neues kaufen, anstatt in ein altes, billiges Set zu stecken?! Dachte da zb. an Mapex Mars Shellset (für 549€)


    Benenne das "altes, billiges Set" um in "Vintage-Schlagzeug", gib damit kräftig an, kauf Dir ein gutes Ride und buche ein paar Unterrichtsstunden. ;)


    Wenn Anfänger sagen, ein Set lasse sich nicht stimmen, dann liegen sie oft falsch. Dein Händler oder potentieller Lehrer soll mal den Grat überprüfen und einen Stimmversuch machen. Nur wenn was faul ist würde ich mir ein anderes Set kaufen. Ansonsten würde ich billige Trommeln nicht durch andere billige Trommeln ersetzen und bei lausigen Becken bleiben.


    Ein Set-Wechsel hat natürlich immer seinen Reiz, aber irgendwann merkt man doch, dass es nicht so viel gebracht hat. Dann besser ein Ride mit mehr Langzeitwirkung. Zudem könnte es auch Zeit für neue Felle sein.



    M.

    Vielen Dank für die Vorschläge. Sie Lösung von sebuard ist so kreativ wie preisgünstig, aber klar kamen ja auch interessante "elektronische Tips".


    Nach einigem Hin und Her habe ich dann mal Preise für eine elektronische Minimallösung (zwei Pedale, zwei Pads und irgendein Soundmodul) angefragt.


    Das wird eigentlich teuerer als ein einfaches elektronisches Set. Ein Händler in der Nähe (Reisser, Trier) hatte was passendes im Laden, nämlich ein Yamaha DTX400K. Das war ruckzuck aufgebaut, macht keinen Krach (gerade die Pedale sind sehr leise) und kann leicht hin und her bewegt werden.


    Da ich keine Absicht habe, sowas auf einer Bühne zu spielen, waren weitere Features wie Snare-Rim oder Mesh-Heads nicht erforderlich. Jetzt kann ich täglich auch mal zwischendurch ohne Reise in den Proberaum üben und habe Abwechslung, weil ich für 10 virtuelle Sets die Pedale und Pads mit Sounds nach Wahl belegen kann.


    M.

    Du vergisst, das es auch Leute wie mich gibt, die keine Band haben und nur für sich selbst spielen.
    Ohne Playalongs hätte ich schon lange keine Motivation mehr.


    Nur mal aus Neugierde: Willst Du keine Band oder findest Du keine?


    M.

    Willst Du allen Ernstes Deinen Aufbau auf eine einzige Bassdrum reduzieren?


    Also ich habe ja das Doppelpedal eingemottet und spiele jetzt mit Einzelpedalen eine Bassdrum und eine Kuhglocke.
    Da haben wir irgendwie die klassische Win-Win-Situation verpasst.


    M.

    Wie ich am Set übe? Zuerst spiele ich ein paar Minuten frei auf der Suche nach guten rhythmischen Ideen oder Technik. Dann schlage ich das Notenmaterial auf, stelle das Metronom auf ein langsames Tempo, spiele die Übungen und variiere Dynamik und Tempo. Aber ich übe nicht so sehr viel alleine - vielleicht drei bis fünf Stunden die Woche.


    Falls sich Deine Frage auf das Mitspielen zu anderer Leute Aufnahmen bezieht: Ich habe noch nie zu einer Aufnahme mitgetrommelt. Meine "Play-Alongs" heißen je nach Band Chris, Thomas, Horst, Maria, Daniel, Dick, Joseph, ...


    M.