Beiträge von martinelli

    Mal ein Schuss ins Dunkel: Ich schätze den Neupreis auf gut 3500 €.

    Ich glaube bei Top-Zustand sind 60% davon (2100 €) fair und marktgerecht - wenn jemand es dafür kauft. :) Zwar habe ich schon tolle Sets unter 40% des Neuwertes verkauft, aber das war meiner Ungeduld geschuldet.


    M.

    Die Kessel vom Pro wirken hochwertiger und besser verarbeitet als das normale Export.

    Was heißt "wirken hochwertiger" und was heißt "besser verarbeitet"? Wo liegen die Unterschiede?

    Der grösste Unterschied liegt wohl bei der Hardware. Die Hardware vom Pro waren schon doppelstrebig.

    Naja, Doppelstreben kann man als Vor- oder Nachteil sehen; für mich sind sie Letzteres.


    M.

    Also das mit Handtüchern und/oder Rods würde ich mir zugunsten von leichteren Stöcken und vor allem leichterer Spielweise nochmal überlegen.


    Stockalternativen: Bisher habe ich nur eine Stockalternative gehabt, die auch nach Schlagzeug klingt und z.B. für Rimclicks taugt. Der sog. "Splitstick" war ein Stock mit durchgehend gleichem Durchmesser und abgerundeten Enden, der längsseitig fast bis zur Stockmitte mittels drei Einschnitten (<1mm) aufgeschlitzt war. Ich habe ein Paar, kann aber keine Bezugsquelle mehr finden. Falls jemand weiß, wo es die gibt, bin ich interessiert.


    Zur Ausgangsfrage: Der höher klingende "Jam Block" von LP könnte dem gewünschten Klick nahe kommen. Ich würde allerdings nicht den Klick immitieren, sondern den Sound suchen, der vielleicht noch besser passt - z.B. mittelgroßer Jam-Block.


    M.

    Bin kein Fachmann, aber meine Erfahrungen sind die:

    Guss-Spannreifen verbiegen sich kaum. Daher ist bei denen nicht so wichtig, dass die Trommel viele Spannböckchen hat. Das Drehen an einer Stimmschraube, die zwischen zwei stärker angezogenen Stimmschrauben liegt, hat nur minimalen Effekt. Zieht man zwei Schrauben sehr stark an, lockert sich die dazwischen deutlicher als bei Spannreifen aus Holz oder auch Stahl.

    Bei geflanschten Stahlreifen ist das anders: Die geben mehr nach. Wenn man die Stimmschrauben sehr unterschiedlich anzieht, werden die richtig wellig. Jede Achtelumdrehung an welcher Schraube auch immer erzeugt einen hörbaren Effekt.


    M.

    Bei der Herstellung von Becken werden diese in Wasser abgeschreckt. Soweit ich das verstanden habe, damit die Kristalline-Form, die bei der Herstellung von der Bronze entstanden ist, beibehalten wird. Irgendwie ändert diese sich wieder, wenn man es langsam abkühlen lässt. Da wird von verschiedenen Mischkristallen gesprochen. Ich weiß davon aber zu wenig, daher kann ich dazu nicht viel sagen.

    Die Theorie des Phasendiagramms habe ich im Studium auch nicht verstanden, aber trotzdem habe ich das Stahl-Härten in der heimischen Schmiede gut hinbekommen. Stark vereinfacht: Wenn man das Material auf eine bestimmte Temperatur bringt, verändert es seine Struktur. Kühlt es wieder ab, nimmt es den Ausgangszustand an (vorausgesetzt, man hat es nicht verbrannt). Dieser Prozess braucht aber Zeit. Schreckt man das Material schnell ab, hat es keine Zeit mehr, sich zurückzuwandeln und die weniger verformbare / härtere Struktur bleibt erhalten. Wie gesagt, stark vereinfacht.

    Interessantes Thema; die genaue Theorie dahinter muss ich mir mal wieder zu Gemüte führen.


    M.

    Ob Sheet oder Cast ist doch eigentlich unabhängig von der Legierung, oder?

    Ob Tafelblech (engl. sheet metal) oder Guss (engl. cast) hängt sehr wohl von der Legierung ab. Mit höherem Zinnanteil wird das Material spröder und ist dann irgendwann nicht mehr oder nur sehr begrenzt kaltumformbar. Während also bei Bronze mit niedrigem Zinnanteil die Formgebung ab Tafelblech beginnen kann, kommt man bei hohem Zinnanteil offenbar nicht mehr um das Gießen herum. Ab welchem Zinnanteil man um das Gießen nicht herumkommt, kann ich nicht sagen und hat sicher auch mit dem Trickreichtum der Hersteller zu tun.


    Die Qualität der Ergebnisse wird nicht als Zinngehalt angegeben, sondern mit den Ohren bestimmt.


    Meine 2oo2 sind gut und teuer; meine anderen Becken ebenso. Es kommt ja immer drauf an, was bzgl. Klang / Spektrum, Lautstärke / Durchsetzungsvermögen etc. gewünscht ist.


    M.

    Die Sound Creations scheinen aber auch anfällig zu sein. Hatte mal ein 10er Splash - gerissen. Da noch in Garantie-/Kulanzzeit > neues bekommen ... gerissen. (Mir reißen sonst nie Becken.)

    Mist. Ich habe seit letzten Jahr einige Sound Creations und spiele davon ausgerechnet das 18" Fast Crash (sowie das 20" China). Ob ich es nach diesem Thread schaffe, da nochmal ganz ungezwungen draufzuhauen?


    M.

    Ich meinte nicht Lautstärke oder Steifigkeit, sondern dass dieses Orchester in meinen Ohren nicht akurat zusammen spielt. Vielleicht täusche ich mich auch...


    M

    Off Topic:
    Klingt das jetzt unverschämt, wenn ich behaupte, die von Jürgen in Post #43 verlinkten Klassiker

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    spielen rhythmisch nicht sehr schön miteinander; für mich klingt das irgendwie nebeneinander her.

    Haftungsausschluss:

    Falls das jetzt ein Orchester der Weltelite ist, kann das Problem natürlich auch vor dem Lautsprecher sitzen.


    M.

    Sorry wenn ich Raum für ein Missverständniss ließ. Mein Post bezieht sich auf Gründe dafür, Alternativen zu Hickory zu wählen bzw. er widerspricht Deiner Aussage, das seien lediglich „Sparvarianten“.

    Die Verkaufsstatistik habe ich nicht kommentiert und die kann mir egal sein.

    M

    Meines Wissens ist Hickory das Standard-Holz für Drumsticks. Andere Holzsorten sind eher Sparvarianten.

    Das würde ich so nicht sagen.

    Eiche wird gewählt, weil sie stabiler und härter ist.

    Ahorn wird in den meisten Fällen (und von mir seinerzeit 100%) gewählt, weil es leicht ist.

    Hainbuche eigentlich auch. Die ist zwar pro Stock billiger, aber wegen reduzierter Haltbarkeit spart man allerdings auch hier nichts. Mein Grund für Hainbuche war, dass ich mal einen dickeren Stock (ähnlich meinem damaligen „Stammstock“ Vater 1A) mit nun aber leichterem Gewicht wollte.

    Mein Stock ist jetzt übrigens der Rohema 5AX (Hickory), weil mir Maße & Gewicht liegen, weil er (besonders die Spitze) lange hält und - aufgepasst! - weil er gut klingt (Ride).


    M.

    Persönliche, private, äußerst subjektive Meinung: Lass den Mist einfach sein. Warum? Weil es Blödsinn ist. Ein Becken ist ein Becken und klingt wie es klingt. Kosmetische Eingriffe können - auch dem Wiederverkaufswert - mehr schaden als nützen.

    Habe ich erwähnt, dass dies nur eine persönliche, subjektive Meinung ist? Dann ist ja gut.

    M. (nach paar Wein)

    Da ich den Thread ja angefangen hatte, hier jetzt "was kümmert mich mein Geschwätz von vor 15 Jahren":

    Nach vielen Jahren "Matched Grip" (MG) hatte ich damals (während eines Soundchecks!) spontan auf "Traditional Grip" (TG) umgestellt. Den TG hatte ich früher mal nebenher geübt, aber nie wirklich eingesetzt. Plötzlich war es da und nach etwas Hin & Her wurde TG ca. 2007 für mich die Wohlfühl-Stockhaltung. Mir war einfach danach; ohne Religion oder Meisteransagen. (Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass Rich, Gadd, Colaiuta, Smith und die Gruber-Schüler mein Unterbewusstsein dann doch manipuliert hatten.) TG war jetzt meine einzige Stockhaltung und ich konnte mir gar nix anderes mehr vorstellen.

    15 Jahre später - vor ein paar Wochen - ist wieder irgendwas in mich gefahren: Bei manchen Titeln und bei Gary-Chester-Übungen muss/will ich Hi-Hat und Ride mit Links spielen. Gerade "riden" geht im TG bei mir gar nicht. Einen laufenden Wechsel zwischen TG und MG halte ich wegen der für mich notwendigen unterschiedlichen Snare-Neigung für nicht praktikabel. Also habe ich beim Üben mal einfach die Snare flach aufgebaut und MG gespielt. Und siehe da: Ich fühle mich plötzlich wieder pudelwohl, wenn ich MG spiele. Die ersten beiden Gigs im MG habe ich hinter mir und es kam mir vor, als hätten sich mir neue Möglichkeiten eröffnet.
    Das soll nicht heißen, dass ich TG für schlecht halte. Nur, dass er für mich wohl nur eine Phase war - auch wenn sie über 15 Jahre gedauert hat. :)


    M.

    Da gibt es ein etwas älteres Video (in Englisch), wo einer so was macht. Man braucht wohl eine kleine Schwester und eine Art Pauspapier zum Abnehmen und Übertragen des Logos.

    Das Sabian "Logo Renewal Kit" scheint es hier und da im Handel zu geben; vielleicht nicht in Deutschland. Da hätte man ja zumindest einen guten Stift. Die Schablonen sind natürlich dann für Paiste unpassend.


    Es war nicht die Frage, aber trotzdem meine Meinung: Aus einigen Gründen würde ich das nicht machen.


    M.

    Opa33s hat mit Musescore in die gleiche Richtung geschaut wie ich. Meine Lösung ist allerdings Noteflight. Man muss gar nix installieren, sondern es läuft im Web-Browser (Firefox, Chrome, Safari, ...). Man kann ganze Partituren mit allen möglichen Instrumenten erstellen, abspielen, speichern, als PDF speichern oder eben auch als MP3 runterladen. Wenn es wirklich nur ein Metronom sein soll, kann man als Instrument "Metronome" (unter "Unpitched Percussion" zu finden) wählen. Das Tempo kann pro Takt eingestellt werden. Man kann sich natürlich auch andere Instrumente (z.B. Percussion) reinschreiben.

    Kostenlos kann man bis zu 10 Titel dort halten. Ich nutze die Vollversion ohne dieses Limit und zahle im Jahr 49 EUR (oder 49 USD).


    M.