Da ich den Thread ja angefangen hatte, hier jetzt "was kümmert mich mein Geschwätz von vor 15 Jahren":
Nach vielen Jahren "Matched Grip" (MG) hatte ich damals (während eines Soundchecks!) spontan auf "Traditional Grip" (TG) umgestellt. Den TG hatte ich früher mal nebenher geübt, aber nie wirklich eingesetzt. Plötzlich war es da und nach etwas Hin & Her wurde TG ca. 2007 für mich die Wohlfühl-Stockhaltung. Mir war einfach danach; ohne Religion oder Meisteransagen. (Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass Rich, Gadd, Colaiuta, Smith und die Gruber-Schüler mein Unterbewusstsein dann doch manipuliert hatten.) TG war jetzt meine einzige Stockhaltung und ich konnte mir gar nix anderes mehr vorstellen.
15 Jahre später - vor ein paar Wochen - ist wieder irgendwas in mich gefahren: Bei manchen Titeln und bei Gary-Chester-Übungen muss/will ich Hi-Hat und Ride mit Links spielen. Gerade "riden" geht im TG bei mir gar nicht. Einen laufenden Wechsel zwischen TG und MG halte ich wegen der für mich notwendigen unterschiedlichen Snare-Neigung für nicht praktikabel. Also habe ich beim Üben mal einfach die Snare flach aufgebaut und MG gespielt. Und siehe da: Ich fühle mich plötzlich wieder pudelwohl, wenn ich MG spiele. Die ersten beiden Gigs im MG habe ich hinter mir und es kam mir vor, als hätten sich mir neue Möglichkeiten eröffnet.
Das soll nicht heißen, dass ich TG für schlecht halte. Nur, dass er für mich wohl nur eine Phase war - auch wenn sie über 15 Jahre gedauert hat. 
M.