Das Trommeln zum Beruf zu machen, bringt mehrere Probleme mit sich. Erstens ist das ein sehr harter Job, der viel Arbeitszeit und Einsatz und dagegen ein vergleichsweise geringes Einkommen mit sich bringt. Nur durchs Trommeln alleine können die meisten nicht leben, da kommt also noch Unterricht oder ein Zweitjob dazu. Zweitens musst Du als professioneller Trommler, vor allem am Anfang und wenn unbekannt, alle Jobs spielen, die Dir angeboten werden. Du kannst Dich also nicht, wie bisher als Amateur, auf das beschränken, was Dir Spass macht, und das schränkt das Vergnügen am Beruf durchaus ein. Darüber hinaus musst Du auch noch den gesamten Verwaltungskram als Selbstständiger erledigen (Marketing, Steuer, etc.), was viel Zeit und Aufwand kostet. Drittens verlierst Du, wenn Du das Hobby zum Beruf machst, das Hobby.
Ich stand vor langer Zeit vor der gleichen Frage. Letztendlich bin ich Physiker geworden und trommle weiter als Hobby. Ich bin heutzutage SEHR froh, dass ich die Entscheidung damals so getroffen habe, denn ich muss nur die Sachen spielen, die mir Spass machen, habe volle Freiheit und das Trommeln macht mir weiterhin Spass.