Beiträge von Two

    Ich finde das sehr schön gespielt, das Feel ist gut getroffen und auch schöne Verzierungsdetails wie im Original.
    Die Ghostnotes finde ich gut gespielt, aber zu laut, und dadurch wird der Groove etwas unruhig. Vielleicht könnte man die Snare im Mix etwas runterpegeln, ich kann nicht einschätzen, ob dann die Backbeats zu leise werden, oder ob das dann noch passt.

    Ich häng' hier derweil allerdings mal noch 'n kleines Demo-Video von den Istanbuls dran


    Von mir kein Kommentar zur Beckendiskussion, aber einen zum Video.
    Ich finde das gut gespielt und gut klingend, bis auf die BD-Schläge auf 1 und 3. Da spielst Du, obwohl der Rest des Grooves geshuffelt ist, eher 16tel als Achteltriolen, der zweite Schlag kommt also nicht synchron mit dem HH-Schlag auf dem "let". Daran würde ich arbeiten, da der Groove jetzt irgendwie inkonsistent klingt.
    Außerdem als Tipp: Bei Bonham groovt das so tierisch, weil er auf der BD den Downbeat betont (1 und 3), und zum leiser gespielten "let" gleichzeitig die HH leicht öffnet.

    Ihr seid alle noch jung und habt noch viel Zeit viel zu lernen. Insofern kann mit mehr Spiel- und Lebenserfahrung aus Eurem Projekt irgendwann was sehr Interessantes werden.
    Im derzeiten Zustand ist das Gezeigte für mich allerdings ein typisches "Eigenproduktionsergebnis" - wertvoll als Dokumentation des aktuellen Standes für die Musiker, schön zum Zeigen was man so macht für Freunde, Verwandte und Bekannte, aber nicht wirklich was für den Rest der Welt. Die Musik ist fraglos prima gespielt, prima produziert und komponiert, aber eben nicht wirklich mit einer neuen Idee, Innovation oder Rafinesse. Durchaus ein Achtungserfolg, vor allem gemessen an Eurem Alter, aber bis zu einem Ergebnis, das wirkliche Verbreitung und Vermarktung verdient, ist doch noch ein weiter Weg zu gehen.

    Hier ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind (habe mir nur Autumn Leaves angehört, da ich nicht so viel runterladen wollte):


    - Du musst noch etwas an Deinem Swing arbeiten. Das Ride-Pattern ist zu gleichmässig phrasiert und die Subdivision stimmt nicht durchgehend. Dafür würde ich empfehlen, mal eine Weile das Swing-Pattern auf dem Ride und dazu nur die HH zu spielen, und ausschliesslich darauf zu achten, dass es konsistent und gleichmässig schwingt, und die Subdivision sauber triplet-basiert ist. Wenn das läuft, dazu beliebige Übungen aus "Syncopation" spielen (oder auf frei compen auf Snare und BD), dabei aber immer den Fokus auf dem sauber swingenden Ride lassen. Vielleicht kannst Du auch mal versuchen, die 2 und 4 aus dem Arm und den Rest aus den Handgelenken bzw Fingern zu spielen. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da man damit den Upbeat betont, aber führt oft zu einem besseren Swing-Feel.


    - Wie Moe: weniger Spielen, auf die Mitmusiker hören und nur mit kleinen Akzenten oder Minimalcomping deren Solos unterstützen.


    - Du spielst oft sehr weit hinten in der Time, und es hört sich so an, als sei das nicht absichtlich so. Da würde ich auch mal hinschauen, und wenn Du solche Verschiebungen beabsichtigst, darauf achten, dass sie bewusst stattfinden und konsistent bleiben.


    Ansonsten - alles bestens ;)

    Wie Nils, bei mir ist es auch ganz langweilig, seit Jahren immer das gleiche Setup:


    Jazz:
    14" Agop 50th anniversary hihat
    21" Agop SE Jazz ride
    24" Agop Signature Ride oder 22" Diril Raw Flat ride


    Soul, Hiphop:
    16" Agop Signature/Bosphorus Ferit hihat
    18" Avedis thin crash
    21" Agop SE Jazz Ride


    Mittlerweile habe ich gelernt, dass der Sound sich durch Üben viel effektiver verbessert als durch Equipment-Upgrades (sobald einmal eine solide Ausstattung vorhanden ist, natürlich).

    Mein erster Ansatz ist hier die Bildung einer Hüllkurve. Nun muss automatisch entschieden werden, welches Maximum die Grundfrequenz darstellt. Falls dazu jemand eine geniale Idee hat, bin ich immer dankbar.


    Das sauber zu machen ist gar nicht so einfach. Der Ansatz mit der Hüllkurve bringt keine sauberen Ergebnisse, da das Maximum der Peaks nicht immer (sieht man auch auf Deiner Grafik) nicht immer mit dem Maximum der Hüllkurve zusammenfällt.
    Normalerweise würde man eine Funktion suchen, die die Form eines einzelnen Peaks beschreibt, diese dann anfitten, und den Fitparameter, der die Frequenzlage des Peaks beschreibt, für die weitere Auswertung nutzen. Das Problem hier ist, dass das Spektrum sehr viele Überlagerte Peaks enthält, die sich überschneiden und sehr unterschiedliche Amplituten haben. Man müsste also eine Fitfunktion aus vielen Überlagerten Peaks benutzen. Das ist technisch möglich, aber Du hast dann sehr viele Fitparameter (jeder Peak vermutlich 2 bis 3 Parameter x Anzahl der Peaks), und dann ist es wieder schwierig, den richtigen Parameter automatisch herauszusuchen.
    Der beste Kompromiss ist vermutlich, die lage der höchsten Peaks herauszusuchen (durch eine einfache Suche nach Werten, die eine bestimmte Schwelle überschreiten). Dann hast Du schon mal eine grobe Lage des Maximums. Dann eine Fitfunktion finden, die nicht allzu empflindlich auf Überlagerung mit kleineren Peaks ist, aber trotzdem das Maximum sauber reproduziert, und diese auf den ersten Peak loslassen.


    Hope this helps.

    Hi Mathias, danke für die schöne Geschichte. Ich freue mich sehr, dass Du von dem Menschen, der Deine Leistung und Dein Niveau am besten einschätzen kann, die Anerkennung bekommst, die Du verdienst. Du hast hart und ausdauernd gearbeitet, und es ist schön zu sehen, dass das jetzt Früchte trägt.
    Grüsse auch an die Freundin, die ja entscheidend an der guten Wendung beteiligt war ;)

    Erstaunlich. Inklusive über mehrere Sitzungen und Tage bestehende automatische Anmeldung? Könntest Du mir das nochmal bestätigen? Ich kann mir das praktisch nicht vorstellen.


    Ja, das ist tatsächlich so. Nicht nur über Tage, sondern eigentlich durchgehend. Willkürlich alle paar Monate muss ich mich mal neu anmelden, aber dann ist wieder lange Ruhe.