1. Wie sehr ist die Bubinga an der Sonor Vintage, falls das jemand beurteilen kann?
2. Bereue ich die Bubinga, wenn ich sie anstatt der Brass wähle?
Bubinga kann schon deutlich anders klingen als die weniger dichten bzw weicheren Holzarten (Ahorn/Birke). Ich persönlich liebe meine Tama Mike Portnoy Bubinga Snare - soundtechnisch ist sie vielleicht sogar mein absoluter Favorit nach einer wirklich langen Snare-Odyssee und hunderten getesteten und verglichenen Trommeln.
Hier die Gründe:
Die Portnoy macht hochgestimmt nicht "zu". Sie bleibt immer herrlich offen und crisp, ähnlich einem Stahl-Kessel - und auch deutlich anders als ich es bei der Starphonic Alu erlebt habe (die ich hoch und offen gestimmt eher schwach fand). Geht man dann runter in der Stimmung, wird sie deutlich holziger und wärmer im Sound - hier hatte ich manchmal mit Stahl-Snares so meine Probleme, vor allem bei sehr leichten Trommeln - nicht so bei der Portnoy. Ein Unterschied zwischen Portnoy und Starphonic könnte allerdings sein, dass die Portnoy eine scharfe 45-Grad-Gratung hat, wohingegen die Gratung der Starphonic leicht abgerundet ist. Ich meine auch, dass der Portnoy Kessel minimal dicker ist (+1-2 mm oder so).
Im Gegensatz zu meinen Messing Snares ist die Bubinga Portnoy vllt einen Hauch kontrollierter. Eine Messing-Snare würde ich wählen, wenn ich den typisch rockigen "ring" Sound haben möchte - also einen starken Kesselsound. Ich finde Messing vor allem in hohen Tunings oft sehr schneidig und laut - muss aber sagen, dass ich auch ein bisschen ein Messing-Fan bin und hier auch die Dicke des Kessels, Gewicht der Hardware/Spannreifen etc. eine Rolle spielen. Bubinga kommt aber vielleicht einen Hauch "zahmer" daher. Magst du nicht mal beide bestellen und dann vergleichen? Würde mich interessieren, ob du unsere Einschätzungen hier dann verifizieren oder falsifizieren könntest.
Hier hörst du die Portnoy Bubinga mal hochgestimmt und ungedämpft.