Beiträge von NoStyle


    Von den oben genannten kenne ich persönlich nur das Yamaha Stage Custom und das Tama Superstar Hyperdrive. Die durfte ich beide schon öfter mal spielen.


    Meine Meinung:
    Beim Yamaha Stage Custom bekommst Du ein prima Gesamtpaket (siehe Link von Moe Jorello im 2. Post) zum guten Kurs bzw. Preis/Leistungsverhältnis. Die Verarbeitung bei Yamaha ist immer sehr gut. Kessel, Gratung und Lack sind sehr wertig und sauber. Die Kesselhardware ist serienübergreifend, z.B. YESS-Tommounts, oder die Absolute-Böckchen, welche vor wenigen Jahren noch an den Top-Serien verbaut wurden. Die 700er Hardware ist seit Jahren etabliertes schnörkelloses Understatement, sehr funktional und qualitativ langlebig. Dazu ist die Snare im Paket ziemlich überzeugend!
    Klanglich steht es einem Recording Custom kaum nach, finde ich. Ein echter Allrounder und Arbeitstier, an dem Du in der Konfiguration 10/12/14 Toms, 20 BD + 14Snare lange Freude hättest.
    Wenn die Werksfelle runtergespielt sind kannst Du z.B. mit frischen US-REMO´s als Schlagfell nochmal optimieren.


    Das Tama Superstar (Hyperdrive) ist auch ein tolles Set. Allerdings sind die sehr kurzen Toms und überlangen BassDrums nicht jedermanns Sache.


    Ein guter Hocker macht Sinn. Für den Rest des Budgets gibt es wertige B20 Becken/Beckensets z.B. von Masterworks, Zultan, Pasha, oder Fame.


    LG
    Toddy

    Als Alternative könntest Du diese auch mal anchecken:
    Pasha Ancient


    Pasha werden von Masterworks hergestellt und sind so etwas wie die Hausmarke von Drums Only in Koblenz. Ich hatte früher mal Pasha-Cymbals der alten RAW-Serie, welche preislich und klanglich sehr empfehlenswert waren.

    trommla hat, wie einige andere auch, bezüglich Spiel-Dynamik generell - und der unterschiedlichen Dynamik zwischen HiHat und z.B. Snare, eigentlich alles gesagt. :thumbup:

    Sehr gut Jürgen - ich war echt schwer am grübeln was Du meintest ... :thumbup: :thumbup:


    Zum Thema: 1 Zoll Unterschied in der Kesseltiefe mag man in Nuancen - und nur im direkten Vergleich - vielleicht im Klangverhalten hören. In der Realität wird das keine Rolle spielen.
    Eine passende Ergonomie ist da deutlich interessanter = flachere Toms lassen sich auf z.B. 22er BassDrums tiefer platzieren. Hier spielt 1 Zoll Unterschied eventuell die wichtigere Rolle als im Klang ... !


    LG
    Toddy

    Hey, . . . hinten anstellen, erst bekomme ich meine in Türkis ;)


    Mache ich prompt - und auch gerne selbst ... ^^


    hm. sollte eigentlich auch funktionieren.
    becken sind doch aber idR mit lack versiegelt, oder? den müsste man dann erst runterschleifen, patinieren, und anschließend wieder mit lack versiegeln, ansonsten ist die patina ruckzuck wieder ab. wäre aber sowieso die frage, wie lange das dann tatsächlich hält... :D


    ... wenn man mit der Rezeptur rausrücken würde. :D
    Mal ernsthaft: Meine Becken sind ziemlich sicher nicht mit Lack versiegelt, das sollte also ohne Probleme gehen. Ist natürlich fraglich wie dauerhaft haltbar das ist, wäre mir aber als Freund rauer & schmutziger Becken-Optik vorläufig egal.
    Wenn Du also keine "Geheim-Rezeptur" hast ... gerne auch per PN! :thumbup:

    Hallo Jürgen,


    wenn ich tief in meiner Erinnerung krame, zurück zu der Zeit, in der ich viel in Big-Bands gespielt habe, fällt mir zunächst ein, dass Bläser über eine breite Dynamik eine sehr ordentliche Lautstärke entwickeln können. Ich kam selten in die Verlegenheit zu laut zu sein.
    Damals spielte ich einen Paiste/Sabian Mix aus Formula 602 und HH, alles in Medium-Stärke. Hier würde ich, nach meinem persönlichen Geschmack, auch wieder ansetzen, da man so sehr vielseitig aufgestellt ist und das eigene Spiel die Dynamik steuert.


    In Deinem Fall würde mich mal interessieren, wie Du die vorhandenen Tosco-HiHats findest. Ich hatte mal zwischenzeitlich auch ein 14er Paar und ein 20er Ride, beides Medium und fand das toll passende Becken für solche Band-Konstellationen.


    Ansonsten würde ich aus Deinem vorhandenen Fundus z.B. das 22er Ride oder 20er Medium nehmen, dazu 18er oder 19er Crash, sofern Medium oder dünner. Hier weiss ich allerdings nicht mehr, ob die Mediums dicker/schwerer als die "regulären" sind. Zudem geht ein 19er auch gut als alternatives, leichtes Ride.
    Bei den HiHats müsste ich eventuellll passen, da ich generell keine Heavy HiHats mehr spielen würde. Andererseits weiss ich aber auch, dass sie gut passen, wenn man sie adäquat bedient.


    Abschließend glaube ich aber nicht, dass neue Investitionen nötig sind, sondern es vielmehr die Frage ist wie man spielt. Es sei denn Du hast Kauf-Gas. :)


    LG
    Toddy

    Klingt doch eigentlich alles recht ansprechend, vorausgesetzt die Finishes gefallen einem persönlich. Ansonsten geht das bezüglich Kessel doch in Richtung des alten Sonor Lite, nur mit ganz leicht dickeren Kesselstärken?!? Die Lite-Serie hatte z.B. ca. 6,x mm bei Toms und Snare, wenn ich nicht irre. Und wenn die bewährte Skandinavische Birke verbaut wird, ist das ganz sicher ein toll klingendes Set - ganz in der Tradition der alten Tama Superstar, Yamaha 9000 Recording Custom, oder eben das Sonor Lite ...

    Ob DIY-Trommelbau Sinn macht, kann ich nur eindeutig mit "JA!" beantworten. Allerdings müsste man auch etwas differenzieren, was DIY individuell bedeutet.


    In meinem Fall war es einfach so:
    Ich fand das alte Japan-Made Yamaha Oak Custom Drumset immer toll. Es hatte eigentlich alles was ich mir von einem Drumset gewünscht hatte - schlichte zeitlose Finishes, schlichte kleine Böckchen, generell frei von überflüssigem Firlefanz und insgesamt einfach funktionell. Dazu toll verarbeitet und natürlich die Hauptsache - der Klang der mitteldicken Kessel aus japanischer Eiche, der durchaus sehr eigen, aber sehr dynamisch und vielseitig ist! Eigentlich ein sehr hochwertiges Kit zum Mittelklasse-Kurs. Als Nachteil empfand ich unter anderem die "nur" 17er Tiefen bei den BassDrums und den hohen Aufpreis, den ich hätte zahlen müssen für meine Lieblings-Konfiguration von 20" und/oder 22" BD und 10", 13", 16" (Rack)Toms. Eine Sonderbestellung war über verschiedene gute Kanäle nicht möglich.


    Also habe ich recherchiert, wie ich solch eine Kessel-Konfiguration, nebst dickeren Eichenholz-Kesseln (Schichtholz, keine Verstärkungsringe), ohne unverhältnismäßig hohe Kosten selbst realisieren kann. Heraus kam eine Custom-Order bei Highwood in England, welche mir die Kessel nach meinen Spezifikationen angefertigt haben, mit komplett Roteichen-Funieren, inklusive sehr toll gemachter Gratungen. Diesbezüglich wollte ich, mangels Werkzeug und Erfahrung, nichts anbrennen lassen. Aber das Finish, die Bohrungen und die Montage der von mir bei Gerd Steger ausgesuchten Hardware wollte ich unbedingt selbst machen. Und ja, ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung und erfreue mich jedes Mal wie ein Kleinkind, wenn ich mich an das Set setze. Ich habe, nach sehr vielen Jahren des Suchens und Experimentierens nach "meinem" Drumset und Sound, das Gefühl endlich angekommen zu sein. Das inkludiert auch die ein oder andere Custom-Order bezüglich meiner Cymbals.


    Mein persönliches DIY war also nicht die komplette Kesselherstellung, oder eigenes Hardware-Design, vor dem ich immer wieder begeistert bin, wenn hier jemand so etwas kann/macht. DAS ist für mich auch Trommelbau von A bis Z!
    Aber der Erwerb hochwertig gemachter Kessel und die davon ausgehende Bearbeitung zu einer persönlichen Trommel macht einfach großen Spaß. Mit etwas handwerklichem Geschick und gutem Werkzeug kann man wunderbare Instrumente herstellen. Die Frage ist auch: Geht es eher "nur" um eine spezielle Optik, oder möchte man auch tiefer in die Klang-Möglichkeiten eingreifen und damit Erfahrung sammeln bzw. sich damit beschäftigen.
    Am Ende habe ich natürlich kein original Yamaha Oak-Custom Drumset bekommen, weder in Optik, noch im Sound. Allerdings habe ich doch die mir wichtigen klanglichen Eigenschaften von Eichenholz, dazu eine eigene Optik und eine mir gefällige Hardware.


    Mein persönliches Fazit: Es lohnt schlicht alleine schon wenn man Spaß am Basteln hat! Ob man ein klanglich noch besseres Set versus einem High-End-Stangen-Set bekommt, wage ich etwas zu bezweifeln. Zumal "guter Sound" auch durchaus subjektiv empfunden wird. Mir war eine sehr gute Kesselverarbeitung bezüglich Gratung wichtig und das etwas rustikale, sehr harte Eichenholz - die Grundessenz für einen wie auch immer gut klingenden und einfach zu stimmenden Trommelkessel, mit ganz eigenem Charakter. Günstig ist DIY auch nicht wirklich, da gute Kessel ihren Preis haben. Genau so gilt das für die gesamte Hardware - es gibt reichlich Optionen, nebst qualitativen Unterschieden im Detail. Hier würde ich nicht sparen oder Kompromisse eingehen wollen.
    Wenn man sich sehr viel Mühe gibt, bekommt man ganz sicher ein sehr hochwertiges Instrument - aber eigentlich geht nicht unbedingt um "besser", sondern vielmehr um etwas selbst Erschaffenes, um Individualität, um etwas mit einem eigenen Charakter. :)

    Abwarten bezüglich Preis, oder? Es fehlen ja z.B. die Faktoren "welches Holz", "welche Kessel-Konstruktion", "wieviel Finish-Optionen", "welche Kesselgrößen/Konfigurationen". Dazu gibt es wohl ein neues, abgespecktes Freischwing-System, oder nicht?!? Das ergibt sicherlich Raum für einige Einsparungen in der Produktion und für den Kunden ...

    Doch doch, das mache ich durchaus auch ... :whistling: ... allerdings reicht mir der Finger-Balance-Test. Da merkt man das schon, aber ausser einem leichten Neigen hatte ich noch nie extreme Ausreißer gehabt.
    Was ich mich allerdings immer noch Frage: Wie soll diese Unwucht in der Herstellung zustande kommen, wenn nicht ein etwas aussermittiges Loch die Ursache ist? Bei z.B. einem rotierenden Becken kann man doch beim Lathing nicht einseitig so ungleich Material abtragen, oder übersehe ich etwas?
    Anyway - wenn das Sorgen bereitet wie gesagt: Umtauschen.

    Ich verstehe den Begriff "Unwucht" nicht so ganz ... genauso wie "es klingt wirklich sehr gut, jedoch schwingt es halt nicht mehr ganz so ausgewogen aus wie man es normalerweise gewohnt ist". Hattest Du schon ein anderes 17er Paperthin das anders bzw. "ausgewogener" schwingt?
    Bei dem Becken scheint schlicht die Bohrung nicht exakt mittig zu sein, das ist "eigentlich" erstmal alles. Klanglich macht das normalerweise nichts, ausser das von Two beschriebene zurechtdrehen im Laufe des Spielens dank Gravitation. Ich habe auch zwei Becken, die ganz minimal aussermittig gebohrt sind. Das ist natürlich der Todfeind für Freunde mittels Wasserwaagen horizontal ausgerichteter Becken. In Deinem Fall finde ich es aber auch etwas zuviel des Guten. Wenn es Dich unglücklich macht -> Umtauschen. :)

    Hmmm ... also ich kenne nicht jedes HiHat-Pedal, aber die von von mir gespielten diversen Tama Cobras, Mapex Falcons oder DW 9000(?) wackelten als 2-Bein-Konstruktion schon recht ordentlich. Auch auf festem Untergrund (Teppich auf Betonboden), da half auch keine Bodenplatte oder sonstiges. Mich hat es genervt und spiele daher lieber eine drehbare 3-Bein-Maschine. Das reicht mir platzmäßig auch völlig, wenn ich ein Doppel-FuMa-Pedal spiele. Bei mehrfacher Pedalerie sind diese 2-Bein-Maschinen natürlich fast alternativlos.
    Jedenfalls habe ich bislang noch keine wackelfreie erlebt, aber: Das ist nur meine persönliche Erfahrung! :)

    Auf die Idee, ein mit Meshheads ausgestattetes Akustik-Drumset zu mikrofonieren, bin ich noch nicht gekommen - folglich fehlt mir da "Real-Live" Erfahrung. Allerdings, wenn ich meinen "Sound" so höre, ist das nur bedingt Vergleichbar mit einem Akustik-Drumsound mit konventionellen Fellen.


    Wie Jürgen K habe ich ein Falams-Slam auf der BD - a) gegen Verschleiß und b) um Soundunterschiede durch verschiedene Beater mehr hörbar zu machen. Für Übungszwecke ist das ganz prima. Meshheads auf der Snare haben die Eigenart, dass z.B. Rimshots nicht wirklich anders klingen als z.B. ein Side-Stick, oder ein Schlag nur auf dem Spannreifen. Hier fehlen deutlich die Möglichkeiten unterschiedliche Sounds durch diverse Anschlagstechniken umzusetzen. Zum Üben reicht mir das - zu mehr leider nicht.
    Auch bei den Becken handhabe ich das wie Jürgen: Gummi-Matten wie die Evans Sound-Off´s.

    Es bleibt die Tatsache, das Meshheads keinen eigenen Sound produzieren (ausser Anschlagsgeräusch), sondern nur die Reso-Felle etwas zum Schwingen anregen. Das auch deutlich weniger als mit üblichen Schlagfellen. Ob da ein mikrofonierwürdiger Klang entsteht, wage ich etwas zu bezweifeln - und Jürgen´s Erfahrung scheint das zu bestätigtigen ...


    Ich kann mich nur wiederholen: Zum reinen Üben sind Dinge wie Meshheads oder Gummimatten voll in Ordnung, ein brauchbarer Sound entsteht aber nicht wirklich. Die Lautstärke kann noch durch Demontage der Reso-Felle reduziert werden. Besonders bei großen Toms oder generell BassDrums verhindert das zusätzliches tiefbassiges Wummern. Nur dann ist der Sound nahezu komplett tot. Ein mögliches Problem bleibt das laute Klacken bei Rimshots. Ein weiteres, vielleicht sogar größeres Problem ist der Trittschall. Ohne dämpftendem Podest ist dem nicht beizukommen - zumindest bei Etagenwohnungen. Die einzige Alternative wäre ein Kellerraum, den man sich entsprechend einrichten und nutzen könnte. Hier dürfte sich Schalldruck jeder Art, oder Trittschall, am wenigsten auf Fußböden und Wänden übertragen.
    Und ja - vielleicht auch mal mit den Nachbarn sprechen. Es gibt sicher Möglichkeiten sich auf Übungszeiten zu einigen. Nette Menschen informieren in der Regel ja auch, wenn mal z.B. gefeiert wird und es lauter als üblich werden könnte! :)

    Die Lösung des Problems hast Du geschrieben ;) nämlich das bauen eines gedämpften Drum-Podest, um den Trittschall zu reduzieren.
    Die Größe der BassDrum spielt meiner Meinung nach keine große Rolle, auch mit Meshhead nicht ...


    By the way: Das gilt nicht nur für eine BassDrum nebst Pedal, sondern auch für die HiHat-Maschine! Die tritt man ja auch mal ab und an ... :)

    Wie gesagt - ich denke, die BD-Größe ist vermutlich nicht wirklich entscheidend. Auch eine 16er oder 18er BD kann, mit entsprechend gestimmten Fellen, ordentlich Tiefbass produzieren. Das Trittschall-Problem bleibt vermutlich so oder so. Deshalb wäre das nur bedingt eine Hilfe und Du könntest auch z.B. nach einer günstigen 20er BD schauen. Eine Thomann Millenium 20x14 kostet gerade mal 65€ ...
    Es geht ja eigentlich nicht wirklich um einen guten "Sound", sondern vielmehr um eine adäquate Wohnungstaugliche Übungsmöglichkeit, oder?