Yellowjackets - mit Will Kennedy, Jazztival Bühl, 11.11.17
Beiträge von Katschi
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Normalerweise gehst du damit zum Händler und beauftragst den. Was Preisverhandlungen angeht, sind die meist recht zugeknöpft, so meine Erfahrung. Der Händler hat damit zwar keinen großen Aufwand, da er dich ja nicht mehr groß beraten muss, verweist dann gerne auf die geringen Margen. Wozu braucht man da noch den Händler? Frag bei mehreren Händlern an, damit die merken, dass sie sich etwas bewegen müssen. Mit Sicherheit auch beim Preis. Ist meine Erfahrung.
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Seltsam, die Preise scheinen wirklich zu schwanken. Ich hatte in Post 28 mein altes SQ2 nachgebaut und mich über die Preiserhöhung gewundert. Jetzt das Ganze nochmals und der Preis geht von 4.055 € vor wenigen Tagen runter auf 3.677 €. Deutschland ausgewählt. Mag ja sein, dass sie zunächst falsche (zukünftige?
) Preise eingespielt hatten. -
Worum es geht? Also ich denke schon, dass man das Preisniveau diskutieren kann. Auch dann, wenn man das Gefühl bekommt, diese Preise nicht mehr richtig einordnen zu können. Und ich bin mir sicher, dass jeder, der in ein Set investiert, nicht nur den Haben-will-Faktor berücksichtigt, sondern auch eine Konzession macht, was er zu zahlen bereit ist. Und es ist nachvollziehbar, dass gerade dann, wenn Sonor hier einen Wurf macht, die Zahl oben rechts besonders sensibel betrachtet wird.
Ich habe mal bei mir nachgeschaut. Zufälligerweise hatte ich mir am 23.10.2012, also vor exakt fünf Jahren, ein SQ2 in silver sparkle konfiguriert. Diese Konfig habe ich mir eben mit dem neuen SQ2-Konfigurator nachgebaut (22x16 mit BD-Rosette, Buche medium, 12x8 vintage Buche, 16x16 vintage Buche), Finish silver sparkle hochglanz. Das Set hatte ich auch gekauft.
Verkaufspreis 2012: 2.636,51 €
Verkaufspreis 2017: 4.055,45 €Eine Erhöhung um knapp 54 % binnen 5 Jahren für das gleiche Set, die gleiche Leistung. Kann das sein, jedes Jahr etwa 10 % Aufschlag? Ich hab's seither nicht weiter verfolgt.
Aber ich muss auch sagen: Den Porsche habe ich mir vor fünf Jahren gegönnt, angesichts heutiger Preise käme ich gewaltig ins Grübeln. -
Soweit das mit dem SQ2-Konfigurator möglich ist, habe ich mal das Stone-Set nachgebaut. Ich weiß, es gibt Unterschiede im Kesselmaterial (Stone: 5-ply Ahorn/Pappel, Sonor: Buche, Thin, vergleichsweise geht da nichts anderes), in guten Teilen bei der Hardware, selbstverständlich kann man auch zwei Unternehmen dieser Art nicht vergleichen, ich habe aber die günstigste SQ2-Variante genommen. Und komme auf 5.035 €.
Ich werde mal noch einen Thread über dieses Stone-Set starten, dann kann man dort weiterdiskutieren.
Und jetzt bitte weiter fleißig konfigurieren - die SQ2s natürlich

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Der neue Konfigurator ist okay, aber die Preise hauen einen um.
Jetzt mach' ich mal den Störenfried und zeige euch genau das Stone Custom Drums Niles-Set, das ich - vom Meister persönlich gefertigt - vor wenigen Wochen aus den USA bekommen habe.
Maße etwa identisch mit den hier eingestellten SQ2-Konfigurationen. 22" x 15", 12" x 9", 14" x 14", 16" x 16". -
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So langsam aber sicher wird's doch noch wahr:
Sieht so aus, als ob ich mein neues Drumset bald im September zwischen den Fingern bzw. Stöcke habe.
Wenn es endlich kommt, gibt's natürlich Fotos, klar.
Während ich mich einstweilen in den Urlaub zurückziehe, lasse ich die Gemeinde etwas rätseln.
Nicht einfach, bei den geringen Informationen. Aber ein DF-Mitglied dürfte es evtl. schnell erkennen.Ich verrate nix. Doch, vielleicht so viel: Es ist das erste Set in der Alten Welt - und es hat etwas mit einem Stein zu tun.
Viel Spaß
Katschi -
Aah, das tut dem Set gut :).
Ich habe bewusst auf die Chromspannreifen verzichtet (die werde ich verkaufen
), weil die nach meinem Geschmack eher mit einem einfarbigen Finish harmonieren, gilt auch für Mahagoni-Furnier. Die Maserbirke ist doch recht lebhaft und ich wollte ausprobieren, wie aufwändig das Bearbeiten der Reifen ist. Das Furnier habe ich zum wiederholten Mal von einem ganz speziellen Anbieter über ebay bekommen. Man muss halt wissen, wie die Blätter aussehen, ob die einzelnen Blattbilder optisch zueinander passen, Verschnitt einkalkulieren, Farbton, evtl. Zeichnungen, Risse. Hier lieber zweimal mehr schauen als blind kaufen. Manches, was als Maserbirke angeboten wird, lässt man lieber liegen, das sieht aus wie Ikea-Furnier. Also recht langweilig. Die Maserung findet sich immer im unteren Ansatz des Stamms bis ca. 1,50 m Höhe, danach verliert sich dieser Effekt. Das ist dann nicht brauchbar. Tipp: die Blätter sollten nicht viel länger als 60 cm sein und eine maximale Breite von 30 cm haben. Meine hatten 29 cm und da muss man fix und konsequent aufbügeln. Pro Blattzuschnitt 45 Minuten. Ich habe hier speziellen Furnierleim mitgekauft, der hat eine andere Viskosität als z. B. Ponal und Konsorten. Etwas dünner und streichfähiger. Im Nachgang hatte ich auch keine Blasen oder Risse, Birke ist weich und legt sich gut auf die Kessel.Kosten für die Blätter so um die 30 - 35 €, Furnierleim etwa 10 €. Also kein Vergleich zu einer Delmar-Folierung. Osmo Hartwachsöl um die 25 €, ausreichend Schleifblätter für wenige Euro. Günstiger kann man ein Set mit Echtfurnier nicht bekommen - nein, ich verkauf's nicht.
Grüße
Katschi -
Da ist ein alter Strumpf mit standesgemäßem Loch drin
Den Ballen habe ich mit Hartwachsöl getränkt, was man ja sehr dünn auftragen muss. Mit dem Ballen kann man viel besser dosieren, verteilen und den Überschuss abnehmen als mit einem Pinsel. Man muss aber für jeden Ölvorgang einen neuen Ballen nehmen. Ich habe nach dem Aufbringen 24 Stunden gewartet. In dieser Zeit wird auch der Ballen hart, den man übrigens an freier Luft und nicht in geschlossenen Räumen austrocknen lassen sollte, der Selbstentzündung wegen. -
Moinsen,
so, nach einem guten halben Jahr und je nach Zeit und Laune habe ich ein altes Sonor Champion aufgepimpt. Und zwar komplett mit Maserbirkefurnier, denn: Selbst ist der Drummer. Die einzelnen Arbeitsschritte auf den Bilder stelle ich hier mal chronologisch dar, auf dass sich die Gemeinde daran delektieren möge.
Basis war ein Set aus den 70ern, dem ich das verratzte Fell über die Ohren gezogen und die Kessel in Rohzustand versetzt habe. Ziel war es, das Set (22 x 14, 12 x 8, 16 x 16) komplett von Hand mit Maserbirke zu furnieren. Außer dem Bügeleisen für das Aufbringen des Furniers habe ich sonst keine "Maschine" eingesetzt. Als Besonderheit habe ich mir zwei 22"-Buchenspannreifen beim Stegner besorgt und diese ausfräsen lassen, um sie mit dunkler Mahagonybeize zu bepinseln und mit Birkenfurnierinlay zu versehen. Schlussendlich wurden alle Kessel nach Basisschliff (240er Korn) insgesamt zweimal wechselweise mit Hartwachsöl und Schleifpapier (240er und 320er Korn) bearbeitet und danach seidenmatt poliert.
Das Set wird seit ein paar Wochen nur noch mit Stöcken, Rods und Besen bearbeitet, mehr geht einfach nicht mehr.
Und hier die Arbeitsschritte:
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Fährt wer in den nächsten Tagen von Hannover Richtung Mannheim/Karlsruhe und könnte mir ein Set überführen?
Danke
Katschi
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Also wenn ein Phonic in 22-13-14-16 vorgegeben ist, sind auch die Tiefen klar. D. h.: 22 x 14, 13 x 9, 14 x 10, 16 x 16. Ein typisches Shell-Set, das ordentlich drückt. Was den Preis betrifft, wären Detailbilder sehr hilfreich. Ist das ein frühes Phonic aus den 70ern mit 19-mm-Halterung oder schon ein 80er-Set mit den 22-mm-Halterungen. Manchmal wird da gerne gemixt. Wie ist der Zustand des Chroms? Wie der der Folie? Das beeinflusst den Preis, aber bei 700 Öre (kleiner Scherz) ist m. E. deutlich Verhandlungsspielraum. Nach unten. Bei den alten Hobeln.

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Fantastisch! Super Job und viel Spaß damit. Immer schön zu sehen, wie man aus verhunzten Teilen schöne Sets wieder auferstehen lässt.
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Macht jedes Mal aufs Neue Spaß, mitzurätseln.
Small Stamp A, End-Fünfziger!
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Also mit Verlaub,
der Bursche hat entweder keine Ahnung oder versucht einen zu vereiern. Seltsamer Dämpferknopf. Der hat hier irgendwas zusammengepfriemelt und geht davon aus, dass irgendein Dummer jeden Morgen aufsteht.
Ich habe einen Performerkessel mit genau der gleichen Bördelung und der Schweißnaht wie in der ebay-Anzeige. Und ich habe eine D505 mit nahtlosem Kessel und der typischen deutlichen 45°-Gratung. Also das sind Unterschiede wie Tag und Nacht.Das ist keine D506
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So isses. Ab den 80ern hatten die Brackets 3 Bohrungen, waren auch in der Konstruktion etwas anders, wuchtiger.
Ich habe ein Champion von 1982, das hat auch die Klemmen mit drei Bohrlöchern.Bild drangehängt.
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Wie alt die Teller sind? Für die, die die Zildjian-Logik nicht kennen:
HH Top IG 493 130 = Baujahr 1997
HH Bottom IF 1699 166 = Baujahr 1996
15" Crash IH 4969 183 = Baujahr 1998
17" Crash JD 33976 979 = Baujahr 2004
22" Ride IG 2730 018 = Baujahr 1997 -
Was kann daran unsinnig oder nicht lohnend sein, wenn man sich genau mit der Materie auseinandersetzt, mit der man auch spielt? Ich finde es eher interessant, dass jeder seine eigene Herangehensweise hat: der eine probiert sich gleich an neuen Kesseln, der andere restauriert aufs Feinste, der nächste probiert sich an einem neuen Soundspektrum. Ich z. B. kleide gerne die guten, alten Kessel in neue Gewänder. Ich glaube dass jeder, der sich mit DIY beschäftigt, viel mehr über sein Instrument erfährt, als er zuvor wohl wusste, sich viel intensiver damit auseinandersetzt - und dann irgendwann auch mit dem Experimentieren beginnt. In gewisser Weise hat man beim DIY auch künstlerische Freiheiten. Gibt's was Besseres bei diesem Hobby? Der Ausgleich, die Arbeit mit einem zu restaurierenden Set sind mir viel wichtiger als irgendein Erlös.
Ob sich das rechnet? Vor Jahren hatte ich mal eine Veranstaltung besucht, da waren alte Männer, die berichteten über ihr Hobby: Goldschürfen im Rhein. Der Chef dieser Truppe ließ ein kleines Glasröhrchen durch die Reihen gehen, darin waren ein paar erbärmliche Goldkörnchen und -flakes, vielleicht drei, vier Gramm. Auf die Frage, wie lang er geschürft hat, um diese Menge auszuwaschen, sagte er: "Gut und gerne fünfzehn Jahre" 8|. Als einer fragte, ob sich denn dieses Hobby und dieser Aufwand lohne, kam postwendend die Gegenfrage: "Mit welchem Hobby werden Sie schon reich?" Diese Frage war die beste Antwort. Ich sehs mittlerweile genauso.
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Hat der nicht bei "Your Cheatin' Heart" getrommelt?
Und stammt von dem nicht die minder geniale Aussage, "dass er keine Noten lesen kann. Die sehen aus wie chinesische Schriftzeichen".
Daran erkennt man den wahren Meister.




















