Ja, also man sieht und hört deutlich, dass Du (noch) kein richtiges "Feeling" für den Swing hast, das wirkt recht hölzern und grooven tut es nun mal nicht. Von der Bassdrum war auch wenig zu hören. Du kämpst eher mit dem Swing, als dass Du auf die Musik selbst eingehst. Das macht ja den Jazz aus, dass man quasi "über dem Rhythmus stehend" sich voll auf die anderen Instrumentalisten einlässt. Aber bitte nicht entmutigen lassen, so etwas entwickelt sich erst im Laufe der Zeit. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung empfehlen, so oft als möglich mit entsprechenden Jazzmusikern oder einer Swingcombo zu spielen, dann entfaltet sich auch Dein eigener Stil. Orientiere Dich an Jazzklassikern (welche nur... es gibt unzählige, siehe Real Book of Jazz). Auch wenn es als antiquiert angesehen wird, ich stehe nach wie vor dazu, dass man beim Jazz mit der linken Hand in der "traditional grip"-Haltung spielen sollte, ghosts und andere Akzentuierungen kommen flüssiger als mit modernem "matched grip", Du verstehst? Übe die Standard-Paradiddle und Triolen, die kamen ja ursprünglich aus der US-Marschmusik und fanden auch ihren Weg in den Jazz. Ist wichtig für die Koordination der linken Hand, die sich dann wesentlich lockerer spielen lässt.