Was kann daran unsinnig oder nicht lohnend sein, wenn man sich genau mit der Materie auseinandersetzt, mit der man auch spielt? Ich finde es eher interessant, dass jeder seine eigene Herangehensweise hat: der eine probiert sich gleich an neuen Kesseln, der andere restauriert aufs Feinste, der nächste probiert sich an einem neuen Soundspektrum. Ich z. B. kleide gerne die guten, alten Kessel in neue Gewänder. Ich glaube dass jeder, der sich mit DIY beschäftigt, viel mehr über sein Instrument erfährt, als er zuvor wohl wusste, sich viel intensiver damit auseinandersetzt - und dann irgendwann auch mit dem Experimentieren beginnt. In gewisser Weise hat man beim DIY auch künstlerische Freiheiten. Gibt's was Besseres bei diesem Hobby? Der Ausgleich, die Arbeit mit einem zu restaurierenden Set sind mir viel wichtiger als irgendein Erlös.
Ob sich das rechnet? Vor Jahren hatte ich mal eine Veranstaltung besucht, da waren alte Männer, die berichteten über ihr Hobby: Goldschürfen im Rhein. Der Chef dieser Truppe ließ ein kleines Glasröhrchen durch die Reihen gehen, darin waren ein paar erbärmliche Goldkörnchen und -flakes, vielleicht drei, vier Gramm. Auf die Frage, wie lang er geschürft hat, um diese Menge auszuwaschen, sagte er: "Gut und gerne fünfzehn Jahre" 8|. Als einer fragte, ob sich denn dieses Hobby und dieser Aufwand lohne, kam postwendend die Gegenfrage: "Mit welchem Hobby werden Sie schon reich?" Diese Frage war die beste Antwort. Ich sehs mittlerweile genauso.







