Hey, guter Tipp, vielen Dank. Kurz und bündig eingespielt, klasse. Das Geschwafel zwischendrin muss halt sein, okay.
Mein Geheimtipp, hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm bisher: das Hydraulic Blue Coated
Beiträge von Katschi
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O.K. - ich oute mich. Ich werde der neue Tourdrummer für die Welttourne von AD/AC sein.
Moment! Wie war das 2005 beim Manfred-Mann-Konzert? Unvergessener und spannender Thread von dir. Bist du dem Stress inzwischen gewachsen? War ja nur ein Konzert(chen) in Gießen

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Zu welchem Anlass spielt ihr denn? Das muss doch als Erstes geklärt sein. Zur Untermalung oder danach? Geschlossene Gesellschaft, private Feier oder fremdes Publikum? Abgetrennter Raum oder direkt im Gaststättenbereich? Hat das Restaurant Erfahrungen mit Live-Musik? Danach würde ich das Set zusammenstellen. Aus meiner Erfahrung gehören die Gigs mit Rockcover in Restaurants zu denen, die man nach Möglichkeit ganz schnell abhakt.
Meine Erfahrung ist: man hat ständig mit Querschlägern zu kämpfen. Oft findest du keine Bühne vor und musst beim Aufbau improvisieren. Viel Spaß. Ein minimalstes Set ist selbstredend. Beim Soundcheck im noch leeren Raum drehen dann der Wirt oder das Personal durch: "Ihr spielt aber gefälligst leise, das ist viel zu laut." Man kann dann selbstbewusst antworten: "Hör zu, der Verstärker geht nur lauter - oder aus!" Damit das Terrain gleich mal abgesteckt ist
. Ansonsten gibt es hier schon genügend gute Vorschläge. Das Set nicht mikrofonieren, warum auch bei 22 x 18? Die Endstufe hoch hängen. Die Playlist überdenken. Ich gehe davon aus, dass du weißt, wie sich Rods oder Besen anfühlen. Lieber etwas ruhiger anfangen und dann steigern, wenn sich das Publikum auf euch eingestellt hat (sprich: halbwegs taub ist
). Und das ganze Gemecker nicht so ernst nehmen. Ihr wollt doch Spaß haben. Wenn am Ende der Wirt tanzt, habt ihr gewonnen. Bei der Zugabe sollten dann sämtliche Dämme brechen. Stehen dann die Bullen vor der Tür, habt ihr alles richtig gemacht. -
Falls ich verkaufen sollte:
Ja, ihr könnt' die Snare gerne erwerben. Bei Interesse PN an mich. Die Phonic kommt noch in die Kleinanzeigen.
Katschi
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Das passt ja, ich komme gerade aus dem Proberaum und konnte sie ausgiebig testen. Ich habe sie unterschiedlich gestimmt, um rauszubekommen, wo sie klanglich ihr Optimum entfaltet. Du fühlst dich beim Anspielen sofort in die 80er versetzt. Am Rand mit einem Dämmring versehen, kommt ein richtig satter Klang ohne Obertöne, deutlicher Attack, den man ohne viel Kraft erreicht. Macht richtig Spaß, die Schläge fellmittig zu setzen. Ohne Dämpfung hat man eine ganz andere Dynamik, einen vibrierenden, offenen Sound mit leicht dunklen Obertönen. Ich hatte bis vor Kurzem eine SQ2 in 14 x 6 Buche heavy, die kam nicht annähernd an dieses Klangvolumen ran, obwohl ja 0,5 Zoll Differenz sich hörbar unterscheiden. Diesen typischen Sonor-Sound, den man eben aus dieser Ära kennt, den scheint man mit den heutigen Kesseln irgendwie nicht mehr hinzugekommen. Ich frage mich oft, woran das liegen könnte. Vielleicht kann mir das jemand mal erklären. Klingen die Kessel einfach besser, je älter die werden? Diese gekürzte Snare klingt nicht so extrem fett wie die 8"-Eimer, das war der Grund, warum ich sie habe kürzen lassen und ich bin sehr zufrieden damit. Selbst Besenarbeit geht sehr gut damit, okay, ist auch ein Fiberskyn drauf. Ich habe die Snare zusammen mit meinem Sonor Champion getestet, klangmäßig eine absolut runde Sache. Hebt sich wohltuend vom Maple-Einheitssound ab.
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Ja, vielleicht hätte ich mit einem Lappen abreiben sollen. Aber der Auftrag war gar nicht so stark, gab noch nicht mal 'ne Rotznase. Ich habe jetzt ja noch genügend übrig, um damit noch ein paar Versuche zu starten.
brazzo: Das mit der Messingbürste konnte ich erst auch nicht glauben, habe es aber beim Recherchieren des woodworker-Forums als wohl gängige Praxis lesen können, Furniere richtig glatt zu kriegen. Man darf nur keine Eisendrahtbürste nehmen, das muss Messing sein. Und da ich ja noch genügend Birkenfurnier über hatte, hab' ich's halt gleich ausprobiert. Volle Kante im rechten Winkel drüber, da reißt nichts, das Furnier wird spürbar glatt.
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Vielen Dank und nur zu, wenn ihr Ähnliches vorhabt. Das Airvent habe ich bei STdrums besorgt, die Artikelnummer dort ist: EYELETSN12, Kopf ist 13 mm außen, die Stärke ist 10 x 0,5 x 12 mm. Passt exakt. Phonics haben immer einen 45°-Schliff, das habe ich natürlich so beibehalten, damit es im Kessel der Sonor D516 entspricht. Die Seite http://www.woodworker.de ist auch sehr hilfreich, weil dort u. a. richtige Cracks dabei sind, die sehr gut Bescheid wissen und Themen wie Furnier sehr gut diskutieren - also so wie hier im DF
. Da kriegst du schnell ein Gespür dafür, was verarbeitungstechnisch zu beachten ist. -
Das Furnieren einer Snare hat mir keine Ruhe gelassen, seit ich gesehen habe, was der Kollege brazzo vor einiger Zeit gezaubert hat. Vor mehreren Wochen hatte ich dann einen alten Sonor-Eimer erstanden (Stempel 301, also Januar 1983), eine Phonic D518 (14" x 8"), mir zu tief, mit ziemlich abgewichster Folie, aber ideales Objekt für eine anständige Erneuerung. Nach intensivem Austausch mit brazzo und einem befreundeten Schreiner habe ich mich dann daran versucht. Ich wollte hier noch ein paar Schritte weiter, also Birkenfurnier effektvoll einfärben und auf seidenmatten Glanz bringen, sodass die Snare einen fast schwarzen Charakter hat, jedoch die Maserungen sichtbar sind. Jetzt ist eine Sonor Phonic D516 (14" x 6,5") daraus geworden - et voilà, hier ist das Ergebnis.
Ich zeige euch die jeweiligen Arbeitsschritte und das Ergebnis mit Anmerkungen. Viel Spaß ...
1. Ausgangslage

Zustand der erworbenen Snare Phonic D518 mit Folie, ursprünglich in Celluloid Weiß. Beschlagteile und Folie entfernt und mir einen Wolf geschliffen, weil der Kleber schön fein auf dem Kessel verteilt war.2. Gekürzter Kessel

Ganze Arbeit von ST-drums. Gekürzter Kessel auf 6,5", perfekte 45°-Gratung und ausgefrästes Snarebed. Das Versetzen und Ausfüllen der Bohrungen für Strainer und Butt End habe ich selbst vorgenommen, die musste ich etwas nach oben anheben.3. Materialien

Ganz wichtig: Wasserfester Leim (D3) wg. der Beize, sonst kann sich das Furnier wieder lösen. Dazu schwarze Holzbeize und Osmo Dekorwachs, das würde ich nicht mehr nehmen und bin während der Arbeiten auf Hartwachsöl umgeschwenkt, ohne Kollateralschäden übrigens.4. Aufbringen des Furniers
Passende Stücke auswählen zuschneiden, Furnier und Kessel einleimen, Kaffee trinken. Maserung selbstredend in Längsrichtung (hier spricht Sonor!). Aufbügeln mit Tuch (Furnierschutz) was das Zeugs hält, trocknen, spannen - und fertig. Nächstes Stück anbringen. Vergleichsweise eine leichte Sache, wenn man mit der nötigen Vorsicht arbeitet. Den Überstand habe ich brav nach brazzos Vorgabe abgeschliffen, erst mit 100er-, dann 240er-, zum Schluss mit 320er-Korn. Für die Tiefe habe ich jedoch gleich das exakte Folienmaß übernommen, damit es im Nachgang keine Probleme mit der Fellauflage gibt.
5. Beiz- und Ölarbeiten

Zweiter Beizvorgang ist notwendig, damit das Furnier in der Tiefe gut getränkt wird. Ich habe insgesamt dreimal gebeizt.
Wichtig ist, auf einem Probestück zuvor die Wirkungen von Beizen und Ölen zu testen, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt.
Hier das Ergebnis des Osmo Dekorwachses: Eingepinselt und getrocknet. Wirkung katastrophal.
Den ganzen Scheiß wieder abgeschliffen. Hatte aber ein geniales Ergebnis zur Folge. Die Maserung wurde erstmals sichtbar, wie ich mir das gewünscht hatte. Der Porenverschluss des Furniers war deutlich, die Oberfläche aber immer noch nicht glatt. Ich habe mit 240er- und dann nur noch mit 320er-Korn von Hand solange geschliffen, bis ich ein für mich akzeptables Bild der Maserung hatte. Das geht nicht mit Maschine, sondern nur mit Schleifblock und Augenmaß. Der Aufwand war gewaltig. Man muss echt vorsichtig sein: schleife ich hier zu viel ab, dort zu wenig? Da die Maserung bei Birke mal lebhaft, mal ruhig ist, ergeben sich immer wieder unterschiedliche Schleifergebnisse.
Und dann Hartwachsöl mit selbst gebasteltem Ballen ganz fein aufgebracht. Hätte ich doch gleich auf brazzo gehört! Trocknen, abschleifen. Nach dem Abschleifen habe ich die Oberfläche mit einer Messingdrahtbürste ziemlich bearbeitet, dadurch wurde sie immer glatter. Diesen Vorgang habe ich insgesamt dreimal durchgeführt. Mit jedem Mal wurde die Anfeuerung (also das Hervortreten der Maserung) etwas besser, das Furnier hat sich durch das Öl gesättigt. Dann habe ich das Hartwachsöl mit feiner Stahlwolle vorsichtig in Maserungsrichtung gebürstet oder poliert. Ich weiß, daran scheiden sich die Geister. Aber ich wollte es so, die Oberfläche war zum Schluss glatt wie ein Affenarsch. Das fühlt man mit den Fingerspitzen. :). Danach noch leichte Entgratungs- und Schleifarbeiten, um überschüssigen Leim und Beize wegzubekommen. Anschließend das Badge anbringen, dann die Bohrlöcher öffnen und die aufbereiteten Böckchen wieder mit Schaumstoff versehen und anschrauben. Strainer und Butt End an ihre neue Position bringen. Felle drauf, stimmen, Teppich anbringen - und fertig.
Fertiger Kessel mit leichtem Glanz
Nahaufnahme des angefeuerten Birkenfurniers in seidenmatt6. Ergebnis
Die Spannreifen waren dabei, neu hinzu kamen die Felle, ein Stahlteppich (18 Spiralen) und zwanzig neue Schlitzschrauben, weil die alten Schrauben zu lang waren, der Verkäufer hat mit die auch vom Kaufpreis abgezogen. Mit viel Stahlwolle bearbeitet glänzt die Hardware wieder wie neu.
So, das Ding ist also fertig, ich auch. 9-lagige Buche klingt schön tief und passt an jedes Set.
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Hi,
ich empfehle dir den LP Rock Shaker, der ist etwas größer (9,5") als die gängigen LP-Modelle. Wenn das nicht reicht, mach's wie die Samba-Musiker: zwei oder auch drei Shaker miteinander verbinden, das bringt dann die gewünschte Power.
Grüße
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Könnte das was sein?
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-…1849?ref=searchDie Anzeige ist natürlich nicht mehr verfügbar. Kein Wunder, das halbe DF fragt dort an. Leute, ihr könnt' aufhören zu telefonieren ...

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Wenn's denn so ist, na prima, dann ist das mit dem Folieren auch wirtschaftlich. Wäre das wirklich neu zu lackieren, hättest du dir gleich ein neues Set holen können.
Übrigens - beim Stegner gibt's eine Metallic-Red-Folie - aus Taiwan!
Das kommt gut rüber. -
Herrlich. Um unseren Leerkörper brauchen wir uns künftig keine Sorgen mehr machen

Zum Set wieder: Ist das ein Taiwan oder Japan gefertigtes RC oder 9000?
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Ich werde es pöapö restaurieren
Ich liebe Stilblüten. Jetzt kann er doch fast zu Fuß nach Frankreich laufen ...

Du meinst "... peu à peu ..."
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Habe ich überlesen: Folie? Die Yamahas dieser Klasse hatten doch allesamt eine äußerst strapazierfähige Lackschicht. Ist auch in der Zusammensetzung keine billige Tünche. Das Material kriegt man doch nur mit erheblichem Aufwand komplett runter. Und das kostet sicher Zeit und Geld. Daher mein Vorschlag, einen Klavierbauer zu kontaktieren, wie man damit umgeht.
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In der Tat ein großartiges aber abgewichstes Set. Wenn du den Originalzustand wieder herstellen willst, würde ich erst einmal prüfen, was du investieren willst und was du selbst machen kannst. Also die ganzen Beschlagteile kriegst du mit feiner Stahlwolle oder NevrDull (gibt es hier nicht einen Bürgermeister, der gerne damit hantiert?
) in Eigenarbeit perfekt hin. Ansonsten hast du doppeltes Glück: Für evtl. Gratungs- und Schleifarbeiten hast du den Stegner um die Ecke. Das Finish nannte sich "Piano Black". Also genau die gleiche Substanz, die beim Klavierbau benutzt wird. Dieser Lack ist nach wie vor erhältlich. Hier würde ich ohne Kompromisse keinen anderen Lack oder Schwarzton benutzen, sondern nur Pianolack. Und ein Klavierbauer wird sich garantiert finden, der dich dabei unterstützen kann. Ich weiß von einem Drummer-Kollegen, der sich ein eben solches Set über einen Klavierbauer neu hat lackieren lassen - sämtliche Macken, tiefe Kratzer im Holz etc. waren verschwunden.Wenn du für irgendwelche Tomhalter und -ständer oder Typennamen der einzelnen Trommeln die genauen Bezeichnungen brauchst, gib Bescheid, die sind in meinem Katalog vermerkt.
Viel Spaß beim Restaurieren.
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Ja genau, Alter und ein paar Bilder dazu wären interessant. Ich habe noch einen ausführlichen Yamaha-Katalog, Alter kann ich dir nicht sagen (als Deckblatt war das Club Jordan Cocktail-Set drauf), müsste so Anfang der 90er sein. Evtl. kann ich dir was zukommen lassen.
Katschi
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Da komme ich auch nicht ganz mit. Schieben wir's auf die Uhrzeit

Auch andere bieten das Cream White Finish vergleichsweise günstig an. Möglicherweise zieht das Finish nicht. Ich kann dir nur empfehlen, die Sets anzuschauen, auch aus haptischen Gründen. Das Cream White matt fühlt sich fast rau an und wenn das Set rumsteht kannst du zuschauen, wie sich der feinste Staub drauf breit macht und hartnäckig festsetzt. Das habe ich selbst im Sonor-Showroom gesehen, nicht gerade eine Augenweide. Zum Glück gibt es genügend Alternativen, die Prolites sind sehr ausgereift. Was mir beim TAMA auffällt, ist dieses seltsame Mounting, das einen speziellen Spannreifen mit sich bringt. Hat wohl so nur dieser Hersteller. Und helles Holzfinish mit schwarzer Hardware, na ja, ist deine restliche Hardware doch silber verchromt?
Informiere dich lieber noch eine Weile ...
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Also wenn du dir ein halbes bis ein Jahr Zeit lässt, ein A-Set zuzulegen, würde ich dir empfehlen, diese Zeit auch zu nehmen, bevor dir ein Schnellschuss wie das Mapex dann leid tut. Wumms mit einem 14"-Hängetom, also nee. Teste aus, gehe in Musikläden, schau dir die Sets, die Aufhängungen, die Verarbeitungen an, gerne auch mal Gebrauchte, dann kriegst du nach gewisser Zeit ein feines Gespür, was für dich optimal ist. Die gegenwärtigen Standardgrößen haben dir die Kollegen ja schon genannt. Ab Größe 14 x 14 würde ich erfahrungsgemäß immer auf Standtom gehen, weil m. E. nicht jeder Ständer das Gewicht hält. Richtig Tiefe kriegst du mit 16 x 16 gut hin. Das Verhältnis von Kesselmaterial, -dicke und Felle solltest du auch nicht außer Acht lassen. Richtig gut unterwegs sind die alten Sonor Force, die noch Made in Germany sind. Da findest du immer mal was. Wenn du dir einen Überblick verschafft hast (
), weißt du auch, welche (Gebraucht-)Sets und Serien der jeweiligen Hersteller einigermaßen vergleichbar sind. -
Onkel, wohnst du nicht in einer waldreichen Gegend? Bei dir gibt es zwar keine SQ2, aber doch viele Rot- und Hainbuchen (habe ich extra gegooglet). Klopf mal gegen die Bäume, dann weißt du wie Buche klingt
. Oder einer der wenigen Trommler hat ein altes Phonic oder Champion. Die sind garantiert aus Buche. Bei den SQ2 kann man die Sorte auswählen, ist nicht primär Buche.Was der Threadstarter hier baut ist der absolute Wahnsinn - im Positiven. Jetzt wird's vielleicht spannend beim Finish: Wenn sich die hochgeschätzten Trommelfrickler und DF-Zwillingsbrüder Bruzzi und brazzo zusammentun, könnte das ein geniales Set werden.










