Beiträge von Katschi

    Also wenn du dir ein halbes bis ein Jahr Zeit lässt, ein A-Set zuzulegen, würde ich dir empfehlen, diese Zeit auch zu nehmen, bevor dir ein Schnellschuss wie das Mapex dann leid tut. Wumms mit einem 14"-Hängetom, also nee. Teste aus, gehe in Musikläden, schau dir die Sets, die Aufhängungen, die Verarbeitungen an, gerne auch mal Gebrauchte, dann kriegst du nach gewisser Zeit ein feines Gespür, was für dich optimal ist. Die gegenwärtigen Standardgrößen haben dir die Kollegen ja schon genannt. Ab Größe 14 x 14 würde ich erfahrungsgemäß immer auf Standtom gehen, weil m. E. nicht jeder Ständer das Gewicht hält. Richtig Tiefe kriegst du mit 16 x 16 gut hin. Das Verhältnis von Kesselmaterial, -dicke und Felle solltest du auch nicht außer Acht lassen. Richtig gut unterwegs sind die alten Sonor Force, die noch Made in Germany sind. Da findest du immer mal was. Wenn du dir einen Überblick verschafft hast ( :D ), weißt du auch, welche (Gebraucht-)Sets und Serien der jeweiligen Hersteller einigermaßen vergleichbar sind.

    Onkel, wohnst du nicht in einer waldreichen Gegend? Bei dir gibt es zwar keine SQ2, aber doch viele Rot- und Hainbuchen (habe ich extra gegooglet). Klopf mal gegen die Bäume, dann weißt du wie Buche klingt :D . Oder einer der wenigen Trommler hat ein altes Phonic oder Champion. Die sind garantiert aus Buche. Bei den SQ2 kann man die Sorte auswählen, ist nicht primär Buche.


    Was der Threadstarter hier baut ist der absolute Wahnsinn - im Positiven. Jetzt wird's vielleicht spannend beim Finish: Wenn sich die hochgeschätzten Trommelfrickler und DF-Zwillingsbrüder Bruzzi und brazzo zusammentun, könnte das ein geniales Set werden. :)

    Ich habe von einem alten Sonor Champion (eines Musikvereins) die Felle runter gemacht, da war ein original Rogers-Fell auf dem 12"-Tom drauf. Mindestens 25 Jahre alt. Ich habe das Fell vom "Firnis" befreit. Es ist vergleichsweise dick, einlagig aufgeraut, Reifen, Fellkragen sind super in Ordnung, das Fell selbst ist keine "Badewanne", also nicht durchgetrommelt und kann noch gut gespielt werden. Gibt es unter den Rogers-Freaks eine Nachfrage nach solchen Original-Fellen?


    ... fragt ein Sonor-Freak :rolleyes:


    Grüße

    Ja, das ist ein 16 x 16 Teardrop-Floortom, Finish ist Perloid blau geschiefert. Ich habe derzeit in der Bucht ein komplettes Set in Perloid rot geschiefert mit dem exakt gleichen Floortom und den Halterungen für die Standtombeine. Das Finish in blau sieht sehr gut aus und bleicht auch nicht aus. Dürfte so etwa 1967 sein. Das Floortom hat einen schönen Vintagesound mit ordentlicher Tiefe. Mit Glück findest du bisweilen die passenden anderen Setteile. Oder wende dich an krdrums.de, Klaus Ruple hat evtl. auch noch ein paar Tipps parat.

    Ich sehe die Tiefe einer BD auch im Kontext zu den Toms. Was soll ich mit einem 20"-Rohr? Momentan lasse ich eine 22x20-Bassdrum beim Stegner auf 15" kürzen. Auch weil die Standtoms mit 14x13 und 16x14 eher dazu stimmig sind (by the way: ist in den Verkaufsanzeigen). Ein guter Tontechniker holt dir auch daraus einen klasse Sound. Ich denke auch, dass der Trend wieder zu kürzeren Bassdrums hingeht, durch größere Tiefe wird der Klang auch nicht besser und du siehst ja, womit die Kollegen zu kämpfen haben. Was spielst du denn für Musik?

    Also die Wirbelsäule entlasten, sagt der Verkäufer? So! Bei mir würde was ganz anderes entlastet :D
    Das kann man entweder über die Sitzhöhe regeln oder mal diese Drumhocker mit integrierter Lehne ausprobieren. Der Orthopäde freut sich. Ist was für die Ü50-Generation. Herrgott, mir fährt's schon beim Ansehen ins Kreuz.

    Respekt - coole Nummer. Hast du bisher die härtere Gangart gespielt? Merkt man vor allem bei den Fills und Cymbals. Und wie schon angedeutet (vielleicht ist es aber auch aufnahmetechnisch bedingt): 2 und 4 auf jeden Fall mehr betonen, gerade die Hihat, da hört man noch kein Chick, das Ride swingt noch nicht richtig, auch hier kannst du durch akzentuierteren Anschlag viel Swing rausholen. Fühlt sich beim Üben eingangs fast wie Off-Spielen an, wenn es ungewohnt ist. Deine Figuren sind sehr präzise, Hut ab, auch wenn sie für mein Gefühl etwas hart gespielt sind. Die kannst du ruhig flüssiger, weicher spielen, die Nummer läuft ja sehr relaxed. Ist aber Geschmacksache. Brutalo-Alternative: mit Besen :)

    Informiere dich doch über die Sonor Horst Link Signature Serie. Die Toms sind ja nur ein Teil des Gesamtkunstwerks und machen m. E. dann Sinn, wenn man ein komplettes Signature-Set haben möchte. Klingen natürlich schön fett mit Pinstripes und sind wohl das Beste und Irrsinnigste, was Sonor je gebaut hat. Auch deine Enkel werden diese Trommeln nicht kaputt kriegen. Reden wir über Preise? Besser nicht.

    Wir hatten gestern Probe und den Gig und die Aufnahmen vom letzten Samstag analysiert. War 'ne interessante Diskussion. War im Übrigen mein erster Gig überhaupt mit denen nach einem guten halben Jahr Proberaum. Dass man live allgemein schneller spielt ist ja nix Neues. Aber dass einige Nummern etwas langsamer als vorgegeben gespielt wurden, hat ihnen gut gefallen, die haben wesentlich besser gegroovt.


    Manche scheinen es einfach sehr genau nehmen zu wollen. Beispiel Jailhouse Rock, 183 bpm. Warum dieses Tempo? Man orientiert sich sehr genau an der Blues-Brothers-Version. Kostprobe gefällig: http://www.youtube.com/watch?v=plaDFJpOfMs Ab 2:30 auf Gitarre und Bläsersätze achten, volles Rohr bis zum Ende und exakt so gilt es zu spielen. Tempoabweichungen nicht akzeptiert.


    Wir werden künftig den Klick über die Anlage fahren, so lange, bis es bei allen "drin" ist. Und zu den Themen Anspruch, Spaß und sinnvolles Tempo gibt es noch eine Menge zu diskutieren, garantiert. :D

    Was für Alltagszählungen fallen euch noch so ein? Und ...
    Was für Methoden, um dieses Phänomen konstruktiv zu nutzen (um der Forenkategorie gerecht zu werden)?


    Da fällt mir spontan das hier ein: Der genialste Bassist James Jamerson (der aus der Motown-Band Funk Brothers) hat sein außergewöhnliches Bassspiel so erklärt, das er immer den Gang der Frauen beobachtet hat, sprich: deren Hintern. Das war für ihn Rhythmus und Musik. Und vor allem Ansporn. Hör dir mal seine Basslines an, dann hast du genug konstruktives Material ...


    Beispiele:
    DVD "Standing In The Shadows Of Motown"
    CD Marvin Gaye "What's Going On"
    Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=ND-iW51idC0

    Gute Diskussion, konträre Meinungen und viele Ansätze, die ich mit der Band besprechen werde. Bin mal auf die Reaktionen gespannt. Für mich wäre eine Umstellung auf komplettes Klick-Spielen auch Neuland. Hier habe ich eben mehrere Herausforderungen: wie gesagt neun Leute, die man einfangen muss, hohe, unterschiedliche bpm-Zahlen, nicht zu vergessen den Groove. Wenn ich mit dem Klick im Midtempo oder unteren Bereich spiele, kann ich z. B. bei einem 4/4 mit 8tel- oder 16tel-Klicks gut die Linie halten, bei 186 bpm geht das für mein Gefühl nicht mehr, da nimmst du klickmäßig nur noch die Viertelnoten wahr.

    Also ich stelle fest, dass das Publikum keinen großen Unterschied merkt, ob man mit 194 oder 184 bpm spielt. Bei Schlagzahlen zwischen 120 und 110/105 ist das viel deutlicher wahrzunehmen (Hey Drummer, du schleppst!). Wir sind im oberen Bereich mit dichter Schlagfolge. Die Band mag das schon merken, ganz sicher. Es ist dann eher ein Ausloten, wo für alle der optimale Groove liegt. Und hier wird's spannend, weil das sture Beharren auf eine bestimmte bpm-Zahl eben noch lange nicht den Groove ausmacht. In meiner Band sind halt ein paar "klassische" Notenleser dabei. Und was nicht genau im Tempo ist, ist somit nicht gut, was ich für einen ausgemachten Blödsinn halte. Vielleicht ist auch eine Diskussion mit der Band hilfreich, das Thema Groove genauer zu diskutieren. Also, was ist spielbar, bei welchem Tempo fühlen sich alle wohl. Ist doch klar, dass eine Rockabilly-Nummer, die im Original von einer 4-köpfigen Combo eingespielt wurde, von einer 9-köpfigen Band evtl. schwerfälliger gespielt wird und dann halt die Leichtigkeit abhanden kommt.

    Dumm ist nur, dass so ein Sammelsurium unterschiedlicher Geschwindigkeiten nur grooved, wenn man keinen Klick mitlaufen lässt.


    Und genau das ist mir am vergangenen Samstag aufgefallen. Wir hatten so zwei drei Titel "unter Tempo" also gut 10 bis 15 bpm unter der Vorgabe und die haben nach meinem Gefühl gegroovt wie Sau. Ging dem Rest der Band genauso. Live und ohne Klick neigt man nach meiner Erfahrung immer zu schnelleren Spiel.

    Interessant, mit euren Antworten stehe ich nicht allein da, das deckt sich doch. Ich habe den Boss DB-90, da kann ich recht schnell die Tempi abrufen oder einstellen. Letztendlich trägt jeder - auch die Nörgler - dazu bei, dass das Tempo schwankt. Zählt der Sänger ein, weil er das Intro solo beginnt, steht er genau vor dem gleichen Problem. Je nachdem, wie und was er singt, verleitet es den Rest der Band zu Schwankungen. Ich denke auch, dass neun Leute "im Takt" zu führen schwieriger ist, als eine vierköpfige Band. Aufzeichnen tun wir, aber die Idee mit dem Click für alle werde ich forcieren, dann merkt jeder, wo die kritischen Stellen sind.

    Mal eine Frage an die Rock'n'-Roll-Drummerfraktion: Wie haltet ihr das mit dem konstant hohen Tempo? Achtet ihr darauf und nehmt ihr Schwankungen wahr?


    Hintergrund: Ich spiele seit einem guten halben Jahr in einer solchen Combo, 9 Leute, davon ein 3-köpfiger Bläsersatz. Klassischer Rock'n'Roll und Rockabilly. Die Titel zwischen zwei und drei Minuten lang, aufgearbeitetes Repertoire mit 80 Titeln mittlerweile. Breaks und Fills wie immer tricky und überraschend. Die Tempi bewegen sich überwiegend zwischen 164 und 200 bpm. Nun kriegen hier drei Leute immer die Krise, wenn es Temposchwankungen gibt, z. B. wenn man innerhalb einer Nummer mit, sagen wir 186 bpm, mal auf knapp 200 hochgeht oder auf 176 fällt. Wobei auch die Phrasierungen und Spielweise der Bläsersätze ihr Übriges dazu tun. Ich habe mir sehr viele Originale inzwischen angehört, die Temposchwankungen sind auch dort nicht unüblich.


    Micht machen diese Nörgelei und dieser Perfektionsanspruch langsam wahnsinnig (vor allem, weil ich schon über 37 Jahre spiele und dieses Thema noch nie dermaßen relevant war), das Feeling und der Groove leiden darunter enorm, auch der Spaß. Das Ganze gipfelt dann darin, dass man vor Publikum mehrere Nummern mit 1 (!) Sekunde Pause durchziehen will. Bedeutet für mich, dass ich mich beispielsweise auf etwa vier Nummern mit diesen Tempowechseln binnen Sekundenschnelle einstellen soll: 186 - 176 - 184 - 194.


    Vielleicht habt ihr mal ein paar Tipps oder teilt eure Erfahrungen, wie man dieser Sache einigermaßen Herr wird.


    Merci :)