Beiträge von Katschi

    das SuperChampion hatte auch runde Gratungen und 10 Spannschrauben an der Bassdrum...


    Bei aller Unschärfe kann man aber das zweite Phonic-Badge (1977 - 1980) erkennen.
    Und die Lugs haben Hülsen für die Stimmböckchen.


    Das SuperChampion hatte die spiegelsilbernen rechteckigen Badges, darunter der Vermerk "Full Vibrating Sound Shell".
    Und keine Hülsen für die Stimmschrauben sondern innliegende Metallplättchen mit Gewindebohrung, was man von den Teardrops noch übernommen hatte.

    Leute.. vielen Dank für die tollen Antworten, das hat mir viel gebracht! Es wundert mich immer wieder was für informierte Gesellen hier sind! Jetzt fehlen mir nur noch ein paar Vorschläge welcher Preis in etwa angemessen wäre.


    Bei solch unscharfen Bildern kann der Preis auch nur unscharf sein. ;)


    Das hängt doch im Wesentlichen davon ab, wie der äußere Zustand ist. Also Folie mit Macken oder noch schön glänzend? Hardware angelaufen, Pitting, Flugrost oder nur verstaubt?
    Manche geben sich die Mühe und polieren das Set auf, was für potenzielle Käufer natürlich ansprechender aussieht und sich vorteilhaft auf die Preisbildung auswirkt.
    Die nicht originale Halterung ist halt etwas wertmindernd. Die Farbe schwarz derzeit nicht gerade der Renner und das 14"x10"-Tom irgendwie auch nicht en vogue, meine Meinung.


    Ich würde es mit gut 500 € taxieren. Schau doch mal in den Kleinanzeigen, was für Phonics in gleicher Bauweise und Zustand verlangt wird.
    Außerdem gibt's hier 'nen Thread "Was könnte das noch wert sein?", da passt deine Anfrage fast besser rein.


    Gott zum Gruß!

    Das ist ein Phonic. Die Bassdrum hat 22" und insgesamt 10 Spannschrauben. Das Champion hatte nur 8 Spannschrauben.
    Und wie silent bob sagt, schau nach den Gratungen, die geben dir auch Gewissheit.
    Die Doppeltomhalterung ist abenteuerlich und garantiert nicht von Sonor, die Tomarme jedoch schon.
    Die Rosetten haben das Schiffchen-Design, die Spannschrauben sind spitz, die Lugs haben die versetzten Schlägel.
    Dürfte also zwischen 1975 und 1979 gebaut worden sein.
    Wenn du schon dabei bist, schau mal in die Kessel, da ist bestimmt noch der dreiziffrige Stempel, der dir Gewissheit gibt, in welchem Monat das gebaut wurde.
    Die Maße sind 22" x 14", 13" x 9", 14" x 10", 16" x 16". Typische Standardmaße aus der Zeit.

    Für lausige Winterabende empfehle ich euch diesen sympathischen Herrn, der viel zu selten beachtet wird.


    Da er ganz uneigennützig auf seiner Homepage Videos seiner Aufnahmen mit Chicago aus interessanter Perspektive zur Verfügung stellt, ist das fürs Spielstudium etc. sehr hilfreich. Auch soundtechnisch liegt das Drumset natürlich über dem Gesamtsound der Band, was das Ganze noch spannender macht. Pure Energie des aus Kuba stammenden Drummers. Macht Spaß auf mehr.


    Als Einstieg und Hörbeginn empfehle ich natürlich das Video "Beginnings" :)
    Und danach alle anderen Klassiker.
    Schade, dass Chicago nicht nach Europa kommt und hauptsächlich in den USA tourt.


    Katschi

    Für mein SQ2 (22 x 14, 12 x 9, 16 x 16) habe ich mir die genau in diesen Größenangaben erhältlichen Gewa SPS Bags besorgt. Deckel aufklappen und die Kessel einfach reinstellen, fertig. Die Bags haben ausreichend Spielraum, sind rundum gut gefüttert. Evtl. eine Alternative.

    Die Wahrheit liegt dazwischen. Der Kessel links ist ein SuperChampion-Kessel, 9-lagige Buche und recht schwer. Rundgratung.
    Schau mal, ob unterhalb des Badges noch ein weiteres Metallschild mit dem Aufdruck "Full Vibrating Sound Shell" vorhanden ist.
    Bei den Böckchen dürfte die Hülse fehlen, evtl. hast du auch keine Feder drin, sondern noch ein gebohrtes Metallplättchen zur Fixierung.
    Diese Technik kommt noch aus der Teardrop-Ära. Ist da noch ein dreiziffriger Stempel im Kessel? Wenn ja, sag mal, wie die Nummer ist.


    Die Böckchen geben keinen direkten Hinweis auf die Serie, da die kleinen (versetzten) Klöppel sowohl bei SuperChampion, Champion
    und Phonic in den 70ern verbaut wurden. Erst zu Beginn der 80er wurden die parallelen Klöppel verwendet, sowohl bei Phonic, Champion,
    Performer, Signature etc.


    Der Kessel rechts ist ein typischer Champion-Kessel, 6-lagig mit Rundgratung, recht leicht.


    Das SuperChampion war quasi der Vorläufer der Phonic-Serie.

    Ich habe mein SM57 genau in der Stellung wie dani808 platziert, also Abnahme von oben. Dazu die LatinPercussion-Halterung Mic Claw LP592A-X, die ich am unteren Snare-Reifen befestige und beliebig justieren kann. Klappt perfekt und brauche kein zusätzliches Ständergeraffel.

    Hab am Wochenende einen Riss in einer alten Rogers Bassdrum repariert, dort war ein Böckchen eingedrückt. Auch hier waren die Lagen ein- und angerissen, also gleiches Thema. Ich nehme bei mehrschichtigen Rissen immer Furnierleim. Das ist ein spezieller Leim, der eine andere Viskosität hat, die ist nämlich dünnflüssiger als der normale Holzleim à la Ponal. Der läuft schön in die Tiefe, genau dorthin, wo man mit Werkzeugen nicht hinkommt. Zwischen Schraubzwingen und Kessel legst du an die erforderlichen Stellen Holzklötzchen und ziehst dann die Zwinge behutsam an. Das verteilt den Druck und es gibt keine unschönen Druckstellen. Und schraub das Böckchen darunter noch ab.

    Sonor Vintage gibt es auch in Black Slate, so auf deren Homepage zu finden.
    Stdrums haben immer eine solide Auswahl (http://www.stdrums.de).
    Bei Satin Flame Finishes musst du über den grossen Teich schauen, bei JamminSam (http://www.jamminsam.com), der hat solche.


    Ich war mal beim Gerd Stegner und der hatte gerade mehrere hundert Muster von Delmar bekommen, eine Vielfalt ohne Ende.
    Die Frage ist nur, welche er bestellt, weil sie gerade den Nerv treffen, bzw. welche er sich auf Lager legt.
    Denn die Mindestabnahme sind 40 Bögen je Folientyp, also keine geringe Investition.
    Wenn er da aufs falsche Pferd setzt, liegt die Folie wie Blei im Lager.


    Kannst ja mal bei ihm anfragen, ob er vom Satin Flame Finish ein Muster hat bzw. überlegt, sich welche zu besorgen.
    Die alten Originale waren halt sehr dünn und sind häufig gerissen, was bei heutigen Folien evtl. anders und besser produziert wird.

    Das Set ist komplett noch mit der alten Delmar Champagne Sparkle foliert worden. Die mit 50 Prozent Kupferanteil und schon immer sakrisch teuer. Das dürfte locker zwei Mille gekostet haben. Und ich möchte nicht wissen, was für ein Aufwand das war, den Sonderlack runterzukriegen. Vermutlich deswegen der Preisansatz. Allerdings - bei der Vorgeschichte zahlt das kein Mensch, da ist vorher schon zuviel Kohle versenkt worden.