Beiträge von Unbek.Pferd

    Ich habe jahrelang sinnlos vor mich Hingetrommelt. Ohne Übung, ohne Plan.


    Dann hat sich zufällig, als ich Anfang 20 war, die erste Band ergeben. Da bin ich dann schnell an meine Grenzen gestoßen, sodass ich es doch Mal mit Unterricht probiert hab. War ne ganz schöne Umstellung.


    Zu aller erst Mal Hand- und Körper-und Stockhaltung, richtige Schlagtechniken (Up-, down-, Full stroke und Tap), richtiges zählen und Hihat und Bassdrum treten. Dann war das erste halbe Jahr schon rum (es gab einiges zu korrigieren).


    Ich wollte da am Anfang wenig dazwischen quatschen und hab ihn da erst Mal machen lassen. Irgendwie fand ich das gut so.

    Was ich dann cool fand, ist das er entweder gezielt Übungen gewählt hat, die in einem Teil in einem Song speziell waren (ohne den Song vorher zu sagen) oder dann mitten im Playalong abgebrochen hat und gesagt hat: Rüber ans Pad, da machen wir das Mal einfacher.

    Das hat mir geholfen, zu verstehen, warum dauernd diese rudiments gedaddelt werden.

    Und irgendwann haben wir dann auch Songs gespielt, die ich spielen wollte oder gewisse Übungen gemacht.

    Ich glaube eh, es ist heute eher die Regel als die Ausnahme, dass man als Schüler den Unterrichtsinhalt mitbestimmen kann.


    Gespielt wurde an zwei Sets, jeweils gegenüber. Eine Wand war verspiegelt, da konnte er mich von der Seite sehen. Er hat aber auch keinen Hehl daraus gemacht, Mal um mich ein zu laufen und mich zu beobachten.


    Natürlich bewundere ich ihn dafür…dass er das so kann und überhaupt… das ist doch nicht normal…

    Ich glaube, das ist irgendwann völlig normal. Einfach Übungssache.

    Er unterrichtet sicher schon etwas, hat vorher sicher auch schon lange getrommelt und Unterricht gegeben. Dann ist es ja auch so, dass man, wenn man nen Song Trommeln möchte, sich damit auseinandersetzt und am Ende nahezu jeden Schlag auswendig kennt. Dann sieht man manche Sachen auch besser.


    Erstaunt hat mich bei meinem Lehrer eher, dass er die Drummer einiger meiner Lieblingsbands kannte.

    "Hey, Cooles Shirt, Mensch die Band hab ich schon ewig nicht mehr gehört, muss ich Mal wieder machen.. wobei der Beppo ja schon spielerisch etwas beschränkt ist haha. Naja gut, ist halt Punkrock.

    Wobei man das jetzt heutzutage auch nicht mehr so bringen kann. So scheiße zu spielen. Kuck dir doch Travis Barker oder Josh Freese an, die haben schon ne Menge geübt und das hat auch Einfluss. Hehe und dieser Bill Stevenson ist schon ne Nummer für sich."


    Und dann erzählt er mir noch eine Anekdote, die ihn wieder normal werden lässt -

    Ja, die haben sie dann alle drauf. :D

    "Hey mach dir keinen Kopf deswegen, ich hab auch schon bei Sasha vor tausenden zu schnell eingezählt. Ich leb heute noch.."

    Na dann um das ganze rund zu machen, (und weil es hier eh gerade sein geht) nochmal ein Foto von mir, frei nach dem Motto:


    Sehr schön, wenn ein lang gehegter Traum plötzlich so mir-nichts-dir-nichts in Erfüllung geht!


    2002er hab ich schon eeewig auf den Zettel.

    Hier in 14"SE, 16", 18" und 20"


    Nachdem ich lange jetzt Mehmets gespielt hab musste ich mich erst wieder reinhören und weiß jetzt, warum ihr so große Teller habt. 18 gefällt mir deutlich besser als 16.

    Das mit dem Feeling spüren halte ich für Esoterik, entweder ich kann ein Raster oder nicht.

    da muss ich jetzt doch Mal nachfragen. Esoterik ist ja schon etwas übertrieben oder nicht?

    Klar, die Noten stehen da und streng genommen gibt's da wenig Spielraum.

    Ich denke es ist doch eher gemeint, dass man einen Song, ein Raster, leichter spielen kann, wenn man viel diese Musik hört. Irgendwann stellt sich da dieses Feeling ein. "Viel hören" war jedenfalls der Tipp, den ich immer von ALLEN Musiklehrern bekommen hab.

    Aber halt richtig hören, nicht: "Ich mach geds Ma newenbei ne Currywurst und dann läuft datt Ding..


    Gut, bezogen auf "ich wache auf und irgendwann ist der Tag da" kann man esoterisch verwenden. :P

    Bei mir ähnlich wie bei cymbals Krawalljungs. Hab nur eine Band, kein Cover.


    Wir haben eine feststehende Setlist, die spielen wir einmal durch.

    Dann ist ne Pause, da wird gequatscht oder geraucht (aber auch erst seit der Gitarrist wieder angefangen hat)

    Ne nachdem, ob wir einen Auftritt anstehen haben oder nicht, wird entweder die Setlist wiederholt (bzw. einzelne Songs, die nicht so gut liefen) oder neue Songs gemacht.

    Entweder wird gejamt, bis etwas cooles dabei ist oder (schon eher die Regel) die Idee steht fest und würde vorher rumgeschickt.

    Gesoffen wird nie (absolutes No-Go)


    Wenn jemand dazwischen daddelt gibt's ein lautes, aggressives "Haaaalllooo". Ein running Gag, nachdem unser Gitarrist Mal so von nem Tonmann angeraunzt worden ist.

    Wenn jemand seinen Pulli ablegt ein "Auf der Bühne nachher bleibt das aber an, klar?!" Ursprung ebenso.


    Die Stimmung ist bei uns generell gut bis super, Probleme werden diskutiert, wenn's sein muss.

    Solch Chaos wie ich manchmal hier lesen muss, kenn ich nicht. Würd ich auch nicht lange aushalten. Dafür ist mir meine Freizeit zu schade.

    Und hier darüber zu reden wie "kaltherzig" man den ersten Drummer entlassen hat. Was zur Hölle? Er hat es nicht gebracht, weil er verdammt nochmal in einer Rockband den Leader hatte, der davor bei Nirvana getrommelt hat....Wer würde einen Musiker über kurz oder lang nicht aus der kleinsten Dorfkapelle aussortieren, wenn er den Rest aufhält?

    Da muss ich nochmal etwas ausführen. Bin voll bei dir, aber hier bin ich wohl missverstanden worden. Da hab ich wohl ein schlechtes Beispiel gewählt.


    Mir ist durchaus bewusst, wie das läuft. Gibt ja genug Beispiele, bei denen es ähnlich lief.

    Mir ging es eben darum darzustellen, dass Grohl eben bewusst ein Ziel verfolgt. Dafür müssen "Opfer" gebracht werden. Deshalb:


    Ihn pauschal als gefühlskalt und berechnend zu bezeichnen, rechtfertigt das genauso wenig

    bitte genauer lesen.


    Und ob jetzt da Leute zu dem Konzert gehen, die Taylor namentlich nicht gekannt haben..naja.

    Für die Leute wurde auch sicherlich das Konzert ausgerichtet.

    Dann müsste man sämtliche Beatles, pink Floyd, queen und was weiß ich Tributbands boykottieren.

    Schlagen nur Kapital aus dem Tod ihrer Mitglieder.

    Verstehe jetzt insgesamt die Problematik auch nicht.

    Wenn die zu nem Konzert laden und die Leute kommen, ist das doch schön. Wenn's keinen interessiert hätte, wäre es gefloppt.


    Scheinbar hat es auch vielen gefallen und?

    Ist doch Sinn und Zweck. Und dass das niemand für umme macht, ist doch auch irgendwie klar.


    Deren Beruf ist es, ne Show zu veranstalten. Und das haben die halt gemacht. Wem das nicht gefällt, kann ja auch wegschauen. Hab mir Helene Fischer auch nicht angesehen. Gefällt mir nicht.

    Also was das Gschmäckle bzgl. Verschweigen/Verdrängen des Konsums betrifft, das ist richtig. Kann man unterstellen.


    Weit von mir weisen möchte ich eine Heiligsprechung genauso wie eine Annahme, dass Sucht etwas mit Dummheit oder Charakterschwäche zu tun hat. Sollte der Eindruck erweckt worden sein. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen.

    Dass Dave Grohl scheinbar wenig Rücksicht auf andere nimmt zeigt sich auch am Ausstieg des ersten Schlagzeugers. Ihn pauschal als gefühlskalt und berechnend zu bezeichnen, rechtfertigt das genauso wenig. Er ist nicht der erste und sicher nicht der letzte Rocksänger, der sich in Szene zu setzen weiß.

    Ich hätte ihn dennoch nicht gerne auf meiner Couch sitzen, das gilt auch für Leute wie David Bowie oder Mick Jagger. Aber ihre Songs mag ich.


    Als meine Lieblingsband würde ich dir Foo Fighters bei weitem nicht bezeichnen, aber ich mag viele Songs von ihnen, hab drei Alben und höre die auch gerne.

    Ich war so 17/18, als learn to fly auf MTV rauf und runter lief, das prägt einfach.

    Deshalb fand ich es schade, als ich die Todesnachricht gelesen habe. Gleichwohl wusste ich, in welches Licht ich das rücken muss.

    Ich würde mir diese Veranstaltung dennoch gerne ansehen, einfach so.

    Diese Diskussion, ob jetzt der Hype gerechtfertigt ist oder nicht, kann man ja jetzt unendlich weiter treiben.


    Fakt ist, die Foos hatten wohl einige Charthits mehr als RUSH. Und die haben das Wembley Stadion gefüllt. Schafft jetzt nicht jeder. Ob das ein Gradmesser ist, weiß ich nicht. Gut, bei Helene Fischer waren wohl noch etwas Leute mehr. Kann man machen, wenn man will.


    Mediales Ausschlachten gehört wohl irgendwie zu den Amis. Als damals Tony Sly (den kennen viele nicht) gestorben ist, wurde das auch ausgeschlachtet. Ist eben so.


    Dave Grohl hat mit Nirvana einfach die Musikwelt verändert. Das mag an vielen alten Leuten vorbei gegangen sein, ist aber nicht weiter schlimm. Ich weiß auch gerade nicht, was in den Charts läuft.


    Er hat dann mit Foo fighters weiter gemacht. Da hat meine Meinung nach jedes Album ein/zwei Filler, was man von nevermind nicht behaupten kann. Für die Foos haben dann auch noch Hunderte Musiker ihre Instrumente nach Oberitalien gekarrt, um EINEN Song zu spielen. Das hat sicherlich auch dazu beigetragen.


    Die mukke von LED Zeppelin, pink Floyd, etc. und der Umgang mancher Gruppenmitglieder mit Drogen hat sicher auch einiges ausgelöst. Im Übrigen kann ich den Hype um diese Bands nicht nachvollziehen, ist meiner Meinung nach alte Leute-Musik. Aber die hatten ja früher nichts anderes.


    ICH hab schon zu mehr Songs der Foo Fighters getrommelt als zu RUSH. Deswegen hat Hawkins mich beeinflusst, die anderen nicht. Deswegen war ich traurig, als er gestorben ist. Den Tod des RUSH-Trommlers musste ich erst nachschlagen. So hat vielleicht jeder seine Geschichte.

    Schade, dass sie den Stream nicht auch gleich aufgenommen haben,

    ...na da wird dann sicherlich ne Konzert-Bluray oder was weiß ich draus gemacht.

    Mir eigentlich egal, mir geht's ja nicht ums kostenlos ansehen, sondern einfach ums ansehen an sich.


    Bzgl. Künstler, die sich zu Grunde richten:

    Ich glaube, dass hat nur bedingt etwas mit dieser - ich nenne es Mal bipolaren - Persönlichkeit mancher genialen Leute zu tun, sondern mit der einfachen Zugänglichkeit von div. Rauschmittel.

    Wenn ich das von meinen kleinen Konzerten hochrechne auf ganze Touren. Das beginnt halt langsam, erst kippste nur nach der Show ein paar, dann Mal mehr, naja, einer vorher schadet ja nicht..usw..

    Und Sucht definiert sich ja darin, etwas zu tun, obwohl man es besser weiß. Und hinterher schlechtes Gewissen, aber mit so ein zwei shots ist das Gewissen dann auch wieder beruhigt..