Beiträge von DBDDW

    Hey Tama01, Ich unterrichte, wie so viele, seit bald einem Jahr online. Aus der Erfahrung kann ich dir sagen: Mach dir über das Hören deines Lehrers keine Gedanken. Meine Schüler nehmen am Unterricht teil mit Laptops, PCs, iMacs, Tablets, Smartphones... Alles, was es gibt. Manche Geräte übertragen einen mega guten Sound, bei anderen höre ich alles sehr verzerrt - ich habe aber in den allerseltensten Fällen das Problem, dass ich etwas nicht gut genug höre, alsdass ich nicht ausmachen könnte, was der Schüler spielt. Viel Erfolg!

    In diesem Fall gebe ich mich gerne mal als Psychologe zu erkennen und muss sagen, dass es sich um einen klaren Fall des Third-Person-Effektes handelt. https://de.wikipedia.org/wiki/Third-Person-Effekt (aka „Mich selbst beeinflusst es nicht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass andere Menschen davon beeinflusst werden!“) Ich selbst habe mehrere Jahre in dem sozialpsychologischen Forschungsinstitut meiner Universität gearbeitet. Die Leiterin des Institutes selbst war große Befürworterin der These „Computerspiele machen aggressiv“, doch diese Hypothese hat sich in all der Zeit nicht belegen lassen. Auch anderweitige Metastudien (also „zusammengefasste“ bzw. „gesammelte“ Studien) lassen die These nicht zu. Es scheint, als hätten viele Menschen große Probleme damit, Kausalität (also Ursache/Wirkung) zu verstehen bzw. Ursache und Symptom auseinanderzuhalten. Menschen verwechseln häufig das gleichzeitige Auftreten von zwei Zuständen, also eine Korrelation (jemand verhält sich aggressiv und hört auch aggressive Musik), mit der Kausalität (das Hören aggressiver Musik führt bei jemandem zu aggressiven Verhalten), was jedoch in sehr, sehr vielen Fällen ein logischer Fehlschluss ist. Ich hoffe, ich konnte ein wenig Theorie zur Klärung der Situation beitragen. ;)

    Vielen Dank für die superverständliche Erklärung! :thumbup:

    Nee, lieber nicht. Ich hab sowieso schon bereut, dass ich mich hier überhaupt eingemischt hatte.

    Schade.

    Musik ist Geschmackssache und künstlerische Freiheit ist weitreichend.

    Solange es sich nicht um menschenverachtende oder rassistische Inhalte handelt, kann und darf da auch nicht gegen vorgegangen werden und vor allem muss es meines Erachtens akzeptiert werden!
    Anderenfalls hätten noch sehr viel mehr Songs von Bushido, Rammstein, die ärzte, ... - es gibt etliche weitere berühmte Künstler/um nur einige deutschsprachige zu nennen - auf dem Index landen und dort verbleiben müssen.

    In einer Zeit, in der die Rotationen der Radiosender Titel wie "Don't be So Shy" (Imany), "Whistle" (Flo Rida) oder ganz aktuell "Ride It" (Regard) rauf und runternudeln, finde ich es äußerst schwierig, solch ein Thema zu diskutieren und würde zu allererst im Mainstream schauen; denn der hat aufgrund des riesigen Hörerspectrums einen viel größeren Einfluss auf die Gesellschaft.

    Von der Theorie, dass "Psychos" die hier diskutierte Musik zur Stimulation nutzen, halte ich nichts; seine Fans kann man sich nur äußerst bedingt aussuchen und Geschmäcker sind so individuell, wie der Mensch selbst. Es gibt sicherlich auch Menschen, die für sowas Songs der von Die Amigos nehrmen.

    Die Nummer mit "hell" und "dunkel" habe ich auch noch nicht verstanden und würde m_tree um Aufklärung bitten.

    Hey Maddin,

    Klar, gerne.

    Wie du schon schriebst, war ich seit Veröffentlichung unseres Albums "Thornstar" im August 2018 sehr viel unterwegs. 66 Shows in 17 Ländern, darunter auch China, Russland und Mexiko, innerhalb von knapp 14 Monaten.
    Hier alles auch nur anzureißen wäre zuviel und würde zu lange dauern, deswegen ist es mit Sicherheit einfacher, möglichst spezifische Fragen zu beantworten.

    Es gab natürlich einen Sack voll großartiger, verrückter und teils auch weniger schöner Erlebnisse.
    Zu den schönen Dingen zählen natürlich das Sehen und Bereisen anderer Länder, in diesem Falle ganz besonders China und Mexiko, und das Erleben der dort lebenden Menschen und deren Mentalitäten.

    Der Kontakt zu anderen Bands ist immer unterschiedlich und auch ein wenig abhängig von der Veranstaltung. Bei eigenen Shows haben wir eigentlich immer Supports dabei, die wir kennen und mögen; Leute, zu denen wir auch eine persönlichen Bezug haben.
    Bei Shows im Ausland werden die Supports in der Regel vom lokalen Promoter organisiert und man lernt sich dann eben vor Ort kennen, wobei es zumeist so ist, dass es leider kaum Zeit für ein richtiges Kennenlernen gibt. - Ausnahmen sind hier natürlich Support-Bands, mit denen man möglicherweise mehrere Tage tourt, die nicht nur eine Show mitspielen. So entstehen oftmals anhaltende Kontakte und auch mal Freundschaften.

    Schön ist es, wenn man Leute trifft, mit denen man Dank der sozialen Medien vielleicht schon länger in Kontakt ist. So habe ich mich sehr gefreut, als ich auf einem Festival in Sofia, Bulgarien, endlich den Kollegen André Hilgers (Bonfire) persönlich kennenlernen konnte.
    Oder als ich in Mexiko City, ebenfalls auf einem Festival, etliche alte Bekannte wiedergetroffen habe, die ich zwar gefühlt schon ewig kenne, die ich aber nur äußerst selten sehe, obwohl wir nur teils wenige hundert Kilometer auseinander wohnen.

    Zum Equipment im Ausland kann ich sagen, dass ich generell sehr zufrieden bin.
    Es wird natürlich vorab kommuniziert, was man braucht und gerne hätte; so wirklich exakt ist es aber am Ende nie. Dafür sind wir vermutlich ein zu kleines Licht :D
    Ich hätte immer gerne Becken von Istanbul Mehmet und Trommeln von Dixon, aber der Regelfall ist, dass man (sehr) felxibel sein. Immerhin stimmen zumeist Quantität und Größen des Materials.
    Ansonsten gilt: es ist immer mit allem zu rechnen. Von bis. Das tatsächlich Schlimmste, was ich hatte, war ein Beckensatz bestehend aus Zildjian ZBT und Paiste 101 an einem Tornado by Mapex Kit; aaaber mit Tama Road Pro Hardware. ?(
    Am Tag drauf saß ich an einem DW Collectors mit Zildjian K Tellern. Letztere wurden mir originalverpakt hingelegt. Zwei Sätze.


    Generell ist dieses Rumgetoure eine großartige, aber auch so wahnsinnig kurzweilige Geschichte. Es gibt natürlich gefühlt unendlich viele Anekdoten, die ich erzählen kann, und es gibt etliche Momente bestimmter Shows, and die ich mich sehr gut erinnere, aber es gibt auch sehr, sehr viele Dinge, die ich so gar nicht mehr im Kopf habe. Ich kann mich oftmals an einzelne Locations gar nicht mehr wirklich erinnern, weil in dieser Zeit so viel passiert ist, so viele Impressionen auf mich eingeprasselt sind, dass ich das gar nicht alles speichern kann.

    Aber ich möchte nicht klagen; es läuft gerade sehr gut und ich wünsche mir, dass das so weitergeht.


    Wie gesagt, wenn jemand spezifische Fragen hat, immer her damit! Ansonsten müsste ich ein Buch schreiben.

    Ich habe den Start-Thread mal aufgefrischt und nehme dies außerdem zum Anlass euch nicht vorzuenthalten, welch freudige Nachricht mich jüngst erreichte:




    Wir werden 2020 als Special Guest sieben Shows von Iron Maiden's Fortsetzung der Legacy Of The Beast Tour spielen!

    10. JUNI - Köln, Rhein Energie Stadion /mit Airbourne
    23. JUNI - Berlin, Waldbühne /mit Airbourne

    05. JULI - Warschau (PL), PGE Narodowy /mit Within Temptation
    07. JULI - Prag (CZ), Sinobo Stadion /mit Airbourne
    16. JULI - Wiener Neustadt (AT), Wiener Neustadt Stadion/mit Airbourne
    18. JULI - Stuttgart, Mercedes-Benz-Arena /mit Airbourne
    20. JULI - Bologna (IT), Sonic Park /mit Airbourne

    Da die GEMA die Urheber vergütet und das Urheberrecht nicht übertragbar ist, würde ich behaupten, dass ein jeder Urheber seine Tantiemen selbst versteuern muss. Vielleicht wäre es u.U. möglich, die Tantiemen nach jeder Ausschüttung direkt in die GbR einzulegen. Letztendlich kommt das aber vermutlich unterm Strich aufs selbe raus, da in der reinen GbR ohnehin die Steuerlast anteilig auf jedem Einzelnen liegt, nicht? Generell sollte man hierzu allerdings einen Steuerfachman befragen; ist schließlich ein äußerst komplexes Feld...

    Becken und Hardware macht Wasser generell erstmal nicht viel aus, solange man sie im Anschluss an den Dreh wieder ordentlich trocknet - Föhnen zum Beispiel. Es sei denn, du drehst in Meerwasser. Danach kanst du alles wegwerfen. Bei den Trommeln würde ich kein Risiko eingehen. Wenn die Kessel wirklich mit Wasser in Berührung kommen, dann nimm Wegwerf-Zeug. Fußmaschine: Ich lasse Fußmaschinen generell weg, wenn im Drehbuch nicht explizit Close-Ups von eben diesen stehen.

    Ich habe einen mit zwei Kits bestückten Unterrichtsraum hier am Rand des Südharzes/Osterode; wer hier in der Region Urlaub macht und es nicht mehr aushält, darf sich gerne melden. :thumbsup:

    Ich persönlich bevorzuge auf meinen 7-ply Maple Kesseln, überwiegend quadratische Größen, oben G2 clear und unten G1 clear. - Alternativ, wenns etwas wärmer sein darf, oben G2 coated und unten G1 clear. Simon Phillips antwortete auf die Frage, wie er die Toms seines damals gerade neuen Tama Star Kits befellt habe, dass er den perfekten Ton nur aus einer Trommel bekäme, wenn sie gleichmäßig schwinge. Das geht natürlich nur, wenn du oben und unten identische Felle hast.

    Hallo zusammen,

    Ich habe am Sonntag ein paar Fotos einer Hardware machen können.
    Es handelt sich bei meiner Hardware um ein recht abstraktes Racksystem, welches nicht modular ist; also nur funktioniert, wenn man es exakt aufbaut.

    Übersicht:


    Alle Teile der linken Seite sind mit neongelbem Band markiert.




    Auf dem Boden befinden sich außerdem Markierungen, an denen sich die Overheads (bei mir Underheads) ausrichten lassen.


    Die rechte Seite ist mit pinkem Band markiert.




    Pedale:

    Für Galgen gibt es ja auch Memory-Klammern. Damit kannst du den Ausleger "speichern". Das Gelenk selber kannst du mit einem Streifen Gaffa fixieren, sodass, selbst wenn jemand die Schraube einmal lösen sollte, die Einstellung behalten wird. Das funktioniert bei mir wunderbar. Bei geraden Stativen (alle Beckensattel im gleichen Winkel) habe ich immer Folgendes gemacht: Das oberste Glied hat bei allen Stativen die selbe Höhe. Die Höhe eines jeden zusammengebauten Statives stelle ich mit dem mittleren Glied ein. Für den Transport ziehe ich bei jedem Stativ immer nur das oberste Glied heraus. So passt alles ins Hardware-Case und beim Aufbau ist es bumsegal, welches Oberteil auf welchem Stativ landet. Standtom-Beine sind zusätzlich zu den Memory-Klammern auch noch durchnummeriert. An Hardwareteilen, die an eine bestimmte Stelle gehören, ist ein Stück Gaffa mit Beschriftung. Ich sehe mein Tour-Kit am Sonntag wieder, da kann ich mal ein paar Bilder machen, um das etwas zu veranschaulichen. All das funktioniert tatsächlich sogar so, dass man aus Sicht des Publikums nicht allzu viel der Markierungen sieht.

    Ich habe ein Falcon P1000TW, bei dem das Kugellager des Master-Pedals durch ist -> extreme Laufgeräusche. Außerdem, das Problem habe ich aber seit Anbeginn, habe ich an der Maschine jetzt schon dreimal die Einheit zur Befestigung an der Bassdrum ausgetauscht. Am Kanal, der die Kügelchen zwischen Spannschraube und Klaue führt, brechen regelmäßig nach wenigen Malen des Festschraubens die Gewinde, mit denen der Kanal auf die Bodenplatte geschraubt ist... Als das das erste Mal passiert ist, bin ich damit zum Händler gegangen, der hat es bei Mapex reklamiert und die haben direkt zwei neue Einheiten geschickt... - schien also vermutlich nicht das erste Mal so zu sein.

    Ich kann nur mutmaßen, dass der Schlagzeuger da keine Feinheiten mehr einzustellen hat. Ein guter/gut bezahlter Drum Tec weiß genau, was sein Chef haben möchte, da man sowohl Aufbau als auch Sound schon in der Probenphase genau festlegen kann.

    Genau so läuft es. Die Vorbereitungen ("Vorproduktion") sind das A und O - wie ja eigentlich bei allen Dingen. Ob vor einer bestimmten Show, einer anstehenden Tour oder auch nur einzelnen Tourblocks; das handhabt jede Band ganz indiviuell. Je nach größe der Produktion variiert die Dauer der Vorproduktionen. In der Regel nimmt man sich die Tage direkt vor der ersten Show Zeit, probt alles und fährt dann direkt zur ersten Show. Bei genauem Hinschauen kann man selbst bei den ganz großen Acts die Markierungen der Stative/Drums/Teppich erkennen. Es gibt natürlich auch Produktionen, die es sich leisten (können), die Drums einfach auf einem Podest aufgebaut im Truck zu transportieren. Korn mit machen das z.B. so: https://www.youtube.com/watch?v=OlyncbYKYSE&t=41s

    Zitat

    Nach dem Gig sinke ich Backstage auf dem Sofa zusammen, es sind Minuten, durchflutet vom Glück und von der Dankbarkeit, nun schon 30 Jahre lang nie zu bequem, rational, gleichgültig oder zu dämlich gewesen zu sein, um auch nur ernsthaft dran zu denken, kein Musiker mehr sein zu wollen.

    Ich bin nach der letzten Show in Tränen ausgebrochen. Einfach so. Weil's so schön war. Das war Mitte Dezember in Peking. Es sind genau diese Gefühle, die du beschreibst, wegen genau der Leute, die zu den Konzerten kommen, um dich oder deine Musik zu hören.
    Jetzt gerade packe ich meinen Koffer und fliege morgen früh nach für eine Show nach Italien.

    Ich komme aus einer Musikerfamilie. Meine Eltern sind beide Tastenquäler. Mein Bruder spielt(e) Bass und Trompete. Mein Vater leitete einige Orchester, in denen ich zunächst Percussions spielte. - Ich bin mit der Musik aufgewachsen und bin es seit meiner Kindheit gewohnt, an den Wochenenden unterwegs zu sein.

    Ich habe nie studiert, aber zwei Ausbildungen gemacht. Eine im Bereich IT, eine im Bereich Sozialpädagogik. In beiden Bereichen habe ich danach auch kurz gearbeitet. - Genug, um zu wissen, was ich nicht machen möchte.

    Ich trommle seit 25 Jahren. Seit 15 Jahren spiele ich Rock-Musik auf Bühnen in Clubs. Seit sieben Jahren lebe ich ausschließlich von der Musik.
    Ich bin unendlich dankbar, dass ich Das Trommeln und auch die Vermittlung des Wissens und Könnens meinen Job nennen darf und in der Lage bin, meinen ebensunterhalt damit zu bestreiten.

    Edith musste grad manuell Absätze einfügen... ?(