Als Trommler und Techniker im Stile eines Juristen:
ES KOMMT DRAUF AN 
Einleitend kleines Beispiel:
Ich habe mein Set mit 10x8 / 12x9 / 14x11 Toms gekauft und bekanntlich um ein 16x16er FT erweitert. Ich war und bin begeistert um den Wumms und Klang, den das 16er FT rein in Natur entwickelt.
Ich hab dann zwei Gigs bei meinem Dad in der Tanzband ausgeholfen und ohne Abnahme, ohne Gehörschutz in einer SEHR zivilisierten Lautstärke gespielt. Das 16er hat für mich prima geklungen.
Nun hatte ich den ersten Gig mit meiner Combo vor einigen vielen Leuten, einer großen PA, vielen Mikros, tollen Mischpult, subba Techniker etc pp.
Ich hab dort - wie üblich - mit IEM gespielt. Mein Eindruck - auch als ich für zwei Songs die Dinger mal draußen hatte und auch der Eindruck des Technikers war: Das 14er klingt runder, ausgewogener und auch satt und tief genug, so dass das 16er eigentlich "nicht nötig" gewesen wäre.
Lässt man nun die Mikrofonierung weg, ist das 16er sicher lauter und weiter zu hören, setzt sich besser durch und klingt auch voller. Nur: 90% der Gigs in meiner Band hängt eben ein Mikro dran, meine Trommeln sind halbwegs gestimmt, der Techniker ist halbwegs fähig und die zur Verfügung stehenden technischen Hilfsmittel sind halbwegs gut. Auf diesem Wege bekomm ich jedes 8er und 10er laut und rund genug. Natürlich wird im direkten Vergleich kein 14x11er wie 16x16er klingen.
Sprich: Wer seine Kiste meist nicht abgenommen spielt, weil er mehr probt als auftritt, weil er für sich spielt, weil er in kleinerem Rahmen spielt etc. pp. pferd mit 16x16 und 18x16 wohl besser. Für Jungs die öfter mal n Mikro dran haben und der Hauptsound dann Weg durch das Mikro nimmt, für den eignet sich wohl 14x14 und 16x16 besser.
Ich hab einige Male eine Band technisch betreut, deren Drummer 1. sehr gut ist 2. stimmen kann 3. eine Hi-End Schachtel bedient und mit dessen 18er FT gab es soundtechnisch eigentlich immer Probleme.
Diese Ansicht hat sich bei mir auch über einen längeren Zeitraum gebildet, stellt aber nur meine eigene persönliche Meinung dar.
Edith fügt hinzu:
Ich versuche als Techniker auch mit möglichst wenig Bearbeitung zum Ergebnis zu kommen. Gates gibts nur, wenn es nicht anders geht. Kompressor auf Toms mache ich eigentlich live gar nicht und beim EQ ziehe ich meist nur nervende Sachen raus. Dabei fällt auf: kleinere Toms sind leichter zu bearbeiten, da sie bei Mikrofon-Abnahme weniger Frequenzbereiche haben, die man ziehen muss und diese weniger stark ausgeprägt sind.
Beispiel: Ein gut gestimmtes Set mit Toms von 8 bis 16 kann in sich sehr homogen klingen und während ich beim 8er GAR KEINE Bearbeitung vornehmen muss, muss das 16er hier und da EQ-technisch eingebremst werden und letztendlich eventuell sogar gegated werden.