Beiträge von Seven

    Das Thema Rack ist (meines Erachtens zurecht) eine Randerscheinung (geworden). Die wirklichen Vorteile eines Racks sehe ich dann, wenn man für den Transport nur sehr wenig demontieren bzw. muss. Dann braucht es aber meist mehr als eine Person, um das Rack zu bewegen und auch ausreichend Platz beim Transport. Zudem kommt man durch Türen und über Treppen schlecht voran. Wenn diese Themen geklärt sind, kann ein Rack sinnvoll sein bzw. auch die Vorteile ausspielen.


    Ich habe einen Satz relativ schwere Hardware und einen Satz ziemlich leichte Hardware. An der Pearl 2000er Hardware kann ich zwei Toms und zwei Becken problemlos montieren. An der DW Ultralight Hardware geht immer genau eine Trommel oder ein Becken dran.


    Ich habe mir für die Hardware irgendwann mal zwei Cases bauen lassen. Die Cases haben jeweils Eckrollen. Das kleinere Case hat einen Trolleygriff. Das größere Case braucht das nicht. Letztlich wiegen die Cases etwas mehr als ordentliche Taschen. Das 120 cm Gewa SPS Bag wiegt auch 10 Kilo. Da ist mein Case (gut ist keine 120 cm lang) nicht wesentlich schwerer. Dafür kann ich die Cases auch gut stabeln (im Auto). Ich verzichte darauf, meine Hihat beim Transport zusammenzulassen bzw. muss die immer zerlegen als längstes Hardware-Element. Dafür ist dann das große Case etwas kleiner. Ansonsten müsste das Case ja mindestens so lang die Hihatmaschine sein. Das wollte ich nicht. Aus meiner Sicht sind ordentliche Cases auch was "für die Ewigkeit". Ich habe die auch für andere Zwecke schon eingesetzt (Mikrofonstativtransport, Mikrofonkabeltransport, etc.)


    Momentan bin ich live eher mit kleinerem Besteck und daher auch mit den leichten Ständern unterwegs. Aber da kommen sicherlich auch mal wieder andere Zeiten/Vorlieben. Von daher finde ich es gut, beides zu haben. (Haben ist besser als brauchen :-))


    Abweichende Optik nervt in der Tat. Mein 8er und mein 18er Tom haben (weil nachbestellt) andere Badges als der Rest vom Kit. Fällt zwar nicht so auf, stört aber wenn man es weiß.

    in jedem Fall ne Rechnung geben. Das macht u.U. nicht jeder private Verkäufer

    Geht über Eigenbeleg, kann man machen und ist steuerlich anerkannt. Wie der aussehen muss, verrät der Steuerberater oder das Netz.

    Eigenbelege sind aber "gedacht" für kleinere Beträge. Und das Netz sagt, dass Eigenbelege gerne abgelehnt werden, wenn 250 EUR überschritten werden, auch wenn der Gesetzgeber keine Obergrenze definiert hat.

    Aus meinen Erfahrungen:

    17 tief geht.

    18 tief geht.

    16 tief geht auch.

    14 tief geht auch.

    20 tief habe ich nie besessen, aber unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Würde ich nicht nehmen. Steht hier aber auch nicht zur Diskussion

    Ob nun 8 oder 10 Lugs? Mehr Lugs weisen in der Regel auf teurere Kessel hin, aber versprechen nicht automatisch einen besseren Sound.


    Aktuell mag ich die 24x14 gerne. Sowohl vom Sound, als auch vom Spielgefühl. Aber gib mir 1-2 Jahre und dann find ich 22x18 wieder cooler. Kommt aber natürlich auch immer auf den Kontext an.

    Anregung: Wenn es ein Zweitkit ist und Du 22x18 schon hast, wäre mir 22x16 zu wenig anders. Dann würde ich eher nach 20er oder 24er suchen.


    10-12-14-16 finde ich nachvollziehbar und ist auch einigermaßen oft zu finden.


    Ich bin grade von den alten Starclassic Performern aus japanischer Produktion positiv angetan, auch wenn die schon über 20 Jahre alt sind. Muss man aber sicherlich im Einzelfall prüfen. Ob die neueren Starclassic da mithalten können, kann ich nicht sagen.


    Aus steuerlichen Gründen (Du betreibst das Trommeln ja mit Gewinnerzielungsabsicht) sollte es in jedem Fall ne Rechnung geben. Das macht u.U. nicht jeder private Verkäufer. Eventuell ist auch Umsatzsteuer ein Thema für Dich, was neue Kits am Ende attraktiv werden lassen kann.

    Im Grunde würde ich auch sagen, dass ein 10jähriger kein Starclassic Kit braucht. ABER: Als zahlende Eltern habe ich bei einem gebrauchten Starclassic weniger Wertverlust, falls der Junior das Hobby in 1-3 Jahren an den Nagel hängen und zur Gitarre oder zum Tennisschläger greifen sollte.


    Ansonsten würde ich unterstreichen:

    - Starclassic passt schon; auch wenn sie 20 Jahre alt sind.

    - Holz ist nicht so wichtig.

    - Wenn der Junior Toms liebt, würde ich auch eins mit 4 Toms nehmen. Ich weiß noch, wie wichtig mir das seinerzeit war.

    - Plane Geld für neue Felle ein.

    - Zultan Rockbeat und Vergleichbare taugen. Aber gebrauchte Becken sollte grob 60% des Neupreises kosten und klingen keinen Deut schlechter; solange sie nicht defekt sind bzw. Risse haben.

    Meiner Meinung nach ist "Pay 2 Play" immer schlecht für alle, die Musik machen, egal ob man davon lebt oder nicht.
    Auch wenn's einem Hobbymusiker nicht ums Geldverdienen geht, stehe ich einer solchen Entwertung der Musik sehr kritisch gegenüber.

    Kann ich nachvollziehen. Im Zweifel präsentiert man dann seine Musik aber gar nicht in der Öffentlichkeit. Das wäre dann konsequent.


    Sobald es um Geld geht, kommen eben Regeln von Marktwirtschaft und Ökonomie zum Tragen. Kunst und Kultur kosten erstmal immer Geld, weil es mindestens mit zeitlichem Aufwand und oft auch mit materiellem Aufwand zur Konzeption, Erstellung, Darbietung etc. verbunden ist. Wer trägt den Aufwand:

    • Der Musiker (zwischen 0 und 100%)
    • Der Gast (zwischen 0 und 100%) über den Eintritt
    • Sponsoren (zwischen 0 und 100%)
    • Öffentliche Hand (zwischen 0 und 100%) über Subventionen, Kulturförderung etc.

    Ich erinnere mich an die Touren von Pink Floyd, Genesis und Bon Jovi in den 1990ern, die zwar Stadien voller (gut) zahlender Gäste hatten, aber trotzdem auf das Sponsoring von VW angewiesen waren, um den Aufwand zu finanzieren. Heute hat in meinem Umfeld jede Stadtfestbühne ein Unternehmen als Sponsor, da Bühne, Technik und Bands ansonsten nicht finanzierbar wären. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen aber sowohl Unternehmen als auch Öffentliche Hand noch mehr als in früheren Jahren abwägen, was konkret finanziell unterstützt wird.


    Die Zahl an möglichen Auftrittsorten im Sinne von Clubs, Kneipen, Kulturvereinen etc. ist in den letzten 30 Jahren in meinem Umfeld stetig gesunken. Sicherlich nicht, weil die Besitzer als Veranstalter mit diesen Einrichtungen einen großen Gewinn gemacht haben. Gleichzeitig haben viele Menschen aktuell (gefühlt oder real) weniger disponierbare Mittel, die sie frei für Live-Musik ausgeben können oder auch ausgeben wollen.


    Kunst und Kultur sind im Grunde volkswirtschaftlich meritorische Güter. Es ist gesellschaft anerkannt, dass die ohne staatliche Eingriffe (Förderung) nicht das gewünschte Angebot des Gutes erreicht wird. Das gilt insbesondere für (schulische) Bildung, die Rentenversicherung, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aber eben auch für Kultur. Gleichzeitig hat auch der Staat nur begrenzte Mittel für die Förderung/Subvention von Kultur.


    Und wenn ich mir das Gesamtbild anschaue komme ich leider zu dem Ergebnis, dass die Musiker heute mehr als früher auf ihrem Aufwand sitzen bleiben. Aber ich wüsste jetzt nicht, wem man da konkret einen Vorwurf machen sollte. Sollen Unternehmen Mitarbeitende entlassen und mehr Kultur-Sponsoring betreiben? Sollen Städte mehr Kulturförderung betreiben und dafür Kita-Plätze streichen?

    Noch mal ein anderer Gedanke dazu:

    1) Schlagzeug spielen 2) Musik machen mit anderen und 3) Musik machen vor Publikum

    Wenn wir von der Hobby-Schiene sprechen, bin ich ja selber auch betroffen: Aber woher kommt der Anspruch, dass mir mein Hobby immer gleich vergütet wird wie wenn ich ein Profi wär und davon leben müsste? ... Die Grenzen sind auf jeden Fall fließend. Schwieriges Thema.

    100% Zustimmung.


    Professionell lege zumindest ich in diesem Kontext gerne so aus, als das mit dem Einkommen aus Auftritten ein elementarer Teil des Einkommens erzielt wird. Oder zumindest wird primär bis ausschließlich aus "Musik" das Einkommen erzielt (auch und oft durch Unterricht). Professionell in diesem Sinne sind in dem Forum hier vermutlich eher wenige unterwegs.


    Demgegenüber stehen die überwiegende Mehrheit von Hobby-Musikern, die mit einem Job außerhalb der Musik die Brötchen verdienen. Hier sind vermutlich auch einige mit einem "professionellen Anspruch" unterwegs, so dass die Qualität der musikalischen Darbietung nicht zwingend schlechter ist als die Darbietung der hauptberuflichen Musiker; zumindest nicht in der Wahrnehmung des durchschnittlichenden Zuhöhrenden. Das man seinen "professionellen Anspruch" auch mit - zumindest im Ansatz - den Gagen/Tagessätzen von professionellen (im oben genannten Sinne) vergütet bekommen möchte, ist erstmal nachvollziehbar und vollkommen in Ordnung.


    Dann sind wir aber in einem wirtschaftlichen Bereich der Musik und dann muss man sich Angebot und Nachfrage anschauen bzw. in Einklang bringen. Und dann gibt es eben (leider) für (technisch) sehr gut gut gemachte Musik mit eigenen Songs einer unbekannten Band kaum eine nennenswerte Nachfrage, so dass man im Worst Case bei Pay 2 Play landet. Auf der anderen Seite geht das abgehalfterte Duo mit schlecht gespielten Cover-Versionen von Songs die jeder mitgröhlen kann einen mit schlanken 500 EUR pro Nase nach Hause; einfach weil dafür eine Nachfrage da ist und irgendein Wirt das Ganze mit dem Umsatz von Getränken gewinnbringend flankieren kann.

    Interessanter Thread.


    Ich finde den verlinkten "Zettel" im ersten Post erstmal gut.

    Ohne den Zettel hätte ich 700 EUR bei 100 Gästen überraschend viel gefunden. MIt Blick auf den Zettel hätte ich bei den sonstigen RAhmenbedingungen mehr als 1.000 EUR erwartet.


    Ich habe noch nie Pay-2-Play gemacht. Ich würde es aber nicht prinzipiell ausschließen. Früher hätte ich es kategorisch ausgeschlossen.

    Hut hatte ich bei vielleicht 1-2% aller Gigs in den letzten 30 Jahren. Würde ich auch nicht prinzipiell ausschließen.


    Ich habe für mich vor ein paar Jahren beschlossen, dass Gagen für mich ein stark nachgelagerte Bedeutung beim Musikmachen haben (sollten). Ich mache Auftritte wenn für mich Aufwand und Freude in einer für mich angemessenen Relation stehen. Und beim Spaß spielen viele mögliche Faktoren eine Rolle. Ich frage auch gar nicht mehr vorher, was es an Gage für einen Gig gibt. Das entspannt mich zumindest sehr.


    Ich kenne eben auch die Veranstalterseite halbwegs und weiß um deren Herausforderungen. Für mich ist es vollkommen nachvollziehbar und in Ordnung, wenn Veranstalter primär wirtschaftliche Interessen haben und auch Risiken (kaum zahlende Gäste, geringer Konsum an Getränken, schlechtes Wetter bei Open Air) einpreisen müssen. Dafür haben Veranstaltung 2026 in Deutschland auch nicht wenig an Orga-Aufwand an der Backe.


    Das verträgt sich gegebenenfalls nur bedingt mit Bands, die eine aus ihrer Sicht "faire Gage" haben wollen. Spätestens wenn Bands dann Zeitaufwand für Proben und Anfahrt oder auch Investitionen in Instrumente mit in Betracht ziehen, werden die meisten Bands mit den Gagenvorstellungen scheitern. Und selbst Auftritte organisieren ist eben für Bands auch mit Aufwand und Risiken verbunden.


    Ich bin da ganz bei Seelanne:

    Zitat von Seelanne

    1) Schlagzeug spielen 2) Musik machen mit anderen und 3) Musik machen vor Publikum.

    Wenn ich vor Publikum Musik machen will (Level 3), muss ich ggfs. die Konditionen von Veranstaltern (bis hin zu Pay-2-Play) akzeptieren. Als Alternative bliebe dann in einigen Fällen nur Level 2: Musik machen mit anderen (ohne Publikum).


    Ich (im Sinne von nicht die Band sondern wirklich ich) habe 2019 mal ein Konzert organisiert. Wir haben die Eintrittsgelder kassiert und davon Techniker und Technik bezahlt. Location hat die Bewirtung und das Bereitstellen der Location an sich, sowie freie Getränke und Essen für Musiker und Techniker übernommen. Am Ende habe ich - obwohl die Show ausverkauft war - einen geringen dreistelligen Betrag draufgelegt, weil eben gute Technik aufgefahren wurde und gute (nicht billige) Techniker gebucht worden. Dafür war es am Ende ein tolles Event, von dem Leute noch heute schwärmen.


    Ich mache mir nichts vor: Vieles an Musik/Kunst wird nicht mehr existieren, wenn nicht irgendjemand am Ende (einen Teil) der Zeche zahlt. Sei es über Sponsoring, oder darüber, dass jemand auf Einnahmen verzichtet, Risiken übernimmt. Und man muss auch ehrlich sein: Nicht jedes "Stück" Kunst/Musik kann oder muss gefördert werden.

    Ich halte das Thema Playalong Challenge im Grunde für keine schlechte Idee. Es ist in diesem Forum aber aus meiner Sicht soweit gekommen, dass mehr darüber diskutiert wird, wie, wie oft, was etc. man als Teilnehmender und als Bewertender machen soll, dass ich da überhaupt kein Bock mehr habe aktiv oder passiv teilzunehmen. Ich verstehe, dass für die Teilnehmenden Regeln aufgesetzt werden. Auf mich wirkt es, als würde eine gute alte deutsche Behörde den Wettbewerb veranstalten. Dont get me wrong: Respekt vor den Leuten, die sich in den Wettbewerben die Arbeit machen. Aber was mir hier bei den Challenges fehlt: Leichtigkeit, Lockerheit, Coolness, Spaß.


    Und diese Verbissenheiten und Konfrontationen zwischen den Usern nehme ich im ganzen Forum, aber insbesondere bei diesem Thema wahr. Das war mal besser im Forum. Wäre schön, wenn man zu mehr Gelassenheit und Spaß zurückkommen würde. Es geht meines Erachtens überhaupt nicht darum, wer der beste Trommler (im Forum) ist. Es sollte vielmehr darum gehen, dass sich alle die es wollen mit Hilfe des Forums verbessern. Weil Ihnen bei Fragen geholfen wird, oder weil ehrliche, offene, konstruktive aber auch respektvolle Kritik geübt wird.


    Just my 7 Cents

    Was man beim Thema KM vs. GM nicht vergessen darf: "Ich nehme GM weil das cooler/besser/schöner/teurer/wichtiger aussieht." Da nehme ich mich gar nicht aus. Und uns als Trommlern gehts doch auch so. Da spielt die Optik auch oftmals eine Rolle.


    Ich sehe konstruktiv-technisch bei der Einzelabnahme von Becken KM im Vorteil gegenüber GM. Die Wärme, die man GM im Sound oft zuschreibt, brauche ich bei Beckenabnahme nicht. Die Linearität, der in den Höhen erweiterte Frequenzgang und die Impulstreue, die man KM im Sound oft zuschreibt, brauche ich hingegen dabei schon eher.

    Zum Thema Live Stereo/Mono in meinem aktuellen Live-Mix.


    Rahmenbedingungen:

    - Sounds like 80ies Rock

    - 2x Gitarre / 2x Keyboards / Percussion / Sax / 6x Vocals, davon 4 mit Leadgesang und halt Bass & Drums

    - relativ viel Background-Vocals und relativ dichte Arrangements


    Prinzipien:

    - Alles was ich auf der Bühne sehe bzw. was auf der Bühne passiert, soll auch grundsätzlich für das Publikum hörbar sein.

    - Das Fundament aus Drums & Bass soll "fett" klingen. Bassdrum darf schieben und gespürt werden. Snare soll knallen. Und Vocals sollen gut hörbar sein, aber nicht zwingend "über allem stehen".


    Was ist meine Herausforderung?

    --> Differenzierung im Sound, damit alles seinen Platz im Mix findet. (Das wäre bei einer 3-Mann-Combo ganz anders.)


    Wie mache ich das konkret in der Umsetzung?

    - Ich EQe immer mit Blick auf den Gesamtsound und weniger darauf, dass jedes Instrument für sich alleine besonders gut klingt.

    - Ich arbeite relativ viel mit Kompression, auch wenn ich schon sehr gute Signale bekomme. So habe ich aber immer nochmal mehr Kontrolle über den Mix. Dabei arbeite ich für fast jedes Signal mit mehreren Kompressoren. Bei Vocals habe ich einen "schnellen" Kompressor und einen eher langsamen Kompressor. Jeder macht für sich nur ein paar dB maximal. Dann habe ich oft noch Dynamische EQs im Kanal im Einsatz. In den Gruppen "glue" ich dann mit einem weiteren Kompressor die jeweiligen Signale nochmal ein wenig zusammen. Das klingt nach mehr Kompression als es am Ende ist. Aber ich bin eben auch nicht mit einem Jazz-Trio unterwegs.

    - Ich arbeite hier und da mit Sidechain-Kompression. Will sagen: Bei jedem Bassdrumschlag wird das Bass-Signal sehr kurz und nur unterhalb von 80 hz abgesenkt. Damit setzt sich die Bassdrum etwas besser im Mix durch, ohne dass ich die zu laut machen müsste. Gleiches mache ich mit Melodie-Instrumenten-Gruppe und Vocals. Immer wenn jemand singt, werden die Instrumente um 1-3 dB runtergedrückt, damit die Stimmen mehr Platz im Mix haben. Und das auch nur im Mittenbereich. Die Lowmids der Gitarren schiebe ich mir nicht weg.

    - Und beim Thema Stereo nutze ich die durchaus die Bandbreite des Panoramas aus:

    Kick, Snare, Hihat, Ride, Bass, Sax, Percussion und Lead Vocals (songabhängig wer grade singt) sind immer in der Mitte

    • Toms und Cymbals sind leicht gepannt.
    • Keyboards nehme ich das Stereosignal wie es kommt und mache es weder breiter noch enger.
    • Gitarren:
      • Eine Gitarre kommt Stereo aus dem Modelling Amp. Das mache ich weder breiter noch enger.
      • Eine Gitarre kommt Mono aus dem Amp über ein Mikrofon. Die mache ich mit einem FX breiter.
      • Jede Gitarre geht in zwei Gruppen.
        • Die linke Gitarre geht in eine Gruppe die hart links gepannt ist und eine Gruppe die hart rechts gepannt ist.
        • Die linke Gruppe der linken Gitarre geht 1:1 links in die Instrumentengruppe und die Instrumentengruppe dann auf den Master.
        • Die rechte Gruppe der linken Gitarre wird minimal (3-5 ms) verzögert und bekommt eine Absenkung von 1,5 dB oberhalb von 1200 hz. Die geht dann rechts in die Instrumentegruppe und dann auf den Master.
        • Für die rechte Gitarre ist es grade andersrum.
        • Warum mache ich das? Wenn ich die Gitarren einfach nur nach links und nach rechts drehe, hören im Extremfall die Zuschauer links nur die linke Gitarre und die rechts nur die rechte Gitarre. So wie ich es mache, hören erstmal alle Zuschauer den Grundton beider Gitarren. Die Obertöne der linken Gitarre sind aber links lauter und die der rechten Gitarre rechts. Damit bekomme ich etwas Stereobreite im MIx hin, ohne man links die rechte Gitarre nicht hört.
        • Die Backing-Vocals verteile ich ebenfalls dezent im Stereo-Panoram

    Frage: Klingt es dann nich für jeden im Publikum unterschiedlich? Im Grunde: Ja. Aber. Die wirklich wichtigen Signale sind in der Mitte. Und die anderen Signale sind dezent verteilt. Für Zuschauer die halbwegs optimal stehen kann ich schon ein ziemlich breites Gitarrenbrett fahren. Für den Rest sind aber zumindest beide Gitarren hörbar. Wenn ich mal an einen Gig in einem kleinen Club denke, wo nur der Gesang verstärkt oder wo der Anteil des Bühnenschalls am Gesamtsound relativ hoch ist habe ich das Thema, dass es überall etwas anders klingt ja auch. Ein komplett homogenes Klangbild gibt auch bei mir bei fast allen Shows die PA auch gar nicht her. Von daher habe ich mich dazu entschieden: Mehr Differenzierung im Mix, zulasten der Tatsache, dass alle einen möglichst identischen Sound bekommen. Auch das ist eine sehr subjektive Sache. Bei großen Shows (wo auch die Karten relativ viel Kosten) wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass es möglichst überall gleich klingt. Aber das ist mit einem einigermaßen großen Aufwand verbunden.


    Frage: Funktioniert das Ganze? Für mich ja. Und das was ich an Rückmeldung von Band, Zuschauern und Veranstaltern bekommen scheint es in Summe sehr gut zu funktionieren.


    Wo kann ich das mit den Gitarren mal richtig fundiert erklärt bekommen? --> MONO Live-Sound MIX, notwendig oder nutzlos? Podcast Interview mit Dipl. Tonmeister Carsten Kümmel

    Das sind (wie auch das Thema Overhead vs. Einzelababnahme) meines Erachtens primär Philosophiefragen, die man subjektiv bzw. abhängig von der konkreten Situation beantworten kann bzw. beantworten sollte. Simon P. hat natürlich recht, weil er einen in der Breite der Hörer anerkannt guten Drumsound hat; der aber nicht allen gefallen muss bzw. gefällt.


    Ich bin beim Thema "Stereo vs. Mono im Live-Mix" (aktuell) im Team Stereo. Auch dazu kann ich bei Interesse mal ausführen, warum ich das mache und wie ich das konkret umsetze.

    Ich nehme aktuell (bzw. seit ca. 2 Jahren) konsequent Becken einzeln und von unten ab.


    Mein Setting ist:

    - Meist größere Bühnen mit fast immer mehr als 500 und meist auch mehr als 2000 Leuten vor der Bühne.

    - Relativ wenig Krach/Schmutz/Noise auf der Bühne (IEM & Modelling Amps)

    - 6 offene Vocal-Mikrofone auf der Bühne. (die gerne viel vom Schlagzeug einfangen)

    - Sehr disziplinierter und auch leiser Schlagzeuger

    - Rockmusik im 80er Jahre Style

    - Drumkit mit HH, 2x Crash, Ride & China.


    Wie gehe ich konkret vor:

    Ich nehme HH und Crashes einzeln ab und positioniere das Ride-Mikro so, dass ich das China noch gut erwische. Grundsätzlich sind die Mikrofone relativ nahe an den Becken. Die Kanäle bearbeite mit dem EQ so, dass ich möglichst wenig Snare und Toms drauf habe. Dazu drücke ich die Snare über Sidechain-Kompression nochmal ein paar dB aus den "Underheads" raus.


    Warum mache ich das?

    Das mache ich sowohl bei meiner Hauptband (Wie gesagt: Sounds like 80ies Rock) als auch bei anderen Bands, die eher "produziert" klingen wollen und sollen. Bassdrum muss schieben, Snare muss knallen, Effektanteile bei Snare sind fast immer gut hörbar. Und da kann ich Becken schön dahin schieben von Lautstärke und auch Panorama, wo ich es haben will.


    Warum keine klassischen Overheads?

    Alleine weil ich mir 4 Stativen sparen will. Mit den kleinen Klemmen bin ich super schnell bei auf und Abbau. 4 Stative würde ich gar nicht unterbekommen aktuell (ohne noch n Case oder ne weitere Stativtasche anzuschaffen) und schleppen will ich die auch nicht. Die aktuelle Tasche mit Stativen wiegt auch um die 30 Kilo. Und letztlich brauche ich eben nur die Becken und keinen Grundsound bzw. das ganze Kit für den Live-Mix.

    An die Ton-Leutchen hier.

    Ich sehe bei großen Gigs, fast nur noch Einzelabnhame der Becken. (Abnahme von unten)

    Scheinbar nicht konsequent für jedes kleine Splash...


    Ich frage mich

    1. Wie trennt man das auf (z.B. ein Mic für zwei Crashes??)
    2. Welche Mics werden hierfür benutzt
    3. Was ist der generelle Vorteil
    4. Wie ist es mit Einschreuung von Tom's
    5. Macht das jemand von Euch? :/
    6. Dankeschön :saint:

    Konkret zu den Fragen:

    1. Aktuell - wie oben beschrieben - fast Einzelabnahme.

    2.Ich nutze Kleinmembrankondensatormikrone. Konkret SE Electronics SE8.

    3. Gute Signaltrennung. Getrennte Bearbeitung (Ich will NUR den Beckensound und nicht das komplett Drumkit). Aufgeräumtes Bühnenbild. Schneller bei Auf- und Abbau. Weniger Stative zu bewegen (und zu kaufen).

    4.Einstreuung von Toms sind kein Thema. Snare schon eher. Aber der Trommler ist weniger Heavy-Hitter. Und mit EQ und Sidechain-Kompression bekomme ich die Snare schon etwas rausgedrückt.

    5. Ja. Wie beschrieben.

    6. Gerne. Wenn Fragen --> Fragen!


    Und ja ich überlege durchaus, ob ich nicht lieber mal 2 schöne Großmembrankondenser auf Stative über das Kit hänge. (So wie mein Vorgänger als Techniker das gemacht hatte). Das klingt auch schön. Das klingt aber auch anders. Ich habe davon auch noch Mehrspurmitschnitte. Das Kit klingt so erstmal natürlicher. Man baut dann den Mix auch anders auf. Aber für mein klangliches Zielbild brauche ich kein maximal natürlich klingendes Drumkit; in diesem Fall.

    Vorfreude ist bekanntlich die größte Freude!

    Viel Spaß beim Warten wünsche ich.


    Ich finde eine Tomhalterung auf der Bassdrum primär praktisch.

    Und solange es nicht son hässliches Ding wie beim Designer ist, macht das für mich optisch keine Unterschied ob mit oder ohne.

    Wobei die Verschiebbarkeit beim Designer auch was für sich hat.


    Ein Sonor in Maserbirke hätte ich auch ganz gerne. Und/oder ein SQ2. Und einen 911er und ein Haus in den Bergen. Und ein Haus am Meer. Und... ;)

    Erlaubt ist was gefällt. Und da die Holzkisten in Deinem Home Office Raum stehen, dann muss es nur Dir gefallen.


    Ich finde um eine 18x16er Bassdrum gehören 2 bzw. maximal 3 Toms; weil das sonst für MICH komisch aussieht. Vermutlich 10x8 und 14x14.

    Ich habe da auch schon einen Sound im Ohr wie das für MICH klingen würde.

    Aber dann bin ICH dann auch geprägt durch Erfahrungen und Eindrücke über die letzten x Jahre.


    Bei Snares hatte ich mal 13x3 und habe aktuell auch eine 12x5er. Beide fühlen sich insbesondere in höheren Stimmungen wohl und sind dann echt laut. Tiefer gestimmt klang die 13x3 überhaupt nicht. Die 12x5er geht irgendwie schon. Leise wirken aus meiner Sicht eher tief gestimmte größere Snares; weniger wegen der gemessenen Lautstärke, sondern weil der Klangcharakter nicht so schnell im Ohr weh tut. Also tut es vermutlich auch ne14er aus dem bestehenden Fuhrpark.


    Ansonsten kann ich das Thema GAS selbst gut nachvollziehen. Und diese Gedanken hier zu teilen ist doch ein Anlass, zu dem dieses Forum auch gegründet wurde. Habe ich bei meinem "Haupt-Set" vor 20 Jahren auch so gemacht. Mit dem ERgebnis, dass ich natürlich nicht jede Meinung berücksichtigt habe, aber in Summe eine Entscheidung getroffen habe, die bis ich bis heute nicht bereut habe. Also eine Snare zu nehmen, die sich von der Größe und klanglich vom Bestand absetzt? Ja mach doch. Ich finde den Benny Greb Signatures cool. Passt doch oder?

    Hab ich grad bei Thomann gesehen: ein Preis wie in den 1980ern für's Signature!

    Wucher, meiner Meinung nach.

    Definition Wucher:

    "Wucher beschreibt ein Rechtsgeschäft, bei dem eine Partei eine Notlage, Unerfahrenheit oder Zwangslage einer anderen Partei ausnutzt, um sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, der in einem auffälligen Missverhältnis zur Leistung steht."


    Welche Notlage, Zwangslage oder Unerfahrenheit wird denn hier seitens Sonor ausgenutzt?

    Ich bin seit 2008 Apple User und habe eigentlich immer iPhone (ab 3GS) , Macbook (erstes noch ohne Unibody), iPad (erstes war das iPad2) und Apple Watch. Bis Windows XP war ich auch in den Tiefen der Microsoftwelt relativ tief drin.


    Früher war ich Apple Fanboy. Heute sehe ich das nüchterner. Einen Vorteil hat die Apple Welt, weil die ganzen Tools/Gadgets integriert sind. Von der Performance sehe ich offen gesagt keinen Hersteller immer vorne. Die einen haben mal die beste Kamera, die anderen sind günstiger oder haben mehr Akkulaufzeit etc.


    Wer die iOS, MacOs etc. Welt kennt schätzt diese als einfach. Wenn man wechselt hat man einen intialen "Einarbeitungsaufwand"; egal in welche Richtung man wechselt. Aber auch bei Apple wird bei Updates nicht immer alles besser, sondern manchmal auch schlechter.


    Ich habe beim Thema IT-Sicherheit und Datenschutz bei Apple ein besseres Gefühl als in die Windows/Android Welt. Im Zweifel wird mir das Gefühl aber auch nicht helfen.


    Beim Thema Audio/Musik: Ich habe alle Apps die ich brauche. Ich nutze primär Reaper zum Recorden. Nutze diverse Audioanalyzer auf Macbook, iPad und iPhone. Nutze Setlistmaker beim Trommeln. Ich würde mir auch eine offenere Welt bei Musik wünschen. Aber da habe ich mich dran gewöhnt. Ich nutze Apple Music und mir fehlt nichts. Der Sync über alle Geräte läuft prima.


    Ein für mich wichtiges Thema: Die Apple Gerät sind für mich meist nachhaltiger. Zum einen weil sie vergleichsweise länger funktionieren. Mein erstes Macbook aus 2008 läuft heute noch prima. In der Zeit haben mehrere Windows-Arbeitsrechner das zeitliche gesegnet. Und der Wiederverkaufswert passt auch.


    Würde heute sagen: Wer komplett in der integrierten Apple Welt ist hat durchaus Vorteile; ist dann aber auch gefangen. Da geht man dann so leicht nicht mehr raus.