Beiträge von Seven

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    Ich habe den Mixer ganz neu, das Szenario mit dem ich mich gestern befasste um das Gerät kennenzulernen war:

    Flow8 per USB am Rechner (DAW), dort USB1/2 als Outs festgelegt und Audiomaterial abgespielt.

    Ton geht raus, kann ihn über Mon1/2 hören, alles ok. Ich kann den Pegel von Mon1/2 aber nicht ändern. Wenn ich die Mon 1 oder 2 Taste aktiv habe und am Regler drehe, ändert sich zwar die Beleuchtung des LED-Kranzes, der Pegel bleibt jedoch unberührt.

    Vermutlich übersehe ich etwas, daher die Frage nach einem Manual.

    Du hast das Flow8 per USB mit dem Rechner verbunden.

    Anleitung sagt hier:

    Zitat

    Man kann den FLOW 8 mittels dieser USB-Verbindung auch als mehrkanaliges Audio Interface für Aufnahmen mit dem Computer nutzen. Bei der Verwendung als Aufnahme-Interface werden 10 Kanäle zum Computer übertragen (8 Analogeingänge plus L/R Haupt-Mixbus, der pre
    fader abgegriffen wird).


    Gleichzeitig werden 2 Stereo Wiedergabekanäle, steuerbar via BT/USB-Kanal, zurück zum FLOW 8 Mixer gestreamt

    Du bekommst also 10 Kanäle vom Flow8 in den Rechner rein. Und dann kommen 2 Stereokanäle wieder aus der DAW auf das Flow8, die Du mit dem BT/USB-Kanale regeln kannst. Ich habe noch nicht verstanden, was an Deinen Monitorbussen der Flow8 am Ende dranhängt und welche Signale Du auf diese Busse senden willst.

    Das Video von Drew Brashler erklärt es (mal wieder) sehr gut. Ich hab das Flow8 selbst. Für das Geld kann man keine Motorfader erwarten. Das Konzept mit den LEDs zur Einstellung von Faderpositionen in unterschiedlichen Bussen löst das Problem, ist aber aus meiner Sicht nur etwas, wenn man sich gut darauf konzentrieren kann bzw. wenn man einen Monitormix am Anfang einstellt und dann im Laufe einer Show nicht mehr wirklich anpasst. Wenn ich häufiger in die Monitorbusse eingreifen müsste, würde ich das immer per App machen.


    Ich finde das Ding für das was es kann immer noch sehr günstig. 4 Mikrofoneingänge plus 2 weitere Stereo-Eingänge. Zwei Monitorwege. Zwei FX-Engines. Vollparametrische EQs. Auto-Gain. One-Knob-Compressor. Bluetooth Audio In. Das sind schon ziemlich viele Features.


    Ein XR12 kostet direkt mal 50% mehr und hat eben keine Fader, braucht daher ein Tablet (gebraucht sicher auch nochmal 80-100 EUR) für die Bedienung. Und ein Xenyx X1204 USB kommt 10 EUR weniger, hat dann aber nur einen Monitorweg, nur eine FX-Engine und vor allem nur einen 3-Band-EQ mit fixen Frequenzen.

    Der P&D drückt auch bei 200 hz noch spürbar. Da cutte ich im Mix kein Keyboard und keine Gitarre in der Regel. Da bekommen Gitarren bei mir öfter noch einen Boost. Ich nutze quasi in jedem Kanal den Low Cut. Aber „aufräumen“ passiert bei mir meist oberhalb des Arbeitsbereichs von Shaker.


    Zudem scheiden sich bei der Frage, ob man überall Lowcut setzen sollte die Geister.

    Bei dem PD macht es einem spürbaren Unterschied welche Bassdrum, in welcher Stimmung, mit welchem Mikrofon im welcher Position und auch wie der Contour Regler gestellt ist. Oder ob man das Signal EQt drauf schickt.


    Mit der DW Kick und Sennheiser 901 Grenzfläche find ich es mittelgroß. Audix D6 im Loch von der offen gestimmten 24er Sonor Kick ist ziemlich geil.

    Ich bin ja völlig hemmungslos was Investitionen in Equipment angeht und wollte mir eigentlich irgendwann einen P&D zulegen. Konnte das aber neulich mal als Aushilfe testen und habe das Teil nach zwei Songs abgeschaltet.

    Und ich will es nicht mehr missen. P&D und Fischer Shaker sind meiner Meinung nach Welten auseinander. Aber 1500 Euro würde ich auch nicht zahlen. Das ist es dann doch nicht wert.

    Bassdrum:

    Ich würde an Deiner Stelle das D112 erstmal weiter verwenden in der Bassdrum. Ich persönlich mag den Sound des Mikrofons nicht. Aber man kann damit definitiv arbeiten. Wer wenig (zusätzliche Mikrofonständer) schleppen will nimmt hier gerne auch ein Grenzflächenmikrofon. Zwischen Behringer BA 19A (knapp 60 EUR) und dem Shure Beta 91A (ca. 300 EUR) gibts einiges an Auswahl. Ich würde heute für mich das Beyerdynamic TG D71 nehmen. An Deiner Stelle würde ich mal das Behringer testen. Ich kenne es nicht, aber es wurde hier ja auch schon mehrfach genannt.


    Snaredrum:

    Wenn Du beim D112 bleibst, passt auch ein SM57 an der Snare. Das ist ähnlich wie das D112 und auch Du mein lieber Jürgen ein Klassiker ;) Ich würde für mich auch kein SM57 nehmen, aber es funktioniert seit vielen Jahrzehnten an der Snare und wird immer noch viel verwendet.

    Ich mag aber auch das E604 (im Kern eher ein Tom-Mikro) an der Snare ganz gerne. Da ist die Klemme direkt dabei. Ebenfalls gut finde ich das Beyerdynamic TG D58. Kommt auch mit Klemme. Wobei mir die Klemme deutlich besser gefällt. Das D58 klingt krisper als SM57 oder E604. Das E604 klingt etwas wärmer/bauchiger. An deiner Stelle würde ich die Beyerdynamic TG D35 nehmen. Die sind relativ günstig und haben eine super Klemme schon dabei.


    Toms

    Mit den genannten Sennheiser E604 fährst Du gut. Im Preis ist die Klemme schon drin. Ebenso mit den SE Electronics V Beat. Da kommt die Klemme nochmal extra. Aber ich muss zugeben, dass die Toms nicht auf einmal scheiße klingen, nur weil man sie mit den super günstigen t.bone CD55 abgenommen hat. Ich bin mit meinen Beyerdynamic TG D57 seit über 20 Jahren sehr zufrieden. UNd die haben definitiv einige Stocktreffer bekommen und funktionieren immer noch super. An deiner Stelle würde ich die Beyerdynamic TG D35 nehmen. Die sind relativ günstig und haben eine super Klemme schon dabei.


    Overheads/Hihat

    Da würde ich Kleinmembran Kondensator nehmen. Ich war lange zufrieden mit den MXL 603 S. INsbesondere weil diese keinen nervigen Höhen-Boost haben. Kostet nur 90 EUR pro Stäbchen. Dazu würde ich von Smallrig jeweils einen 10 Zoll Magic Arm nehmen und die Becken von unten und nicht von oben abnehmen. Spart auch wieder Stative (die Geld kosten und geschleppt werden wollen). Ich bin von den MXL 603 auf die SE Electronics SE8 gewechselt und SEHR zufrieden. Kostet grob das doppelte und sind damit immer noch im unteren Preisrange von derartigen Mikrofonen.




    Effektiv:

    - 1x Behringer BA 19A = 60 EUR

    - 4x Beyerdynamic TG D35 (1x Snare, 3x Toms) = 360 EUR

    - 2x MXL 603S (2x Overhead) = 180 EUR

    = In Summe ca 600 EUR


    Wenn noch günstiger: Ersetze die TG D35 durch t.bone CD55 und spare 250 EUR.


    Wenn doch 2 Euro mehr drin sind. Nimm den Koffer TG Drumset Pro M von Beyerdynamic für 750 Euro





    Welcher Durchmesser versuche es fürs Vintage?

    Das Thema Rack ist (meines Erachtens zurecht) eine Randerscheinung (geworden). Die wirklichen Vorteile eines Racks sehe ich dann, wenn man für den Transport nur sehr wenig demontieren bzw. muss. Dann braucht es aber meist mehr als eine Person, um das Rack zu bewegen und auch ausreichend Platz beim Transport. Zudem kommt man durch Türen und über Treppen schlecht voran. Wenn diese Themen geklärt sind, kann ein Rack sinnvoll sein bzw. auch die Vorteile ausspielen.


    Ich habe einen Satz relativ schwere Hardware und einen Satz ziemlich leichte Hardware. An der Pearl 2000er Hardware kann ich zwei Toms und zwei Becken problemlos montieren. An der DW Ultralight Hardware geht immer genau eine Trommel oder ein Becken dran.


    Ich habe mir für die Hardware irgendwann mal zwei Cases bauen lassen. Die Cases haben jeweils Eckrollen. Das kleinere Case hat einen Trolleygriff. Das größere Case braucht das nicht. Letztlich wiegen die Cases etwas mehr als ordentliche Taschen. Das 120 cm Gewa SPS Bag wiegt auch 10 Kilo. Da ist mein Case (gut ist keine 120 cm lang) nicht wesentlich schwerer. Dafür kann ich die Cases auch gut stabeln (im Auto). Ich verzichte darauf, meine Hihat beim Transport zusammenzulassen bzw. muss die immer zerlegen als längstes Hardware-Element. Dafür ist dann das große Case etwas kleiner. Ansonsten müsste das Case ja mindestens so lang die Hihatmaschine sein. Das wollte ich nicht. Aus meiner Sicht sind ordentliche Cases auch was "für die Ewigkeit". Ich habe die auch für andere Zwecke schon eingesetzt (Mikrofonstativtransport, Mikrofonkabeltransport, etc.)


    Momentan bin ich live eher mit kleinerem Besteck und daher auch mit den leichten Ständern unterwegs. Aber da kommen sicherlich auch mal wieder andere Zeiten/Vorlieben. Von daher finde ich es gut, beides zu haben. (Haben ist besser als brauchen :-))


    Abweichende Optik nervt in der Tat. Mein 8er und mein 18er Tom haben (weil nachbestellt) andere Badges als der Rest vom Kit. Fällt zwar nicht so auf, stört aber wenn man es weiß.

    in jedem Fall ne Rechnung geben. Das macht u.U. nicht jeder private Verkäufer

    Geht über Eigenbeleg, kann man machen und ist steuerlich anerkannt. Wie der aussehen muss, verrät der Steuerberater oder das Netz.

    Eigenbelege sind aber "gedacht" für kleinere Beträge. Und das Netz sagt, dass Eigenbelege gerne abgelehnt werden, wenn 250 EUR überschritten werden, auch wenn der Gesetzgeber keine Obergrenze definiert hat.

    Aus meinen Erfahrungen:

    17 tief geht.

    18 tief geht.

    16 tief geht auch.

    14 tief geht auch.

    20 tief habe ich nie besessen, aber unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Würde ich nicht nehmen. Steht hier aber auch nicht zur Diskussion

    Ob nun 8 oder 10 Lugs? Mehr Lugs weisen in der Regel auf teurere Kessel hin, aber versprechen nicht automatisch einen besseren Sound.


    Aktuell mag ich die 24x14 gerne. Sowohl vom Sound, als auch vom Spielgefühl. Aber gib mir 1-2 Jahre und dann find ich 22x18 wieder cooler. Kommt aber natürlich auch immer auf den Kontext an.

    Anregung: Wenn es ein Zweitkit ist und Du 22x18 schon hast, wäre mir 22x16 zu wenig anders. Dann würde ich eher nach 20er oder 24er suchen.


    10-12-14-16 finde ich nachvollziehbar und ist auch einigermaßen oft zu finden.


    Ich bin grade von den alten Starclassic Performern aus japanischer Produktion positiv angetan, auch wenn die schon über 20 Jahre alt sind. Muss man aber sicherlich im Einzelfall prüfen. Ob die neueren Starclassic da mithalten können, kann ich nicht sagen.


    Aus steuerlichen Gründen (Du betreibst das Trommeln ja mit Gewinnerzielungsabsicht) sollte es in jedem Fall ne Rechnung geben. Das macht u.U. nicht jeder private Verkäufer. Eventuell ist auch Umsatzsteuer ein Thema für Dich, was neue Kits am Ende attraktiv werden lassen kann.

    Im Grunde würde ich auch sagen, dass ein 10jähriger kein Starclassic Kit braucht. ABER: Als zahlende Eltern habe ich bei einem gebrauchten Starclassic weniger Wertverlust, falls der Junior das Hobby in 1-3 Jahren an den Nagel hängen und zur Gitarre oder zum Tennisschläger greifen sollte.


    Ansonsten würde ich unterstreichen:

    - Starclassic passt schon; auch wenn sie 20 Jahre alt sind.

    - Holz ist nicht so wichtig.

    - Wenn der Junior Toms liebt, würde ich auch eins mit 4 Toms nehmen. Ich weiß noch, wie wichtig mir das seinerzeit war.

    - Plane Geld für neue Felle ein.

    - Zultan Rockbeat und Vergleichbare taugen. Aber gebrauchte Becken sollte grob 60% des Neupreises kosten und klingen keinen Deut schlechter; solange sie nicht defekt sind bzw. Risse haben.

    Meiner Meinung nach ist "Pay 2 Play" immer schlecht für alle, die Musik machen, egal ob man davon lebt oder nicht.
    Auch wenn's einem Hobbymusiker nicht ums Geldverdienen geht, stehe ich einer solchen Entwertung der Musik sehr kritisch gegenüber.

    Kann ich nachvollziehen. Im Zweifel präsentiert man dann seine Musik aber gar nicht in der Öffentlichkeit. Das wäre dann konsequent.


    Sobald es um Geld geht, kommen eben Regeln von Marktwirtschaft und Ökonomie zum Tragen. Kunst und Kultur kosten erstmal immer Geld, weil es mindestens mit zeitlichem Aufwand und oft auch mit materiellem Aufwand zur Konzeption, Erstellung, Darbietung etc. verbunden ist. Wer trägt den Aufwand:

    • Der Musiker (zwischen 0 und 100%)
    • Der Gast (zwischen 0 und 100%) über den Eintritt
    • Sponsoren (zwischen 0 und 100%)
    • Öffentliche Hand (zwischen 0 und 100%) über Subventionen, Kulturförderung etc.

    Ich erinnere mich an die Touren von Pink Floyd, Genesis und Bon Jovi in den 1990ern, die zwar Stadien voller (gut) zahlender Gäste hatten, aber trotzdem auf das Sponsoring von VW angewiesen waren, um den Aufwand zu finanzieren. Heute hat in meinem Umfeld jede Stadtfestbühne ein Unternehmen als Sponsor, da Bühne, Technik und Bands ansonsten nicht finanzierbar wären. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen aber sowohl Unternehmen als auch Öffentliche Hand noch mehr als in früheren Jahren abwägen, was konkret finanziell unterstützt wird.


    Die Zahl an möglichen Auftrittsorten im Sinne von Clubs, Kneipen, Kulturvereinen etc. ist in den letzten 30 Jahren in meinem Umfeld stetig gesunken. Sicherlich nicht, weil die Besitzer als Veranstalter mit diesen Einrichtungen einen großen Gewinn gemacht haben. Gleichzeitig haben viele Menschen aktuell (gefühlt oder real) weniger disponierbare Mittel, die sie frei für Live-Musik ausgeben können oder auch ausgeben wollen.


    Kunst und Kultur sind im Grunde volkswirtschaftlich meritorische Güter. Es ist gesellschaft anerkannt, dass die ohne staatliche Eingriffe (Förderung) nicht das gewünschte Angebot des Gutes erreicht wird. Das gilt insbesondere für (schulische) Bildung, die Rentenversicherung, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aber eben auch für Kultur. Gleichzeitig hat auch der Staat nur begrenzte Mittel für die Förderung/Subvention von Kultur.


    Und wenn ich mir das Gesamtbild anschaue komme ich leider zu dem Ergebnis, dass die Musiker heute mehr als früher auf ihrem Aufwand sitzen bleiben. Aber ich wüsste jetzt nicht, wem man da konkret einen Vorwurf machen sollte. Sollen Unternehmen Mitarbeitende entlassen und mehr Kultur-Sponsoring betreiben? Sollen Städte mehr Kulturförderung betreiben und dafür Kita-Plätze streichen?

    Noch mal ein anderer Gedanke dazu:

    1) Schlagzeug spielen 2) Musik machen mit anderen und 3) Musik machen vor Publikum

    Wenn wir von der Hobby-Schiene sprechen, bin ich ja selber auch betroffen: Aber woher kommt der Anspruch, dass mir mein Hobby immer gleich vergütet wird wie wenn ich ein Profi wär und davon leben müsste? ... Die Grenzen sind auf jeden Fall fließend. Schwieriges Thema.

    100% Zustimmung.


    Professionell lege zumindest ich in diesem Kontext gerne so aus, als das mit dem Einkommen aus Auftritten ein elementarer Teil des Einkommens erzielt wird. Oder zumindest wird primär bis ausschließlich aus "Musik" das Einkommen erzielt (auch und oft durch Unterricht). Professionell in diesem Sinne sind in dem Forum hier vermutlich eher wenige unterwegs.


    Demgegenüber stehen die überwiegende Mehrheit von Hobby-Musikern, die mit einem Job außerhalb der Musik die Brötchen verdienen. Hier sind vermutlich auch einige mit einem "professionellen Anspruch" unterwegs, so dass die Qualität der musikalischen Darbietung nicht zwingend schlechter ist als die Darbietung der hauptberuflichen Musiker; zumindest nicht in der Wahrnehmung des durchschnittlichenden Zuhöhrenden. Das man seinen "professionellen Anspruch" auch mit - zumindest im Ansatz - den Gagen/Tagessätzen von professionellen (im oben genannten Sinne) vergütet bekommen möchte, ist erstmal nachvollziehbar und vollkommen in Ordnung.


    Dann sind wir aber in einem wirtschaftlichen Bereich der Musik und dann muss man sich Angebot und Nachfrage anschauen bzw. in Einklang bringen. Und dann gibt es eben (leider) für (technisch) sehr gut gut gemachte Musik mit eigenen Songs einer unbekannten Band kaum eine nennenswerte Nachfrage, so dass man im Worst Case bei Pay 2 Play landet. Auf der anderen Seite geht das abgehalfterte Duo mit schlecht gespielten Cover-Versionen von Songs die jeder mitgröhlen kann einen mit schlanken 500 EUR pro Nase nach Hause; einfach weil dafür eine Nachfrage da ist und irgendein Wirt das Ganze mit dem Umsatz von Getränken gewinnbringend flankieren kann.

    Interessanter Thread.


    Ich finde den verlinkten "Zettel" im ersten Post erstmal gut.

    Ohne den Zettel hätte ich 700 EUR bei 100 Gästen überraschend viel gefunden. MIt Blick auf den Zettel hätte ich bei den sonstigen RAhmenbedingungen mehr als 1.000 EUR erwartet.


    Ich habe noch nie Pay-2-Play gemacht. Ich würde es aber nicht prinzipiell ausschließen. Früher hätte ich es kategorisch ausgeschlossen.

    Hut hatte ich bei vielleicht 1-2% aller Gigs in den letzten 30 Jahren. Würde ich auch nicht prinzipiell ausschließen.


    Ich habe für mich vor ein paar Jahren beschlossen, dass Gagen für mich ein stark nachgelagerte Bedeutung beim Musikmachen haben (sollten). Ich mache Auftritte wenn für mich Aufwand und Freude in einer für mich angemessenen Relation stehen. Und beim Spaß spielen viele mögliche Faktoren eine Rolle. Ich frage auch gar nicht mehr vorher, was es an Gage für einen Gig gibt. Das entspannt mich zumindest sehr.


    Ich kenne eben auch die Veranstalterseite halbwegs und weiß um deren Herausforderungen. Für mich ist es vollkommen nachvollziehbar und in Ordnung, wenn Veranstalter primär wirtschaftliche Interessen haben und auch Risiken (kaum zahlende Gäste, geringer Konsum an Getränken, schlechtes Wetter bei Open Air) einpreisen müssen. Dafür haben Veranstaltung 2026 in Deutschland auch nicht wenig an Orga-Aufwand an der Backe.


    Das verträgt sich gegebenenfalls nur bedingt mit Bands, die eine aus ihrer Sicht "faire Gage" haben wollen. Spätestens wenn Bands dann Zeitaufwand für Proben und Anfahrt oder auch Investitionen in Instrumente mit in Betracht ziehen, werden die meisten Bands mit den Gagenvorstellungen scheitern. Und selbst Auftritte organisieren ist eben für Bands auch mit Aufwand und Risiken verbunden.


    Ich bin da ganz bei Seelanne:

    Zitat von Seelanne

    1) Schlagzeug spielen 2) Musik machen mit anderen und 3) Musik machen vor Publikum.

    Wenn ich vor Publikum Musik machen will (Level 3), muss ich ggfs. die Konditionen von Veranstaltern (bis hin zu Pay-2-Play) akzeptieren. Als Alternative bliebe dann in einigen Fällen nur Level 2: Musik machen mit anderen (ohne Publikum).


    Ich (im Sinne von nicht die Band sondern wirklich ich) habe 2019 mal ein Konzert organisiert. Wir haben die Eintrittsgelder kassiert und davon Techniker und Technik bezahlt. Location hat die Bewirtung und das Bereitstellen der Location an sich, sowie freie Getränke und Essen für Musiker und Techniker übernommen. Am Ende habe ich - obwohl die Show ausverkauft war - einen geringen dreistelligen Betrag draufgelegt, weil eben gute Technik aufgefahren wurde und gute (nicht billige) Techniker gebucht worden. Dafür war es am Ende ein tolles Event, von dem Leute noch heute schwärmen.


    Ich mache mir nichts vor: Vieles an Musik/Kunst wird nicht mehr existieren, wenn nicht irgendjemand am Ende (einen Teil) der Zeche zahlt. Sei es über Sponsoring, oder darüber, dass jemand auf Einnahmen verzichtet, Risiken übernimmt. Und man muss auch ehrlich sein: Nicht jedes "Stück" Kunst/Musik kann oder muss gefördert werden.

    Ich halte das Thema Playalong Challenge im Grunde für keine schlechte Idee. Es ist in diesem Forum aber aus meiner Sicht soweit gekommen, dass mehr darüber diskutiert wird, wie, wie oft, was etc. man als Teilnehmender und als Bewertender machen soll, dass ich da überhaupt kein Bock mehr habe aktiv oder passiv teilzunehmen. Ich verstehe, dass für die Teilnehmenden Regeln aufgesetzt werden. Auf mich wirkt es, als würde eine gute alte deutsche Behörde den Wettbewerb veranstalten. Dont get me wrong: Respekt vor den Leuten, die sich in den Wettbewerben die Arbeit machen. Aber was mir hier bei den Challenges fehlt: Leichtigkeit, Lockerheit, Coolness, Spaß.


    Und diese Verbissenheiten und Konfrontationen zwischen den Usern nehme ich im ganzen Forum, aber insbesondere bei diesem Thema wahr. Das war mal besser im Forum. Wäre schön, wenn man zu mehr Gelassenheit und Spaß zurückkommen würde. Es geht meines Erachtens überhaupt nicht darum, wer der beste Trommler (im Forum) ist. Es sollte vielmehr darum gehen, dass sich alle die es wollen mit Hilfe des Forums verbessern. Weil Ihnen bei Fragen geholfen wird, oder weil ehrliche, offene, konstruktive aber auch respektvolle Kritik geübt wird.


    Just my 7 Cents

    Was man beim Thema KM vs. GM nicht vergessen darf: "Ich nehme GM weil das cooler/besser/schöner/teurer/wichtiger aussieht." Da nehme ich mich gar nicht aus. Und uns als Trommlern gehts doch auch so. Da spielt die Optik auch oftmals eine Rolle.


    Ich sehe konstruktiv-technisch bei der Einzelabnahme von Becken KM im Vorteil gegenüber GM. Die Wärme, die man GM im Sound oft zuschreibt, brauche ich bei Beckenabnahme nicht. Die Linearität, der in den Höhen erweiterte Frequenzgang und die Impulstreue, die man KM im Sound oft zuschreibt, brauche ich hingegen dabei schon eher.