Man sollte auch nicht vergessen, dass Produktionsstückkosten natürlich einen großen Einfluss haben, aber so eine Firma ja doch noch einige andere Ausgaben hat, die vom Verkaufspreis finanziert werden müssen: Rücklagen, Maschinenwartung, Werbung, Marken- und Imagepflege, Entwicklung (ja, auch wenn es keine technischen Revolutionen gibt, entsteht ein neues oder überarbeitetes Modell ja nicht aus der Luft), wasweißich. Und dann müssen Flops, die es ja auch immer wieder gibt, querfinanziert werden. Und gerade bei innovativen Firmen gibt es sicher Ideen, die teilweise kurz vor der Marktreife gecancelt werden, wo es vielleicht schon einen Haufen Prototypen gibt, die sauviel Geld gekostet haben.
Dass Produkte gnadenlos überteuert sind, kommt in einem Markt mit nennenswerter Konkurrenz erfahrungsgemäß nicht dauerhaft vor.
100% Zustimmung. Auch Dächer und Fenster von Gebäuden müssen alle x Jahre erneuert werden und Rücklagen bildet jeder vorsichtige Kaufmann auch in einem angemessenen Umfang.
Ich denke es geht weniger um "überteuert", sondern um das Preis-Leistungs-Verhältnis. Und da schlägt ein gut erhaltendes gebrauchtes Drumset in seiner Preisklasse natürlich jedes wirklich neue Drumset. Schließlich empfehlen wir hier im Forum ja auch immer den Gebrauchtkauf aus der gehobenen Mittelklasse statt eines neuen Einsteigersets, bzw. aus der Oberklasse statt eines neuen Mittelklasse-Sets. Der Preis, der sich am Ende für den Kunden bildet, umfasst sehr viele Einflussgrößen. Die Tatsache, dass wir heutzutage eigentlich jedes Drumkit in 24 Stunden nach Hause geliefert bekommen können, hat natürlich auch einen Preis. Entweder bei Hersteller, Vertrieb oder Händler müssen die Dinger ja fertig im Lager stehen. Das Lager kostet Geld und das Kapital für das Produkt selbst ist auch erstmal gebunden. 30 Tage Moneyback kostet natürlich auch Geld und muss in die Produktpreise einkalkuliert werden. Heute geben Unternehmen weniger für Messen aus und produzieren stattdessen hochwertige Videos; auch nicht kostenlos.