Beiträge von Seven

    Aus meiner Erfahrung ohne Lehrbuch:
    Dicke Kessel = Laut, eher mittiger punchiger Sound
    Dünne Kessel = leiser, eher bassiger voluminöser Sound


    Birke/Buche hab ich nie verglichen.


    Mir hat bei dicken Kesseln das Low End gefehlt. Das muss aber gar nicht mal daran gelegen haben, dass davon zu wenig da war, sondern einfach auch daran, dass die Mitten viel mehr geknallt haben und somit den Sound dominiert haben.


    Ich frage mich, ob die Anzahl der Schichten Holz einen großen Unterschied macht, wenn die Gesamtstärke des Kessels gleich ist. Klingen vier dickere Lagen anders als sechs dünnere Lagen? Keine Ahnung ehrlich gesagt.


    Da du ja geäußert hast, nicht soviel Kraft in eine Trommel stecken zu können/wollen, würde ich eher zu dünneren Kesseln/weniger Schichten raten, da diese Trommeln den Ton schneller und einfacher entwickeln als die dickeren Kollegen.


    Was aber am Ende nehmen. Ich würde keine zu dicken Kessel nehmen. Frag doch mal Scarlet, oder andere Viel-Set-Besitzer, die kennen die Unterschiede sicherlich besser.

    Für mich ist weniger ein Kunststück Rosanna, 50 ways oder irgendwas tolles zu spielen (ich kann eh beides und viele andere nicht spielen) sondern vielmehr so etwas zu erschaffen.


    Mein Instrument so in den Song einpassen das es passt ist eine Fähigkeit die vielen Musikern leider fehlt. Mein Instrument so in den Song anpassen, dass es dem Song eine Eigenständigkeit verleiht UND gleichzeitig songdienlich umgesetzt ist darin liegt imho die hohe Kunst im Drum-Bereich.


    Und diese Fähigkeit haben "reine Techniker" eben oft nicht. Da gehört viel Bauch dazu (Dennis Chambers dürfte also gewisse Vorteile haben gegenüber Simon Philips :D). Theoretische Fundierung hilft hier sicherlich weiter, aber letzten Endes denke ich persönlich, dass es auf das Talent ankommt wenn es um solche Grooves geht.

    Wobei es bei dem Beispiel eigentlich nicht um Studio ging, sondern um die Probleme, die live im Monitoring durch den zunehmend Einsatz von digitalen Geräten, und infolgedessen steigenden Latenzen entstehen.
    A/D und D/A Wandlern verursachen nunmal Latenzen und nicht umsonst kosten wirklich gute Wandler mehr als die Standard 8 Kanal Schachtel, welche von einigen Usern hier im Forum genutzt werden und das PRO KANAL. Ich besitze ja auch so ein Motu 828...


    BTT

    OT:
    Zum Thema Latenz mal was aus nem anderen Forum:


    Sample

    Zitat

    Original von drummer.max


    Was ich nicht verstanden habe ist, dass der Sieger erst auf die Bühne gerufen wurde und dazu noch 'unverkabelt', als es feststand, wer es wird. Die 3 Platzierten hätten vorbereitet sein können (Mikro, inE-Monitoring etc.) - egal wer von denen dann am Ende tatsächlich Erster wird.


    Der Sänger von Sabwehtusällie hatte garnix mehr, kein Mikro, kein inE-M...
    Das war unprofessionell - vom Veranstalter und der Band!


    Wenn dem so war (ich hab nach Laith die Couch gegen das Bett getaucht), dann besteht an dieser Stelle in der Tat Optimierungsbedarf und die Kritik erfolgt zu recht. Ändert aber nix an der üblichen sehr detaillierten Konzeption und Durchführung derartiger Events.

    Moin,


    die ganze Situation gestaltet sich weitaus komplexer als man das auf den ersten, zweiten und dritten Blick erahnen würde.


    Da stehen finanzielle Interessen, dann stehen die Künstler da, die Techniker, die Redakteure, die Plattenfirmen, die A&R Manager, die Freundin des Leadsängers und der Vater des Bassisten und viele vor allem noch wichtigere Leute.


    Die meisten sind in erster Linie an einem reibungslosen Ablauf interessiert. Einen richtigen Liveauftritt wünschen von den verschiedenen Interessenvertretern relativ wenig. Am ehesten ist das noch die Band selbst.


    Die Abläufe sind bis auf die Sekunde geplant und es braucht schon so eine Menge professioneller gut bezahlter Fachkräfte, um so eine Nummer zu stemmen.


    Aber wenn die Band sich gegen Playback stellt, dann kann sie ihren Krempel auch gleich im Proberaum lassen. Den Job "live" im TV aufzutreten übernehmen 99% der "Konkurrenz" mit Kusshand.


    Das Playback ist die eine Seite. Die positive Seite ist, dass Stefan Raab / Pro 7 Bands eine Plattform bietet, sich zu präsentieren, die den meisten Bands im deutschen TV in dieser Form ansonsten verwehrt bleiben würde. Mir hat das musikalisch alles nicht gefallen, aber wenn dadurch für eine der Bands eine Tür aufging oder ein weiterer Vertrag unterschrieben wurde hat es sich gelohnt. Und damit meine ich nicht die Sportfreunde, Laith oder die Gewinner. Am meisten profitieren dürften die Bands, die vorher keiner kannte und das finde ICH gut an der ganzen Veranstaltung.

    Moin,
    vielen Dank für den Vergleich.


    Ich höre mir Unterschiede lieber an Rohmaterial an.


    Die 414 klingen näher und größer. Das interne Mikro klingt nicht schlecht aber eben eingeschnürt. Mit dem 414 geht ein wenig die Sonne auf und vor allem ist die Aufnahme der tieferen Frequenzen besser gegeben.


    OT: Dein Mastering klingt in meinen Augen zu künstlich. Du hebst Frequenzen in den Höhen 1. zu hoch und 2. zu stark an. Dadurch klingen Becken und Hihat unnatürlich. --> Reine Geschmackssache. Hab ich früher auch gerne gemacht. Aber mit Anhebungen im Mix würde ich generell vorsichtig sein. Grade das 414 bildet hohe Frequenzen schon nahe am Original ab und da würde ich sehr wenig drehen.


    gruß
    Jan

    1. Wer definiert verbindlich was erlaubt ist und was nicht? Das ist das Erste, womit man die Aussage aus Bayern konfrontieren muss. Kurz: Zählt Bubinga für Thomann zu den genannten Hölzern.
    2. Mal sehen ob nach dem Verkauf der aktuellen Bestände neue Artikel aus Bubinga ins Sortiment aufgenommen werden, oder ob nur aktuelle Bestände abverkauft werden. Wenn Thomann bereits gebaute, on stock liegende Bubinga Sets verschrottet ist auch keinem geholfen.

    Aus dem aktuellen Thomann Flyer:

    Zitat

    ...Instrumente aus exotischen Tropenhölzern werden Sie nicht in unserem Sortiment finden...


    Erstmal sehr lobenswert.


    Die sofort angeworfene Suchfunktion des Treppendorfer Musikalienhändlers hat mir unter dem Suchbegriff "Bubinga" allerdings einige viele Treffer ausgeworfen...

    Zitat

    Es waren "nur" 6 oder 7 Bands mit komplett eigenen Equipment, Samplereinsatz und allem was dazugehört. Es gab keine Probleme mit dem Sound, eines der am besten abgemischten Konzerte die ich miterleben durfte.


    Es gab keine Videoeinspielungen aber das kannst du F6 auch nicht negativ anrechen smile Dafür gabs Zigaretten, Essen & Getränke und wenn du's drauf angelegt hättest auch Frauen umsonst Augenzwinkern


    Ich verstehe auch nicht was du mit dem Bühnen und Fernsehsignal willst. Das ist doch bei den Livekonzerten vom RaR auch nie ein Problem gewesen. Oder gibts da was Hallenspezifisches (gern auch per PM, falls es den Rest hier nicht interessiert, ich lern gern dazu)



    1. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.
    2. Es gibt kaum etwas, dass so gefährlich ist wie HALBWISSEN.


    Wir hatten letztens erst eine Auseinandersetzung mit Profis (Leuten die gut davon leben können was sie tun) aus dem Lager Liveton und dem Lager Sendeton. Da taten sich wirklich Abgründe auf, selbst die Profis aus dem Studio und dem Livelager konnten sich die wirkliche Komplexität bei einer Liveshow mit Sendeton nicht vorstellen.


    Ich hab mal als technischer Leiter in der Provinz eine Art Festival mit 8 semiprofessionellen Coverbands und freiwilligen Stagehands gemacht. Das ganze lief dreimal und wir kamen mit Changeoverzeiten unter 5 Minuten hin. (Bassanlage und Drums blieben im Grunde stehen).


    Das ging prima. Hat aber mit der Realität einer Show im Format vom Bundesvision Songcontest NICHTS gemeinsam.


    Edith bezieht das Zitat mit ein auf welches sich mein Post bezieht

    Zitat

    Original von esCo_LA_
    ich wuede das geld fuer einen deutschkurs ausgeben!


    das bringt dich im "richtigen leben" weiter = nachhaltige investition


    Der Kollege erwähnte bereits, dass er Däne ist. Also langsam.

    Zitat

    Original von donstevano
    ch meinte halt dass man entweder in einem studio recorden kann das millionen gekostet hat um die raumakustik hinzubekommen - oder in einem haus das absolut nicht dafür gedacht war... macht heutzutage kaum nen unterschied.


    Ganz ganz großes CONTRA von meiner Seite.
    Man kann heute die technischen Gerätschaften die nötig sind für eine Hi End Produktion von ihren Ausmaßen in ein Hotelzimmer klatschen.


    Ein beschissene Raumakustik kann man aber nicht nach der Aufnahme ändern.

    In der deutschen TV Landschaft ist Raab doch bisher mit wirklichen Live Auftritten eine Ausnahme geworden (oder gewesen).


    Der Aufwand an Zeit, Material und Arbeitskräften ist bei einem richtigen Live Act eben um ein vielfaches höher, und selbst Shows mit großem Budget wie Wetten Dass lassen nur Playback zu. 17 Live Acts mit komplettem Soundcheck zu verarzten und dabei alle halbwegs zufrieden zu stellen, bedeutet 1-2 Aufbautage zusätzlich, entsprechende Kosten für geliehenes Material, Personal und natürlich Halle. Bei den Summen, um die es dann geht, ist der Wunsch nach Live Auftritten ehrenhaft aber aus betriebswirtschaftlicher Sicht eher zu belächeln.


    Dazu gibts immer wieder Probleme mit Hallenbeschallung und Sendeton. Wenns in der Halle laut genug wird, gibts für den Fernsehton ordentliche Probleme etc.


    Die Tontechnik kann die Physik eben auch nicht überlisten, dazu kommt das die neuen großen Arenen an sich meist sehr bescheiden klingen.


    Schade, dass sich sowohl die musikalische Qualität des Wettbewerbs in Grenzen hielt, als auch die Abkehr vom "Live-Spielen" vollzogen wurde.

    Ich habs zum ersten Mal komplett verfolgt und war sehr enttäuscht von der ganzen Aktion und insbesondere von den artikulierten Texten.


    Mir wurde von Musikern immer zugetragen, dass beim Raab meist relativ ordentliche Bands am Start sind. Das gestern abend war zum Teil echt peinlich.


    Die musikalische Bandbreite über den Abend erschreckend schmal.



    Ich hab mir das letzte Mal zum ersten Mal Schlag den Raab angesehen. Fand ich prima das Ganze. Von dem Typ kann man halten was man will, aber er bringt Unterhaltung ins TV mit Ideen die sonst keiner hat, oder vor deren Umsetzung sich andere scheuen.