Beiträge von Seven

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    Original von scarlet_fade
    Und zum Thema Ultracast vs. JJ-Snare.... wie kommt man darauf? Das ist doch was völlig anderes. 1mm gezogener Stahl mit 3mm Alu-Guss zu vergleichen, dann ist die UC nochmal nen Zoll größer und kostet locker das 2 bis 2,5-fache....
    Der Vergleich geht leider völlig an der Eingangsfrage vorbei...


    Wie man darauf kommt?
    Durch einen intensiven Vergleich über einen halben Tag.
    Wenn man auf relativ hoch gestimmte Snare mit ausreichend Bauch steht die dazu ordentlich knallen sollen schließt der Fokus diese beiden Modelle mit ein. Und nach einigem Testen haben wir gemerkt, dass sich die Dinger doch relativ ähnlich sind. Die Ultracast ist durch die Größe noch ein wenig lauter. Ist in der Stimmung variabler, auch tiefere Stimmungen gehen besser und sie klingt sauberer und verzeiht eher Stimmfehler. Bei ordentlicher, ähnlicher und hoher Stimmung klingen die beiden Snares sehr wohl sehr ähnlich.


    Der Aufpreis ist denke ich angemessen. Aber ich sagte ja bereits: Das ist mehr als nur eine Klasse in Qualität und eben auch Preis.


    Ob die JJ nun Marketing Gewäsch ist oder nicht ist egal. Für das Geld bekommt man eine echt ordentlich Snare die ihrem Preis [trotz "Signature"] sehr gerecht wird und der man ein echt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis attestieren kann. Ob das Ding jezz von Joey Jordison oder Buddy Rich oder Ian Paice oder Scarlet signiert wäre MIR total egal. Qualität und Preis stimmen.

    Im Endeffekt bieten die Module ein sehr ordentliche Oberfläche mit der jeder mit halbwegs Trommlerwissen editieren kann was er gerne hätte. Im Endeffekt kann die Software eine Änderung von Maple zu Birke, Dynamisches zu Kondensator Mikro oder tiefer zu flacher Kessel auch nicht anders realisieren als über andere Samples und Beeinflussung von Hüllkurven, Equalisierung allen weiteren Mitteln.
    Direkten Zugriff auf die Parameter hast du halt nicht, weil es viele User überfordern würde und auch gar nicht nötig ist. Das Prinzip klappt von immer besser je ausgereifter die Software ist. Und die Bedienoberfläche ist mittlerweile super komfortabel geworden.
    Sogar ich als Technikinvolvierter vermisse nicht einen direkten Zugriff auf bestimmte Parameter.

    Leise hat auch bisher keiner behauptet.
    Eine DIN Norm ist auch kein Gesetzt. Schrub ich vorher auch schon.


    Und auch gegen Gesetze kann man verstoßen. Wo kein Kläger...


    Es wird darauf rauslaufen:
    Der Veranstalter hat zu garantieren das bei seiner Veranstaltung entsprechende Grenzwerte nicht überschritten werden. Dabei sind Musiker, Techniker etc entsprechend einzuweisen und das ganze ist möglichst auch noch mit geeignetem Messequipment zu protokollieren um bei etwaigen Klagen etwas in der Hand zu haben.


    Nachwirkung wird das mittelfristig auf die Art der Beschallung haben. Die Boxen werden eher hoch über das Publikum geflogen [wie bei großen Konzerten eigentlich immer] und eben nicht direkt vor die Nase der ersten Reihen.


    Wer zu laut ist wird unter Umständen nicht gebucht, darf den Gig nicht anfangen oder zu Ende spielen. Inwiefern das eintreffen wird ist natürlich reine Vermutung.


    Spätestens wenn die ersten Veranstalter verklagt wurden werden sich aber einige rühren.


    Und wie gesagt mit 99 dB LEQ kann man schon laut und druckvoll musizieren..

    Die vielfalt wird größer werden. Aber in der mitte wird es immer die einfache kost geben für die masse. Außerdem einfache plakative musik für weniger gebildete. Huch politisch inkorrekt

    100 dB LEQ sind wirklich sehr laut. In die Bewertung gehen ja auch leisere Phasen, Ansagen und Pausen mit ein. So das hier auch Peaks von 105 dB und mehr möglich sind.


    Allerdings die absolute brutale Heavy Overkill Kelle solls nicht mehr geben. Ist auch nicht grundverkehrt denke ich. Und wer sowieso nicht die letzten dB aus seinem Set prügelt muss sich net soviel Gedanken machen

    In der Schweiz [dort mit deutlich schärferen Auflagen] und in Frankreich wird in Sachen Lautstärke bei Konzerten schon länger so vorgegangen.


    Einige Künstler treten seitdem in der Schweiz nicht mehr auf. Die für Deutschland vorgesehene Begrenzung liegt bei 99 dB LEQ.



    Zum Thema DIN Norm:

    Zitat

    Eine DIN-Norm ist zunächst einmal „nur“ eine technische Regel, sie entfaltet nach herrschender Rechtssprechung die Vermutungswirkung, eine anerkannte Regel der Technik zu sein. Sie ist also kein Gesetz, und derzeit verhängt auch keine Behörde Bußgelder, wenn der Beurteilungspegel überschritten wird. Ihre rechtliche Relevanz entfaltet sie durch das Schadensersatzrecht.


    Zitat

    Vor Gericht wird üblicherweise um ein Schmerzensgeld in der Größenordnung von 5000,- Euro gestritten, ab und an lässt auch die Krankenkasse feststellen, dass der Beklagte für erfolgte und künftige Behandlungskosten aufzukommen hat.


    Zitat

    Die Rechtssprechung siedelt auch bei einem Gehörschaden die Verkehrssicherungspflicht klar beim Veranstalter und ggf. beim Hallenbetreiber an. Diese sollten auf jeden Fall eine normgerechte Messung durchführen oder durchführen lassen, andernfalls haben sie sowohl bei berechtigten als auch bei unberechtigten Ansprüchen sehr geringe Chancen. Eine gewisse Mißbrauchsanfälligkeit ist dabei nicht von der Hand zu weisen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass solche Angelegenheiten inzwischen meist per Vergleich bereinigt werden.


    Zitat

    Der Grenzwert für den Beurteilungspegel Lr liegt bei 99dB, bezogen auf eine Beurteilungsdauer Tr von 2 Stunden. Durch den Zeitzuschlag entsteht eine Dosisbeschränkung:


    1 Stunde - 102 dB
    2 Stunden - 99 dB
    4 Stunden - 96 dB
    8 Stunden - 93 dB



    Zitat

    Der Beurteilungspegel ist für den maßgeblichen Immissionsort zu bilden, dies ist der Hörerplatz, an dem der höchste Schalldruckpegel erwartet wird.


    Ich hatte am Mischpult bei Club Gigs von diversen englischen und skandinavischen Punk / Heavy / Crossover Bands schon gute 115 dB zeitweise anliegen. Solche Sachen wirds mit der Zeit nicht mehr geben.

    Die E-Drums werden immer besser werden. Sowohl vom Sound als auch vom Spielgefühl.


    Probleme wirds geben mit der Lautstärke bei Konzerten. Das ist relativ sicher. Und daran werden wir Drummer sehr zu knabbern haben. Ob man dann noch so laut spielen darf wie man es jahrelang getan hat ist fraglich. An entsprechenden Normen wird seit geraumer Zeit gearbeitet und da wird es auch wohl auch gesetzliche Rahmenbedingungen geben.


    Ob dann nur noch E-Drums in Clubs gespielt werden? Oder es spielen die Drummer viel leiser und disziplinierter? Oder sie spielen gar nicht mehr öffentlich?

    Es geht afaik darum was "laid back", "auf den punkt" und "nach vorne gespielt" in Referenz zu einem maschinellen Klick bedeutet.


    Und je nach Feeling, Song, Wünschen des Produzenten oder Wetterlage in Kambodscha macht es Sinn einen Song eben nicht genau auf den Punkt zu spielen sondern eher laid back oder auch mal nach vorne.


    Was genau diese drei Begriffe umgesetzt in reales Spielen am Set bedeuten wurde hier in drei Soundbeispielen überspitzt umgesetzt.


    Sicherlich sollte man zuerst mal in der Lage sein genau auf dem Klick zu liegen.

    Zitat

    Original von rhythm memory
    und ich wollte damit nur sagen, dass man diesem vorne und hinten spielen-kram nicht zuviel bedeutung zumessen sollte, da, wie du selbst sagst, in den meisten Fällen ganz normal zum Click gespielt wird. Das es wohl Ausnahmen gibt ist mir wohl auch klar...
    Wer sowas also üben will - bitte schön, wenns da sonst keine "Übungsbaustellen" mehr gibt...


    Sorry du hast nicht verstanden worum es hier geht. Die Soundbeispiele sind sehr extrem gespielt damit eigentlich jeder versteht worum es im Prinzip geht. Unter normalen Umständen würde keiner so extrem spielen.


    Je nach Feeling des Songs passt eine der drei Möglichkeiten am besten. Wobei sich das nicht nur auf Drums beschränken muss. Man kann auch prima mit den Drums drauf liegen und die Gitarren leicht davor platzieren.


    Hör dir mal Green tinted sixties mind von Mr Big an. Wenn du da hörst und verstehst was der Drummer in Bezug auf die hier angesprochene Thematik macht hast du es zumindest im Ansatz verstanden.


    Und ja ich würde diesem Kram SEHR viel Bedeutung zumessen. Denn die meisten Schlagzeuger können eben nicht zwischen den einzelnen Varianten switchen. Und wenn du eher laid back bist, es selbst nicht merkst bzw dein Feeling sagt du bist drauf und du bist es eben nicht, dann mal viel Spaß bei straighten Rocknummern...