Beiträge von Seven

    Wenn es eine allgemeine beste stimmung für 10er toms geben würde und dies 100 prozent zu beschreiben wäre, würden doch alle 10 erstens gut und zweitens alle gleich klingen. Die graue theorie anwenden musst du schon selbst.

    Schwere Meile.
    Ich denke ich würde AKG C-451 aktuell nehmen oder ein wenig billiger eben AT 4041.


    Wobei das im Vergleich unfair ist. Aber ich meinte ja auch, zu den gewählten Mikros in Relation.


    Ein wenig günstiger ist auch AKG C-391B, allerdings besonders in den Höhen nicht so schön wie C-451.

    So dann geh ich mal auf Kontra-Kurs: Zu einem Set mit den genannten Mikros gehören für mich höherwertige Overheads als die Opus 53.


    Die machen nicht den Sound kaputt. Solange sie nicht kaputt sind knirscht, knallt und rülpst da nix aber es ist eben mit das billigste was man in dem Segment bekommen kann. Dafür ist es in Ordnung. Es gibt aber sicherlich auch ein bis drei Mikros die mehr kosten und weniger gut sind.


    Und nun?


    Kauf dir die Dinger. Ein Fehler ist es nicht. Funzen wirds schon.

    Ahja emperor funktioniert nicht auf mmx. Das klingt mir nach unqualifiziertem nachgeplapper von jemandem der es noch nie selbst ausprobiert hat.

    Hab mir nem Kollegen letztens auch ein MMX erworben, bzw ihm beim Kauf assistiert.
    Im Laden haben wir dann noch Felle ausprobiert und kamen zu dem Entschluss das es auf den Toms auf jeden Fall coated Felle sein sollten.
    Kleinere Toms dann eher mit Ambassador und größere je nach Soundwunsch auch mit Emperor.


    Musst du wissen, was dir lieber ist.

    So und was machen wir heute?


    Wir zeigen ein wenig was man mit Reverb so basteln kann.


    Vorab nochmal der Ursprungsfile:
    http://www.who-else.de/df/check-all.mp3


    Daran habe ich dann ein wenig mit dem EQ angesetzt:
    http://www.who-else.de/df/check_2_dry.mp3


    Klingt ein wenig klarer ["Dröhnfrequenzen" gesucht und abgesenkt] aber eben ein wenig "trocken".


    Also lege ich mal ein wenig Reverb auf folgende Kanäle [Snare, Sidesnare, Toms, Overhead]. Während auf die Snare relativ viel Reverb gelegt wurde, bekommen die Toms über den Aux-Send 5 db weniger und die Overheads nochmal 4 db weniger als die Toms.


    Nun habe ich einen relativ kleinen Raum mit einem Decay von 600 ms Sekunden gewählt. Live nutze ich sowas in der Größenordnung öfter mal um eine Snare "größer" zu machen. Insgesamt klingt es ein wenig "unnatürlich". Aber man hört eben, dass die Snare "größer" wirkt.
    http://www.who-else.de/df/check_2_room_600.mp3


    Was ich nun mache, ist die Größe des Raumes ein wenig nach oben ändern und jeweils das Decay um 600 ms zu verlängern.
    Bei 1200 ms klingt das schon eher danach, als würde das Kit in nem Raum stehen. Bei 1800 ms wird der Raum schon relativ groß und bei 2400 ms könnte man denken man steht in ner Kirche.


    Die Zeiten kann man mal eben als generelle, grob Einordnung betrachten. Natürlich wirken noch viele andere Parameter auf den Sound, aber oft wird Decay eben als erstes betrachtet. Räume in dieser Größenordnung [und größer] würde ich dann nur noch für Balladen einsetzen und dann auch nicht mehr auf die Overheads legen.
    Die Files:
    http://www.who-else.de/df/check_2_room_1200.mp3
    http://www.who-else.de/df/check_2_room_1800.mp3
    http://www.who-else.de/df/check_2_room_2400.mp3


    Viel Spaß

    Falls noch Wünsche da sind, was gerne mal gezeigt werden sollte, werde ich gerne versuchen das aufzubereiten und zu demonstrieren.


    Wenn ich heute abend Lust und Zeit habe mache ich nochmal was...


    Wenn mir jemand auch einfach nur Snaresoundfiles oder Bassdrum or whatever zukommen lässt, kann ich auch gerne mal dran schrauben und erläutern was ich da wie wo gemacht habe.

    Wenn ich im Proberaum mich an nem Solo probiere [der Proberaum ist im Elternhaus] bekomme ich von meinem Dad [seit knapp 35 Jahren Musik] immer die Frage "Biste mit deinem Set die Treppe runter gefallen?" :D


    BTT
    1. Andere Solos anhören
    2. Struktur im Kopf machen [ein ordentlich strukturiertes Solo mit schönem Spannungsbogen macht mich 1000 mal mehr an als nur Technikgew..... ohne Zusammenhang]
    3. Nur Sachen spielen die man auch kann [nichts ist peinlicher als beim Solo an Sachen zu scheitern, weil man sich die Latte zu hoch gelegt hat --> gilt für die Live Performance. Beim Üben muss man natürlich Sachen machen die man noch nicht kann]
    4. Zieh eine Grundidee oder ein Pattern durch das gesamte Solo und variere dies [Ist nur ne Idee]
    5. Beginn mit 16tel Ghostnotes auf der Snare und verteile Akzente über das ganze Set. [So mach ich das zumindest wenn ich alleine bin. Ich hab noch nie live ein Solo performt. Kann ich eh net]

    Top Beitrag
    Dankeschön dafür :)


    Mein steigender Begeisterung hab ich den Beitrag gelesen um dann bei den Zahlen am Ende fast rückwärts vom Stuhl zu fallen.


    Sehr geil das ganze und sehr schön sowieso aber eben leider auch total out of [price] range

    Zitat

    Original von AAXplosion
    Eine Frage wieso kaufst du dir neue Becken wenn ein Tontechniker behauptet die wären zu laut? Ist in meinen Augen schwachsinn, sorry. Dann soll der an seinem Pult bisschen was rumschrauben


    Dir wünsche ich den Job eines Tontechnikers mit lauten Schlagzeugern in kleinen Clubs oder alternativ auf Open Air Bühnen die von allen Seiten mit Plane statt Gaze zu sind.


    Wünsche viel Spaß mit meckernden Musikern und kritisierenden Gästen.


    Bevor hier unsachgemäßge Kommentare abgegeben werden, sollte man zumindest ansatzweise wissen wovon man redet.


    Diese Mentalität: "Wenns nicht passt wird der Tontechniker es schon hinbiegen, bzw. wenns nicht stimmt ist der Techniker schuld" kotzt mich an.

    Also ich kann aktuell mitbringen an Hörern:
    - 2 x Ultimate Ears SuperFi 5 Pro
    - 1 x Shure E-3


    Weitere muss ich mal sehen. Eventuell was von Sony, vielleicht noch ein SF 5 Pro und wenn aus Reparatur zurück IE-3 von Sennheiser.


    Wäre top wenn noch mehr Leute Hörer (Egal ob IEM oder normal) mitbringen können. Dann könnte man mit mehr Leuten parallel hören und außerdem paar Vergleiche anstellen. Irgendwas zum Hören hat ja jeder und daran schleppt man sich nicht tot.

    felix lehrmann ist eh doof, der ist hässlich, der kann nix, der stinkt, der hat keinen gruuf
    und ich bin keinen meter neidisch... :D


    ich liebe den kerl. ich höre mir seit wiedermal 30 min sachen von ihm an. der kanns einfach, egal was er spielt

    Da hat das einer aber mit "kein Bier vor 4" sehr genau genommen und in 30 Minuten ordentlich zugeschlagen :D

    Sehr viel Becken wird von vielen als "sehr natürlich" empfunden, weil eben bei einem "Naturkit" die Becken in der Regel auch zu den am lautesten empfundenen Teilen des Sets gehören.


    Mir selbst gefällt ein ein Sound mit vielen Raumanteilen und Becken soweit im Vordergrund weniger gut. Aber das ist eben Geschmackssache.

    Nächstes Beispiel:


    - Viel Raumanteil
    - Dazu relativ viel Overhead
    - Beides sehr stark komprimiert [Threshold relativ niedrig, Ratio bei 6:1, Attack bei 5 ms, Release bei 20 ms]
    - Außerdem ging das ganze durch ne Röhrensimulation die einige "warme Verzerrungen" hinzugefügt hat
    - Die Bassdrum wurde wieder leicht gestützt durch das äußere Mikro. Hier hat ein Highcut beio 3300 hz die Kickanteile eliminiert. Dazu wurde noch ein kleiner Raum [Effekt] gemixt.
    - Ebenso bei der Snare die leicht durch ein um Raumanteile [FX] angereichertes Topmikro gestützt wurde.


    Klingt dann zusammen in etwa so:
    http://www.who-else.de/df/alex_mixed_2.mp3

    Gerne mache ich demnächst noch paar Beispiele.
    Was man hier bisher hören kann:
    Wenn ich gescheite Mikros habe UND diese ordentlich positioniere UND ich auch ausreichend viele benutze habe ich anschließend beim Mix sehr viel Möglichkeiten, ohne das ich viel mit EQ, Gates, Kompressoren oder gar Effekten arbeiten muss.
    Die Charakteristik des Sounds kann man so sehr leicht auch im Mix noch ändern. Natürlich wird aus dem Set so kein Jazz-Sound rauszuholen, aber man hat eben noch relativ viele Möglichkeiten auf den Sound Einfluss zu nehmen.


    Man stelle sich vor, es wäre nur ein Mikro in der Bassdrum, die Snare nur mit einem Mikro abgenommen und statt Overheads hätte man sich auf ein schlecht positioniertes Raummikro verlassen.
    Die Bassdrum würde man kaum fett bekommen, die Snare sehr schwer crisp, die Becken wären schwer nach vorne zu bekommen und ein Hinzunehmen vom Raummikro würde mehr Wummern bringen als Vorteile.