Zum Thema "was liegt mir" und "wie entwickelt man sich".
1. Es liegen mir die Sachen bei welchen ich mich beim Spielen wohl fühle. Das sind bestimmte "Feelings" und bestimmte Tempolagen etc. Andere Sachen rollen eben nicht so leicht von der Hand. Und ja ich weiß, wo ich Defizite habe und es gibt Defizite an denen ich arbeiten WILL und welche die mir relativ bumms sind oder wo ich den Aufwand als zu hoch in Relation zum Ergebnis erachte.
Ich will die linke Seite [Hand und Fuß] "besser" bekommen und arbeite dran. Aber ich will nicht wirklich Noten lesen können, weil das für meine Art Musik zu machen [besser: so wie ich Musik machen WILL] eben nicht wichtig ist.
2. Ich hab aus rein technischer Affinität schon relativ früh immer Aufnahmen gemacht. Früher weniger aus dem Antrieb mich zu verbessern sondern eher um zu hören was ein toller Hecht ich doch bin.
Wenn ich mir aktuelle Sachen anhören und dann mal wieder 10 Jahre alte Dinger gibts verschiedene Eindrücke.
- Ich spielte früher teilweise Sachen schon "genauso gut" wie heute --> Hab ich denn nix gelernt? --> Ich fand es damals gut, hab es beibehalten und mache manche Sachen heute noch so.
- Ich hab mir in einigen Punkten früher einiges an Kritik anhören müssen "Immer laid back", "geht nicht vorne mit dir" etc. Fällt mir nicht immer leicht mit der Kritik umzugehen [je nachdem wie formuliert und vom wem sie kommt] aber mehr unterbewusst als bewusst habe ich an manchen Sachen gearbeitet und kann nun sagen, dass ich manche Sachen nun viel besser mache als noch vor 10 Jahren. [Wäre ja auch schlimm wenn nicht]
Fazit:
- Das eigene Spiel studieren
- Gutes beibehalten
- Schlechtes aus persönlichem Antrieb verbessern
- Offen sein für Kritik
- Technisch für Möglichkeiten der Eigenkontrolle sorgen
Aufnahmen und Kritik als Input für das Üben nehmen und dann am Ende ein besserer Drummer werden, der auch besser klingt. So sollte denke ich der idealtypische Prozess aussehen.