Beiträge von Seven

    Da gibt es eventuell die eine oder andere Parallele zum "Hat Sonor an der Preisschraube gedreht" Thread:
    Der Anbieter nimmt nicht zwingend den Preis, den er aufgrund seiner Kosten nehmen muss, sondern vielmehr den Preis,
    den er nehmen kann, bzw. den Preis der seinen Gewinn maximiert. Und man darf auch nicht vergessen, dass man aus guten Gründen
    viel mehr qualifiziertes Personal (u.a. Thema Sicherheit!) als früher benötigt.


    Zitat von »Seven«
    würde ich die 300 € ausgeben
    Ernsthaft oder nur so dahingeschrieben?


    Ehrlich gesagt ernsthaft in diesem exklusiven Fall.

    Das hängt eigentlich rein von der Band bzw. dem Künstler ab. Show ist mir egal. Aber es gibt derzeit eine Band, da würde ich auch 250 € für die Karte zahlen.
    Wohingegen mir akut keine Show daneben einfällt, für die ich 125 € oder mehr ausgeben würde.


    Ich fahre auch lieber 100 km weiter, wenn die Location eine bekannt schlechte Akustik hat. Das müsste man ehrlicherweise in die Gesamtkosten einpreisen.
    Wenn die Band einen "bekanntermaßen" schlechte Live-Performance hat und dies auch von mehreren Youtube-Videos gestützt wird, sinkt meine Zahlungsbereitschaft deutlich.


    Aufwändige Show brauche ich ehrlich gesagt nicht (mehr). Ich würde gerne einen gute Band mit einem guten Sound erleben und je näher ich an die Bühne rankomme (ohne vorher lange
    in der Schlange zu stehen) desto besser.


    Wenn ich die Foo Fighters für 300 € in der Batschkapp ("mit 10 Boxen und 100 Lampen") sehen könnte und für 100 € in der Commerzbank-Arena ("mit 100 Boxen und 1000 Lampen"), würde ich die 300 € ausgeben.

    Schau ich mir 22-10-12-16 Shellkits kaufbereit bei den üblichen Online-Händlern an:
    Da gibt es bei den großen keine wirklichen Unterschiede bzgl. des Preises. DW haut nach oben ab (wie schon immer), Mapex ist etwas günstiger, Sonor- Pearl-Tama liegen etwa gleichauf.
    Schau ich mir Doppelfußmaschinen an: 3x gibt es teurere Maschinen als die GDPR3 von Sonor. Und dann noch 6 Maschinen die unwesentlich günstiger sind.


    Da könnte man auch die Behauptung aufstellen, wenn Sonor aktuell die Preise angehoben hat, dann lediglich um auf dem Niveau der Wettbewerber zu liegen.


    Innovationen bzw. neue Features mögen bei Digitalkameras oder bei Automobilen ein Argument sein. Aber auch hier: Nur weil BMW seit Jahren ein Head-Up-Display verkauft, was
    Audi oder Mercedes nicht anbieten konnten oder wollten oder weil BMW seit Jahren (laut Testberichten) das am besten bedienbare Navigationssystem verbaut, kaufen trotzdem
    noch ganz schön viele Menschen keinen BMW. Das Argument "Nur Innovationen/Features sind können wirklich Preissteigerung rechtfertigen" auf den Schlagzeugmarkt zu übertragen macht in meinen Augen keinen Sinn.

    Persönlicher Eindruck:
    Built-to-Order war schon immer deutlich teurer als fertige Kits im Laden zu kaufen.
    Ein Kit, das schon einige Zeit im Laden Staub gefangen hat bekommt man gerne deutlich unter dem Marktpreis.


    Ich hab auf mein Kit im Laden damals ohne viel Verhandeln über 10% Rabatt bekommen. Interessehalber hatte ich
    mal eine Neubestellung mit nur leicht verändertem Kit (16er statt 14er Tom) geprüft. Das war dann wieder deutlich
    teurer.

    Naja konkret lässt sich diese Snare sauberer stimmen und hält Stimmung auch besser/länger als meine anderen Snares.
    Und mir hat diese auch vom möglichen Soundumfang (10-12" Snares) besser als alle anderen gefallen, die ich angespielt
    habe. Sonst hätte ich nicht das Geld für diese kleine Snare bezahlt, die ja "nur" eine Sidesnare ist.


    Aber es sind eben natürliche subjektive, emotionale und nicht zwingend rationale Aspekte, die einen zu den hochpreisigen
    Alternativen greifen lassen. Ein (sehr) guter Trommler kann mit einem Mittelklasse-Kit alles bedienen was gefordert wird.
    Dafür braucht es kein Oberklasse High End Kit. Und dann ist eben mit einem Mittelklasse-Kit der Return-on-Investment
    deutlich besser.


    Dem Hobbytrommler ist es weniger wichtig ob sich die Investition rechnet. Daher spielen so Leute wie De Maddin und ich
    (zu) teure Kits und haben Spaß dran, weil wir unser Geld woanders verdienen. Und Kollegen die hauptberuflich Musik machen
    spielen eher Pearl Session Serie als Masterworks.

    Also ich muss zugeben, dass ich ein DW Collectors Kit spiele, eine Pearl Masters Snare besitze und auch ansonsten die eine oder andere Trommeln in den Fingern hatte.
    Rein vom Gefühl der "Wertigkeit" liegt meine neueste Erwerbung von Sonor (Gavin Harrison Snare) über allen Snares die ich bislang in den Fingern hat. Mit zunehmendem
    Alter habe ich auch an solchen Kleinigkeiten Gefallen und auch ein wenig Zahlungsbereitschaft.

    Die Hersteller nehmen ja nicht das was sie nehmen müssen, sondern eher das was sie nehmen können. Wenn die Erhöhung der Preise unangemessen sein sollte, werden spürbar weniger Kunden Sonor kaufen und Sonor wird reagieren müssen. Stichwort: Preiselastizität. Da würden mich wirklich mal die Werte interessieren. Aber so markenbezogen wie viele Trommler waren und sind, habe ich keine allzugroße Hoffnungen, dass ich in nächster Zeit günstig(er) an ein neues Sonor-Kit komme. Ob die Marke Sonor es sich erlauben kann, die Produktion vollständig aus Deutschland zu verlagern kann man genauso diskutieren. Diejenigen Kollegen, die 5000 € und mehr in ein Sonor-Kit investieren schätze ich schon so ein, dass das Label "Made in Germany" eine gewisse Relevanz hat. These: Die zahlen lieber 5.200 € für Made in Germany als 4.800 € für Made in Taiwan; bei gleicher Qualität.

    Hat jemand mich gerufen?
    13er K/Z Hihat war jahrelang "meins". Ich hatte mich verliebt und wollte nichts anderes spielen.
    Dann wollte ich vor einigen Jahren mal etwas neues. Es sollte "runder" & "wärmer" klingen und nicht
    so sehr nach "Hi-Fi" und "Zischel".


    Am besten gefallen hatten mir alte/dünne 15er und 16er Hihats. Aber ich habe letzten Endes einen
    Kompromiss gemacht und mir 14er Sabian Paragon HH geholt. Finde ich nach wie vor prima. Die 14er
    Paragon hat dann lange die 13er Z/K komplett ERSETZT.


    Aber einige Jahre später gingen meine Vorstellungen noch weiter in die "runde", "weiche", "warme"
    Richtung und ich hab mir ein paar Meinl 15" Extra Dry Dual HH geholt. Diese sind nun seit etwas
    mehr als einem Jahr meine Main HH. Ich spiele seitdem aber fast immer zwei HH. Und da ich
    derzeit auf Kontraste stehe sind es neben den 15er Dual Extra Dry die 13er Z/K, da der Kontrast
    hier größer ist.


    Was ich gelernt habe: Willst Du direkt einen richtigen Kontrast zu Deinen aktuellen 13er K/Z Hats
    und eventuell auch beide zeitgleich am Kit hängen haben? Dann eventuell direkt 15er nehmen.
    Willst Du die 13er weitgehend ersetzen (ohne zu verkaufen)? Dann eher 14er. Willst Du eigentlich
    eher ergänzen und mehr Klangspektrum anbieten können? Dann eher 15er.


    My 2 Cent

    Klingt für meine Ohren richtig gut.


    Ich sehe grundsätzlich keine falschen Herangehensweise, da beim Mix ja primär das Ergebnis und weniger der Weg zum Ergebnis zählt.
    Ich nutze gerne Multibandkompressor oder auch Sidechainkompression. Multibandkompression entweder um Probleme zu lösen oder eben
    eher dezent. Und Sidechainkompression eigentlich immer sehr dezent. Allerdings arbeite ich in der Regel "Live".


    Interessant wäre, ob Du nun mit geänderter Philosophie auch klanglich andere Mixe lieferst oder ob es letzten Endes nur verschiedene
    Wege zum selben Ziel sind. Und die Frage, ob mit der Änderung der Philosophie/Herangehensweise auch eine Änderung der klanglichen
    Vorstellungen einher gegangen ist.

    Fragen:
    - Wie viel Freiheitsgrade hat man bei Grönemeyer in der Live-Band als Trommler? Wie viel von dem was man im Publikum hört ist "immer gleich"? Was ändert sich über die Jahre? Was ändert sich eventuell jeden Abend?
    - Wie geht man bei Grönemeyer als Trommler heran, wenn man Studio-Aufnahmen in Live-Versionen umwandelt? Hier gibt es ja durchaus auch elektronische Klänge und Rhythmen auf den Alben.
    - Wie sieht der In Ear Mix aus? Was ist da alles drauf?
    - Worin liegt die wichtigste Aufgabe eines Trommlers in einer Band?
    - Wann ist die Freude bei einer großen Tour am größten? Bei der Vorbereitung? Wenn es endlich losgeht? Wenn man sich als Team eingespielt hat? Kurz vor dem Ende der Tour? Wenn alles vorbei ist? :D

    Es ist grade beim Bassdrummikro doch eine Geschmacksfrage. Und dieser subjektiv. Und dieser ändert sich im Laufe der Zeit.
    Ich habe als "Kompromiss" der mich sehr überzeugt hat, das Sennheiser E901 (Grenzfläche wie das Beta 91A) geholt. Einfach
    weil das E901 alleine deutlich runder klingt als das Beta 91A und auch ohne zweites Mikro in meinen Ohren besser funktioniert.


    Wenn ich auf Deinem Niveau unterwegs wäre, würde ich mittelfristig über 2 Mikrofone nachdenken, einfach um mehr Möglichkeiten
    zu haben. Dann wohl eher mit dem Beta 52 einsteigen und wenn es geht später das Beta 91A dazu kaufen. Gibt es ja beides auch öfter
    mal gebraucht.

    Beta 52A und Beta 91A ZUSAMMEN ist eine 1A-Kombination. Der Mix aus beiden funktioniert hervorragend und lässt eigentlich keine Wünsche offen.
    Beta 91A alleine würde ich nur machen wenn es a) klanglich in ne Metal-Richtung (viel Klick) gehen soll und/oder b) im Subbereich (live) sehr viel Hubraum vorhanden ist
    Beta 52A alleine finde ich persönlich prima. Manchen klingt es zu wenig definiert und ein wenig zu wummernd.


    My 2 Cent.

    Dafür müsste man die Ausgangsfragestellung ein wenig konkretisieren.
    GM als Raummikrofone machen z.B. bei einem Live-Gig keinen Sinn. Hier wurde ja nicht ganz eindeutig definiert,
    ob es um Studio oder Live gehen soll. Und auch im Studio machen Raum-MIkrofone IMHO auch nur dann Sinn,
    wenn man einen tauglichen Raum hat. Solange zunächst einfach nur Drum-Mikrofon für Live & Home-Studio gesucht
    werden, würde ich Raum-Mikrofone einmal hinten anstellen.

    Ich persönlich finde den Drumsound
    ziemlich gut! Mich würde aber sehr interessieren wie Ihr
    ihn findet. Über ein Feedback würde ich mich freuen!


    Finde ich auch richtig gut. Probiere vielleicht mal das Reverb/den Raum für die Snare etwas in den Höhen/oberen Mitten
    zu beschneiden bzw. diese abzusenken. Ruhig auch mal einen HiCut bei 3 kHz probieren. Das könnte dann ein wenig
    natürlicher klingen.

    Zitat von: Sven
    Wählt man die sogenannte Kleinunternehmeregelung, muss man mit Verweis auf diese keine Umsatzsteuer ausweisen in seinen Rechnungen.


    ...eieiei, also noch einmal. Die Juristerei, insbesondere die Steuer-Juristerei, ist ein Gebiet auf dem detailliertes Wissen erforderlich ist, da eine kleine Ungenauigkeit bereits größte Probleme und Verwirrung erzeugen können. Die sog. Kleinunternehmer-Regelung greift beispielsweise gem. § 19 Abs. 2 Satz 1 UStG bei entsprechenden Umsätzen automatisch. Es wird zu Umsatzsteuer "optiert" und nicht anders herum! Bitte den Steuerberater aufsuchen!


    :thumbup:


    Richtig. Das war ungenau von mir. Sorry. :whistling:

    Ich reduziere das auch lieber mal auf das wesentliche:
    Im Zweifel lieber professionell beraten lassen!


    Wer meint, dass eine GbR erst mit einer offiziellen Gründung entsteht... sollte sich besser beraten lassen.
    Wer sich unsicher ist, ob eine GbR oder eine UG die bessere Rechtsform für die eigene Band darstellen... sollte sich besser professionell beraten lassen.
    Wer sich unsicher bezüglich der Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer/Kleinunternehmerregelung ist... sollte sich besser beraten lassen.


    Es mag natürlich in der Regel alles gut gehen. Nur ist die Ausrede "Das habe ich nicht gewusst." leider im Zweifel nichts wert, bzw. eventuell sehr teuer.