Klar: Es kommt immer drauf an. Wenn man beim Bekannten im Garten auftreten darf, wird kein Elektriker vorher den Strom überprüft haben, den man über 60 Meter aus der Garage gezogen hat.
Ich hatte früher auch Bands mit Bühnenanweisungen über 9 Seiten DIN A4. Heute kümmere ich mich um eine relativ gute und auch gut gebucht Band mit guten Gigs (Große Bühnen und auch mal
große Gagen). Ohne Papier geht es hier nicht. Aber es sind 2 Seiten DIN A4 mit den wesentlichen Informationen. Selbstverständlich sind Fragen der Sicherheit für Mensch aber auch Material:
Daher sind Open Air Bühnen nicht nur von oben vor Wasser zu schützen. Das eine solche Bühne etwas mehr kostet als 3 große Biergartensonnenschirme ist klar. Aber dann muss man sich eben
Daniels Frage stellen.
4x2,5 Meter mit 9 Musikern: Haben wir schon gemacht. Gut da ist das Drumkit nur noch Kick-Snare-Hat und es waren zum Glück 4 Sänger. Aber gehen tut das irgendwie am Ende doch. Und der Punkt ist leider,
wenn man es macht verliert man selbst und wir alle Argumente für die Zukunft. "Die Band letzte Woche waren noch 2 Mann mehr und es ging. Stellt Euch net so an.", "Bislang hatte noch kein Drummer von dem schiefen
Podest einen Rückenleiden. Stell Dich net so an."... Diese Diskussion gibt es im Tontechniker-Bereich auch: Da man mittlerweile theoretisch auch via iPad Mischpulte bedienen kann, streichen immer mehr Veranstalter
den Platz für ein Mischpult und sagen: "Misch doch mit nem iPad.". Das geht irgendwie auch immer. Aber es sind eben deutliche qualitative Einbußen da und Spaß macht das auch nicht. Man gibt es sich aber natürlich
trotzdem Mühe, liefert ein aus seiner Sicht 80% Ergebnis ab. Der Veranstalter sagt: Das reicht mir und hat nun Argumente gegen ein Mischgerät im Publikumsraum.
Klar RnR ist eher in siffigen Kneipen, Garagen und unter auch sonst widrigen Bedingungen entstanden. Aber das ist kein Grund sich nicht zumindest für ein Mindestmaß an Qualität einzusetzen.