Beiträge von Seven

    Nö is kein Problem wenn alles gewechselt wird als Tontech. Man macht halt das beste aus der Situation. Aber wenn jemand unbedingt alles wechseln will oder mitunter lieber seine eigene (eventuell auch schlechtere Snare) spielen will, dann schlägt sich das negativ auf den Sound nieder.


    Das beste draus zu machen, dafür werde ich als Tontechniker bezahlt. ABER: Regel #1: Scheisse kann man nicht polieren UND wenn es einem die Musiker (wie auch immer) schwerer machen, wird das Gesamtergebnis am Ende auch schlechter. Viele Musiker verstehen halt leider nicht, dass ein Techniker bzw. DIE Technik nicht alles grade biegen kann sondern das da einfach Grenzen gesetzt sind und man im Endeffekt nur das verarbeiten kann, was vorne reinkommt.

    So mein erster Beitrag in diesem Thread aus Drummersicht. Nun switche ich mal in die Position des Technikers/Stagemanagers:


    Stagemanager:
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    Es wird ein Kit gestellt. Becken, Fussmaschine und Snare bringt jeder mit. Am besten die Snare gleich mit Ständer. Je weniger gewechselt wird desto besser: ZEIT ist am wichtigsten!!
    Außerdem kein Risiko, weil vergessen wird n Mikro mit umzubauen und n Kabel zu stecken. Komplett neues Kit sprengt eigentlich jeden Zeitrahmen und ist nur mit Rollrisern gescheit möglich. (Dann sind wie schon normalerweise in der 2. Bundesliga von der Größenordnung.)


    Techniker:
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    Es wird so wenig wie möglich gewechselt und verstellt. Umbauzeit soll kurz gehalten werden. Am besten ist auch die gleiche Snare zu verwenden, da Gate/Compressor/Equaliser von der Vorband noch passen. Sollte keine Zeit für einen Check sein, kanns sein dass die Snare eben nicht so prall klingt.
    Hintergrund:
    Es gibt meist nur Linechecks. Dann wird der Sound während der ersten Songs gemacht. Also klingts teilweise erst nach dem 3. bis 4. wenns doof läuft. Und der Snaresound an sich ist sicher nicht das erste Augenmerk, wenns um den Gesamtsound geht.



    Fair finde ich, wenn man bei mehreren Drummern zusammenlegt und dem Kollegen der sein Set stellt ein paar Sticks oder paar Felle sponsort. Wenns öfter dieselben Bands sind, wechselt man sich eben ab.
    Dafür das einer sein Kit abbaut, rumkutschiert, aufbaut, zur Verfügung stellt, abbaut, heimfährt und dann an den Fellen auch noch Verschleiss hat, darf man ruhig mal 5 bis x € geben. Hab ICH desöfteren schon selbst gemacht ohne Absprache. Oder mal n Remo 14" Coated Amba mitgebracht und dem Kollegen geschenkt. Allerdings nur, wenn das auch ein Kollege ist, der bissi am Set verstellen lässt.

    Kommt drauf an, wie der "Status" der Bands untereinander ist. Wenn ein "kleiner" Drummer einer Vorgruppe anfragt ob er das Set vom Main-Act umbauen darf, dann ist bei einer Absage echt net viel zu machen.


    Sind die Bands "gleichberechtigt" (oder annähernd gleichberechtigt) sollte derjenige, der das Kit stellt auch Umbauten erlauben. Wenn nicht, dann sollte eben ein anderer das Kit stellen (der dann aber auch Umbauten erlaubt).


    Eigenes Kit is halt immer besser, aber manchmal muss man eben mit Kompromissen leben. Ich änder meistens Beckenhöhe/-winkel bei fremden Kits. Selten mal Tomwinkel oder Standort. Für Gigs wo ich net sicher bin, was mich erwartet hab ich immer Ständer, Galgen, Klammern und Becken dabei um halt flexibler umbauen zu können.

    Ich hab in Hessen Freenet und in München Alice. Läuft beides, wobei ich bei Alice halt die dicke Flat mit 16000er Leitung habe, auch wenn die net ganz genutzt wird, kostet kaum mehr und Downstream von 1,2 Mb ab und an macht Spass. Was viel besser/wertvoller ist, ist der dicke Upstream (weiss grade gar net wieviel). Aber bei den meisten 2000er oder auch 6000er Leitung ist der Upstream oft nur das doppelte von normalem ISDN Speed.
    Also Freenet läuft bei mir zwar, aber der Support war suboptimal (ebenso bei Alice). Und Freenet hat heftige Schwankungen bei der Bandbreite (2000er Leitung).
    Kosten: Alice= 49 € incl Tel-Flat und I-Net Flat
    Kosten: Freenet= 24 € T-Com XXL + 16 € DSL Leitung + 9 € Flat I-Net


    Meine Eltern haben immer noch T-Online und das läuft seit immer problemlos (1000er Leitung) und stabil ohne Bandbreitenschwankung.

    Den sinnlose Rumgew..... von JJ kann ich NIX abgewinne. Das von Kollegen Peart ist dagegen sehr geil.
    Ein Favourite Solo habe ich persönlich eigentlich nicht. Aber 32tel stump gehämmert bei 250 bpm kann ich auch ne Drummachine spielen lassen, da brauchts keinen Drummer für...

    Ich würde auch nochmal ruhig bleiben. Ich komm auch nicht immer dazu, Sachen sofort wegzuschicken. Wenn man beruflich unterwegs ist oder eben von morgends 7 bis nach 20 Uhr am Arbeiten ist. Aber man sollte den Anderen wenigstens über den Stand der Dinge informieren.

    Cool besoffen posten....
    jedes kit klingt an jedem ort anders. dies ist einfach nunmal so. wir hören einfach sehr viele einflüsse des raumes und das ist eben an jeder stelle ein andere.
    um sich selbst zufrieden zu stellen reicht oft alleine das UMSTELLEN des kits im raum. live wird das natürllich schwieriger werden.

    Ich würde bei Bassdrum und Toms ein wenig schmalbandig untere Mitten ziehen und damit das ganze ein wenig "entdröhnen". Und eben bei Toms und Bassdrum ein wenig Attack geben für Durchsetzungsvermögen im Bandkontext.
    Die Overheads würde ich untenrum ausdünnen und obenrum in den Höhen noch bissi "Crisp" hinzufügen.
    Ansonsten klingt das ja recht rund

    Zitat

    Original von WESSO



    Und 340€ für so ein System ist wirklich nicht viel.


    Ich hab so den Eindruck vielen sind 50 € schon zu viel...

    Also ich hab erzählt bekommen (toll Aussage), dass die Alesis Teile im Studio recht ordentliche Dienste leisten.
    Phonic Amps kann ich nix zu sagen, ich kenn EQs, Pulte und DI Boxen von Phonic und bis jezz war ich enttäuscht bis entsetzt von der Qualität.
    T.Amps kann ich persönlich nur empfehlen, haben afaik auch grade einen Test in tools gewonnen gegen einige andere Produkte.

    Das 130 db zu viel sind bestreitet außer Manowar und Konsorten auch keiner. Auf nem guten System klingen 100 db auch anders als 100 db auf nem schlechten System. Wenn das System gut ist, und bei hoher Lautstärke wenig Verzerrungen produziert nimmt man den Klang subjektiv als weniger laut wahr. Man merkt dann die Lautstärke erst, wenn man versucht sich zu unterhalten und es nicht klappt. :)


    Also 105 db sind schon gut laut, wobei ich als Techniker schon genug Bands in kleinen Clubs hatte, die ohne Anlage schon 105-110 db erreichen.
    Das ist dann echt nicht mehr lustig. Vor allem spielen die Musiker dann meist selbst mit Gehörschutz, weils ja so laut ist :rolleyes: und lassen die Verstärker auf Anschlag laufen und prügeln mit ihren 2B Sticks 8tel auf dem 20" Heavy China....

    Also ich hab BJ nun einige Male in den letzten 15 Jahren gehört (Bitte nicht schlagen) und BJ waren niemals RICHTIG laut sondern meistens eher zu leise, besonders auf den letzten beiden Touren.


    Und wenn schon solche Konzerte (die Probleme mit skandinavischen Heavy Fuzzis, englischen Punkrockern und amerikanischen Techniker sind mir wohlbekannt) abgebrochen werden müssen, sehe ich in den ernsthafte Probleme für Punk, Heavy etc.

    In so Fällen muss man einfach ein wenig tricksen, wenn wirklich eine Messung am FoH vorgeschrieben ist, dann kommt der FoH eben weiter von der Bühne weg als sonst. Wenn die Jungs allerdings vor der Bühne messen, dann wirds lustig (oder auch nicht).
    Bei einem Weinfest in unserer Gegend in der Altstadt werden schon keine Bands mehr gebucht, sondern nur noch Alleinunterhalter, weils sonst Lautstärke einfach nicht geht....

    Das ganze einfach als gut oder schlecht abzutun ist nicht angebracht. Vielmehr sollte das Ganze differenziert betrachtet werden. Grenzen ja, aber sinnvolle. Grenzen, die Konzerte zur Unmöglichkeit werden lassen können ja wohl nicht ganz das Wahre sein oder?


    Ich wollte eben in diesem Kontext auch darauf hinweisen, dass gerade uns Schlagzeugern hier eventuell andere Zeiten bevorstehen, wenn hier gesetzliche Regelungen auf dem Weg bzw. durch sind.