Beiträge von Seven

    Keine Vintage Kessel? Gut das wäre nach Deiner verbalen Beschreibung wohl meine erste Empfehlung gewesen. Da kannste mal sehen, wie viel Sinn meine Tipps machen :D
    Wobei ich Sonor Delite in der Nähe des "normalen" DW Collector einordnen würde. Und das bedeutet für mich, warme und bauchige Sounds mit eher kontrolliertem Sustain.
    Komisch, die Kesselkonstruktion ist ja auch sehr ähnlich ;)


    Aber wenn es genau das nicht ist, dann wohl eher mittlere Stärke bei den Shells und für mehr "Projektion" vielleicht auch eher Birke als Ahorn. Wobei ich persönlich
    wenig Schmerz dabei hätte, mir für Snare, Toms, Floortoms und Bassdrum jeweils andere Shells zu konfigurieren. Ich hätte da schon meine Vorstellungen. :)

    Ich finde es ehrlich gesagt vollkommen korrekt, wobei das im Web geschriebene Wort immer auch "anders" interpretiert werden kann als es eigentlich gemeint war.
    Ich denke ein Custom Drumkit wie ein SQ2 macht primär Sinn wenn sich die Wünsche & Vorstellungen in "regulären" Serien nicht umsetzen lassen.
    Mir kommen da spezielle Kesselmaße oder eben unterschiedliche Kesselkonstruktionen (Tomtom in dünnem Ahorn, Floortom in mittlere Birke und Bassdrum in dicker Buche)
    in den Sinn. Aber dafür müsste man eben wissen, was genau das Ziel ist. Denn wenn man alle Möglichkeiten, aber nur ein vages Ziel vor Augen hat, dann macht das so für mich wenig Sinn.


    Bauchig im Sinne von warm würde ich mit Trommeln mit dünnen Kesseln und Verstärkungsringen sehen. Allerdings wäre druckvoll für mich eher ein mittlerer bis dicker Kessel ohne Verstärkungsringe.
    Ich hatte mal eine Bassdrum mit einem relativ dicken Kessel. Die war sicherlich druckvoll und auch laut. Aber der Sound war mir nicht rund genug. Ich sehe das als relativ schwierige Entscheidung und würde dazu raten, einen Shop zu besuchen, der diese Auswahl an verschiedenen Kesseln hat, damit man die Unterschiede erkennen kann. So hab ich seinerzeit auch den Kessel meiner Floortoms in der Drumstation ausgesucht. Ich konnte die unterschiedlichen Shell-Varianten vor Ort testen. Wir können hier viel reden und lange diskutieren. Wenn du bereit für ein SQ2 bist und bereit soviel Geld in die Hand zu nehmen, dann würde ich auf jeden Fall vorher mal etwas antesten und mich in Ruhe beraten lassen.

    Glatte und harte Oberflächen sind in dem Zusammenhang doof und daher zu vermeiden.
    Möbel sind gut und haben darüber hinaus noch Nutzen :)
    Schwere Teppiche an den Wänden ist ne gute Sache.
    Die Decken mit Tüchern abhängen, je schwerer desto besser ist gut.
    Noppenschaumstoff geht auch immer an der Decke. Kostet aber dann auch etwas mehr.

    Hi,


    ich würde sagen: Es kommt drauf an :)
    Wenn man von Kessel, Größen, Fellen und Stimmung versucht, eine möglichst homogen klingende Reihe an Toms zu erzeugen, kann es sinnvoll sein,
    auch gleiche Mikros an allen Toms zu verwenden. Auf der anderen Seite sehe immer öfter auch "größere" (Bassdrum)-Mikrofone für größere Toms
    im Einsatz. Aber was nun tonal zu den D2 passen könnte und deutlich weniger kostet bzw. auf dem Gebrauchtmarkt gut erhältlich ist, kann ich
    Dir auch nicht sagen. Aber SOO viel günstiger wird es nach meiner Einschätzung in derselben Qualitätsklasse nicht weniger.


    Je nachdem wie oft die Dinger zum Einsatz kommen sollen, würde ich die einfach mieten und nicht kaufen.

    Auf den Toms finde ich je nach Kessel mal dieses oder mal jenes Fell besser, um am Ende einen ähnlichen Sound zu bekommen: "Warm mit kontrolliertem Sustain".
    Bei der Bassdrum komme ich immer wieder auf das Powerstroke III, egal welcher Kessel. EMAD habe ich auch auf allen Bassdrums probiert die ich habe/hatte, war
    ok aber hat mir nicht so gut gefallen wie das Powerstroke III. Hilft leider nur ausprobieren, auch wenn es finanziell nicht ganz angenehm ist.


    +1
    Aber Erfolg wünsche ich ehrlichen Unternehmern.
    Auch interessant: Im ersten Post den Unternehmen im E-Drum-Markt Kapitalismus vorwerfen und dann Ratschläge nur gegen Cash erteilen wollen. :D

    @Martin6: Du schreibst von Leidenschaft, von etwas was Akustik-Trommler verpassen, von etwas Spannendem, von Flexibilität, Luxus, hochwertigen und veredelten Sounds etc. Du erzählst,
    dass Du Erkenntnisse hast, wie heute in professionellen Studios gearbeitet wird. Du hast Burn-Out von akustischen Drums. Andere User haben keine Ahnung oder sind stockkonservativ.


    Und nachdem Du mehrfach von einer tollen elektronischen Welt erzählt hast, willst Du nicht mal im Ansatz erzählen, wie Du zu Deinen tollen Ergebnissen kommst.
    Und dann willst Du nicht ein wenig davon erzählen, wie andere Trommler außer Dir zu diesem Erlebnis kommen können. Du weigerst Dich, diesem Forum Deine Erkenntnisse mitzuteilen.


    Da kommt mir die Frage: Was willst Du eigentlich?
    Und dann lese ich von "unschlagbaren Preisen" und "Selling Points" und "PM an mich".


    Tip: Schreib doch einfach direkt. Persönliche Beratung 50 € pro Stunde. Und dann bitte einen 10er davon als Freundeskreismitglied an das DF überweisen.

    Solange elektronische Drums sich "nur" darüber definieren, sich in Akustik, Haptik und teilweise gar Optik so nahe wie möglich
    an das Original aus Holz und Blech heranzukommen, wird es immer eine Kopie bleiben die - meiner bescheidenen Meinung nach -
    nie das Original erreichen wird.


    Wenn es um Sounds geht, die ein akustisches Drumset nicht liefern kann oder um eine Bandbreite an Sounds (z. B. 20 Snares an einem
    Abend spielen), dann sehe ich das elektronische Kit in seinem Metier wo es glänzen kann.


    Davon separiert bzw. nachgelagert sehe ich die Frage, ob man mit einem Modul oder einer VST-Lösung - die vielleicht auch mal in einem
    Modul verpackt kommt - sein E-Kit aufbaut.


    Ich sage nicht, dass es mit einem E-Kit nicht klappt oder sehr gut funktionieren könnte. Ich habe es eben nur noch nie selbst erleben können als Gast.
    Und da waren gute Trommler dabei, die sich sehr ausführlich mit der Materie auseinander gesetzt haben. Also bitte vormachen und zeigen wie es gehen kann.
    Dann springe ich vielleicht irgendwann auf den Zug auf. Aber ich werde den Zug nicht anschieben.



    PS
    Warum manche bei solchen fachlichen Diskussionen nicht sachlich bleiben können, sondern direkt an allen Kompetenzen der "gegnerischen Seite" zweifeln bleibt
    mir leider verborgen...

    Stabilen und maximal qualitätvollen Klang wird es nur durch ein Stereo-Image mit Phones oder InEars geben, oder evtl bei Positionierung der Leute (so gut es eben geht) im Sweet-Spot der Raum-Korrektur-Optimierung vor der Stereo-PA.


    Surround-Sound ist nicht besser?
    Was ist mit dem Cocktailparty-Effekt? Auch nicht gut sowas zu nutzen?
    Finde ich ein wenig schwarz-weiß gemalt. Aber jedem seine Einschätzung. :=)

    In meinen Augen verlieren Musiker und Marken durch die diskutierte Praxis Glaubwürdigkeit. Das liegt meiner bescheidenen Meinung nach zum einen am "Tonfall" und zum anderen an den
    häufigeren Wechseln der Endorsements.


    Früher waren Gadd, Colaiuta und Weckl gleich Yamaha für mich. Das stand für mich für Fusion, Funk, Jazz etc.
    Und das Image dieser Herren hat sich für mich auf die Marke Yamaha übertragen. Ich nehme an, so in etwa
    funktioniert der Image-Transfer auch im Lehrbuch.


    Porcaro, Torres & Paice standen für Pearl. Das war eher die Rock & Pop Richtung. Und entsprechend habe ich
    vom Image, das ich von den Herren hatte auf die Trommeln geschlossen. Und ein Pearl Kit gekauft. Kein Yamaha.


    Und dazu hab ich kein Video gesehen, wenig Prospekte oder Kataloge gelesen und auch keine Messe besucht. Ich hab
    in Platten-Inlays oder CD-Booklets immer nachgelesen, bei wem der Trommler sich neben Mama und Frau so bedankt.
    DAS ist für mich seinerzeit irgendwo glaubwürdig gewesen.


    Diese Glaubwürdigkeit hat für mich gelitten. Aber ich kann nachvollziehen, warum Trommler, die von der Musik leben müssen,
    das Endorsement wechseln. Und ich kann nachvollziehen, warum Firmen Endorser verpflichten, um bei der Zielgruppe ein
    gewisses Image zu erzielen. Sollen sie alle miteinander tun. Ich treffe meine Kaufentscheidungen heute unabhängig von Marke
    oder Endorser und spiele daher Meinl, Sabian und Zildjian Becken und DW, Pearl und Sonor Trommeln mit Hardware von Pearl,
    DW & Gibraltar. Aber ich müsste lügen wenn ich sagen würde, dass mir einige Marken NICHT sympathischer als andere wären.
    Aber heute ist mir das weniger wichtig als früher.


    My 2 Cent

    Ich habe den Triple.Fi Pro fast 10 Jahre gespielt glaube ich. Ich war nie unzufrieden mit dem Sound, sondern nur mit dem Tragekomfort und dem Herausrutschen beim Spielen.
    Was aber in Sound möglich ist, konnte ich im Vergleich des TF10 mit der Produktpalette der Firma In Ear erfahren. Das ist natürlich rein subjektiv.


    Ich kann mir vorstellen, dass ich bei Shaker-Systemen auch mal zuschlage, wenn ich die Gelegenheit hatte so ein Porter & Davies System zu testen. Alles was ich bisher getestet habe
    war mir Kosten und vor allem Aufwand bei Aufbau, Transport, Verkabeln etc. nicht wert. Und 1400 € für einen Shaker sind eben schon ne Ansage.

    Richtig gute IEM-Hörer habe ich lange umgangen, weil ich nicht dachte, dass sich die Investition lohnen könnte.
    Heute weiß ich es für mich besser. Es macht keinen Sinn und vor allem keinen Spaß, sich als Musiker direkt vor
    den Gehörgang einen Flaschenhals für alles das zu bauen, was man selbst und Kollegen grade musizieren. Und
    mit einem passenden Hörer empfindet der eine oder andere auch einen Shaker dann als überflüssig.

    Es muss vieles passen für einen guten Sound und es muss nur weniges nicht passen und der Sound ist weniger gut --> Grausame Abmischung.
    Letzten Endes sind hohe Bühnenlautstärken in den meisten Fällen für einen guten Sound im Publikum kontraproduktiv.
    Wenn der Bühnensound bereits sehr homogen und stimmig ist, lässt sich in den meisten Fällen auch leichter ein guter Sound im Publikum erreichen.


    Becken und Snares sind nunmal lauter als Bassdrum und Toms. Wenn ich diese also in "normal" spiele, gewinne ich zumindest in Sachen Bühnenlautstärke
    nicht dazu. Dazu klingt es auf der Bühne gerne auch weniger homogen, da im Bühnensound Toms und Bassdrum zunächst einmal fehlen. Wenn ich die mit
    Monitoring wieder auf das Lautstärkelevel von Snare und Becken hebe habe ich nicht wirklich was gewonnen. Bühnenlautstärke-Vorteil würde ich verneinen.


    Ich finde nach wie vor klingen die E-Drum-Module weniger gut als eine gut gestimmte Trommel bzw. ordentliche Becken. Und in Sachen Dynamik liegen da immer
    noch Welten dazwischen. Wobei diese beiden Punkte schon sehr subjektiv zu bewerten sind. Ich habe aber im Hobby-Amateur-Bereich noch keinen Gig einer Band
    mit E-Drum-Modul gehört, der mich wirklich vom Sound überzeugt hätte. Aber auch das rein subjektiv. Bombensound würde ich auch verneinen. Da kommt auch
    wieder das alte Keyboarder-Sound-Problem. Ein Sound der über Kopfhörer toll klingt, funktioniert oft über eine PA nicht mehr so gut. Und E-Drums hört man oftmals
    alleine und nicht im Bandkontext. Und Sounds die alleine für sich funktionieren, müssen noch lange nicht im Kontext funktionieren.


    Vorteile durch die Vernetzung mit Samples, MIDI, Keyboards, Sequencer etc. sind durchaus denkbar. Aber da kenn ich mich zu wenig aus.