Beiträge von Seven

    Bei allem guten was ein Gehörschutz und auch derartige Systeme für die Probe mitbringen, sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass man Live eben andere Rahmenbedingungen wie zum Beispiel ein Publikum hat.
    Wenn in der Probe alle mit Stöpsel spielen und auf der Bühne auch, mag der Sound für jeden einzelnen toll sein. Aber wenn der trommelnde Kollege auf seinem A-Set dann entspannt draufdrischt wird es leider zu laut
    und die Gesamtperformance leidet. Das sollte bei allem Komfort dieser guten Funktionen und Möglichkeiten nicht unbeachtet bleiben. Die meisten von uns müssen eben live doch diszipliniert spielen, zumindest was
    die Lautstärke anbelangt.

    Es gibt durchaus Signalquellen, die schon zuviel des Guten an Output bereitstellen und es gibt auf der anderen Seite auch Mischpulte, deren
    Regelbereich nicht ausreicht, um derartig hohe Pegel sinnvoll zu verarbeiten.


    Ich habe mal kurz das Manual vom Axe FX2 überflogen. Da gibt es diverse Möglichkeiten, den Outputlevel anzupassen. Einfach mal mit dem Saitenheld zusammenhocken
    und ausprobieren, so dass ihr beide glücklich werdet. Das Alesis Pult bietet leider kein Pad-Schalter zu Abschwächung des Signals an.


    Es gibt natürlich auch noch die Möglichkeit, ein Dämpfungsglied zwischenzubauen:
    http://www.musikhaus-korn.de/d…NWopo3Eo7QCFUmN3godY1YAig


    Sowas sollte in keinem Mixer-Toolcase fehlen. In Deinem Fall sollte das Problem aber beim Gitarristen behoben werden.

    Moin,


    finde ich grundsätzlich sinnvoll. Mehr geht immer bis zum vollständig eigenen und separaten Mischpult für Monitor auf der Bühne sauber gesplittet vom FOH Signal.
    Oder aber mit iPad oder Notebook per Remote den eigenen Monitorweg fernsteuern, sofern man ein Mischpult am Start hat, das das unterstützt.


    Ist natürlich sehr subjektiv, aber ich würde das auch so machen. Eventuell das kleine Mischpult so planen, dass man einen Kanal zuviel als zu wenig hat. Ich finde einen
    Stereomix beim IEM als sehr wertvoll für die Differenzierung. Eine Gitarre links und eine rechts mehr oder weniger gepant und schon kann man die viel besser differenzieren.
    Wenn Du also "nur" einen Mono-Mix vom Pult erhälst könntest Du auch noch beide Gitarren auf Dein Pult auflegen, pannen und selbst regeln. Natürlich könnte man dann
    auch noch die Snare, die Toms, die Keys, die Stimmen, einen schönen Effekt etc. dazu packen und Du bist bei einem 24 Kanal Monitorpult nur für Dich. ;)


    Natürlich geht auch ein 2 Kanalpult mit Kick auf einem und dem Monitorsignal auf dem anderen Kanal. Aber dann hast Du in der Regel auch keine wirklich schöne Möglichkeiten
    zur Klangbearbeitung der Bassdrum (= parametrischer EQ), auf den ich bei diesem Szenario ungern verzichten würde, wenn Dir der Bassdrumsound wirklich wichtig ist. Geht aber
    natürlich auch ohne.


    Faustregel: Je besser der Techniker und je leistungsfähiger das sonstige Equipment, desto weniger Gedanken und Aufriss musst Du Dir machen.

    Teste gut, überlange lange und entscheide auch mit dem Bauch (wenn der Geldbeutel das zulässt).
    Innerhalb einer Qualitätsklasse kann dann gerne auch die Optik den Ausschlag geben.


    Aber das ist nur meine Meinung, die nicht über Deinen Geldbeutel entscheiden sollte ;)

    Zitat

    Ich spiele gerne eine 20er, weil man dort einfach die Toms näher bei sich hat.


    Das ist in der Tat (rein subjektiv) ein Argument.

    Zitat

    Jedoch reicht in unserm kleinen Bandraum und meinem Zimmer eine 20er Bassdrum mehr als aus.


    Reicht aus für was? Um gehört zu werden? Das sollte auch für eine 18er Bassdrum nicht das Problem sein. Nur ob das Ding dann im Proberaum in natur so klingt wie man das will?

    Zitat

    Und mit der richtigen Technik (Computerbearbeitung) hat eine 20er genausoviel wums wie eine 22er


    Dann aber bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, sondern gleiche Serien (und Befellung und Stimmung und Fußmaschine etc.). Und dann werden für den Punkt "Schub" und "Bass"
    die 12 Punkte wohl immer an die 22er Bassdrum gehen. Das eine Hi-End-Super-20er-Bassdrum gegebenenfalls mehr schiebt als eine Einsteiger-22er-Bassdrum ist nicht sooo verwunderlich.
    Und wo gilt es denn? In Natur? Alleine? Im Bandkontext? Im Proberaum? Im Club unverstärkt? Im Club mit kleiner Anlage? Open Air auf dem Stadtfest? Open Air im Stadion? Im Home Studio?
    Im professionellen Studio? Überall ein wenig? Es ist aber nicht immer ein Computer oder ein Mischpult am Start geschweige denn jemand der das bedienen kann.


    Ich kann durchaus Argumente für eine 20er Bassdrum finden aber das Argument "Klingt mit Nachbearbeitung wie eine 22er" zieht in meinen Ohren einfach nicht und hat was von Chiptuning ;)


    Aber das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung.

    Lass doch die Becken/Overheads bis auf einen Low Cut und eventuell eine kleine "Glanzanhebung" oberhalb von 11K erstmal relativ flat und spar Dir auch Räume und Kompression.


    Bei der Snare wirst Du - wenn der Ursprungssound keinen wirklichen Attack hergibt - wohl am besten mit einem knackigen Sample zum Ziel kommen. Seh ich kein Vergehen drin. Guter Sound entschuldigt das.
    Eine zu tief gestimmte Snare bei


    Probier bei den Toms - je nach Tom und Stimmung - folgendes:
    - Anhebung eher breitbandig zwischen 90 (Floortom) und 130 (Tomtom) Hz. "Schub geben"
    - Eher heftige aber schmalbandige Absenkung zwischen 200 und 300 Hz. "Mulm entfernen"
    - Und dann eine Anhebung zwischen 1100 und 1800 hz, um den Attack noch ein wenig rauszuheben.
    Die genauen Frequenzen musst Du Dir natürlich raushören und suchen. ;)


    Zum Einsatz von Räumen gibt es durchaus verschiedene Ansätze.
    Nachvollziehbar ist die Aussage, insgesamt nur einen Raum zu verwenden, da dies eher natürlich klingt.
    Ich habe aber durchaus 2 oder 3 Räume auf der Snare (Gated Reverb zum andicken, dann einen kleinen Raum mit 0.8 bis 1.2 Sec Decay und eher stumpf und dann eher dezent noch einen Raum mit ca. 2.2 Sekunden Decay der heller klingt aber wirklich nur ganz dezent zugemixt wird. Ein Gated Reverb klingt eben schon sehr eigen, daher lass ich das je nach Song/Stil/Band auch weg.

    Nach 6 Jahren sind die Taschen für Trommeln und Becken noch 1a.
    Aus beiden Hardware-Taschen sind jeweils beide Rollen komplett rausgebrochen und wie
    lange zwei der Griffe noch mitmachen ist auch fraglich. Da kommt leider doch etwas Gewicht zusammen,
    wenn man seine Hardware auf zwei Taschen verteilt...