Beiträge von Seven

    1. Ein genauerer Blick zeigt, dass die GEMA pro Angestellten im Schnitt ca. 48.000 € aufwendet. Das entspricht wiederum keineswegs dem Bruttoeinkommen des Otto-Normal-GEMA-Gehaltsempfänger.
    Das eine Arbeitsstelle durchaus mehr kostet als das, was der mehr oder fleißige Angestellte am Ende auf sein Girokonto überwiesen bekommt dürfte klar sein. Der Anteil, der bei der GEMA nicht auf
    Personalkosten entfällt ist im üblichen Bereich für eine öffentliche Einrichtung/Behörde, welche die GEMA doch in einigen Punkten mehr oder weniger gleicht.


    2. Was Professoren wirklich verdienen ist ähnlich schleierbehaftet wie manche Strukturen und Prozesse bei der GEMA. Ich würde trotzdem davon ausgehen, dass ein Professor (C4/W3) seine Universität
    im Schnitt weit mehr als 60.000 € im Jahr kostet. In Hessen lagen wir 2007 bei 82.500 € im Schnitt. Ob das angemessen ist, kann man an anderer Stelle weiter diskutieren.


    BTT:
    Die Diskussion bringt nix, wenn man mit falschen Annahmen, Zahlen oder Rechnungen hantiert; auch wenn sich damit die eigene Position in ein besseres Licht setzen lässt. Frei nach dem Motto "Trau keiner
    Statistik..."


    Ich bin im übrigen nie ein Freund der GEMA gewesen. Das wir für ein Campus-Fest ohne Eintritt, dank schlechtem Wetter 300 Besuchern und einem finanziellen Verlust von ca. 6000 € am Ende noch 241 € GEMA zahlen
    durften ist ärgerlich, gehört aber zum Risiko bei einem Event dazu. Und im Endeffekt haben die 241 € den Bock nicht fett gemacht.


    Es ist sicherlich einiges schlecht an den Strukturen und Prozessen wie wir sie momentan rund um die GEMA haben, aber die Anpassung der Tarifstruktur so wie ich sie nach relativ intensiver Untersuchung verstanden habe,
    geht in eine aus meiner Sicht richtige und unterstützenswerte Richtung.Dazu wird das Ganze am Ende maximal halb so heiß gegessen, wie es heute diskutiert wird. Konstruktiv und zielführend wird die Diskussion in meinen
    Augen nur, wenn man sich zunächst auf einen Ausschnitt fokussiert und nicht versucht, den ganzen Laden generell umzubauen. Das wird ganz sicher nicht geschehen.


    my 2 cent

    My 2 Cent:
    1.
    In Wikipedia kann etwas überspitzt gesagt jeder schreiben was er will. Was letzten Endes dort steht muss nicht zwingend wahr sein. In der Wissenschaft ist Wikipedia nicht einmal für 2 Cent belastbar.
    Um sich grundsätzlich über einen Sachverhalt zu informieren und einen Einstieg in die Thematik zu erlangen, dafür ist Wikipedia zweifelsohne geeignet. Für eine ernsthafte Diskussion sollte man
    Wikipedia-Einträge nicht nutzen.


    2.
    Die Erträge der GEMA in 2010 waren offenbar bei 862,9 Mio Euro, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Es wurden allerdings nicht 299,7 Mio Euro verteilt sondern 735,8 Mio €. Es gibt nämlich
    neben den GEMA-Mitgliedern offenbar noch zahlreiche weitere Gruppen und/oder Personen, die einen rechtmäßigen (?) Anspruch auf Ihren Anteil an den Einnahmen der GEMA besitzen. Ich habe
    nun bei einer kurzen Recherche allerdings nicht herausfinden können, wie sich das genau aufschlüsselt und nach welchem Prinzip hier vorgegangen wird.

    Die Kapsel sind identisch. Der Unterschied liegt primär im Korb.
    Ich zitiere Jürgen Schwörer (Application Engineer bei Shure):

    Zitat

    - SM57 und SM58 haben identische Kapseln
    - Der größere Korb des SM58 bringt einen größeren Mindestabstand zur Membran. Dadurch wird der Nahbesprechungseffekt nicht so stark ausgenutzt bzw. auch Explosivlaute werden nicht so stark.
    - Der Korb macht auch etwas am Klang ... diese Unterschiede sind aber eher marginal und beispielsweise bei einem Rock-Konzert durchaus zu vernachlässigen.

    Die Ultracast in 14x5 ist eine meiner Lieblingssnares.
    Insbesondere genau diese Version in 5" ist in meinen Ohren vielseitiger als vergleichbare oder ähnliche Alu-Snares.
    Das Ding knallt meist sehr gut, kann aber auch in tieferer Stimmung ganz gut tönen und hebt sich hier positiv von der getesteten Konkurrenz ab.


    Aber ansonsten ist das ne ganz normale ordentliche Snare mit der man nix falsch macht und die dank der schwarzen Farbe optisch gut zu fast jedem Kit passt. :thumbup:


    Bissi übertreiben die Lobeshymne an dieser Stelle... :rolleyes:

    Äh......also.......


    Ich habs geahnt. :thumbup:


    Ich bin mal bis in die Schweiz gefahren um den Kerl zu sehen und war sogar Backstage. Gut. Fahrt und EIntritt haben mich keinen
    Cent gekostet und ich war dort, weil es eine technische Weltneuheit zu bestaunen gab, aber der Kerl und seine Crew machen eine
    verdammt ordentliche Show. Hut ab!


    Und wie passt ein Fahrtenschreiber in das Konzept, dass auf der Straße grundsätzliches Vertrauen herrscht?
    Eine Freiheit sich falsch zu verhalten ist in sowohl beim zu schnellen fahren als auch beim "illegalen Musikkonsum" in meinen Augen asozial, wobei ich beim zu schnellen wie gesagt noch nicht mal zwingend jemanden gefährde, während ich
    beim unentgeltlichen Konsum von geschützter Musik direkt dem Urheber einen Schaden zufüge.


    Die Diskussion um Freiheit vs. Sicherheit bzw. deren optimalen Ausprägungen wird man weiterhin diskutieren können und zu keinem Ergebnis kommen, dass allen gerecht wird. Wenn das Ausleben meiner Freiheit (zu schnelles fahren / unentgeltlicher Musikkonsum)
    die Freiheit von anderen einschränkt (Tod durch Unfall / Ausfall von Einnahmen), empfinde zumindest ich das als ungerecht und kann eine Einschränkung für mein Handeln nachvollziehen und akzeptieren.

    Ich hab auch die K&M Halterung für das iPad. Passt und sitzt.
    Als App für den skizzierten Anlass nutze ich die App "Setlistmaker" (http://www.arlomedia.com/apps/setlistmaker/main/home.html).
    Die App war schon mächtig als ich das vor ca. einem halben Jahr erstmalig im Einsatz hatte und wird immer weiter entwickelt. Ein paar
    Featurewünsche von mir wurden auch schon umgesetzt. Da die App sehr mächtig ist, macht es durchaus Sinn, sich die Videos/Tutorials von Herrn
    Leach vor der Nutzung einmal anzusehen.


    Grundsätzlich kann man verschiedene Datenbanken für verschiedene Bands/Projekte anlegen.
    Jedem Song in der App kann das MP3/AAC File auf dem iPad zugeordnet werden, so dass man direkt in der App die Songs spielen kann und so
    auch alle Songs schön üben kann.
    Jedem Song lässt sich auch ein Word-File (besser aus meiner Erfahrung sogar noch ein Apple Pages File) anhängen. Im Live Modus kann man dann
    einfach von Song zu Song weiter "wischen".
    Auch sehr nett ist es, das Tempo zu jedem Song zu hinterlegen. Die App hat ein eingeprogrammiertes Metronom (optisch & unterschiedliche Sounds),
    so dass mein Metronom mittlerweile verstaubt.
    Noch viel cooler ist es, die ganzen Daten mit der ganzen Band zu "sharen" und auf eine gemeinsame Datenbasis zuzugreifen.
    Sehr cool ist auch der direkte Draht zum Entwickler. Auf jede Mail hatte ich bislang in zwei Tagen eine Antwort und geäußerte Featurewünsche
    wurden - wie gesagt - zum Teil direkt umgesetzt (Beispiel: unterschiedliche Sounds für den Click)

    Ein DW hat nunmal diese Böckchen. Ich finde das prima, wenn man an den Böckchen den Hersteller erkennen kann. :thumbup:
    Wem das Design der Böckchen so wichtig ist, der kann ja aus einer breiten Auswahl an Konkurrenzprodukten wählen. =)


    Ansonsten verstehe ich nicht, wieso die Jungs alle Nase lang eine neue Serie auflegen. Da blickt ja kein Mensch mehr durch.

    Ich hab mir das heute vormittag für zwei Läden durchgerechnet, die ich kenne, die ordentlich laufen und deren Kostenstrukturen ich in etwa kenne.
    Einen passabel laufenden Laden wird die Erhöhung nicht umbringen.


    Eine Kleinstadt-Disco die 100 Gäste im Schnitt an 4 Abenden die Woche mit 3 Euro einlässt zahlt nun 100 € statt 25 € pro Abend an die GEMA nach der neuen Struktur.
    Die 75 € mehr bekommt der Betreiber kompensiert. Mit 10 - 20 cent mehr pro Getränk ist das ausgeglichen. Und wegen 10 Cent mehr pro Getränk wird auch der studentische
    Kunde sicherlich nicht fernbleiben. Vor allem weil sich die Alternativen in ähnlichem Maß verteuern werden. Wenn ich 3 € Eintritt zahle und dann 5 Bier a 2,50 € bestellen kann, macht
    der eine Euro auch nichts mehr aus.


    Wenn man dann noch davon ausgehen kann, dass es keine Steigerung um 400% geben wird, sondern eher um 200% sieht das schon wieder besser aus für den Inhaber...
    Und wer nun sechsstellig an die GEMA überweisen darf, liegt vom Umsatz in luftigen Regionen.
    Das ist ähnlich wie bei den Leuten, die sich beschweren, dass sie absolut betrachtet soviel Steuer an den Staat (und damit sich selbst) überweisen müssen...

    Normalerweise setze ich als Anbieter einen Preis, indem ich zum Einen meine Kosten betrachte und auf der anderen Seite aber auch immer die Nachfrager und der Zahlungsbereitschaft (oder auch Zahlungsfähigkeit) im Blick halte. Es scheint in diesem Fall so zu sein, dass die Perspektive der Zahlenden nicht ausreichend eingenommen wurde.


    Das Bild und die subjektive Meinung über einen Sachverhalt werden heutzutage sehr stark von Medien geprägt, wobei insbesondere das Internet als Medium eine zunehmende Bedeutung erlangt. Offenbar sind die Gegner der GEMA medial präsenter und schlagen in der Darstellung und Diskussion einen schärferen Ton als die GEMA an.


    Wenn ich das zusammen nehme wird die Wahrheit wohl wie so oft irgendwo in der Mitte zu finden sein. Wie schon angemerkt, werden die aktuell kolportierten Tarif wohl nicht den finalen Stand darstellen. Wenn der Berufsmusiker, der bislang mit 20.000 € brutto leben durfte etwas mehr verdient und im Gegenzug der Disco-Besitzer vom 500er SL auf das 350er Modell absteigen muss finde ich das sehr in Ordnung und zumutbar. Wenn allerdings Karl-Herrmann seinen 20 Jahre lang halbwegs laufenden Live-Musik-Laden auf dem flachen Land zumachen muss und Herbert Gröhlemeyer dafür zu seinem 500er SL noch einen schnuckeligen SLK stellen darf, bin ich doch irgendwie dagegen.


    Wenn das doch alles etwas weniger komplex und viel einfacher wäre...

    Hallo, nochmals meinen Senf dazu: ich mach jetzt seit gut 20 Jahren Musik und bin bislang immer ohne Soundmann ausgekommen (bei Veranstaltungen bis ca. 3000 Personen). Bei uns und eigentlich bei allen Bands im Kollegenkreis hat traditionell immer der Drummer oder der Keyboarder das Mischpult bedient... Meine Philosophie dabei ist allerdings, dass die Band auf alle Monitore den gleichen Mix bekommt, wie auch vorne aus der PA rausgeht - einmal schon aus dem oben genannten Grund, dass so das Monitorsignal nicht den Gesamtsound "versaut". Außerdem kann sich so jeder Musiker im Zusammenspiel besser einschätzen... (und das würde ich von jedem halbwegs begabten Bandmitglied schon erwarten, dass er die eigene Lautstärke selbst so reguliert, dass ein guter Grundsound dabei rauskommt). Jeder weiß somit, was gerade beim Publikum ankommt...
    Bislang sind wir immer ganz gut damit gefahren...


    Zum Dämpfen vs. Gate: ich würde _immer_ versuchen - wenn es zu sehr nachklingt oder wummert - die Toms entsprechend zu stimmen (reso rauf, beater runter) und dezent zu dämpfen, bevor ich zu technischen Mitteln greife.


    Herzliche Grüße, Mario


    Das steht in völligem Gegensatz zu den Erfahrungen, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe. Ich kenne einige Bands, in denen sehr gute Techniker vertreten sind, die sich auch desöfteren selbst von der Bühne aus mischen. Selbst wenn die Band von einem weniger guten Techniker bandextern aus Zuhörerposition gemixt wurde, klang das im Ergebnis immer besser als der Mix auf der Bühne. Kleines Beispiel dazu:
    Damit ein Gitarrensolo soweit in den Vordergrund rückt, dass es als "passend" wahrgenommen wird, ist in der Regel eine relativ große Anhebung der Lautstärke auf der PA nötig. Wenn nun diese Anhebung in demselben Umfang auch auf die Monitore wirkt, fällt gerne der komplette Monitorsound zusammen, da außer der Gitarre nichts mehr zu hören ist. Bands die derart diszipliniert und arrangiert zusammenspielen, dass alles hörbar ist und die Soli wirklich "vorne stehen" sind mir unterhalb der "Bundesliga" bisher nicht aufgefallen. Wie viel mitunter am Mischpult zu schieben ist, wird oft erst klar, wenn man einen Abend bei einer eigentlich guten und homogenen Band hinter den Reglern stand.


    Ich bin mir sicher, dass man auch ohne Mann am Mischpult zu einem guten Sound kommen kann. Ich bin mir aber genauso sicher, dass es mit Mann am Mischpult in jedem Fall besser klingen KANN.

    Ich verfahre auch gerne nach dem Ansatz lieber ein Mikrofon und ein Kabel mehr einzusetzen und am Ende den Kanalfader unten zu lassen, als nachher zu merken das ich z.B. die Snare nicht laut oder schön genug bekomme.
    Overheads setze ich live relativ selten ein. Dann muss es auf der Bühne schon leise sein und die Location und PA eher groß. Sehr viel und gerne mikrofoniere ich die Toms, da diese vom Charakter her sehr gerne untergehen.
    Bassdrum gehört in Pop/Rock Richtungen live aus meiner Sicht immer mikrofoniert.


    Das wichtigste bleibt aber der Gesang bzw. die menschliche Stimme, die je nach Stil mehr oder weniger aus dem Kontext herausragen muss.


    Patentrezepte gibt es nicht für einen guten Mix. Letzten Endes muss man zunächst auf alle möglichen Gegebenheiten reagieren:
    - Wie klingt der Raum?
    - Wie sind die Musiker positioniert?
    - Wie gut sind die Ausgangssignale für sich genommen?
    - Wie gut spielt die Band zusammen?
    - Wie diszipliniert ist die Band?
    - Wie gut sind die Songs und Sounds der Band arrangiert?
    Diese und viele weitere Punkte führen zu einem "Sound" ohne PA, zu dem man die Mix addiert, so dass es möglichst an allen denkbaren Hörerpositionen ausgewogen klingt.


    Die meisten der Trommler hier im Forum werden auf Bühnen stehen, bei denen der Bühnensound einen relativ großen Anteil am Gesamtsound hat. Wenn der eine Gitarrist seinen
    Amp etwas anders dreht, hört er sich vielleicht besser, bläst aber auch den Keyboarder an, der sich dann lauter auf dem Monitor braucht und schon ist das Keyboard im gesamten Raum
    einen Tick zu laut.


    Versucht bereits beim Aufbau Euch so zu stellen, dass ihr möglichst wenig Monitor fahren müsst. Da ist Disziplin gefragt, nur soviel Monitor wie nötig, denn der Monitorsound wirkt sich
    in dem meisten Fällen negativ auf den Gesamtsound aus. Wenn der Sänger auf dem Monitor so laut ist, dass er kaum auf die PA muss hört das Publikum den Sänger nicht "direkt" sondern
    indirekt über die Monitore, die nicht in Richtung Publikum strahlen. Das klingt einfach nicht gut.


    Wenn der Bühnensound steht und homogen ist, kann man sich an den Sound für das Publikum machen. Wenn der Bühnensound nur nebenbei gemacht wurde bekommt man das beim Gig
    nur schwer hin, insbesondere wenn man von der Bühne selbst mixt und eigentlich zusehen muss, dass das Publikum etwas hört.


    Nehmt Euch ruhig mal für ein bis zwei Gigs einen freundlichen Techniker mit. Der muss Euch ja gar nicht von unten mischen, sondern soll Euch einfach nur unterstützen beim Aufbau, beim Check
    und im Zweifel eingreifen. Das gibt Euch Ruhe und Sicherheit, so dass Ihr Euch auf das Musizieren konzentrieren könnt.


    Viel Spaß
    7

    mm mir gefällt starlight als opener sehr gut.
    und "free and alive" oder "shangri la" gehen auch nicht mehr nach vorne.


    aber bei mir hats auch paar durchgänge gebraucht.