Alles anzeigensorry Jürgen, aber du hast das Prinzip von Freiheit nicht verstanden.
Eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist kein Beweiszwang. Ich muss der Polizei nicht permanent nachweisen, dass ich nicht zu schnell fahre, sondern die Polizei muss mich erwischen, wenn ich es tue. Sie kann aber darauf vertrauen, dass ich normal nicht zu schnell fahre oder Häuser anstecke, weil Menschen im Prinzip vernünftig sind. Sie lässt mir aber die Freiheit, mich auch mal falsch zu verhalten - das ist ein Grundrecht, Menschen sind nicht perfekt.
Die Gema tut dies nicht, sie mißtraut allen und unterstellt allen vorab illegale Absichten und verlangt, dass wir beweisen, dass wir vertrauenswüdig sind. Dies System hat nichts mehr mit Freiheit zu tun.
Die Gema ist eine (autoritäre) staatliche Einrichtung, die mich im Prinzip gar nichts angeht, die mich aber zwingt, zu handeln, nur weil ich gern eigene Musik mache. Die Deppen können mich. Abschaffen. Freiheit wieder einführen
wundert ihr euch, dass es die Piraten gibt? ich nicht
Und wie passt ein Fahrtenschreiber in das Konzept, dass auf der Straße grundsätzliches Vertrauen herrscht?
Eine Freiheit sich falsch zu verhalten ist in sowohl beim zu schnellen fahren als auch beim "illegalen Musikkonsum" in meinen Augen asozial, wobei ich beim zu schnellen wie gesagt noch nicht mal zwingend jemanden gefährde, während ich
beim unentgeltlichen Konsum von geschützter Musik direkt dem Urheber einen Schaden zufüge.
Die Diskussion um Freiheit vs. Sicherheit bzw. deren optimalen Ausprägungen wird man weiterhin diskutieren können und zu keinem Ergebnis kommen, dass allen gerecht wird. Wenn das Ausleben meiner Freiheit (zu schnelles fahren / unentgeltlicher Musikkonsum)
die Freiheit von anderen einschränkt (Tod durch Unfall / Ausfall von Einnahmen), empfinde zumindest ich das als ungerecht und kann eine Einschränkung für mein Handeln nachvollziehen und akzeptieren.