Beiträge von Seven

    Ohne große Aufwand ist leider heutzutage dann nur noch mit Glück und/oder existierenden guten Beziehungen möglich.
    Letzten Endes sind Clubbesitzer/Kneipiers/Wirte auch Kaufleute, die am Ende des Tages auch etwas verdienen wollen.


    Eine Band, die diesem Klientel 10 bis 20 Besucher in Summe in sein Etablissement bringt, dürfte da leider weniger gute Karten haben.
    In Summe 10-20 Personen sollten/dürften sich auch ohne Live-Band in eine entsprechende Kneipe verirren.


    Was ich immer mehr mitbekommen ist, dass hier stark auf das Gefolge in sozialen Netzen geschaut wird. Das geht soweit, dass hier zu erwartende Besucherzahlen
    abgeleitet werden (Die Kneipe hat 400 Facebook-Fans, von denen 200 geklickt haben, dass sie kommen, davon kommen davon X Prozent. Dazu hat die Band 300 Twitter-Follower and so on.)


    Es gibt aus meiner Sicht relativ wenige Läden, die Bands eine erste Chance geben, die nicht mit gutem Demo-(Video), einem Info-Paket, einer Web Site, einer Facebook-Seite oder einem vollen Terminkalender mit Auftritten in ähnlichen Umgebungen etc.aufwarten können.


    Ansatz A:
    Macht eine Web Site. Versucht in sozialen Netzern "Follower" zu bekommen. Macht ein Demo. Macht Info-Material
    Sprich: Der übliche aufwändige Weg


    Ansatz B:
    Sucht nach persönlichen Kontakten/Verbindungen und pflegt/nutzt diese.


    Wir haben früher auch einige Mal einfach in dem winzigen kleinen Bistro gespielt, in das wir nach der Probe immer gegangen sind. Der Wirt kannte uns, wir haben dem das ganze Jahr sonst auch Umsatz beschert. Da war das ne Runde Sache.


    Made my day! :thumbup:

    In Tätigkeitsfeldern in denen viele "nebenbei als Hobby" - ohne den Anspruch alleine mit dieser Tätigkeit Brötchen und Miete zu zahlen zu müssen - unterwegs sind und diese Leute nun mal nicht unbedingt alle nur schlechte Arbeit machen, gibt es für
    entsprechende Hauptberufler oft Probleme die Tages- und Stundensätze so zu bekommen, wie man das eigentlich bräuchte. Beispiele: Web Design / Veranstaltungstechnik / Musiker...


    Ein Problem als "Profi-Musiker" ist der hohe Grad an Eigenverantwortlichkeit. Das beginnt damit, dass man den Markt den man bedient richtig einschätzen können muss. Wenn das Land Hessen sagt "Wir stellen bis 2020 keine neuen Lehrer ein." Dann habe ich ne Ansage und kann mich danach richten. Nur sagt dem Profi-Musiker meistens keiner, wie gut die Aussichten sind kurz-, mittel- und langfristig Geld zu verdienen und wie genau das geht. Natürlich ist die Aussage "Lern erstmal richtig trommeln bevor Du Profi-Trommler wirst." völlig richtig, aber alleine diese Fähigkeit wird nicht ausreichen, um ein angenehmes und vor allem sorgenfreies Leben führen zu können.

    Was ist ein Profimusiker?


    In meinen Augen ein Mensch, der seinen Lebensunterhalt durch Einkünfte aus musikalischen Tätigkeiten bestreitet.


    Aus der Erfahrung bzw. erweiterten Bekanntenkreis:
    Mit 2-3 Tagen Unterricht die Woche und ca. 60 Auftritte in gutdotierten Coverbands kann man leben.
    Aber die Jungs die ich kenne, die das machen legen nichts fürs Alter beiseite, sind im Sommer kein Wochenende
    für ne Runde Grillen verfügbar und merken nach 8-9 Jahren mit Anfang/Mitte 30, dass dies ganz schön an die Substanz geht
    und für das Alter keine finanzielle Substanz da ist.

    Was auch funktioniert:
    Kleines Mischpult mit entsprechenden Eingängen.
    Günstige MIkros & Kabel & Stative.
    Einfacher Mp3-Player mit Line-In und Aufnahmefunktion.

    H4 kann nur entweder Stereo mit internen oder eben mit externen Mikros.
    H4n kann die beiden internen Mikros sowie zwei weitere Mikros die an den XLR-Eingängen angeschlossen werden aufnehmen.


    Ansonsten geht auch ein H2 und dazu ein kleines 4 Kanal Mischpult mit 4 Mikrofonen.


    Die Frage wäre auch, was Du damit machen willst und wie Du Dir das Szenario genau vorstellst.

    Mit offenen Karten spielen ist hier angesagt.
    Nicht unbedingt "Support your local dealer" aber "Support your friendly dealer" oder so ähnlich macht Sinn. Wie die Anderen das ja auch schon gesagt haben.


    Ich hab bei meinem letzten Setkauf gute 10 % auf den Ladenpreis "rausgehandelt". Das war ehrlich gesagt mehr als ich erwartet hatte und trotzdem noch zu teuer. :whistling:
    Listenpreise aus dem Prospekt interessieren mich ehrlich gesagt nicht. Die stehen in ähnlicher Relation zum Kaufpreis wie die Wassertemperatur vor Hawaii zu Thomas Magnums Glanztagen.
    Mein Opa hatte schon vor 50 Jahren eine Taktik. Er hat erst gefragt wie viel Rabatt der Kunde will und dann erst die dazu passende Preisliste auf den Tisch gelegt.
    Im Endeffekt haben alle denselben Preis gezahlt. Nur die einen hatten mehr Rabatt als die anderen. Die Afrikaner hatten "Geiz ist geil" lange vor Saturn entdeckt ;)


    Ansonsten gilt - aus meiner Erfahrung - im Trommlerbereich an vielen Ecken - zumindest zur Orientierung - die Faustformel: Gebrauchtpreis (guter bis sehr guter Zustand) = 60% des Neupreis (Ladenpreis nicht Listenpreis). Insbesondere bei begrenztem Budget und wenn man mit einer Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer nichts anfangen kann sollte man sich das durchaus überlegen. Denn die Freude an einem höherwertigen Instrument wärt länger als die Freude am Auspacken von neuem Equipment.